Hier die offizielle Empfehlung von der hier so oft die Rede ist.......

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von stelebe 06.01.11 - 15:40 Uhr

Hallo!

Ich mache mir jetzt mal die Mühe und schreibe auf was die Empfehlung ist von der hier sooo oft gesprochen wird.

Das ganze kommt von der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V.

Die optimale Schlafumgebung für ein Baby:

- eigenes Bett im Schlafzimmer der Eltern
- sichere Gitterabstände
- kein Kopfkissen und keine Mütze
- keine Bettdecke, stattdessen Schlafsack
- Rückenlage als optimale Schlafposition
- Zimmertemperatur 16-18 Grad
- keine Schnüre oder Bänder in der Reichweite des Babys
- kein Nestchen
- Schnuller anbieten
- nur kleines Kuscheltier
- kein Kunstoff-Schonbezug und keine Gummiauflage für die Matraze
- Matraze max. 10 cm hoch, nicht zu weich, schadstoffarm, mit trittfestem Rand.

So das war mal die Kurzfassung.

Jetzt weiter mit dem Kapitel Eigenes Babybett/Schlafplatz (ich tippe es genau ab)

In den ersten Wochen kann ein Säugling ohne wieteres im Stubenwagen oder einer Wiege schlafen. Diese sollte aber unbedingt so groß sein, dass eine ausreichende Luftzirkulation gewährleitet ist, um eine Überwärung und Rückatmung des Babys zu verhindern. Aus dem gleichen Grund sollte man auf das Nestchen im Stubenwagen, der Wiege und dem Babybett grundsätzlich verzichten. Ein Abdruck der Stäbe am Kopf des Babys ist genauso harmlos wie Liegefalten, die bei uns Erwachsene durch Kopfkissen entstehen können.

Schlafplatz

Beim Schlafen des Babys im Bett der Eltern kann es ebenso schnell zu einer Überwärmung des Kindes kommen. Unter der Decke der Eltern wird es nicht nur von den Eltern angewärmt, sonder es kann auch viel schwerer überschüssige Wärme abgeben. Die Gefahr einer Rückatmung der eigenen wie auch der Ausatmen der Eltern kommt dann noch dazu. Beides wirkt sich auf die Arousal-Schwelle des Babys negativ aus.

Vom Schlafen in einem gemeinsamen Bett oder zusammen auf einem Sofa ist daher dringend abzuraten. Das eigene Babybett an einem zugfreien, hellen Platz im elterlichen Schlafzimmer ist der beste Schlafplatz für ein kleines Kind unter zwei Jahren. Babys ziehen rhytmische Geräusche der völligen Ruhe vor. Solche Stimulationen - wie die Atmung und die Bewegung der Eltern - haben offensichtlich sogar eine positiven Einfluss auf die Atemregulation und die Arousal-Schwelle.

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So mir war es mal wichtig die "Empfehlung" die hier so oft zitiert wird aufzuschreiben. Jetzt könnt ihr das in Ruhe mal lesen. Ein kleines Fazit von mir: Weder das Familienbett noch alleine schlafen wird empfohlen.

Weitere Informationen, Checklisten und Einkaufsratgeber gibt es unter:

www.Schlafumgebung.de

Lg stelebe

Beitrag von hascherl84 06.01.11 - 15:55 Uhr

#huepf
ich unterschreibe das.

lg Melanie

Beitrag von dreamer79 06.01.11 - 17:07 Uhr

Letztendlich entscheidet aber jede Mutter, was sie für richtig hält! ;-)

Beitrag von 98honolulu 06.01.11 - 17:39 Uhr

... dann müssten Kinder in Afrika, Japan, Skandinavien... viel häufiger an SIDS sterben als deutsche Kinder. Tun sie aber nicht!
In den meisten Ländern der Welt schlafen die Kinder bei den Eltern, mal ganz abgesehen davon, dass kaum eine Familie in einem Nicht-Industrieland diese ganzen Empfehlungen erfüllen kann.

LG

Beitrag von stelebe 06.01.11 - 17:47 Uhr

Hallo!

Du kannst das machen wie du willst. Aber das ist in Deutschland die Empfehlung. Also weder Familienbett noch alleine schlafen. Letzlich muss das ja jeder für sich entscheiden. Ich kann nur irgendwie nicht verstehen wenn hier jemand fragt ob das wirklich war ist das die Kinder bei einem im Schlafzimmer schlafen sollen und antworten bekommt das sie auf jedenfall im Elternbett schlafen müssen.

lg stelebe

Beitrag von stelebe 06.01.11 - 17:49 Uhr

Ach ich hab noch was vergessen. Kann es sein das du dich durch meinen Beitrag ein bißchen angegriffen fühlst?? Verstehe ich nicht ganz.

Lg stelebe

Beitrag von 98honolulu 06.01.11 - 17:57 Uhr

Nein, gar nicht. Ich finde es nur einseitig. Unser Sohn konnte definitv nicht alleine schlafen... die ersten Wochen lag er nur auf meinem Bauch. Daher mussten wir das FB einführen, anders wäre es sowieso nicht gegangen und ich glaube ganz ehrlich nicht, dass das gefährlich ist. Wenn ein Kind im eigenen bett schläft ist das vollkommen ok, natürlich bei den Eltern.

Ich denke, wenn man sich an die Richtlinien des FB hält, ist das genauso ungefährlich wie das oben beschriebene.

Beitrag von stelebe 06.01.11 - 18:33 Uhr

Ist sind halt Risikofaktoren. Mein Sohn schläft seit er 7 Monate alt ist nur auf dem Bauch. Auch ein Risikofator. Ich will einfach auch nur damit sagen das sowohl das eine als auch das andere nicht empfohlen wird.
Übrigens kenne ich zwei Kinder die an plözlichen Kindstod gestorben sind. Eins im Kinderwagen und eins im Familienbett. Trotzdem darf mein Sohn bei mir schlafen wenn er sonst nicht schlafen kann und trotzdem fahre ich mit ihm im Kinderwagen raus.

Lg stelebe

Beitrag von schnee-weisschen 06.01.11 - 18:22 Uhr

Was will man von ner Empfehlung halten, die "Schnuller-Gabe" vorsieht und nicht einmal die mütterliche Brust in Erwägung zieht? ;-)

Beitrag von stelebe 06.01.11 - 18:34 Uhr

Ist das ernst gemeint? Kann es grad nicht richtig deuten.

Lg stelebe

Beitrag von perserkater 06.01.11 - 18:36 Uhr

Was denkst du denn was ein Schnuller ersetzen soll?

Beitrag von herminasmum 07.01.11 - 12:20 Uhr

Also die Brust kann er nicht ersetzten wenn du das meinst!!!

Plötzlicher Kindstod: Schlafen mit dem Schnuller senkt Risiko

Schlafen mit dem Schnuller soll das Risiko eines plötzlichen Kindstodes um 90 Prozent senken. Anscheinend verhindert der Schnuller, dass Kinder ihr Gesicht in einer weichen Auflage oder der Bettdecke vergraben.

Geht ein Kind mit einem Schnuller schlafen, kann damit das Risiko eines plötzlichen Kindstodes um bis zu 90 Prozent verringert werden. Zu diesem Ergebnis ist eines Studie des Versicherungsunternehmens Kaiser Permanente gekommen. Die Wissenschafter verglichen 185 Fälle von plötzlichem Kindstod mit 312 gesunden Kindern. Bekannte Risikofaktoren wurden bei der Beurteilung berücksichtigt.

Die Studie ergab, dass Kinder, die in einer ungünstigen Umgebung aufwuchsen am meisten profitierten. Es wird angenommen, dass die Schnuller verhindern, dass sich die Kinder die Luftzufuhr abschneiden. Als ungünstige Umgebung galten unter anderem Haushalte, in denen beide Eltern rauchten.

Wenn die Kinder einen Schnuller benutzten, würde das Risiko laut der aktuellen Studie auf eins zu 20.000 sinken. Entscheidend für die Verringerung des Risikos dürfte sein, dass die meisten Schnuller mit einem vergleichsweise großen Griff ausgestattet sind. Dieser Griff könnte helfen zu verhindern, dass Kinder ihr Gesicht in einer weichen Auflage oder einem anderen Objekt wie einer Bettdecke vergraben.

Die Wissenschafter gehen ebenfalls davon aus, dass das Saugen an einem Schnuller die Entwicklung der Bahnen im Gehirn verbessert, die die Funktion der Atemwege im oberen Atemtrakt kontrollieren. Frühere Studien waren bereits von einer möglichen Verringerung des Risikos ausgegangen. Es wurde allerdings keine derart hohe Risikoverminderung festgestellt.


Aus Medizinauskunft kopiert-lg R.

Beitrag von rmwib 07.01.11 - 09:26 Uhr

Das erinnert mich an den einen Beitrag letztes Jahr, wo die eine bei MAM angerufen hat um sich zu beschweren, dass da hinten drauf steht, dass diese Schnuller das SIDS Risiko senken... ihr Kind WOLLTE diese Schnuller aber nicht und sie hat sich geärgert. Oh Gott, ich schau mal, ob ich den noch finde, der war absolut zum Schreien #rofl#rofl#rofl

Beitrag von jule2801 06.01.11 - 20:38 Uhr

Hallo,

ich finde das Argument mit den Nicht Industrieländern immer ganz niedlich - denn letztendlich kann mir keiner sagen, dass dort der Zusammenhang Schlafumgebung SIDS schonmal untersucht worden ist. Es würde mich nicht wundern, wenn es dort SIDS überhaupt nicht gibt...
...weil es nämlich niemand feststellt! (In Russland gibt es keine Schleudertraumata - weil sie niemand diagnostiziert).

Ich wollte das nur einmal ganz kurz loswerden

Schönen Abend noch und lg
Jule!

Beitrag von live.free 07.01.11 - 11:26 Uhr

#pro

Beitrag von marysa1705 07.01.11 - 11:32 Uhr

Bei Afrika würde ich Deine Argumentation ja noch verstehen.
Bei den skandinavischen Ländern dagegen nicht.

Beitrag von jule2801 07.01.11 - 22:54 Uhr

Richtig lesen!!!!!!

Ich schrieb Nicht Industrieländer - wenn du Skandinavien dazu zählst...

Beitrag von marysa1705 08.01.11 - 13:36 Uhr

Das ist schon klar, aber die Argumentation bezog sich ja nicht nur auf Afrika oder ähnliche Teile der Erde, wo man verstehen könnte, wenn Du Einwände hast.

Beitrag von jule2801 08.01.11 - 13:54 Uhr

Aber meine Antwort. Und ein Teil des Ausgangspostings! Wie gesagt richtig lesen hat seine Vorteile!

Beitrag von marysa1705 08.01.11 - 14:16 Uhr

#augen

Keine Angst, ich habe schon richtig gelesen.

Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass ich bei Afrika Deine Argumentation ja noch verstehen würde.
Es ging aber eben NICHT nur um Afrika im Posting von "98honolulu".

Am besten Du siehst Dir erstmal die SIDS-Statistiken an und dann reden wir weiter... ;-)

Beitrag von jule2801 08.01.11 - 21:47 Uhr

Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast...

Beitrag von marysa1705 08.01.11 - 22:51 Uhr

Das ist aber genau DAS, worum es hier geht. ;-)

Beitrag von romance 06.01.11 - 18:04 Uhr

Huhu,

bis auf das FB unterschreibe ich dir das.

Aber jeder muß es für sich entscheiden. Ich hatte auch Angst, wegen SIDS aber meine Maus fühlte sich halt bei uns wohl bwz. auf meinem Bauch.
Wir jetzt 11 Monate dannach, lernen sie in ihrem eigenem Gitterbett zu legen. Eine Wand geschlossen, die andere offen...damt ich sie immer nehmen kann. Praktisch, wegen der Flasche in der Nacht.

Und es gibt auch Kinder, wo die kein Schlafsack mögen. Ich hatte sie immer unter meine Decke. Seit dem Sommer.

LG Netti
die trotzdem das FB liebt.

Beitrag von leni...86 06.01.11 - 18:24 Uhr

ohje jetzt bin ich doch wieder verunsichert, weil ich wieder heir so viel gelesen habe #kratz

meine püppi schläft in der wiege neben mir zum stillen hole ich sie dann zu mir ins bett!morgens schlafen wir beide nebeneinander ein (während des stillen) also (weil ich hier mal im forum gelesen habe das es nicht schlimm sei) aber dann gefährde ich mein kind damit ja wenn sie neben mir ein pennt und dann auch noch unter meiner decke#schwitz

ou man das werd ich dann wohl doch anders machen#schwitz#winke

Beitrag von muehlie 06.01.11 - 19:49 Uhr

Nein, du solltest dich hiervon keineswegs verunsichern lassen.
Das Elternbett hat natürlich prinzipiell ein paar Sicherheitsrisiken, die man im Kinderbett einfach abstellen kann: da sind Kissen, da sind Decken und im schlimmsten Fall ein rauchender Elternteil etc. Aus diesem Grund wird von offizieller Seite das Familienbett auch nicht empfohlen. Lediglich WHO und UNICEF weisen darauf hin, dass das Schlafen im gemeinsamen Bett empfehlenswert ist, da es das Stillen erleichtert. Und Stillen senkt wiederum das SIDS-Risiko. Wenn man also dafür sorgt, dass das Baby im Familienbett genauso vor Überdecken und Überwärmen geschützt ist wie im Kinderbett, ist das gemeinsame Schlafen völlig in Ordnung.

Lass deine Püppi also ruhig weiter bei dir schlafen. Nur das mit der Decke würde ich nicht machen. Ich wickle mich immer ein wenig in meine Decke ein und lasse nur den Brustbereich frei. Noch besser ist ein Babybalkon (z.B. Babybay) oder ein Kinderbett, das mit einer offenen Gitterseite und gleicher Matratzenhöhe an deiner Bettseite steht. Damit ist die Kleine bei dir, wenn sie dich braucht, und du hast trotzdem ansonsten genug Freiraum im Bett. ;-)