Abwarten Einleiten oder Kaiserschnitt???????

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von nozha 15.11.10 - 16:58 Uhr

Habe es heute auch schon im Schwangerschaftsforum gepostet aber da leider nur zwei Antworten bekommen.



Hey ich muss euch mal was fragen ich habe eine ganz liebe Freundin und die weis einfach nichtg weiter.

Sie hatte am 11.11 Termin bis jetzt ist noch nix passiert Mumu zu.

Ich beschreib euch mal die erste Geburt

Nach ET+12 wurde mit Wehentropf eingeleitet 15 Stunden lang nix pause bis zum nächsten Tag dann das selbe spiel von vorn nach nochmal 13 Stunden war der kleine Mann dann entlich da. Aber das war mit vielen Schmerzen verbunden.
Sie darf keine Schmerzmittel bekommen da sie Astmah hat.
Jetzt weis sie echt nicht was sie machen soll sie hat von der FA schon ne Einweisung zum KS bekommen aber traut sich nicht so recht einen KS machen zu lassen.
Aber nochmal 24 Stunden unter diesen Umständen das schafft sie nicht.
Was kann ich ihr raten ober was würdet ihr unter diesen Umständen machen ???
Das Fruchtwasser ist wohl auch nicht so dolle ist wohl wenig aber noch im Grünen Bereich.
Eine Hebamme die sie Fragen könnte hat sie leider nicht.

Beitrag von tina981 15.11.10 - 17:07 Uhr

Also vor ET+10 würde ich erstmal gar nix machen!
DANN kann ich mir immer noch überlegen,ob ich mal sanft einleiten lasse.

Beitrag von katja-linke1988 15.11.10 - 18:18 Uhr

ich würde dann einen keiserschnitt machen lassen wenn sie nicht mehr kann

Beitrag von cori0815 15.11.10 - 18:18 Uhr

SIE HATTE SCHMERZEN BEI DER GEBURT??????#zitter

NEIN, das DARF doch NICHT wahr SEIN #schock


Jetzt mal im Ernst: dass eine Geburt schmerzhaft sein würde, wird ihr doch nicht neu gewesen sein. Und dass eine Geburt (gerade beim ersten Kind) mal 13 Stunden dauert (denn vorher hatte sich ja nichts getan), ist ja wohl eher als mittelflott einzustufen.

Und davon mal ganz abgesehen: NATÜRLICH würde sie noch eine 24-Stunden-Geburt schaffen, denn sie ist eine FRAU und die sind dafür gemacht, den Geburtsschmerz zu ertragen und zu überleben (wenn man von wenigen, heute in unseren Breitengraden sehr vereinzelt auftretenden Schicksalen absieht).

Sie ist heute bei ET+4, das ist alles noch im grünen Bereich und ich würde an ihrer Stelle geflissentlich noch ein paar Tage abwarten. Einem KS würde ich immer eine eingeleitete Geburt vorziehen, auch wenn die Wehen bei der Einleitung (insbesondere Tropf) nicht ohne sind (ich spreche aus Erfahrung, habe zwei Kinder per Einleitung bekommen).

Aber ein KS ist auch kein Spaziergang, ich kenne genügend Frauen, die einen hatten und hinterher lange mehr oder weniger Beschwerden hatten...

Ich glaube ganz fest, dass sie die spontane Entbindung anvisieren sollte, notfalls auch mit Einleitung. Aber vielleicht kommt auch alles anders und es muss gar nicht eingeleitet werden? Und eines kannst du deiner Freundin ausrichten: nach meiner ersten Einleitung hat es noch 26,5 Stunden (19,5 Stunden ab dem Blasensprung) gedauert, bis mein Sohn das Licht der Welt erblickte, beim zweiten 15 Stunden ab dem Beginn der Einleitung und nur 2,5 Stunden nach dem Blasensprung. Du siehst: die zweite Geburt ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Kindergeburtstag :-)

LG
cori



Beitrag von susasummer 16.11.10 - 11:24 Uhr

Ich weiss ja nicht,ob du einen wehentropf hattest,aber damit sind wehen eindeutig anders und wesentlich schmerzhafter als ohne.
Ich kann das schon verstehen.
lg Julia

Beitrag von cori0815 16.11.10 - 12:43 Uhr

Bei der ersten Einleitung hatte ich praktisch ALLES ;-)

Einleitung mit Vaginaltabletten, dann nach Blasensprung Wehentropf über 10 STUNDEN. Insgesamt hat die Geburt mit Einleitung 27 Stunden gedauert, von denen ich 19 Stunden durchaus so heftige Wehen hatte, dass ich auf jeden Fall spätestens dann ins KH gefahren wäre (wenn ich nicht schon da gewesen wäre) Ich weiß also, wovon ich rede, glaub mir.


Weißt du, natürlich kann ich verstehen, dass man - wenn möglich - keine Schmerzen haben will. ABer das war doch jedem vorher klar, dass eine Geburt Schmerzen verursacht. Und ein KS ist leider auch nicht schmerzfrei, auch wenn es mittlerweile als "sanfte GEburt" verkauft wird #rofl

LG
cori

Beitrag von susasummer 16.11.10 - 14:15 Uhr

Man darf aber nicht vergessen,das jeder anders empfindet.
Ich hab wirklich keine schöne erste Geburt gehabt,zwar ohne Einleitung,aber halt 8 stunden mit wehentropf und ich durfte nur liegen und hab echt teils so geheult vor schmerzen.PDA wollte ich schon um 13 uhr haben,gelegt wurde sie erst um 16uhr.Es war für mich absolut furchtbar.
KS kam für mich danach dennoch nicht in Frage,davor hab ich eindeutig noch mehr Angst.Schmerzfrei ist wohl keine von beiden Geburten.
Letztendlich wird sie wohl mit den Ärzten im Krankenhaus oder mit dem FA schauen,wie es weiter gehen soll.
lg Julia

Beitrag von cori0815 16.11.10 - 18:40 Uhr

Hmm, ich habe ja bei der ersten Geburt eben auch Gebrauch von der PDA gemacht, was ja eben der Untergang war (darum nur bekam ich ja den Wehentropf: die Schmerzen waren nicht von der PDA weg, dafür aber die Wehen) Dann wurde immer abwechselnd der Hahn aufgedreht, mal wurde die PDA nachgespritzt, mal der Wehentropf aufgedreht, es war echt blöd. Ohne PDA wäre es wohl nicht zu dem Geburtsstillstand gekommen.

Aber als "absolut furchtbar" kann ich keine Geburt bezeichnen, ob mit Schmerzen oder ohne. Schließlich ist dabei Leben geboren worden... und wenn das halt mit Schmerzen verbunden ist, das ist das halt so. Sie gehören praktisch dazu. Und erst, seit wir dank der Medizin in der Lage sind, Schmerzen in den Griff zu bekommen, ist jede Frau der Meinung, Geburten müssen nicht mehr schmerzen... irgendwie eine komische Wendung...

LG
cori

Beitrag von cori0815 16.11.10 - 18:50 Uhr

Gerade - wo ich deinen Text nochmal lese - fällt mir ein: wer hat eigentlich behauptet, Geburten müssen "SCHÖN" sein???? Ich glaube, mit den größer werdenden Möglichkeiten in Sachen Schmerzstillung und Wahlmöglichkeiten in jeglicher Hinsicht steigt auch die Erwartungshaltung in Sachen "schöne Geburt".

Wenn ich hier immer so lese, wie sich alle ihre Geburten so vorstellen, dann wundere ich mich gar nicht mehr, dass viele so enttäuscht und deprimiert nach ihren Geburten sind - weil sie eben nicht alles bestimmen und beeinflussen konnten... Natur halt!

LG
cori

Beitrag von lieke 15.11.10 - 18:35 Uhr

Hm, irgendwelche Schmerzmittel wird es doch auch für Asthmatiker geben.

Wie stellst du dir denn einen KS ohne Schmerzmittel vor? Und wie ist das mit Narkosemitteln bei Asthmatikern?

Wahrscheinlich ist sie einfach jemand, der seine Kinder überträgt. Ich glaub, ich würd abwarten, ich vestehe nicht, was der Grund für die Eile ist?

LG

Beitrag von anarchie 15.11.10 - 18:44 Uhr

Hallo!

solange es dem baby gut geht würde ich GARNICHTS machen.
es gibt nunmal frauen, deren kinder länger brauchen...und erst NACH 14 Tagen überm ET spricht man von Übertragung, alles davor ist völlig normal.

Solche Horror-Einleitungen bekommt man, wenn man ein Kind rausprügeln will, dass noch nicht soweit ist...

Im Sinne des Kindes sollte sie nochmal gaaaanz easy abwarten bis ET+14 und dann weitersehen.

lg

melanie

Beitrag von lienschi 15.11.10 - 20:20 Uhr

huhu,

ich würde vor ET+10 überhaupt nichts machen...
außer geburtsvorbereitender Akupunktur und sonstigen Hausmitteln.

Dann würde ich je nach Gesundheitszustand des Kindes noch ein paar Tage warten oder wieder eine Einleitung probieren.

Der Kaiserschnitt wäre immer meine letzte Wahl... gerade wegen den Schmerzen.

Wenn Deine Freundin (warum auch immer) keine Schmerzmittel nehmen kann, dann wird sie mit einem Kaiserschnitt sicher noch weniger glücklich sein, als mit einer Spontangeburt.

Aber meine Meinung basiert natürlich auf meinen eigenen Geburtserfahrungen... letztendlich muss ja Deine Freundin selbst entscheiden, mit was sie besser klar kommt.

Schön oder schrecklich kann jede Geburt sein.

lg, Caro

Beitrag von klaerchen 15.11.10 - 20:52 Uhr

Ich glaube, deine Freundin sollte mal das Gespräch mit einem Arzt (oder auch einer Hebamme) suchen und sich ordentlich aufklären lassen.
Sie malt sich da in ihrer Furcht irgendwelche Fantasien aus, die auf fehlenden Informationen und Hören-sagen(-im Internet gelesen) basieren.....

Beitrag von susasummer 16.11.10 - 11:28 Uhr

Ich würde einfach abwarten.
Mein erster sohn wurde auch 10 tage nach ET geboren,unter einem wehentropf.
Da ich aber mehr angst vor einem KS hatte als vor den schmerzhaften wehen,hab ich es beim 2.kind einfach drauf ankommen lassen.Meine Tochter wurde 2 tage nach ET geboren.Ich hab einfach versucht,mich neu auf die Situation einzulassen und die erste Geburt auszublenden.Das hat auch sehr gut geklappt,die Geburt war super.
Und die dritte ging auch mit einleitung,mittwoch begonnen und freitag ist er geboren.Ich hätte aber keinen wehentropf mehr an mich ran gelassen,ich hab Tabletten geschluckt.Die Geburt selber war natürlich nicht ohne,weil die wehen dadurch so schnell und heftig kommen,aber ich konnte mich wenigstens frei bewegen,bis es soweit war.Dennoch würde ich es wieder so machen.
lg Julia