Versetztung/Gehaltskürzung in der Schwangerschaft erlaubt? HELP!*lang*

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von dummnase 01.05.11 - 20:27 Uhr

Ich brauche ganz dringend eure Hilfe.

Ich arbeitete in einem Textil-Mietservice Unternehmen in der Verwaltung als leitende kfm. Angestellte eine Abteilung.
Leider hatte ich in der 7SSW eine starke Blutung und mußte dann nach einem KH-Aufenthalt 6 Wochen liegen, war also krankgeschrieben :-(

Voller Freude nach 6 Wochen wieder arbeiten gehen zu dürfen, teile man mir an meinem ersten Tag mit, dass ich aufgrund meiner Schwangerschaft für die leitende Position in meiner Abteilung nicht mehr tragbar wäre und man mich schon ersetzt hätte #schock

Man erklärte mir, dass ich bis zum Mutterschutz als sogenannter "Springer" tätig sein werde, heißt im Klartext: ich werde dort arbeiten wo Not am Mann ist aufgrund von Krankheit oder Urlaub!

Das ließ ich mir alles noch kommentarlos gefallen und "sprang" von Abteilung zu Abteilung!
Nun habe ich meine Abrechnung für den Monat April erhalten und musste mit Entsetzten feststellen, dass man mir die 250,- Zulage für die leitende Position die ich bis zu meiner Blutung in der 7 SSW inne hatte gestrichen hat.

Was sagt ihr dazu? Sollte ich Hilfe bei einem Anwalt suchen?
Über zahlreiche Antworten würde ich mich wirklich freuen.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend

Dummnase und Rumpel inside (19+6)

Beitrag von tigaluna 01.05.11 - 21:08 Uhr

Du wirst doch vermutlich einen Arbeitsvertrag haben, wo drin steht in welcher Verwendung du eingestellt bist und welches Gehalt du dafür bekommst. Wenn du nun also nichts anderes unterschrieben hast, glaube ich kaum, das es in Ordnung ist, einfach das Gehalt zu kürzen. Ich würde mir rechtlichen Rat holen und dann um ein persönlichen Gespräch bitten. So kann es ja nicht gehen.

Beitrag von anarchie 01.05.11 - 21:37 Uhr

Hallo!

das ist NICHT rechtens!!!!

man darf dir zwar einen anderen Job zuweisen, wenn deiner sich nicht mit dem Mutterschutzgesetz vereinbaren lässt, man darf dich aber NICHT finaziell schlechter stellen.

Warum kannst du denn deinen Job nicht mehr machen?
Wenn du es nämlich eigentlich könntest und für den k´job einen vertrag hast, kann man dich nicht einafch runterqualifizieren.

lg und eine schöne ss

melanie

Beitrag von dummnase 01.05.11 - 21:55 Uhr

Hallo Melanie,

vielen Dank für deine Antwort. Klar könnte ich den Job noch machen.
Mein Arbeitgeber ist leider weniger familienfreundlich und legt mir alle Steine dieser Welt in den Weg.

Seine Erklärung, dafür das ich diesen Job nicht mehr ausüben könnte wäre, dass ich aufgrund meiner Schwangerschaft jederzeit ausfallen könnte und er die Stelle sicherheitshalber bereits durch einen Mann besetzt hätte, dieser werden schließlich nicht schwanger!

Gruß
Dummnase

Beitrag von anarchie 01.05.11 - 21:59 Uhr

Was steht im Vertrag?

Wenn deine Position da definiert ist, darf der Ag das nicht mit so einer Begründung ändern!

und nach der EZ muss er einen gleichwertigen job anbieten!

lg

melanie

Beitrag von dummnase 01.05.11 - 22:16 Uhr

Hi,

in meinem AV steht nur kfm. Angestellte, eine genaue Definition oder Stellenbeschreibung gab es leider nie!

Gruß
Dummnase

Beitrag von anarchie 01.05.11 - 22:57 Uhr

selbst ohne dem bin ich mir fast sicher, dass er dich nicht mit so einer Begründung degradieren darf.

ICH wäre auf dem weg zu einem versierten Anwalt und würde das mal abklären.
Weniger Lohn ist auch weniger uschu- und elterngeld...


lg

melanie

Beitrag von manavgat 01.05.11 - 21:38 Uhr

Man erklärte mir, dass ich bis zum Mutterschutz als sogenannter "Springer" tätig sein werde, heißt im Klartext: ich werde dort arbeiten wo Not am Mann ist aufgrund von Krankheit oder Urlaub!


Du hättest das gar nicht machen sollen.


Geh umgehend zu einer Fachanwältin für Arbeitsrecht und lass Dich beraten. Ob Du durch schlüssiges Verhalten die Sache akzeptiert hast, kann ich nicht sagen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von susannea 01.05.11 - 22:06 Uhr

Nein das ist nicht rechtens. Weder in der Schwangerschaft noch sonstwo.