Muttermilch um jeden Preis?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von larania80 03.05.11 - 09:02 Uhr

Hallo zusammen,

mich würde mal eure Meinung interesieren. Und zwar ist es so, dass ich von Anfang an nicht genug Milch hatte und schon im Krankenhaus zufüttern musste (Mein Sohn ist jetzt 9 Wochen alt). Ich dachte mir sobald ich daheim bin wird sich das schon regeln und habe fleißig angelegt musste aber immer eine Flasche Pre nach geben.Anfangs nur 30 ml, später dann immer mehr. Ich weiß dass die Nachfrage das Angebot regelt, aber ich kann mein Kind ja auch nicht ewig an der Brust schreien lassen wenn sie eh leer ist, oder?
Ich habe so ziemlich alles versucht: Milchbildungstees, Malzbier, Malzkaffee, Bockshornklee usw.
Dann habe ich eine elektrische Milchpumpe verschrieben bekommen weil mein Sohn von den Flaschen so verwöhnt war dass er nicht mehr lange an der Brust gesaugt hat. So habe ich während den Stillpausen auch noch abgepumpt um die Produktion anzuregen. Aber mehr als 30 ml habe ich nie zusammen bekommen trotz aller Tricks ( neben Baby abpumpen , Kopf ausschalten usw)
Mittlerweile geht mein Sohn gar nicht mehr an die Brust, es gibt nur noch ein Riesengeschrei und ich lande wieder bei der Flasche.
Naja wie dem auch sei, pumpe ich jetzt nur noch ab wenn ich Zeit habe und da sind manchmal 6 Std dazwischen weil mein Kleiner oft im Tragetuch ist und ich ja dann auch schlecht abpumpen kann und wenn er nicht im TT ist, ist er so unruhig dass ich auch nicht dazu komme.
D.h. er bekommt jetzt am Tag grad mal 100-150 ml Muttermilch und das mit einem riesen Aufwand ich muss ja das ganze Zubehör auch noch sauber machen und sterilisieren.
Mittlerweile hab ich so eine Abneigung gegen das Abpumpen, dass es mir echt schwer fällt den Kopf dabei auszuschalten um überhaupt was rauszubekommen.
Ich könnte ja einfach abstillen aber ich möchte das so ungern weil ich Angst habe mir später Vorwürfe zu machen nicht alles versucht zu haben.
Was meint ihr lohnt sich der ganze Aufwand nur um am Abend "voller Stolz" ein Fläschchen Muttermilch zu geben?
Danke im Voraus für eure Meinungen!

Beitrag von vonnerle 03.05.11 - 09:13 Uhr

hallo larania

ich würde es lassen. ich habe 5 monate voll gestillt und nie dabei freude oder erfüllung gefunden. ich habe es wegen lennys gesundheit gemacht. dann wurde er nicht mehr satt und ich bin komplett auf flasche umgestiegen. und schon sind wir beide sehr viel zufriedener. ich habe ein ausgeglichenes kind und ich bin auch wieder viel ausgeglichener.

also stillen nicht um jeden preis. besonders nicht wenn man eh nur abpumpen kann.

lg
vonnerle

Beitrag von nele27 03.05.11 - 09:21 Uhr

Hi,

Du bist jetzt an einem Punkt, wo Du Dich entscheiden musst - willst Du stillen oder nicht?

Das, was Du zurzeit machst, ist Abstillen (ohne Saugen an der Brust ists gaaaaaanz schwer, genug Milch zu bekommen, erst Recht, wenn Du eh schon Probleme hattest).

Daher überlege mal ganz in Ruhe, was Du möchtest. Wenn Du Dich für Flasche entscheidest, ist das sicher für die momentane Situation der einfachere Weg. Dann schmeiß die Pumpe in die Ecke und gib Pre. Dann musst Du aber auch dazu stehen, denn dann gibts meist kein Zurück mehr.

Möchtest Du aber lieber stillen? Fühlt sich das Flasche geben falsch an? Bist Du bereit, noch mal einige Wochen Stress zu haben, nimmst Du das für eine Stillbeziehung in Kauf? Wenn ja, solltest Du es nochmal versuchen. Aber auf keinen Fall allein - das schaffst Du nicht und es führt nur zu Frust. Wende Dich am besten noch heute an www.afs-stillen.de. Die werden Dir genau sagen, wie Du das Baby wieder an die Brust bekommst und die Produktion anregst. Das wird sicher einige Tage dauern und das Baby wird sicher erstmal frustiert sein, da es an der Brust ja schwieriger ist zu saugen.

Ich persönlich würde mich fürs Stillen entscheiden bzw. habe das auch gemacht. Mein Baby war sehr dünn und ich habe auch eine lange Prozedur mit Stillberaterin, Milchbildungsrezepten und zusätzlichem Abpumpen hinter mir. Ich persönlich finde, dass sich das lohnt und den Stress wert war.
Aber das musst Du für Dich wissen, daher überlege noch mal, was Dir lieber wäre...

LG, Nele

Beitrag von julchen-mama 03.05.11 - 15:57 Uhr

Hallo Nele,

wie bist Du denn zu mehr Milch gekommen?. Meine Kleine trinkt einfach nicht mehr richtig und schreit die Brust an. Ich pumpe auch, hab aber das Gefühl, es wird nicht mehr. Kannst Du mir vielleicht Tips geben? Ich bin totunglücklich, wenn ich ihr die Flasche geben muß, die sie sowieso nur superschlecht nimmt, eher nuckelt. LG Grit

Beitrag von flammerie07 03.05.11 - 09:21 Uhr

ich kann dich gut verstehen. ich hatte abends imme probleme ihn satt zu bekommen, aber eben nur abends.

bei mir ist übrigens durchs pumpen die milch zurückgegangen - würde ich nie wieder machen. Lieber konsequent anlegen, von anfang an.

Ich denke für dich wird es das beste sein auf die flasche umzustellen, denn aus deinen zeilen lesen ich, dass sich bei dir nur noch alles um die 100 - 150 ml MuMi dreht und dann ist es verständlich, dass du den kopf nicht mehr ausgeschaltet bekommst. wie gesagt, ich hatte das auch durch und es wurde erst besser als ich die pumpe zurückgegeben habe. mein sohn wollte aber auch die flasche nicht mehr, so dass er stillen wollte und ich "musste" - zum glück. bin überzeugte stillmami gewesen, aber in deinem falle ist es wahrscheinlich für euch alle besser auf die flasche umzusteigen.

Im übrigens liegt das problem schon bei eurer zeit im KH - wenn du da schon zufüttern "musstest" ist es klar, dass die brust nie weiß wieviel wirklich benötgt wird...

lg
flammerie

Beitrag von flammerie07 03.05.11 - 09:30 Uhr

ansonsten kann ich dir eine stillberaterin sehr ans herz legen, hätte ich damals davon gewusst, hätte ich sie auch angerufen.

vielleicht gibst du ja eurer stillbeziehung noch eine chance?Mit 9 Wochen sind die kleinen im übrigens sowieso sehr quengelig, da zu dieser zeit der nächste wachstums-/Entwicklungsschub ansteht

Beitrag von rana1981 03.05.11 - 09:27 Uhr

Hallo,

ich glaube, dass du es für dich schon entschieden hast. Du möchtest insgeheim nicht stillen und bist mit der Flasche zufrieden. Dann würde ich auch mit der Flasche füttern!!!

Meine Anfangsgeschichte war auch so und ich habe fürs Stille gekämpft und habe Jannika keine Flasche nach dem Stillen gegeben und nach kurzer Zeit wieder angelegt. Es hat mein Leben bestimmt. Nach kurzer Zeit wurde es besser und sie hat gestillt und tut es noch. Damit sind wir glücklich.
Bei meiner Freundin, war es genauso, wie bei dir und sie hat abgestillt und ist glücklich!

Ich finde, dass es die Hauptsache ist, dass du zufrieden bist! Dein Kind braucht eine zufriedene Mama! Und auch eine Flaschenmama zu sein ist gut! :-D

Liebe Grüße Maike mit Jannika (5 Monate)

Beitrag von lilly7686 03.05.11 - 09:30 Uhr

Hallo!

Es gibt sehr viele Möglichkeiten in deiner Situation.
Die "einfachste" wäre wohl im Moment abstillen und nur noch Flasche zu geben.
Das ist natürlich keine Schande! Das darfst du!

Was du aber auch machen kannst ist Stillen. Richtig stillen. Ohne Flasche und ohne Pumpe.
Wäre natürlich schwer und ein harter Weg, aber es ist möglich.
Ich will dir keine falschen Illusionen machen. Es ist möglcih, aber der Aufwand dafür ist nicht gering!

Du fragst, ob man um jeden Preis Mumi geben soll. Nein, nicht um jeden Preis.
Aber es ist deine Entscheidung. Wenn du die Kraft und Geduld hast, wieder voll zu stillen, dann ist es möglich. Hast du diese Kraft nicht, dann kannst du weiter machen wie bisher und abpumpen, was geht, ansonsten Fertigmilch geben. Oder du stillst komplett ab und gibst nur noch Flasche.

Wenn du Stillen möchtest, dann wende dich an eine Stillberaterin vor Ort:
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de

Alles Liebe, egal wie du dich entscheidest :-)

Beitrag von keks3 03.05.11 - 09:31 Uhr

Puh... du bist eine starke Frau, aber nur DU alleine kannst dir die antwort drauf geben. Willst du stillen oder nicht. Entweder oder?
Entweder du lässt die Flasche ganz weg, suchst dir eine gute stillberaterin und versuchst das wieder hinzugebkommen, oder du hört auf zu stillen und gibst Flasche. beides ist ok. nur du musst dich für eines entscheiden.
Sicher stillen ist das beste für das kind, aber eine Mutter die genervt und unglücklich ist, hat auch keine Vorteile für das Kind.
Für mich kam immer nur stillen in Frage, aber ich hattes das Glück, dass es bisher immer gut geklappt hat, auch bei den Zwillingen jetzt....
Aber bevor sich mein Tagesablauf und meine Gedanken nur mehr ums Trinken drehen, dann würde ich auch aufhören.

Mach dir klar, was du willst, sprich mit deinem Mann darüber, geh zu einer Stillberaterin und finde für dich den richtigen weg!

LG Kerstin

Beitrag von berry26 03.05.11 - 09:33 Uhr

Hi,

fast das gleiche habe ich bei meinem Sohn mitgemacht. Ich war nicht vorbereitet, hatte nur schlechte bis gar keine Ratgeber und wurde im KH das eigentlich so stillfreundlich sein sollte, völlig überrumpelt. Heute weiß ich das Ärzte, Hebammen und die tollen ausgebildeten stillfreundlichen Kinderschwestern leider keinen blassen Schimmer hatten. Mein Sohn kam 4,5 Wochen zu früh auf die Welt und hatte erstmal eine Saugschwäche, kam dann wegen Gelbsucht in die Kinderklinik und wurde eigentlich nur zugefüttert und ich habe abgepumpt wie ein Weltmeister. Ergebnis war dann eine Saugverwirrung und er verweigerte die Brust. Also wurde ich Pumpstillerin und habe nach einigen Wochen abgestillt, weils mir einfach zu stressig war. Heute bereue ich es, da ich bei meiner Tochter erstmal merke wie schön stillen eigentlich ist.

Du bist jetzt an dem Punkt wo ich mich damals gegen das Stillen entschieden habe. Du musst nun deinen Weg finden. Ich kann dir nur sagen, das du mit einer guten Stillberaterin (AFS oder LLL) wieder zum Vollstillen ohne Pumpen zurückfinden kannst. Ob es dir das wert ist, musst du natürlich selbst wissen.

LG

Judith

Beitrag von larania80 03.05.11 - 09:52 Uhr

Ich danke euch schonmal für eure lieben Antworten. Ich weiß dass ich das nur für mich entscheiden kann, aber es tut gut andere Meinungen und Erfahrungen zu hören.
Als mein Sohn noch gerne an die Brust ging und ich gesehen habe wie er es genießt war für mich klar ich nehme alles in Kauf um voll stillen zu können. Die Sache dass er jetzt nur noch brüllt und ich ihm die brust quasi aufzwingen muss lässt mich dann doch eher zur Flasche tendieren, da das für mich ein großer Stress ist ihn so schreien zu sehen und das ist ja auch nicht grad förderlich für die Milchproduktion. Ich denke ich werde mich wirklich an eine Stillberaterin wenden und falls das nichts hilft mit gutem Gewissen abstillen und wieder entspannt das Leben mit meinem Sohn genießen. Es dreht sich bei mir nämlich zur Zeit wirklich alles um stillen ja oder nein.
Leider habe ich mich in der SS nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt da ich dachte und auch gelesen habe: JEDE Frau kann Stillen. Was für ein Trugschluss!
Ich hätte mich auch im KH gegen das Zufüttern gewehrt wenn ich gewusst hätte dass das der Anfang vom Abstillen ist. Naja hinterher ist man immer schlauer:-(
Aber eine Frage hätte ich noch: Glaubt ihr dass ich meinen Kleinen mit Stillhütchen wieder an die Brust bekomme?

Beitrag von berry26 03.05.11 - 10:16 Uhr

Das(fast) JEDE Frau stillen KANN, stimmt schon aber leider nicht ohne kompetente Hilfe und/oder Vorbereitung!;-)

Stillhütchen sind denke ich keine Lösung. Dein Kleiner hat eine Saugverwirrung, deshalb verweigert er auch die Brust. Er hat verlernt daran zu saugen und das muss er erst wieder lernen. Stillhütchen helfen ihm dabei nicht. Wenn du dich an eine Stillberaterin wendest, wird sie dir dabei helfen!

Ich wünsch euch beiden viel Glück!

LG

Judith

Beitrag von mella12 03.05.11 - 09:46 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen, war in ähnlicher Situation ... zumindest was das Abpumpen angeht. Ich habe jetzt aufgehört, weil mir alle gesagt haben, eine glückliche und zufriedene Mutter ist wichtiger für das Kind als eine unglückliche ...

Ich musste leider von Anfang an abpumpen, da meine beiden 6 Wochen zu früh auf die Welt kamen und im Inkubator lagen. Dadurch kannten sie natürlich nur die Flasche, als dann endlich die Magensonde rauskam. Im Krankenhaus war es nicht möglich sich auf das Stillen zu konzentrieren bei der Hektik und dem Durcheinander - man hatte einfach keine Chance sich in Ruhe auf die Kinder zu konzentrieren. Zu hause hab ichs 6 Wochen probiert immer wieder anzulegen, aber die zwei wollten nicht und das Geschrei wurde immer schlimmer. Dann hinterher noch die Flasche machen usw. Das war Stress pur. Also hab ich weiter abgepumpt und dann zugefüttert, weil die Milch weniger wurde. Ich war nervlich am Ende. Also hab ich nach und nach weniger abgepumpt und Pre zugegeben. Jetzt hab ich ganz aufgehört und fühle mich wieder viel besser - vor allem weil ich mehr Zeit für die beiden habe ... ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen, aber mein Umfeld bestärkt mich darin, das ich es richtig gemacht habe, weil ich auch an mich denken muss. Was bringt es den Kindern, wenn Mama keine Zeit hat und mit den Nerven total fertig ist und sich schlecht fühlt.

Also fühl dich nicht schlecht und mach was auch für dich am besten ist und womit du dich wohlfühlst. Ich denke, du kannst auch abstillen und deinem Kind mit ganz viel Liebe die Prenahrung geben. Er hat ja auch Muttermilch bekommen - das ist schon mehr, als manch andere Kinder bekommen. Du hast es doch versucht. Quälen musst du dich nicht!

LG
mella12 mit Zwillis 11 Wochen

Beitrag von ratpanat75 03.05.11 - 09:48 Uhr

Hallo,

das kannst nur du alleine entscheiden.
Ich würde auf jeden Fall versuchen, wieder zu stillen (mit dem Ziel, nicht mehr abzupumpen), aber natürlich musst ddu dir im Klaren sein, dass das mit etwas Aufwand verbunden ist und dass du dafür Hilfe benötigst.

Dass du zu wenig Milch hast ist sehr unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist, dass dein Kleiner nicht effektiv an der Brust saugt - das kann zum Beispiel an einem zu kurzen Zungenbändchen oder an der falschen Stillposition liegen und wird natürlich durch das Zufüttern mit der Flasche begünstigt. Wichtig ist es, die Ursache dafür zu finden.
Eine gute Stillberaterin kann dir dabei helfen, sie kann auch einen Plan mit dir aufstellen, wie du wieder stillen kannst, ohne dass du dich dabei völlig verausgabst - anstrengend wird es aber auf jeden Fall.
Deshalb musst du für dich abwägen, ob du das möchtest.

Falls du dich fürs Abstillen entscheidest, dann mach dir keine Vorwürfe deswegen.

LG







Beitrag von sarahjane 03.05.11 - 09:56 Uhr

Du bist eine sehr starke Frau und eine besonders gute Mutter. Du tust wirklich alles für Deinen Nachwuchs, das merkt man anhand Deines Textes. :-)

Du hast alles versucht, um Eurem Kind so viel Frauenmilch wie möglich zu bieten. Das verdient höchste Anerkennung. Denn Du hast einen sehr schweren Weg hinter Dir.

Leider können bzw. dürfen nicht alle Frauen lange/kurz teilweise und/oder ausschließlich Frauenmilch füttern (mindestens 5 Prozent aller Frauen weltweit).

Das ist keine Schande, nichts Schlimmes und schon gar nicht etwas, für das man sich schämen/rechtfertigen oder über das man sich ärgern muss.

Wenn Du komplett auf käufliche Säuglingsmilch umsteigen möchtest, ist das überhaupt nichts, wegen dem Du ein schlechtes Gewissen haben müsstest. Auch mit Premilch wird Dein Kind bestens gedeihen, denn Wohlbefinden/gutes Gedeihen und eine angenehme Mutterkindbeziehung hängt nicht davon ab, ob ein Kind seine Milch aus Mutters Brust oder aus einem Milchfläschchen erhält.

Alles Gute! :-)

Beitrag von novemberschnecke 03.05.11 - 10:09 Uhr

Huhu,

also ich habe gar nicht gestillt, weil ich persönlich damit nichts anfangen kann. Ich habe es auch noch nie bereut. Aber man muss schon sehr dahinter stehen, da einem immer alle einreden wollen, dass man doch stillen soll.
Du bist ja schon an einem ganz anderen Punkt, du hast alles versucht, du brauchst kein schlechtes Gewissen haben.
Überlege dir gut wie du mit deiner Entscheidung leben kannst, aber Stillen ist nicht das wichtigste auf der Welt. Du kannst eine genau so gute Beziehung zu deinem Kind aufbauen wenn du nicht stillst.
Ich bin der Meinung, dass ein Kind von nichts mehr profitiert als von einer ausgeglichenen und zufriedenen Mutter, die mit sich selbst im reinen ist.

Alles Gute!

P.S. Meine Tochter ist 2,5 und sie ist nie krank, hat keine Allergien und wir sind ein Traumpaar ;-) Es geht also auch ohne :-)

Beitrag von svenjag87 03.05.11 - 11:27 Uhr

Ja das kenn ich. Mit meiner Kleinen hat es einfach nicht an der Brust geklappt. Sie war einfach viel zu gierig und so musste ich dann abpumpen. Das hat am Anfang auch ganz gut geklappt, doch irgendwann wurde es nur noch nervig. Gerade unterwegs war es furchtbar. Als ich im Winter auf eiskalten öffentlichen Toiletten abpumpen musste.... :-[ Das hat einfach keinen Spaß mehr gemacht und war nur noch Quälerei. Die Milch ist immer weniger geworden und ich habe dann angefangen immer mehr Pulvermilch zu geben. Mit 5Monaten hat sie dann komplett Pulvermilch bekommen.
Die Entscheidung kann dir natürlich keiner Abnehmen. :) Ich war jedenfalls dann froh, als ich die Pumperei sein lassen konnte und ich wieder mobiler war und mir nicht andauernt Gedanken machen musste "Oooh Gott, aber wo pumpst du da nur?" Und und und...

Beitrag von 20girli 03.05.11 - 11:50 Uhr

Hi,

also ich kann Dir nur sagen...dein Abstillen hat schon angefangen bevor du überhaupt angefangen hast zu Stillen. Nämlich im Krankenhaus.
Das zufüttern schon in den ersten 3 Tagen ist sowas von unnötig - das macht zu 99% alles zu nichte.

Du hattest NICHT von anfang zu wenig Milch...du hattest nur niemanden der Dir wirklich geholfen hat.

Ich würde das was Du da machst nicht machen. Mir wäre das zu stressig. Bin ich ehrlich.

Du hast 2 Möglichkeiten.

1. Du willst Stillen
2. Du gibst Fläschen

Wenn Du Fläschen geben möchtest - fertig- dann ist das völlig super.

Wenn Du Stillen willst- hole dir eine super Stillberaterin und dann kämpfe ein paar Tage...dann kannst auch DU stillen. Und zwar ohne Flasche. Aber das ist nicht einfach. Aber lohnt sich.

Ich weis immer gar nicht was das ganz mit dem Pumpen soll....entweder das Kind trinkt an der Brust oder kriegt nen Fläschen - fertig.

Pumpen und zufüttern macht Stillen kaputt...schade das es immer noch so laufen muss.

Aber wie gesagt--- ich würde mir diesen Stress nicht machen wegen dem bisschen Muttermilch.

Lg Kerstin

Beitrag von ratpanat75 03.05.11 - 13:45 Uhr

Hallo,

"Ich weis immer gar nicht was das ganz mit dem Pumpen soll....entweder das Kind trinkt an der Brust oder kriegt nen Fläschen - fertig.

Pumpen und zufüttern macht Stillen kaputt...schade das es immer noch so laufen muss. "


im Großen und Ganzen bin ich deiner Meinung, aber ich würde das Abpumpen nicht kategorisch ablehnen und sagen, dass es das Stillen immer kaputt macht.
Es kann für manche Mütter durchaus eine Option sein, gerade für diejenigen, die z.B. früh wieder arbeiten gehen und ihren Kindern trotzdem die beste Nahrung geben wollen- das ist doch toll!
Ich kenne durchaus Mütter, die 6 Monate lang ihr Kind ausschließlich mit abgepumpter Muttermilch ernährt haben.
Es wird auch nicht unbedingt von allen als stressig empfunden.

LG

Beitrag von 20girli 03.05.11 - 13:54 Uhr

Hi,

ja - aber dann hat sich das Stillen eingespielt. Die Mutter und das Kind kommen klar und dann ist auch Pumpen ok - bzw. supi ab und an.

Aber mein Satz war gerade auf die Anfangszeit bezogen. Hätte ich vielleicht dabei schreiben sollen.

Später- oder wenn es eine Erfahrene Mami ist...ist es sicherlich kein Problem.

Als nicht Stressig empfinden es dann aber warscheinlich auch nur die Mamis die den Dreh richtig raus haben.

Wenn aber schon in den ersten Tagen - wochen abgepumpt wird - und dann auch noch mit Druck - dann kann das nicht wirklich was werden. Zumindestens nichts entspanntes was auf Dauer auch wirklich erfolg hätte.

So denke ich das - aus den Erfahrungen die ich machen durfte. :-)

lg Kerstin

Beitrag von nele27 03.05.11 - 14:07 Uhr

***Es kann für manche Mütter durchaus eine Option sein, gerade für diejenigen, die z.B. früh wieder arbeiten gehen und ihren Kindern trotzdem die beste Nahrung geben wollen-
***

Ich hab nach dem Mutterschutz Vollzeit gearbeitet und insgesamt 9 Monate gestillt bzw. abgepumpt #freu
Es war kein Spaß, aber immer noch besser als Pulvermilch...

Allerdings musste ich auch immer um genug Milch kämpfen.

LG, Nele

Beitrag von ratpanat75 03.05.11 - 16:03 Uhr

Hut ab, das finde ich toll !

LG

Beitrag von nele27 03.05.11 - 19:17 Uhr

#danke #hicks

Mein Mann war in Elternzeit und das war halt der Nachteil an der Rollenverteilung ... damals war es ok so, heute würde ich es nicht mehr machen wollen, zumindest nicht wenn ich noch voll stille. Als es "nur" noch 2 Mahlzeiten waren, war die Situation schon deutlich entzerrt.

Gruß

Beitrag von simplejenny 03.05.11 - 20:36 Uhr

Also kurz gesagt: Nein nicht um jeden Preis stillen. Ich bin zwar auch eine überzeugte Stillmutter, aber auch ich weiß um die Schwierigkeiten und das vor allem beim ersten Kind. Ich hatten vielleicht nur Glück, dass ich meine Tochter dann doch noch stillen konnte. Kein Stress machen - ich wäre wohl schon eher auf Pre umgestiegen als Du.

Liebe Grüße
Jenny