Wie hat Euch eure stille Geburt verändert?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von morla29 12.11.10 - 21:34 Uhr

Hallo,

nach der stillen Geburt meiner Tochter im Januar (31. ssw) dachte ich, dass ich der gleiche Mensch bin, nur mit einer krassen Lebenserfahrung mehr.

Aber ich bin nicht mehr die selbe. Wie ich mich verändert hab? Naja, ich glaub ich bin nicht mehr so unbeschwert wie früher, hab mehr Angst um jeden Menschen, den ich lieb hab, besonders meinen Mann und meine Kinder. Ich weiß jetzt, dass das eigene Leben von einer auf die andere Sekunde anders sein kann.

Aber ich hab auch viel gelernt. Ich weiß jetzt, dass mein Mann es ernst meinte, als er vor dem Altar "In guten und in schlechten Zeiten" sagte. Dass ich ihn, wir uns unendlich lieben und wir unsere Kinder auch. Das es ein großes Geschenk ist gesunde, tolle Kinder zu haben. Uns ist jetzt klar dass wir total auf unsere Familien zählen können.

Ich hab gelernt, dass es egal ist, was andere Menschen über mich oder meine Familie denken oder reden. Es ist egal ob Kinder mit 3, 4 oder 5 Jahren schwimmen, radfahren oder skifahren können.

Es ist jetzt so, dass ich oft etwas absage, weil ich keine Lust hab, d. h. man muss sowieso schon so viel in seinem Leben machen, was man machen muss. Wenn ich die Wahl für etwas habe und ich keine Lust drauf habe, dann sag ich einfach ab.

Uns wurde gezeigt, wer wirkliche Freunde sind.

Und mir wurde klar, dass es nicht nur weiß (gesundes Baby) und schwarz (totes Baby) sondern auch ganz viel grau dazwischen gibt und dass man alles nicht für Selbstverständlich halten darf.

So, das musste jetzt irgendwie raus.

Viele Grüße
morla
mit dem besten Mann der Welt
zwei tollen Mädels an den Händen (3,5 und 5)
und einem Mädel tief im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)

Beitrag von laemmchen78 12.11.10 - 21:57 Uhr

Hallo,

ja mir geht es genauso. Ich dachte auch erst das mich die Stille Geburt unserer Tochter im März in der 19 SSW nicht wirklich verändert hat aber das hat sie und ich bekomme es auch immer wieder von Freunden bestätigt.

Es sind geanu die gleichen sachen wie bei dir die sich verändert haben. Man sieht das Leben aufeinmal mit ganz anderen Augen. Manchmal bin ich immer noch überrascht das ich nicht mehr so bin wie ich viele Jahre war aber dann wird mir bewusst das durch den Tod unserer Tochter ich mehr auf das was mir wichtig ist achte. Ich mache auch nur noch dinge die ich möchte oder die mir gefallen und wenn ich lieber auf dem Sofa kuschel oder ins Bett möchte als wegzugehen dann mach ich das.

Ja es ist wahnsinn wie man sich doch verändern kann wenn man sowas erlebt. Viele unserer Freunde haben es nicht verstanden und tun es bis heute nicht wodurch der kontakt auch weniger geworden ist.

Ich denke nur wenn man soetwas selber erleben musste dann weiß man was es bedeutet.

lieben gruß
natascha mit 2 Kids (5 u. 7) fest an der Hand und
Jasmin tief im Herzen (still. geb. 23.3.10 19 SSW)

Beitrag von kathrinchen74 12.11.10 - 21:58 Uhr

Guten Abend Morla,

.....du kannst stolz auf dich sein und deine Familie ist bestimmt wahnsinnig stolz so eine tolle Mama zu haben........

verändert hat mich die stille Geburt von Elia auf jeden Fall , alles ist anders als vorher, die verlustängste meiner Familie gegenüber sind deutlich größer geworden aber ich denke das ist auch ganz normal. Traurig ist das man erst mal merkt was wahre Freunde sind, wer zu einem steht und wer nicht. Aber ich bin auch verletzlicher geworden, vorsichtiger, ängstlicher......

schönen Abend noch....

Kathrin+ Emma fest an der Hand +#stern Cara ( 16 SSW ) + #stern Elia ( 38 SSW ) tief im Herzen

Beitrag von haseundmaus 12.11.10 - 22:16 Uhr

Hallo!

Ich bin durch die stille Geburt meiner Zwillinge auch ängstlicher geworden. Die Schwangerschaft mit Lisa war streckenweise eine Tortur aufgrund meiner Ängste. Und auch seitdem sie auf der Welt ist hab ich ständig Angst, dass ihr etwas passieren könnte. Wobei ich meine, dass das bis zu einem bestimmten Maß normal ist. Wo da die Grenzen liegen, weiß ich nicht.

Es ist aber auch so, dass ich mir nichts mehr gefallen lasse. Also in der Zeit nach der stillen Geburt bin ich kaum noch vor die Tür gegangen, war sehr verschlossen und ich hatte Panikattacken. Seitdem Lisa da ist oder auch schon irgendwann in der Schwangerschaft hab ich mich sehr verändert dahin gehend, dass ich mir sagte, ich lass mir nichts mehr so einfach wegnehmen. Oder ich lass mich nicht mehr unterbuttern oder sonstiges. Das betraf vor allem die Beziehung zwischen meiner Schwiegermutter und mir. Sie trat mir dermaßen in den Hintern, als ich meine Kinder verloren habe. Sie hat widerliche Dinge zu mir gesagt, die ich ihr niemals verzeihen kann. Und als Lisa da war meinte sie alles an sich reißen zu dürfen und mit mir umzuspringen wie es ihr passt. Ihr habe ich einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Etwas, das mir früher nie eingefallen wäre. Da hab ich sie einfach quatschen lassen, jetzt bin ich die die ihr die Grenzen aufzeigt und das verträgt sie nicht. Muss sie mit leben.
Gilt aber auch für andere.

Ich bin auf der einen Seite ein sehr starker Mensch geworden, der seine Meinung sagt und wie eine Löwenmama für ihre Familie einsteht und kämpft. Da lass ich nichts drankommen. Sollte auch normal sein, aber früher wäre ich eher ruhig geblieben, wenn mir zB meine Schwiegermutter quer kommt. Heute mach ich den Mund auf.
Mir ist auch sehr egal geworden was andere von mir denken. Früher war mir das irgendwie wichtiger. Ich hatte ständig Komplexe, dachte immer alle anderen sind besser als ich. Aber das habe ich abgelegt.
Auch ich hab natürlich zu schätzen gelernt ein gesundes und munteres Kind zu haben. Es ist nicht selbstverständlich.
Und ich bin meiner Umwelt offener geworden als je zuvor. Allein durch die Schwangerschaft mir Lisa hat sich mein Bekannten- und Freundeskreis um einiges vergrößert, ich bin nun nach vier Jahren vollends integriert in unserem Ort und ich übernehme sämtliche Organisationen von Treffen, Feiern, Unternehmungen. Hätte nie von mir gedacht, dass ich das mit so einer Selbstverständlichkeit mache, weil ich früher nie so war.
Bin jetzt auch so, dass ich mich zu nichts zwinge. Wenn ich etwas nicht tun will, dann mach ichs auch nicht. Ich denke etwas mehr an mich und an meine Familie und nicht nur immer an die anderen. Ich hab kein Interesse mehr daran immer nur alle anderen zufrieden zu sehen. Ich bin auch noch da. Das musste ich echt lernen. Habe mit der Zeit gemerkt, dass das zu kurz kam und ich von manch Leuten ganz schon ausgenutzt wurde. Nicht finanziell oder so, sondern mein offenes Ohr, meine Zeit und meine guten Ratschläge wurden immer gern genommen, für mich blieb letztendlich wenig über. Deshalb habe ich auch festgestellt, wer wirklich gute Freunde sind. Leider zählten dazu einige sehr langjährige nicht.
Ich lass mir keine fremden Meinungen mehr aufdrücken, lass mich nicht mehr zu Dingen hinreißen die ich eigentlich gar nicht will. Gab zu viele Leute in meinem Leben die das immer wieder getan haben. Die meinten ständig an mir rummäkeln zu müssen. Wer mich nicht mag so wie ich bin, darf sich aus meinem Leben gerne raushalten. Heute kratzt mich das nicht mehr, früher hielt ich selbst an solchen Bekanntschaften oder Freundschaften oder gar familiären Beziehungen fest.

Andererseits sind die Tiefs die man mal hat, die schlechten Tage, doch etwas anders geworden. Ist dann nicht nur schlechte Laune, sondern ich verfalle dann teiweise in richtige Depris. Hatte ich vorher auch, aber es ist anders geworden. Weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Lisa holt mich aber immer doch recht schnell wieder in die Realität zurück. Also die traurigen Phasen und Momente bestimmen nicht mein Leben. Auch wenn sie intensiver geworden sind.

Manja mit Lisa Marie #sonne (fast 14 Monate alt) und Jana & Talina #herzlich#herzlich (still geboren am 8.06.2007 in der 25. Woche)

Beitrag von francie_und_marc 12.11.10 - 23:02 Uhr

Hallo!

Bei mir ist es ja noch nicht so lange her das wir die schreckliche Entscheidung treffen mussten unseren Schatz gehen zu lassen. Am Sonntag ist er seit 8 Wochen nicht mehr in meinem Bauch. #heul Ich habe letztens erst gesagt das es die "alte" Franca nicht mehr gibt. Ich habe soviel dazu gelernt und schmerzvoll erfahren müssen wer für einen da ist und auf wen man zählen kann. Genau die Personen auf die ich mich hunderprozentig verlassen hatte sind nicht für uns da und Menschen von denen ich soviel Großmut und Warmherzigkeit nicht erwartet hätte, die waren und sind für uns da.

Früher war ich eher der fröhliche immer lachende Typ, manchmal auch aufbrausend und ganz ehrlich ich genoss das Leben und hatte mir noch ein wenig kindische Unbeschwertheit in den Alltag herübergerettet. Nun bin ich mit 31 Jahren urplötzlich erwachsen geworden.

Ich habe Angst das meiner Familie insbesondere meinem 6 Jahre altem Sohn etwas passiert. Ich nehme nichts mehr für selbstverständlich und bin egoistisch aus Selbstschutz geworden. Ich mache nur noch das was ich wirklich selbst will. Früher bin ich so oft über meinen Schatten gesprungen und habe nur um des lieben Friedens Willen Dinge getan die ich garnicht wollte und keine Lust drauf hatte. Zum Beispiel manche Leute aus lauter Pflichtgefühl besucht, angerufen oder eingeladen. Das mache ich nicht mehr, das Leben ist zu kurz als das ich mich, nur damit alle zufrieden gestellt sind, in irgendeine Schablone pressen lasse. Der Zug ist sozusagen nicht abgefahren sondern als Schnellzug durchgefahren.

Ich bin auch irgendwie ganz böse ironisch geworden. #schein Ironie war schon immer ein wesentlicher Charakterzug von mir, aber mittlerweile bin ich ganz schön fies drauf. :-p Letztens hat mir eine Freundin aus Versehen eine MMS mit einem Foto ihres Sohnes (Kleinkind) geschickt. Das war mir total suspekt und erst hatte ich überlegt zu antworten ob ich ihr jetzt auch ein Foto von meinem toten Sohn schicken soll. #schein Ich weiß echt makaber und ich hatte gerade so die Kurve bekommen und nett nachgefragt. Ein Glück, denn es war wirklich keine Absicht von ihr. #hicks

Mir ist es auch sch.....egal was andere über mich denken, sollen alle vor ihrer eigenen Tür kehren. Die meisten Probleme die die Menschen haben sind für mich Peanuts. Phhhff.....manche machen aber auch aus einer Mücke einen Elefanten und ganz ehrlich was wäre ich froh auch dazu zu gehören und deren Sorgen zu haben. :-( Da werden wir alle hier wohl nie wieder hinkommen.

Ich drücke euch alle ganz fest und wünsche uns für das Jahr 2011 nur das Beste und das das Glück bei uns einzieht.

Beitrag von verzweifelte04 12.11.10 - 23:12 Uhr

Hallo!

meine stille geburt war vor 12 wochen und 1 tag... :(

ich hab mich sehr verändert.. aber auch mein umfeld, hab freunde verloren und freunde gewonnen..

ich hab immer angst, dass irgendwem etwas passiert.. hatte ich vorher auch, weil in meiner familie irgendwie immer was ist.. aber es ist jetzt noch extremer!

materielles und vorallem geld hat seinen stellenwert verloren - ich denke mir warum arbeitest du wie ne verrückte, genauso wie mein mann (90 stunden wochen war nichts außergewöhnliches) - warum? ..geld macht nicht glücklich.. früher musste ich mich immer total ärgern wenn etwas kaputt ging und nun denk ich mir "na und.. gibt schlimmeres, viel schlimmeres"

es hat mich verletzlicher gemacht, aber ich denke auch stärker!

ich bin nicht mehr die selbe wie früher, ich war so ein lustiger mensch, ich hab sogar beim schlafen gegrinst und wenn das leben noch so bescheiden war, ich war immer am lachen.. jetzt darf sich jeder glücklich schätzen, wenn er von mir ein lächeln kriegt.

die beziehung zwischen mir und meinem mann hat sich jetzt innerhalb eines jahres gleich zweimal sehr sehr vertieft, erst die FG unseres sternchens und dann Raphaels Tod.. klar ist es hin und wieder schwierig, wir sind beide noch sehr verletzlich und ein falsches wort kann schon zu viel sein.. aber wir schaffen es immer wieder!

der kontakt zu seinen eltern ist besser geworden und auch meine familie ist noch besser zusammen gerückt und da dachte ich schon, das geht gar nicht mehr..

man merkt, dass nicht mehr alles selbstverständlich ist, man ist dankbar für jeden sonnenuntergang, für jede Blume, für all die schönen dinge..
man lernt so einfache dinge wie eben ein sonnenuntergang viel mehr zu schätzen.. ich sag immer zu meinem mann: schau, Raphael beschert uns heute wieder einen ganz besonderen sonnenuntergang, weil er weiß, dass seine mami sonnenuntergänge liebt! ..ich weiß, ein bissl doof.. aber mir hilfts!

ich seh all die schlimmen dinge die uns passiert sind mit anderen augen - nicht immer nur das negative..

ich bin anders, ich weiß nicht ob ich ein besserer oder schlechterer mensch geworden bin, aber ich bin anders.. vielleicht kommt ein teil der fröhlichkeit und unbeschwertheit wieder zurück, aber es wird nie wieder so sein wie früher!

alles liebe
Claudia

Beitrag von lieke 12.11.10 - 23:23 Uhr

Hallo morla,

es ist toll, dass du das so siehst. Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht.

Dein Eröffnungssatz gefällt mir, "nach der stillen Geburt meiner Tochter im Januar (31. ssw) dachte ich, dass ich der gleiche Mensch bin, nur mit einer krassen Lebenserfahrung mehr" weil ich auch so dachte. Tatsächlich finde ich aber immer mehr zu mir selbst. Bei mir ist es jetzt 3 Jahre her und der Prozeß ist noch immer in vollem Gange.

Es würde zu weit gehen, den Tod meines Sohnes als etwas positives zu bezeichnen, aber es ist durchaus so, dass es mich tröstet, dass auch ein Kind, was ich nicht kennenlernen durfte, mir Dinge, Erkenntnisse hinterläßt, die mich zum Positivem verändern. Dass ich mal so etwas wie Dankbarkeit ihm gegenüber empfinden würde....hätte mir das damals jemand gesagt, wäre ich wahrscheinlich wütend geworden.

Ich kann mich noch gut an Dich erinneren, aus der Zeit im Januar, als alles noch ganz frisch war. Ich finde es toll, zu sehen, dass du jetzt so einen grossen Schritt weiter bist, auf dem langen Weg des Trauerns.


Alles Gute für euch,
Lieke

Beitrag von maxi03 13.11.10 - 09:55 Uhr

Hallo alle zusammen,

eure liebevollen worte und Selbsterkenntnisse gehen mir unter die Haut.

Vom Gefühlsleben und den Erfahrungen und dem Leben danach habe ich nichts mehr hinzuzufügen, denn so wie ihr empfinde ich auch.

Inzwischen betrachte ich es als Geschenk, dass ich meine beiden Kinder noch habe kennenlernen dürfen, wenn auch unter ganz widrigen Umständen total verkabelt auf der Neo. Wir haben gehofft und sie haben für uns gekämpft, aber dennoch haben sich beide für einen anderen Weg entschieden.

Durch den tod meiner Zwillinge bin ich sehr viel ernster geworden, habe größere Ängste und mache nur das von dem ich auch überzeugt bin. Ich hatte noch zwei Träume, schon mehr als 20 Jahre. einen davon habe ich mir jetzt erfüllt. Den anderen versuche ich auch zu schaffen. Vermutlich wäre ich es nicht angegangen, wenn ich diese bittere Erfahrung nicht gemacht hätte.

Ich bin sehr viel dankbarer geworden, betrachte meine Kinder als großes Geschenk. Ich wusste bis dahin nicht, welch tiefen Schmerz, welch tiefe Dankbarkeit und welch tiefe Liebe man empfinden kann.

Natürlich bin ich auch verletzbarer geworden, mache nicht mehr alles mit und denke oft nur an mich und die Kinder. Die Familie, die eigene, hat einen viel größeren Stellenwert gewonnen und nimmt einen großen Raum ein.

Ich weiß nun, was wirklich wichtig ist und weiß, wie schnell einem das Liebste genommen werden kann. ich lebe zwar nicht auf der Überholspur, aber ich versuche intensiv zu leben.

Alles Liebe für euch.

Maxi mit 2 wundervollen Kindern an der Hand und den Zwillingen (26. SSW 4 und 8 Tage gelebt) tief im Herzen.

Beitrag von kerstini 13.11.10 - 12:13 Uhr

Hallo Morla,

das könnte ich so unterschreiben, ich bin seit dem Tod meiner Zwillinge nicht mehr dieselbe!

Lange Zeit war ich die depressive Kerstin (manchmal auch heute noch), dann die einsame Kerstin, die agressive Kerstin und jetzt einfach die neue Kerstin.

Ich weiß mittlerweile das wir nur sehr wenige wirkliche Freunde hatten und vor allem das ich mich auf 2 meiner bisher engsten Familienmitglieder nicht verlassen kann.

Die Welt sieht nach so einem tragischen Verlust einfach anders aus! Der Schmerz und der riesige Verlust hat mir einen Teil meines unbeschwerten Ich´s genommen. Dafür nehme ich die schönen Momente im Leben eher wahr. Ich kann Sie genießen und mich an Ihnen freuen. Auch bin ich für die neuen "wirklichen" Freunde dankbar die wir in dieser schweren Zeit gefunden haben.

Ohne meinen Mann hätte ich das alles nicht geschafft! Wir sind glücklich zusammen und hoffen das wir bald unsere Ida im Arm halten dürfen.

Viele Grüße


Kerstin mit #sternMadita & #sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW u Ida 31.SSW #verliebt

Beitrag von sagapo 14.11.10 - 17:22 Uhr

Hallo Morla

ich kann mich da nur anschließen an deine Worte und auch an den Worten der anderen Mädel! Bei uns ist es 8 Monate und drei Wochen her seit unsere Zwillingsjungs 24 SSW von uns gegangen sind! Meinen Mann und mich hat es auch enger zusammen geschweißt obwohl wir auch unterschiedlich trauern! Menschen, die sich Freunde nannten sind aus unserem Leben verschwunden! Wir trauern und können aber auch noch mit unserem kleinem Sohn#verliebt lachen und spielen! Ich lasse mir nichts mehr gefallen und kann auch schnell agressive werden und kurz danach depressiv! Dinge die mir früher wichtig waren sind mir heute egal und umgekehrt! Ich kann immer noch nicht über unsere Jungs sprechen ohne zu weinen! Ich stehe auch zu meiner Trauer und werde mich dafür auch nie und vor keinem rechtfertigen!

Tg sagapo mit Kai 2 Jahre und ein Tag an der Hand und Ari und Ani 24 SSW fest und für immer im Herzen!

Beitrag von kristinhms 16.11.10 - 17:22 Uhr

Danke für diese wundervollen Worte!

Bereits beim ersten Abschnitt liefen die Tränen.

Es ist sooo schön, dass du nicht verzweifelst , sondern deine Augen weit geöffnet hältst um das schöne zu sehen.


Lg
Kristin