Unsere Mütter/Omas: "Ich konnte nicht stillen, weil...."

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nele27 11.03.11 - 15:45 Uhr

Moin Ihr Lieben,

wisst Ihr, was ich echt seltsam finde?

Wenn man von älteren Frauen gefragt wird, ob man stillt und JA sagt, dann kommt ausnahmslos (zumindest ist das meine Erfahrung) hinterher ein UNGEFRAGTES
"Also ICH konnte ja damals nicht stillen, weil....."

Und dann eine längere Ausführung: Keine Milch gekommen, Baby konnte nicht trinken, die Milch war nach 3 Tagen alle, das Baby wurde nicht satt, die Milch war zu dünn etc. etc.

Und dann kommt, dass Flasche eh besser ist, die Nahrung länger satt macht, die Brust nicht ruiniert ist ...

Und wisst Ihr was ich so komisch finde: Alle, wirklich ALLE, die mich in dieser Form in ein Gespräch übers Stillen verwickelt haben, wussten noch haarklein warum sie nicht stillen konnten und wie das genau war. Tw sogar, was welche Hebamme gesagt hat.

Ist doch merkwürdig, oder? Ich meine, wenn sie alle die Flasche besser fanden (was ja in den 60er bis 80ern große Mode war) ist es doch schnurz, warum genau sie nicht stillen konnten. Ich wunder mich immer, wie gut sich Frauen das merken, auch wenn sie gar nicht oder wenige Tage gestillt haben und es schon 30 oder gar 40 Jahre her ist #kratz

Habt Ihr das auch so erlebt?? Ich wunder mich jedes Mal wieder....
Ok, eigentlich ein Silopo, aber ich wunder mich trotzdem :-)

LG, Nele

Beitrag von uta27 11.03.11 - 16:05 Uhr

Hallo!
Das ist eine sehr interessante Frage!
Habe erst letztens wieder ein sehr langes Gespräch mit meiner Mutter darüber geführt!
Sie hat meine große Schwester auch nicht stillen "können", ich wurde 2 Jahre gestillt, mein Bruder, der 9 Jahre jpnger ist als ich, hat 1 Jahr gestillt.
Sie sagte mir:
Wenn Du ein Kind zur Welt bringst, spürst Du die elementarsten Instinkte! Dazu gehört, dieses Kind an die Brust zu legen und es zu stillen.
Wenn in dieser ersten, schwierige Zeit, wohlmöglich auch noch das erste Kind, Probleme auftauchen und das stillen nicht klappt, keine Hilfestellung geboten wird, arbeitet man gegen diesen Instinkt, wenn man Flaschenmilch füttert.
Meine Mutter meinte, sie hätte ein furchtbar schlechtes Gewissen gehabt und sich immer und immer wieder eingeredet, was dann am besten klingt,wenn sie gefragt wird, warum sie nicht stillt/nicht gestillt hat.
Das hat sich so sehr in Ihren Kopf eingegraben, dass sie es noch heute, wie aus der Pistole geschossen, nennen kann.
Durch meine Stillerfahrung und mein unermüdliches Nachfragen, konnten wir in den letzten Jahren viel "aufarbeiten" und auch mal weinen!
Vieles tut ihr leid, viel hat sie auf andere gehört und Ihre Instinkte, Wünsche und Träume tief in eine Schublade gesteckt.
Wenn ich mich heute gerne über das stillen unterhalten möchte, dann ist meine Mama einer meiner besten Ansprechpartner, auch noch mit fast 70 Jahren!

Liebe Grüße, Uta

Beitrag von nele27 11.03.11 - 16:15 Uhr

Toll wie ihr Euch übers Thema Stillen schwierigen Themen annähern konntet #pro

2 Jahre gestillt in der damaligen Zeit ist aber eher die Ausnahme... und ich denke, da hat sie sich eher rechtfertigen müssen als wegen der Flasche, oder?

Die meisten, die ich kenne, haben keins ihrer Kinder gestillt aus den üblichen Gründen, sind bekennende Flaschenfans und TROTZDEM können sie ihre Stillversuche haarklein beschreiben #gruebel Muss wohl mit irgendwelchen Urinstinkten zu tun haben...

Meine Mutter hat kein Kind gestillt. Sie wollte lieber nach der SS wieder rauchen und ihre Ruhe. Sie wundert sich schon, dass heute die Mütter ihre Kinder nicht alle per KS kriegen ("Wer sich diese Tortur freiwillig antut"... naja, damals waren die Kreißsääle ja auch der Horror). Von Urinstinkten ist sie zumindest - wie viele ihrer Generation - weit entfernt.

LG

Beitrag von ringelblume81 11.03.11 - 17:11 Uhr

Hallo,

ich habe es witzigerweise bisher ganz anders herum erlebt. Die meisten älteren Frauen die ich kenne und mit denen ich darüber gesprochen habe, haben gestillt. Und das in den 70ern und 80ern.

Meine Mutter hat meinen Bruder 9 Monate und mich 6 Monate voll gestillt (Ende der 70er und Anfang der 80er) Danach haben wir allerdings beide die Flasche bekommen. Toll finde ich, dass meine Mutter anscheinend auf ihre Mutterinstinkte gehört hat. Damals war ja ein fester Stillrhythmus gang und gebe. Mein Bruder hat sich nicht daran gehalten und meine Mutter hat ihn, anstatt wie von ihrer Schwiegermutter empfohlen, nicht zugefüttert, sondern einfach nach Bedarf angelegt. Bei mir war sie dann schon schlauer. Allerdings wurde unserer Stillbeziehung anscheinend ein Stillstreik meinerseits zum Verhängnis, meine Mutter sagte auf jeden Fall, dass ich einfach nicht mehr wollte... was ich mit 6 Monaten für unwahrscheinlich halte.

Meine Schwiegermutter hat ihren ersten Sohn nicht gestillt. Sie hatte keinen Milcheinschuss wegen Plazentaresten in der Gebärmutter. Sie bekam ein Medikament, die Milch kam und mit ihr eine fiese Brustentzündung. Aufgrund dessen hat sie dann abgestillt (das war Mitten in den 70ern). Mein Mann wurde mindestens 6 Monate gestillt.

Meine Kollegin (um die 60 Jahre alt, aus der ehemaligen DDR) hat ganz selbstverständlich alle ihre drei Kinder lange gestillt. Sowieso war sie ganz erleichtert, wenn wir über Themen rund um die Schwangerschaft und Geburt sprachen, dass es heute ganz anders läuft.

Die Mutter meiner Freundin hatte nach einem Kaiserschnitt keine Milch, meine Freundin wurde im Krankenhaus vom Personal mit der Flasche gefüttert. Sie wurde nach 10 Tagen entlassen mit den Worten, dass sie es ja versuche könne mit dem Stillen - bis dahin wurde meine Freundin nicht ein Mal angelegt #schock Gesagt getan, nach wochenlangem Dauerbrüllen hat sie meine Freundin 5 Monate voll gestillt. Hut ab sag ich da nur!

Ich weiß nicht woran es liegt, dass ich nur solche Geschichten kenne... Vielleicht bekommt man immer das Gegenteil von dem zu hören von dem was man selber erlebt? Bei mir und meiner Tochter hat es mit dem Stillen nämlich nicht (oder nur eingeschränkt) geklappt. Ich hatte nach der Geburt keinen Milcheinschuss, Plazentareste wurden eine Woche danach per Ausschabung entfernt. Milch kam leider immer noch nicht. Ich habe meine Tochter fast 7 Monate mit dem Brusternährungsset gestillt (musste immer mehr als 90% zufüttern :-( ) Aber so konnten wir dennoch erfahren, was es bedeutet zu Stillen, auch wenn es sehr aufwändig war.

Ich denke aber auch, dass jede Frau in der Zeit vor/während/nach der Geburt sehr sensibel ist. Vielleicht bleiben grade deshalb die Dinge die sie erleben so fest in der Erinnerung verankert. Außerdem haben die meisten Frauen zum Teil denke ich nach dem damaligen Allgemeinwissen gehandelt. Und das Wissen über das Stillen war ja anscheinend nicht sehr verbreitet. Wenn keiner einem sagt, dass es besser wäre nach Bedarf zu Stillen, dass die Muttermilch auf jeden Fall reicht, auch wenn das Kind stündlich an die Brust will... Wie soll man dann handeln in der Sorge um sein Kind und unter dem Druck der Gesellschaft?
Leider handelt die Menschen heute selten nach ihrem Instinkt....

Lieben Gruß

Beitrag von berry26 11.03.11 - 17:27 Uhr

Hi Nele,

ja genau das kann ich auch bestätigen aber es betrifft nicht nur die ältere Generation sondern ALLE Frauen die ich kenne und nicht gestillt haben.

Ich persönlich habe meinen Sohn ja auch nicht gestillt und weiß auch genau warum. Freiwillig war es nicht und ich traure dem ganzen ehrlich gesagt noch heute nach.

LG

Judith

Beitrag von thalia.81 11.03.11 - 17:43 Uhr

Jaaaaa, das kenne ich. Allerdings höre ich das nicht nur von älteren Frauen sondern auch von ganz vielen jungen Müttern.

Man kommt ja gerne auf das Thema Kind und die Ernährung. Werde ich gefragt, sage ich immer: "Ich stille, eigentlich sogar noch voll." (Die 3 Löffel Brei zähle ich jetzt mal nicht als große Beikost. Egal ;-) )

Dann immer:
"Echt?! Also ich hatte ja keine Milch mehr/ konnte nicht/ hatte keinen Milcheinschuss/ musste Antibitikum nehmen/ hatte eine Brustentzündung/ mein Kind wurde nicht satt ..." #bla Als ob sie sich rechtfertigen müssten. Zumal die Hebamme der meisten hier in der Stadt auch noch Stillberaterin ist #schein

Ist mir doch Wurst, was die Kinder der anderen trinken #flasche Bloß sollen sie doch endlich aufhören, sich und den anderen was vorzumachen. (Es gibt sicher Ausnahmefälle, aber bei den meisten halte ich es wirklich für Ausreden. Nur eine gibt zu, dass sie Stillen komisch findet. Sie fragt mich ständig, wie sich das anfühlt und wie die Milch schmeckt #kratz Frag mich gerade, WER da eigentlich trinkt. Mein Kind oder ich? #glas)

Beitrag von hailie 11.03.11 - 18:29 Uhr

Meine Oma ist jedes Mal wieder erstaunt, dass ich noch stillen kann.
Bei ihren Kindern war es üblich, dass einem das Baby nur alle 4 Stunden gebracht wurde. Vor und nach dem Stillen wurde gewogen, und im Zweifel zugefüttert, wenn das Kind nicht genug getrunken hatte.
Da ist es nicht verwunderlich, dass das Stillen nicht geklappt hat. :-(

Zum Glück hat sie mir nie reingeredet, sondern fand es gut, dass Alina gestillt wird. Welche Einstellung sie zum LZS hat wird sich aber noch zeigen... ;-)

LG

Beitrag von ratpanat75 11.03.11 - 18:32 Uhr

Hallo,

das Lustigste, was ich mal von einer älteren Dame gehört habe, war, dass sie nicht stillen, weil sie eine "Fleischbrust" habe.
Auf meine Frage, was das denn sei, meinte sie "Viel Fleisch und wenig Milch"#kratz#rofl.
Ich denke, in der Nachkriegszeit hatten die Leute andere Sorgen, als sich mit den Vorzügen der Muttermilch zu beschäftigen.
Zum Glüch ist das heute anders, freuen wir uns doch einfach darüber :-).

LG

Beitrag von zauberli 11.03.11 - 22:30 Uhr

Huhu :)

Es gibt Brüste die zu wenig Milchdrüsen haben. Vielleicht meinte die Frau das mit ihren Fleischbrüsten??

Lg

Beitrag von ratpanat75 11.03.11 - 23:26 Uhr

Hallo,

nö, sie meint, dass Brüste mit "viel Fleisch" generell wenig Milch haben, anscheinend hat man ihr gesagt, dass das eine das andere ausschließt.

LG

Beitrag von danisahne24 11.03.11 - 18:54 Uhr

Hallo Nele,

ich denke, dass es einfach daran liegt, dass stillen einfach natürlich und von der Natur so vorgegeben war. Und instinktiv "wollten" das wohl die frauen auch.
Allerdings, wenn man den Trend betrachtet war es halt nicht so der Fall. Somit wurde denke ich auch wenig Hilfe sugeriert.
Und wenn Frauen sowas elementares genommen wird, dann wüsste ich es auch noch in 40 Jahren.

Die Oma meines Mannes hat alles ihre 4 Töchter gestillt - min. 6 Monate. sie hat sogar ihre Milch ins KH gebracht zur Milchstube.
Meine Schwiegermutter hat meinen Mann auch gestillt. Aber nicht lange.

Ich selber wurde 3 Monate gestillt. aber ich nahm wohl nicht "genug"zu und somit bekam ich dann reine unverdünnte Kuhmilch #gruebel#augen
Nunja, meine Mutter meinte zu mir, dass es einfach daran lag, dass sie eben nicht unterstützt wurde.
aberwahrscheinlich hatte ich nur Hunger weil ich gewachsen war ;-)

Lg dani

Beitrag von matsel 11.03.11 - 20:11 Uhr

aber mal hand aufs herz nele: ist das heut zu tage anders?

Beitrag von tragemama 11.03.11 - 20:16 Uhr

Ja, kenn ich. Ich glaube, es liegt daran, dass diese Frauen heute durch Medien etc. wissen, dass das damals falsch war und sich rechtfertigen möchten, um nicht blöd dazustehen.

Meiner Mama ging es so: Ihr wurde damals (bei mir) weisgemacht, nach einem KS könne man nicht stillen. Meine Schwester hat sie dann gestillt und heute sieht sie ja, dass ich meine Kinder nach Sectio stillen konnte oder noch kann.

Andrea

Beitrag von akki84 11.03.11 - 22:28 Uhr

Hallo!

Ist zwar jetzt keine Geschichte von damals, aber eine Begründung von einer jungen Frau(ich kenne sie nicht persönlich,aber die Eltern), die letztes Jahr im November entbunden hat.

Sie möchte partout nicht stillen, weil sie bei einer Freundin, die gestillt hat, gesehen hat, dass das Baby alle 20 Minuten an die Brust wollte. Das wär ihr zu stressig.#klatsch Deshalb hat sie gleich nach der Entbindung abgestillt.

Ich bin froh, stillen zu können. Auch wenns in den ersten zwei Wochen schwierig ist. Bloß nicht aufgeben. Jetzt nach 7 Wochen klappt es super.

LG Antje mit Joris(20.01.2011):-)

Beitrag von zauberli 11.03.11 - 22:35 Uhr

Huhu :)

Ja, ich hab das auch erlebt. Von meinen Arbeitskolleginnen...

Die eine Tochter ist 20: "Vanessa ist nicht satt geworden, meine Brüste sind ja auch sehr klein. Und mit der Flasche, einfach Nucki in die Schnüss und gut ist - war ganz einfach!"

Also ich finde, stillen ist viel unkomplizierter als ne Flasche machen. Der ganze Aufwand. Vor allem nachts!!! Aus dem Bett aufstehen, in die Küche gehen, Wasser heiß machen, Pulver einrühren, abkühlen lassen - und das alles während das Kind die ganze Zeit schreit... Puhhhh.... Oder unterwegs: immer alles in der Tasche mitschleppen und wer macht nun das Wasser heiß??

Meine andere Kollegin, mit Kindern 12 und 13, sagt auch die wären nicht satt geworden (hat große Brüste... und hängen auch ohne stillen ;) )

Naja so gehts. Ich find stillen klasse, einfach, kostengünstig, intensiv, schön, zeitsparend, etc.

Lg

Beitrag von sarahjane 11.03.11 - 22:57 Uhr

Jede Frau kann, darf und muss selbst entscheiden, ob und wie lange sie ihr Kind ganz oder teilweise per Brust ernährt.
Bzw. hat so manche Frau nicht die Wahl (mindestens 5 Prozent aller Frauen weltweit, wobei die Dunkelziffer evtl. höher ausfällt), da es nicht immer möglich/erlaubt/sinnvoll ist, sein Kind ganz oder teilweise per Brust zu ernähren.
Die Gründe hierfür sind zahlreich:


- Frauen, die HIV-positiv sind, sollten keine Brusternährung betreiben, obwohl die Übertragungsrate bei Brusternährung allgemein als gering gilt
- eine mütterliche Tuberkulose oder Hepatitis C könnten problematisch werden
- die Einnahme bestimmter Medikamente schließt die Brusternährung aus
- nicht jede Frau, welche eine Brust-OP hinter sich hat, kann oder darf ganz oder teilweise ihr Kind per Brust füttern
- leidet das Baby an einer Unverträglichkeit wie der Laktose-(Milchzucker-)Allergie, muss auf eine andere Ernährungsform umgestellt werden
- einige Frauen haben zu wenig Milchdrüsengewebe
- es gibt Frauen, welche so gravierende psychische Probleme haben, dass sie ihr Kind nicht ganz oder "nur" teilweise per Brust füttern können oder dürfen bzw. sollten
- viele Frühchen leiden an Saugschwäche, die oft nur sehr schwer zu beheben ist
- Drogen- und Alkoholsüchtigen wird mit Rücksicht auf Gesundheit/Entwicklung des Babys i. d. R. dazu geraten, auf die Brusternährung des Kindes zu verzichten
- Raucherinnen "dürfen" zwar Brusternährung betreiben, doch ist strittig, inwiefern sich der Tabakkonsum negativ aufs Kind auswirkt
- gerade Mehrfachmütter haben oftmals gravierende Probleme, Brusternährung des Säuglings, Haushalt, Berufstätigkeit und die Betreuung älterer Geschwister unter einen Hut zu bringen, so dass viele Mütter auf die Brusternährung ganz oder teilweise verzichten, um sich selbst, ALLEN Kindern, dem Haushalt, der Berufstätigkeit und dem Ehemann in angemessenem Rahmen gerecht zu werden
- nicht selten, führt es zu einem Milchrückgang, wenn die Mutter großem Stress ausgesetzt ist
- es gibt tatsächlich Kinder, welche die Brüste ihrer Mutter strikt ablehnen bzw. denen Frauenmilch nicht schmeckt oder nicht bekommt
- Hohl-, Schlupf- und Flachwarzen bereiten ebenfalls vielen Frauen und Babys Probleme, denn nicht immer sind die käuflich zu erwerbenden Brusternährungshilfen wirklich hilfreich bzw. nützlich.


Wie auch immer, keine Frau schuldet irgendwem Rechenschaft, denn zum Glück gibt es heutzutage adäquaten Frauenmilchersatz, und vom Prinzip her gab es diesen auch schon "früher".

Und ein glückliches per Säuglingsmilchnahrung aus dem Handel ernährtes Kind und seine zufriedene Mutter sind wesentlich mehr wert, als ein unglückliches Brustbaby und seine vom Stress geplagte Mutter. Denn leider laufen Brusternährungsbeziehungen zwischen Mutter und Baby nicht immer so harmonisch/problemlos ab, wie es oft so blumig dargestellt wird.

Mal davon abgesehen, dass Brusternährung aus vielerlei Gründen (siehe oben) nicht immer (ausschließlich) möglich oder ratsam ist.

Da jedoch viele Brustmütter dazu neigen, herablassend auf Mütter, deren Kinder per Säuglingsmilchnahrung aus dem Handel ernährt werden, zu schauen, und diese pauschal verurteilen, fühlen sich wahrscheinlich viele Frauen dazu gedrängt, ihr Schicksal zu erzählen.

Beitrag von dwalingruen 12.03.11 - 08:22 Uhr

Danke, Sarahjane!!

Dem kann ich nur beipflichten.

#winke

Beitrag von leahhh 12.03.11 - 09:18 Uhr

Hallo, also ich bin eine Mutter die dazu steht, nicht stillen zu wollen. Es hätte vielleicht geklappt, wenn ich dahinter gestanden wäre. Hab ich aber nicht. Ich rechtfertige mich auch nicht und steh zu meiner Entscheidung. ABER: Was glaubst Du, wie blöd einen manchmal die Stillmütter anmachen, warum man nicht stillt. Als ich das erste Mal in einem Rückbildungskurs die Milchflasche ausgepackt habe, haben mich alle, wirklich alle blöd angesehen. Alle anderen haben gestillt. Zum Glück habe ich soviel Selbstbewusstsein, mich nicht verunsichern zu lassen. Ich denke, jede Partie- Stillen -Nichtstillen - beide sollten toleranter gegenüber den anderen sein und nicht immer die anderen von den eigenen Wegen überzeugen zu wollen.
Viele Grüße Leah

Beitrag von ayshe 12.03.11 - 09:51 Uhr

Meine Mutter hatte gesagt, daß sowohl bei und auch meinem Bruder nach 4 Monaten die Milch nicht reichte und die Frau bei der Mütterberatung sagte, sie solle zufüttern (Flaschen).

Mit 4 Monaten kommt ja oft der Schub, wo sie dauerstillen betreiben, und das war damals scheinbar völlig unbekannt.
Meine Mutter war richtig sauer, daß die damls alle so einen Sch... erzählt haben, hätte sie es besser gewußt, hätte sie weiter gestillt.