Krankenkasse und Arbeitgeber wegen Mutterschaftsgeld

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von benita2020 23.11.10 - 16:10 Uhr

Ich könnt grad platzen, hab mich extra im Internet informiert und hatte eigentlich beim AG nachgefragt, ob ich die Lohnsteuerklasse zu Beginn des Mutterschutzes ändern kann ohne dass das eine Auswirkung auf die Zahlung des Mutterschaftsgeldes hat.

Mein Mann und ich hatte 4/4, Beginn der Mutterschutzes ist der 28.11.2010.
Wir haben zum 1.12 gewechselt, ich 5 er 3.

Jetzt krieg ich grad den Anruf vom AG dass die KK angeblich noch prüft ob mein Mutterschaftsgeld jetzt nach Steuerklasse 5 ausbezahlt wird (das macht für mich ca. 500€ weniger)..
Dann hab ich bei der KK angerufen, hat die gute nicht verstanden was ich meinte und sagte dann nein, das ändert sich ihrer Meinung nach nicht, aber man müsste das prüfen und sie wären jetzt in ner Besprechung und man könnte ja nicht innerhalb von 2 Std. ne Antwort auf so etwas erwarten.
Ich flipp gleich aus hier, ich habe nur deshalb schon jetzt gewechselt und weil das mit der Änderung der Steuerklasse ab 1.1 ja alles noch nicht so sicher ist (weil das Finanzamt das ja jetzt macht).. und jetzt sowas..

Könnte ich den Wechsel noch rückgängig machen, denn ich verdiene netto mehr als mein Mann und wenn die mir wirklich nach Steuerklasse 5 das Mutterschaftsgeld auszahlen, stehen wir ja schlechter da..

Beitrag von carlos2010 23.11.10 - 16:17 Uhr

Hallo,

das ist aber so!!!
Wenn Du ab 01.12.2010 Stkl. 5 hast, bekommst Du das Geld auch nach 5 ausbezahlt.
Dein Mann bekommt ja auch sein Gehalt nach Stkl 3 ab dem 01..12. ausgezahlt!

Nein, Du kannst jetzt nicht mehr wechseln, weil man das immer mindestens einen Monat im voraus anmelden muss; d.h. Deine nächste Änderung würde jetzt erst zum 01.01.2011 gelten.

Alles Gute#klee

Beitrag von benita2020 23.11.10 - 16:20 Uhr

Es heißt aber doch das Mutterschaftsgeld wird nach den letzten drei Einkommen VOR der Mutterschutzfrist berechnet...

Beitrag von carlos2010 23.11.10 - 16:26 Uhr

Richtig aber dennoch zahlst Du Steuern.
Du bekommst von der KK 13,-- pro Kalendertag steuerfrei aber Dein AG-Zuschuss zum vollem Gehalt wird ja versteuert!!!
Darum wechseln wir erst mit Beginn der Zahlung des Elterngeldes!

Beitrag von benita2020 23.11.10 - 16:33 Uhr

lt. AG ändert sich jetzt doch nichts.. Diese Aussage kam von der AOK

Beitrag von susannea 23.11.10 - 23:08 Uhr

DAs ist totaler Blödsinn, auch der AG-Zuschuß ist steuerfrei!

Beides unterliegt nur dem Progressionsvorbehalt!

Nur bei Beamten ist es anders, weil sie ihre Bezüge weiter erhalten.

Ihr könnt also problemlos wechseln, denn ein Wechsel ändert beim Elterngeld und beim Mutterschaftsgeld nichts!

Beitrag von susannea 23.11.10 - 23:05 Uhr

DAs ist Blödsinn, es unterliegt nämlich nicht mehr den Steurpflichtigem EInkommen!

Beitrag von maerzschnecke 23.11.10 - 16:19 Uhr

Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes werden nur die drei Monate VOR Beginn der Schutzfrist herangezogen. Wenn Du danach die Steuerklasse wechselst, hat das keine Auswirkungen. Anders wäre es, wenn Du kurz vor Eintritt des Mutterschaftsgeldes in eine 'bessere' Steuerklasse gewechselt hättest. Da könnte der AG den höheren AG-Zuschuß ablehnen.

Das Mutterschaftsgeld ist übrigens ein fester Betrag. Das, worum es Dir geht, ist der Arbeitgeberzuschuß. Schimpfen darfst Du da mit dem AG, nicht mit der Krankenkasse.

Beitrag von benita2020 23.11.10 - 16:26 Uhr

Jetzt kriegte ich grad nen Anruf vom AG, die hätte mit der AOK gesprochen (nicht meine KK) weil sie sich auf deren Auskunft immer gut verlassen könnte, und die hätten gesagt, das bleibt beim gleichen Netto, also so wie ich mir das gedacht hatte.. Dann bin ich ja mal gespannt, was dabei rum kommt.
Mein AG meinte jetzt nur noch sie hätte das noch nie erlebt das jemand zu Beginn der Schutzfrist wechselt, weil ja dann auch das Elterngeld weniger werden würde.. Jetzt bin ich wieder verwirrt, Elterngeld ist doch auch nach dem Einkommen VOR der Schutzfrist ???

Beitrag von carlos2010 23.11.10 - 16:32 Uhr

Jetzt widersprichst Du Dir ja selber!
Warum soll das EG weniger werden wenn doch angeblich lt. Deinem AG alles gleich bleibt???
Wenn alles gleich bleiben würde, hätte es doch auch keinen Einfluss auf das Elterngeld; ob VOR oder NACH der Schutzfrist berechnet wird!!!

Beitrag von benita2020 23.11.10 - 16:34 Uhr

ich weiß auch nicht, die gute hat mich ganz kirre gemacht...

Beitrag von carlos2010 23.11.10 - 16:36 Uhr

Das heißt, Du musst jetzt leider einfach abwarten was dabei rauskommt!
Ändern kannst du es ja eh nicht mehr!


Alles Gute#klee

Beitrag von benita2020 23.11.10 - 16:37 Uhr

Höhe des Elterngeldes
Nach § 2 Abs. 1 BEEG wird das Elterngeld in Höhe von 67 Prozent des in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens aus Erwerbstätigkeit bis zu einem Höchstbetrag von 1.800 Euro monatlich für volle Monate gezahlt.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 23.11.10 - 16:33 Uhr

Hi,

ich bin zwar kein Experte, gehe aber mal tatsächlich davon aus, dass sich der Lohnsteuerklassenwechsel negativ auf die Elterngeldberechnung auswirkt. So steht es zumindest in unseren Elterngeldbescheiden. Also da steht, dass man einen Steuerklassenwechsel umgehend angeben muss weil dann die Berechnung neu erfolgen muss. Genau darum warten wir mit dem Wechsel bis zum Ende der Elterngeldzahlung.

Liebe Grüße
Ina #winke

P.S. Schau da mal auf der Internetseite des Ministeriums für Familie und Soziales. Da steht zumindest bei uns (Bayern) einiges Informatives drin.

Beitrag von uschi102 23.11.10 - 16:50 Uhr

Ich glaube das ist Quatsch, denn das Elterngeld hat nichts mit der Steuerklasse zu tun... Du kannst ja net 1/2 oder sogar 3 Jahre warten bis dein Mann in die StKl. 3 wechseln kann.

Oder meintest du Ihr wartet bis der Bescheid durch ist?

Beitrag von zwei-erdmaennchen 24.11.10 - 08:18 Uhr

Hi,

dass das Elterngeld steuerfrei ist das ist schon klar. Dennoch wird das Elterngeld anhand des Nettoeinkommens vor der Geburt berechnet. Und das wiederum ist ja abhängig von der Steuerklasse.

Das Elterngeld ist ja dazu da einen Großteil des Verdienstausfalls der Frau zu ersetzen. Wechselt man da die Steuerklasse, ersetzt es ja unter Umständen nicht den Großteil sondern in Summe das ganze Gehalt weil der Mann ja dann mehr verdient.

Da gab es ja sogar Leute, die vor dem Verfassungsgericht geklagt haben weil sie schon während der SS die LS-Klassen zu ihren Gunsten wechseln wollten und das nicht erlaubt war. Das ging über mehrere Instanzen und letztendlich wurde es dann vom Verfassungsgericht doch erlaubt. Das war glaub ich 2009. Ich habe allerdings nichts gelesen/gehört was den Wechsel innerhalb des Mutterschutzes/des Elterngeldbezugs jetzt erlauben würde. Bei der ersten Tochter 2008 ging das auf keinen Fall. Das weiß ich deshalb weil wir das vor hatten und dann bei der Elterngeldstelle nachgefragt haben und die uns eben dann die Auskunft gegeben haben dass man das zwar darf aber dann eine neue Berechnung stattfinden würde. Ehrlich gesagt hab ich aber nun nicht nachgefragt - sollte ich vielleicht mal tun #kratz.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von carlos2010 23.11.10 - 16:54 Uhr

Dein EG wird nicht neu berechnet weil das EG steuerfrei ist aber ihr müsst es ja zum Ende des Jahres in Eurem Gesamteinkommen versteuern, darum möchte die EG Stelle Bescheid darüber haben.

Alles Gute#klee

Beitrag von zwei-erdmaennchen 24.11.10 - 08:27 Uhr

Hi,

also das kann nicht der Grund sein. Denn die EG-Stelle hat ja mit meiner Steuererklärung nichts zu tun. Aus dem Grund interessiert es definitiv das Finanzamt wegen der Nachversteuerung aber doch nicht die EG-Stelle #kratz. Die stellen ja nur eine Bescheinigung über das erhaltene EG für das Finanzamt aus. Da steht aber nur ein Betrag und keine Steuerklasse drauf (wozu auch, die kennt das FA ja selber ;-))

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von susannea 23.11.10 - 23:09 Uhr

Kannst du mir den Link zeigen, denn nach Gesetz und Richtlinien geht es nicht!

Aber es kann natürlich sein, dass Bayern wieder eigene SAchen macht!

Beitrag von zwei-erdmaennchen 24.11.10 - 08:37 Uhr

Hi,

also bei meiner ersten Tochter 2008 ging das definitiv nicht weil wir das vor hatten und dann kurz vorher nochmal bei der Elterngeldstelle nachgefragt haben. Die haben uns dann gesagt, dass das zwar grundsätzlich möglich sei, da aber eine Neuberechnung die Folge wäre. Da ich nun auch beim neuen Bescheid wieder was gelesen habe, dass der SK-Wechsel angezeigt werden muss bin ich ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass sich da nichts getan hat. Sollte ich aber vielleicht doch noch genauer erforschen #kratz

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von susannea 24.11.10 - 10:14 Uhr

Da gehts um was ganz anderes, da gings um den mißbräuchlichen Wechsel während des Elterngeldbemessungszeitraumes. DAs ist allerdings inzwischen auch per Urteilen abgelehnt, also kann man auch während der Schwangerschaft nur zum Sinn der Elterngelderhöhung wechseln!"

In meinem Bescheiden steht z.B. nichts davon drin, dass ich so etwas angeben muss, warum auch, hat die nicht zu interessieren, denn hat nichts mit dem Elterngeld zu tun!

Beitrag von zwei-erdmaennchen 24.11.10 - 10:19 Uhr

Wäre schön wenn du meine Beiträge richtig lesen würdest. Denn genau das habe ich doch geschrieben. Eben dass es da Urteile vom Bundesverfassungegericht gibt wenn man bereits während der SS die LS-Klasse wechselt.

Und auch, dass es definitiv nicht ohne Konsequenzen auf die Berechnung bei meiner ersten Tochter möglich war.

Beitrag von susannea 24.11.10 - 10:24 Uhr

Hier ging es aber bei der TE darum, ob es Suwirkungen aufs Mutterschaftsgeld und damit auf die Höhe des Elterngeldes hat, wenn man während des Mutterschutzes wechselt udn das hatte es noch nice.

Die Frage ist also, wer hier nicht richtig liest ;)

UNd natürlich wäre es auch bei deiner Tochter gegangen, aber evtl. mit dem Klageweg verbunden gewesen!

Das Gesetz dazu ist nämlich gleich geblieben, nur die Richtlinien dürfen so nicht mehr angewendet werden ;)

Beitrag von zwei-erdmaennchen 24.11.10 - 10:34 Uhr

Sag mal um was geht es dir hier? #kratz

Ich habe die Frage sehr wohl verstanden und der TE auch genau darauf geantwortet. Erst bei einer Gegenfrage an mich kam das Thema auf und darauf bezog sich diese Antwort.

Bei meiner Tochter wäre es nicht gegangen. Das kannst du glauben oder lassen. Das ist mir egal. Ich war damals bei der Stadt um die LSK ändern zu lassen. Die haben uns dann darauf hin gewiesen, dass das im Elterngeldbezugszeitraum negative Konsequenzen für uns haben könnte. Da das ja auch auf dem Bescheid stand habe ich dort nachgefragt und die haben mir das bestätigt. Darum habe ich es gelassen.

So, mach jetzt mit dieser Info was du willst. Ich jedenfalls habe keine Lust hier um's Recht haben zu streiten. Dafür ist mir meine Energie zu schade. Anderen offenbar nicht #augen. Nebenbei bemerkt habe ich mehrfach geschrieben, dass ich keine Ahnung habe ob das mittlerweile möglich ist. Aber das hast du sicher überlesen...

Beitrag von susannea 24.11.10 - 10:40 Uhr

"Bei meiner Tochter wäre es nicht gegangen. Das kannst du glauben oder lassen. Das ist mir egal. Ich war damals bei der Stadt um die LSK ändern zu lassen. Die haben uns dann darauf hin gewiesen, dass das im Elterngeldbezugszeitraum negative Konsequenzen für uns haben könnte."

DA genau liegt das Problem, nur weil irgendjemand so etwas behauptet hat, hast du es treudoof geglaubt!

Es war nie so und das weiß ich daher, weil meien 1. Tochtger im Januar 2007 aldso gleich mit der Einführung geboren wurde und da ging es schon, allerdings bei einigen Elterngeldstellen eben nur mit Klage!

Also glaube evtl. nicht alles, was dir so eine Stelle sagt, denn die haben z.T. überhaupt keine Ahnung von ihrer Arbeit!

Du hast doch also gar nicht probiert, ob es ging, denn schon die Stadt hat gesagt, es könnte Auswirkungen haben.

Übrigens wären die dann nur gewesen, dass die alten Stkl. benutzt worden wären, also nicht negativer als ihr es nun mit dem Verzicht hattet ;)

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