Gestationsdiabetes - wer kennt sich aus?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von angelika110977 17.11.10 - 18:58 Uhr

Hallo Zusammen,
habe gerade den unerfreulichen Anruf meines FA bekommen, dass ich Gestationsdiabetes habe. Könnt Ihr mir verraten, was auf mich zukommt bzw. was dies bedeutet? Wie ist es Euch ergangen? Wie hat sich Euer Leben in der Schwangerschaft verändert. Ging der Diabetes nach der Schwangerschaft wieder weg. Oder vielleichkennt Ihr gute Internetseiten zum Thema?

Bin über jede Hilfe dankbar!

Ich selbst hatte vor der Schwangerschaft einen BMI von 21 und hatte keine sonstigen Auffälligkeiten.

Danke für Eure Hilfe.
LG
Angelika

Beitrag von babys0609 17.11.10 - 19:07 Uhr

Hallo Angelika!
Also der BMI hat nix mit der SS Diabetes zutun!
Das kommt davon weil die Bauchspeicheldrüse die gerade für 2 Arbeitet nicht genug Insulin Produzieren kann!

Was kommt jetzt auf dich zu!
Naja man wird dich auf Diät setzen!
Du bekommst eine Ernährungsberatung und eine Diabetesschulung!
Bei Konstant hohen werten wird dir Insulin gegeben und ein Zuckermessgerät! DU musst abejetzt Täglich Messen!
Nüchtern, Nüchter vor und nach dem Essen und abends!

Gehe zu einem Diabetologen!
Der wird dir alles wietere Erklären!

Lg Maria

Beitrag von carlos2010 17.11.10 - 19:11 Uhr

Hallo,

Schwangerschaftsdiabetes trifft nicht nur Übergewichtige!
Ich selber bin sehr schlank, mache viel Sport und wir essen schon seit Jahren wenig Zucker und kaum Weißmehl.
Trotzdem habe ich in der 24.SSE eine Glukosetoleranzstörung diagnostiziert bekommen.
Meine Mutter hat Diabetes Typ 2 und hatte auch vor 36 Jahren in der Schwangerschaft mit mir Schwangerschaftsdiabets, bei meinem Bruder nicht.
Somit hat sie mir die Veranlagung dazu mitgegeben:-(.

Du wirst jetzt wahrscheinlich beim Diabetologen einen zweiten Test machen und dann erst einmal Deinen Blutzucker messen müssen.
Dann wird geschaut, ob Du mit eine Ernährungsumstellung auskommst oder ob Du Insulin spritzen musst.
Die Werte werden auch im Laufe der Schwangerschaft meist schlechter, so dass Du beim Diabetologen auch alle zwei Wochen Deine Werte vorlegen musst.

Bei mir ging es dann 4 Wochen lang ohne spritzen aber da wir wie gesagt voher schon sehr gesund gegessen haben, konnte ich nicht mehr viel in meiner Ernährung umstellen.
Mittlerweile spritze ich 3x täglich vor jeder Mahlzeit und zur Nacht kleine Mengen Insulin.
Das ist teilweise nervig und ich bin auch froh, wenn das dann in spätestens 22 Tagen vorbei ist.
Aufgrund der Insulinpflicht wird bei mir spätestens am ET eingeleitet.

Wenn vorher nichts auffällig war, ist es meist nach der Schwangerschaft verschwunden.
Es besteht aber ein 50% iges Risiko, dass man im Alter an DiabeteTyp 2 erkrankt, d.h. man sollte auf sein Lebensstil achten; viel Bewegung und eine gesunde Ernährung.

Google mal im Internet, da findest Du viele Informationen ansonsten klärt ein guter Diabetologe Dich auch gut auf!

Alles Gute#klee

carlos ET-22

Beitrag von seluna 17.11.10 - 19:16 Uhr

Hallo,
das Gewicht ist nicht unbedingt ausschlaggeben für eine Gest. diabetes.
Es liegt ehr an den Hormonen und verschwindet in der Regel auch wieder nach der Geburt.

Ich bekomme mein viertes kind und habe die erste Gest. diabetes.

Ich wurde zum diabetologen geschickt, der gab mir ein BZ Messgerät und zubehör und lies mich 1,5 wochen lang 6 mal tgl messen.
Morgens nüchtern und dann 1 stunde nach dem ersten bissen vom Frühstück.
Dann vor dem Mittagessen und wieder 1 Stunde nach dem 1 bissen vom Mittagessen, dann Abends das gleiche. vorher und 1 stunde später.

Dazu Ernährungsumstellung.
zuckerfreie Lebensmittel, nur noch Vollkornbrot (aber in kleinen mengen) wenig an Beilagen (kartoffeln, Nudeln, reis)
Keine Weizenmehlprodukte.
Max. 2 Portionen Obst am tag (wegen dem Fruchtzucker)
Max 1 Glas Milch am tag oder andere Milchprodukte.(wegen dem Milchzucker) Ausnahme Käse, dort ist der Michzucker bereits weg.

Fleisch und Wurstwaren sind in Ordnung.

Durch die Umstellung bekam ich meine tageswerte schnell in den griff, nur meine Nüchternwerte morgens sind ne kleine Katastrophe und sind auch nicht durch die Diät veränderbar.
Deswegen muss ich nun doch Insulin spritzen.
Das spritzen ist nicht schlimm, das schlimmste ist die Selbstüberwindung und die Nadel merkt man wirklich so gut wie gar nicht.


Bei mir hatte es bislang keine Auswirkung aufs Kind, größe, gewicht und fruchtwassermenge sind in der norm.


Im großen und ganzen gibt es schlimmeres, der Anfang ist hart.aber dann geht es gut.



Beitrag von carlos2010 17.11.10 - 19:22 Uhr

Hallo,

Quark kannst Du auch essen, da ist kein Milchzucker drin!

Ich mache mir immer Magerquark mit natreen Früchten, wenn ich mal Lust auf was Süsses habe;-).

Alles Gute#klee

Beitrag von seluna 17.11.10 - 19:25 Uhr

echt?

Die meinte zu mir "nein"...das wäre ja mal was..hab so ein hunger darauf *schmatz*

Beitrag von carlos2010 17.11.10 - 19:32 Uhr

Also ich esse den fast täglich, meine Kleine braucht ja auch Kalzium und meine Beraterin meinte auch, dass es völlig ok ist weil er halt nur wenige KH hat.
Probier´es doch einfach mal aus:-)

Beitrag von schlawienchen79 17.11.10 - 19:32 Uhr

Deine Nüchternwerte bekommst du in den Griff wenn du abends keine Kohlenhydrate sondern Eiweiß isst. Hat bei mir Wunder bewirkt. Alles Gute.

Beitrag von gslehrerin 17.11.10 - 21:38 Uhr

Oder... nachts mal was kohlenhydrathaltiges trinken, Apfelschorle z.B.
Hohe Morgenwerte können ja auch von einem nächtlichen Tief kommen.

Beitrag von schlawienchen79 23.11.10 - 14:25 Uhr

Davon habe ich noch nichts gehörte. Mir hat die Diabetologin das Ganze so erklärt dass es ca um 3 Uhr Nachts ein weiters Hoch gibt, bin nächste Woche da zum GTO mal wieder, hoffe das ich dieses Mal verschon bleibe...

Beitrag von gslehrerin 23.11.10 - 22:09 Uhr

Letztlich folgt auf jedes Tief ein Hoch. Bei mir war es jedenfalls so, dass ich die Nachtmahlzeit essen musste, da sonst der BZ über nacht so stark absank, das am Morgen dann wieder zu hoch war.

Beitrag von schlawienchen79 17.11.10 - 19:28 Uhr

Ich habe meine SSD mit einer Ernährungsumstellung in den Griff bekommen. Nur Vollkorn am Besten kein Weizen sondern Dinkel oder Roggenvollkorn, so gut wie gar keine Süßigkeiten, zum Süßen von Tee oder Kaffee kannst du Stevia verwenden bekommst du im Biomarkt als Blätter, Pulver oder Tropfen. Kein Süßstoff, er hat nämlich genau die Selbe Wirkung und Diätprodukte auch nicht essen. Abends am Besten keine Kohlehydrate da der Zucker nachts um 3 noch einmal Ansteigt und da auch seine Spitze hat, das ist am schädlichsten, vor Allem für das Kind da seine Bauchspeicheldrüse dann für deine arbeitet.
Wenn du es mit der Ernährung nicht hinbekommst dann musst du spritzen. Es hört sich für dich vielleicht schlimm an ist es aber gar nicht, mit ein bisschen Disziplin bekommst du das hin und meistens geht die SSD nach der SS wieder weg. Bei mir war es so muss aber nicht bei jeder Frau so sein. Wie waren deine Werte. Und wie wurde es abgenommen mit Kapillarblut oder Vollblut?
Sonst noch alles Gute für dich

Beitrag von angelika110977 17.11.10 - 19:56 Uhr

Ganz lieben Dank an alle, die geantwortet haben. Schön, wenn man nicht alleine ist.

Ich habe leider wenig "Stellschrauben" um ohne Insulin klar zu kommen befürchte ich. Ich esse selten Süsses und bin schlank (naja mit Bauch eben ;-). Meine Ernährung enthielt also bisher wenig Zucker (außer Obst und Milch) und nur Vollkornprodukte.

Obwohl - Weihnachten ohne Glühwein und jetzt auch noch ohne Plätzchen ist schon gemein!!!

Kann mir gar nicht vorstellen, mich zu pieksen und so konsequent über meinen Blutzucker zu wachen...aber es muss wohl sein.

Alles Gute Euch, haltet durch und ganz lieben Dank für die vielen Tipps.
Angelika