Baby (11 Tage alt) will ständig an die Brust

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von celestine84 18.04.11 - 18:31 Uhr

Hallo ihr lieben #winke

habe mal eine Frage.
Mein Sohn ist heute 11 Tage alt und ich stille voll.
Am Anfang war es etwas schwierig da der Milcheinschuss etwas auf sich warten liess, aber jetzt ist es ok.
Da meine BW am Anfang sehr wund waren, habe ich angefangen mit den Stillhütchen von Medela (M) zu stillen.

Jeden abend haben wir aber großes Theater, ich stille Ihn auf beiden Seiten 2x und er hat immer noch hunger und schreit.
Er bekommt dann Pre Aptamil, gestern hat Er zusätzlich 90 ml. getrunken.

Heute ist er dann fast jede 1-2 Stunden gekommen.
Meine Hebamme sagt, immer anlegen, die Milch reguliert sich von selbst, aber mal ehrlich, irgendwann ist auch mal gut.

Wie ist / war das bei Euch?
Mache ich etwas falsch?
Habt ihr Tips?

danke und LG Cel & Tim #verliebt

Beitrag von marleni 18.04.11 - 18:36 Uhr

Hi Cel,

damit das mit dem Anlegen und der richtigen Menge an produzierter Milch klappt, musst Du das Zufüttern sein lassen. Sonst pendelt sich das nie ein.

Die Brust weiß ja nicht, dass das Baby zusätzlich Pre bekommt und produziert so, als ob das Baby ohne Pre satt würde. Deswegen ist es nie genug.

Wenn Du das Zufüttern sein lässt, musst Du noch ein paar Tage immer wieder anlegen, auch wenn es jede Stunde ist, und dann passt es.

Versprochen!

Ich war übrigens mit meinem Sohn 12 Tage lang im Krankenhaus nach der Geburt, und er hat die ganze Zeit über quasi NUR an meiner Brust gehangen, nur nachts hatte er mal 3 Stunden Abstand, tagsüber war Dauerstillen angesagt. Das ist normal ;-) Und es wird später auch phasenweise wieder so sein.

GLG und alles Liebe
M.

Beitrag von sweetdreams85 18.04.11 - 18:36 Uhr

Hi,

hmmm habe das Problem auch mit meiner kleinen .... Sie ist jetzt 5 wochen und seit gut 1,5 wochen fütter ich zu.
Alete Pre.

Sie trinkt ca. 30 min an der Brust und danach macht sie 10 min pause und dann bekommt sie die Flasche... komischerweise reicht es Nachts, aber tagsueber net.

Sie quängelt und macht und tut, teilweise ist es ein Baeucherchen was quer liegt, oder einfach nur rumgetragen werden, oder Windel auf.... so hat sie freies strampeln...



Beitrag von marleni 18.04.11 - 18:38 Uhr

Aber warum fütterst Du denn zu? Wegen des Dauerstillens? Google mal "Clusterfeeding". Das ist normal und sogar wichtig. Bestimmt hatte Deine Kleine nur einen Schub.

Durch das Zufüttern wird halt leider das geniale Prinzip von Angebot und Nachfrage beim Stillen kaputt gemacht. Oft ist es der Anfang vom Abstillen. Schade, dass oft so schlecht beraten wird ...

LG
M.

Beitrag von -mell1982 18.04.11 - 18:48 Uhr

Hallo,
meine Hebamme meinte das ist normal, weil nachts weniger Milch vorhanden ist als tagsüber, weil nachts hat die Brust zeit sich wieder zu füllen.
Ja ich füttere auch zu die im Krankenhaus füttern auch zu und ich denke es schadet bestimmt nicht weil was will man machen wenn die Brust wie du schon beschreibst nachts einfach nichts mehr hergibt das Baby Hungern lassen?

Beitrag von monab1978 19.04.11 - 00:00 Uhr

"weil nachts hat die Brust zeit sich wieder zu füllen. "

ist irgendwie Quatsch, die meiste Milch wird während des Saugens produziert...

Und klar, Zufüttern schadet: Nicht dem Kind, aber dem Stillen. Nur wenige schaffen es auf Dauer genug Milch zu produzieren, und ganz oft ist es einfach der erste Schritt zum Abstillen, weil die Produktion immer weniger wird.

LG
Mona

Beitrag von taewaka 18.04.11 - 18:47 Uhr

Warum ist es irgendwann mal gut?
Weil du keine Lust mehr hast?
Weil die Brustwarzen weh tun?
Weil du noch keine bequeme Haltung beim Stillen gefunden hast?

Ein Baby - je jünger je mehr - hat ein grundlegendes Saugbedürfnis, da kann man nicht sagen "jetzt muss es aber mal gut sein".
D.h. dein Baby will saugen, willst du ihm dafür nicht die Brust zur Verfügung stellen, musst du Ersatz bieten und ggf. auch erst angewöhnen.
Das Saugbedürfnis ist mit dem Bedürfnis nach Nahrung, Wärme, Interaktion, Bindung und taktile Erfahrungen gekoppelt, all dies befriedigst du indem du deinen Säugling stillst.

Nach elf Tagen ist dein Baby noch massiv mit der Anpassung an die veränderten Lebensumstellungen beschäftigt. Dies geschieht nicht bewusst, sondern auf einer emotionalen und physiologischen Ebene.
Deinem Baby tut Nähe gut.

Nach Bedarf stillen ist wichtig, um die Milchproduktion zu regeln und anzupassen, Tag elf ist extrem früh, um zu glauben "es reicht".

Dass deine Brustwarzen wund waren ist ein Zeichen, dass die Saug- oder Anlegetechnik nicht korrekt ist.
Wenn das Baby korrekt angelegt wird und der Saugschluss stimmt, tut stillen überhaupt nicht weh und die Brustwarzen werden nicht wund (Abhärtungsmärchen stimmt nicht!).
Wenn du noch immer mit Stillhütchen stillst, kann dies ein Grund dafür sein, dass dein Baby noch mehr Saugbedürfnis hat, es kann auch sein, dass dein Baby nicht effektiv trinkt und daher mehr Hunger hat. 150gr. sind der untere Richtwert, so viel sollte ein Baby pro Woche zu nehmen, nach oben gibt es keine Grenzen. Mein Baby hat in der ersten Woche, in der es effektiv getrunken hat 500gr. zugenommen und an Tag fünf und sechs stündlich getrunken.

Wenn sichergestellt ist, dass dein Baby korrekt trinkt kannst du versuchen mit anderen Techniken es etwas hinzuhalten, z.b. durch das Tragen in einer guten (!) Tragehilfe.

An deiner Stelle würde ich Kontakt zu einer guten Stillberaterin aufnehmen und das Anlegen und Saugen noch mal überprüfen lassen. Diese arbeiten ehrenamtlich und sind verdammt gut. Zu finden über die La Leche Liga und die AFS.
Wenn es keine in deiner Nähe gibt, dann wenigstens das Buch "Handbuch für die stillende Mutter".
Und dann würde ich mir noch eine Trageberatung gönnen. Ebenfalls bei einer guten Trageberaterin :-)

Alles Gute, eine schöne Zeit des Ankommenens und Kennenlernens und eine schöne Stillzeit.

Liebe Grüße

Beitrag von taewaka 18.04.11 - 18:49 Uhr

Ach ja und bitte das Zufüttern sein lassen.
Stillberaterin.
Saug- und Anlegetechnik überprüfen.
Gewichtskontrolle jetzt und noch mal in fünf Tagen und in zehn Tagen.
Ist dann alles super, kannst du das Zufüttern definitiv sein lassen. So auf die Entfernung besteht immer noch die Minimöglichkeit (sehr, sehr gering), dass das Zufüttern, aufgrund eines "Fehlers im System" notwendig ist.

LG

Beitrag von kerstini 18.04.11 - 19:08 Uhr

Das hört sich meiner Meinung nach ganz schön hart an! "Irgendwann is auch mal gut!" #kratz

Er ist gerade mal 11 Tage alt und auch sein Leben wurde von heute auf morgen komplett auf den Kopf gestellt! Er kennt es nur warm, eng, kuschelig und immer Mamas Herzschlag im Ohr und plötzlich ist alles anders. Er braucht Dich einfach!

Leg ihn einfach an so oft er möchte und lass das Zufüttern sein! Klar ist die erste Zeit hart aber er ist wie gesagt doch erst 11 Tage alt! Ihr braucht beide einfach Zeit Euch aneinander zu gewöhnen.

Setz Dich nicht so unter Druck und genieße die Zweisamkeit!



Kerstin mit Ida #verliebt (11 Wochen) und #stern Madita #stern Leo + #stern 12.SSW

Beitrag von angeldragon 18.04.11 - 19:41 Uhr

ich schätz mal das stillen wirst bald sein lassen wen du meinst irgentwan ist mal gut

meine kleine hat fast 6 wochen nur an der brust gehangen und wen du zufütterst regelt sich deine brust eh nie

entweder flasche sein lassen oder mit der milchmenge leben die du dan hast

#winke#drache

Beitrag von thalia.81 18.04.11 - 20:54 Uhr

#herzlich Glükwunsch zur Geburt!

Dass dein Satz (irgendwann ist auch mal gut) sehr hart klingt, haben andere schon geschrieben. Ich schätze, und vermutlich klingt es böser als ich es meine, du wirst in den nächsten Tagen/Wochen abstillen :-(

Ein Baby heißt auch Säugling. Weißt du warum? Da steckt das Wort "saugen" drin. Ein Baby hat einen natürlichen Saugreflex. So viel dazu. Vor allem: Er ist erst 11 Tage an! Noch gar nicht richtig in der kalten, lauten Welt angekommen.

Durch das häufige Anlegen reguliert sich die Milchmenge und passt sich den Bedürfnissen deines Kindes an. Meist nach 2-3 Tagen. Wenn du allerdings zusätzlich per Flasche fütterst, wird sich deine Brust nie auf dein Kind einstellen. Wenn du stillen möchtest, lass die Flasche weg. Lass dir außerdem von einer Stillberaterin das richtige Anlegen zeigen und ggf. den Schnuller weg.

Mein Sohn kommt auch nach über 7 Monaten alle 2 Std. #verliebt In den letzten Tagen sogar stündlich. Na und?! Ich genieße die Kuscheleinheiten. Sie werden so schnell groß und spätestens in 6 Jahren wird dir dein Kind nie wieder so nah sein ;-)

Beitrag von thalia72 18.04.11 - 21:01 Uhr

Hi,
das hatte ich auch durch. Der Große war ein Dauerstiller, deshalb konnte mich nichts schockieren.
Aber Joris hatte durch die Stillhütchen abgenommen, er hat zwar lange getrunken und ist dann weggeschlafen, also ging ich davon aus, dass alles paletti ist, war aber leider nicht so. Ich konnte sie zum Glück doch für ein paar Mahlzeiten weglassen, so dass er wieder zunahm. Aber die Stillhütchen und wir konnten uns leider nicht anfreunden. Und ich hatte böse BW-Probleme....
Es kann bei euch aber auch alles ganz normal sein und muss gar nichts mit den Hütchen zu tun haben. Die Kleinen müssen ja die Produktion ankurbeln und die Abstände sind total normal.

vlg tina + justus 17.06.07 + joris 27.10.10

Beitrag von sarahjane 18.04.11 - 22:13 Uhr

Nein, Du machst nichts falsch. Du legst nach Bedarf an und fütterst nach, wenn die Milch nicht reicht. Das ist okay. Hauptsache, Du bietest immer erst die Brüste an, dann das Milchfläschchen. Wenn Du das Gefühl hast, Dein Baby will lediglich saugen, kannst Du ihm auch einen Schnuller anbieten.

Beitrag von marleni 19.04.11 - 08:59 Uhr

Aber die Milch reicht nicht, WEIL sie nachfüttert, so wird ein Schuh draus. Und wenn das so bleibt, wird die Muttermilch nie reichen. Wenn sie Glück hat, bleibt es so und sie macht halt Zwiemilchernährung (ob das wirklich gut ist, sei dahingestellt, mir persönlich wäre es v.a. zu umständlich und unpraktisch), wenn sie Pech hat, geht ihre Milchmenge langsam immer weiter zurück ...

Beitrag von wir3inrom 19.04.11 - 12:50 Uhr

Der Sachverhalt ist unserer Sarahjane durchaus bekannt.
Da sie aber ein Problem mit dem Stillen hat, rät sie immer zum Zufüttern. ;-)

Beitrag von nachtelfe78 19.04.11 - 11:12 Uhr

Huhu!

Hatte schon direkt bei Milcheinschuss Milchstau. :-))
Dann Problem 2...mein Sohn wurde auch nicht satt und rief stündlich nach Milch! :-)) Habe von meiner Hebi den Tipp bekommen zwischen den Stillzeiten ein paar Minuten abzupumpen. So habe ich in ein paar Tagen in Kombi mit Pulsatilla-Kügelchen und Stilltee die Milchmenge deutlich erhöhen können. Weil ich aber einen kleinen Vielfraß habe, hat ihm das auch nicht gelangt. Habe dann Muttermilch mit Pre gemischt und nachher aus der Flasche gegeben weil er dann auch gar nicht mehr an die Brust wollte. :-(
Allerdings war mir das mit den Stillversuchen und zwischendurch pumpen irgendwann zu stressig. Kam gar nicht mehr zur Ruhe. Habe nach 3 Wochen unter Tränen kapituliert. :-(
Übrigens - heute ist er 1 Jahr und noch immer ein Vielfraß :-)) man kann ihn den ganzen Tag mit essen glücklich machen...und dabei ist er so schlank :-)).

LG und ganz viel Glück und Durchhaltevermögen!

nachtelfe78

Beitrag von luluhaben 19.04.11 - 11:54 Uhr

Huhu:)
Ja eins machst du falsch: das zufüttern!
Das musst du komplett weg lassen, wenn du magst das sich die Milch richitg einpendelt.
Das Dauerstillen, machen manche Kinder die komplette Stillzeit:)
Ich hatte so ein Mäuschen:) War zwar anstrengend, aber ich möcht die Zeit nicht missen!
Jedenfalls musst du dich darauf einlassen, sonst ist das stillen nichts für dich, wenn du schon schreibst, irgendwann ist mal gut...
Eine Stillbeziehung muss wachsen!#winke