Beikost - darüber lässt sich wohl streiten...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von doris1982 13.05.11 - 21:00 Uhr

halli hallo,

mein schatz ist jetzt 14 Wochen alt.... Ich stille voll und hab begonnen mich über Beikost zu informieren! Da gehen die Meinungen extrem auseinander. Ich denke über Beikost nach, da er schon seit einem Monat nachts alle 1 - 1,5 Stunden trinken will und am Tage max. 2 Stunden durchhält, obwohl er gut und viel trinkt...
Naja, da ich sehe, dass er morgens auch nicht topfit ist, möchte ich ihm und auch mir etwas ruhigere Nächte bescheren...
Als "Brustmutter" möchte ich nicht unbedingt mit der Flasche beginnen... Notfalls muss ich eben noch 1 - 2 Monate durchhalten.
Aber erzählt mir, wann wo wie habt ihr begonnen!

lg & schönen Abend noch

Beitrag von babytimo 13.05.11 - 21:06 Uhr

Hallo,

wir haben das erste mal mit 14 Wochen probiert aber da wollte er nicht recht.
haben dann gewartet bis er 16 Wochen alt war und ab da wollte er nichts anderes mehr.
Haben Mittags mit Kürbisbrei begonnen und sind jetzt mit 27 Wochen dabei den Abendbrei einzuführen...
Nachmittags bekommt er GOB...

lg babytimo

Beitrag von jumarie1982 13.05.11 - 21:11 Uhr

Huhu!

Wir haben begonnen, als unser Sohn sitzen konnte (also nicht sich allein hinsetzen, sondern sitzen bleiben) und allein Essen aufnehmen, es in den Mind stecken, kauen und runterschlucken konnte.
Das nennt man Beikostreife ;-)

Er war 6 Monate alt.

Die neuen, breitgetretenen Studie raten immer zu "nach dem 4. Monat". Es würde für die Allergieprävention nichts bringen, länger zu warten.
Da stürzen sich alle drauf.
Aber dass die Darmreife noch unzulänglich ist mit 4 Monaten und es sicher auch nicht SCHADET, ein wenig länger zu warten, daran denkt man lieber nicht.

Es hat schon einen Grund, wieso WHO und andere immernoch sagen "6 Monate ausschliesslich Stillen oder geeignete Säuglingsnahrung, dann Beikost und nebenbei weiter stillen bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus, solange Mutter und Kind es wünschen".

Aber wenn natürlich der in ernährungstechnischen Fragen von Hipp und Co so wunderbar geschulte Kinderarzt schon ab 3 Monaten zur Beikost rät, muss die Pampe ins Kind #augen #rofl

LG
Jumarie

Beitrag von wichti76 14.05.11 - 13:58 Uhr

Und jedes Mal wieder.... die angebliche Antwort und Hilfe für eine Mami wird vollgestopft mit Ironie... Mich amüsiert es ja eher, frage mich aber, ob man in den angeblich so guten Elternhäusern keine Toleranz gelehrt hat! Also, bitte weitermachen mit dem Kluggesch...
Schönen Nachmittag!

Beitrag von karbolmaeuschen 14.05.11 - 19:10 Uhr

Wenn Du zwischen der Ironie lesen könntest, wären Dir die Tipps schon in die Augen gesprungen...:-p

LG Silke
Stillberaterin AFS, die ausschließlich die WHO Richtlinien empfehlen darf und nicht die Studie über Allergieprävention von Nestle...

Beitrag von monab1978 13.05.11 - 21:41 Uhr

Ich finde die Meinungen gehen gar nicht so sehr auseinander. Es sind sich irgendwie alle einig, dass vor 16 Wochen definitiv schadet, vor dem 6. Lebensmonat ein handfestes Risiko fpr Darmkrankheiten besteht etc und ein Beginn ab dem 7. lebensmonat keine Nachteile hat.... hmmmm, da ist doch eigentlich klar was man macht, wenn man für sein Kind das beste will....

Es läuft einem absolut NICHTS davon wenn man wartet bis das Kind beikostreif ist (das kannst du mal googeln, es geht dabei um körperliche Zeichen, die mit der Darmreife zusammenhängen).

Achso und wegen deinem eigntlichen grund: das sattwerden... kuck dir mal die Kalorienangabe auf nem Gläschen "Frühkarotten" an und dann google mal was Muttermilch da so zu bieten hat: Richtig, satt machen Möhrchen nicht. Die stopfen nur. Das können sicher auch hier viele bestätigen, durchgeschlafen wir auch nicht wenn man die Kinder mit Essen vollstopft. Da muss man dann im zweifel einfach durch...

LG
MOna

Beitrag von 20girli 13.05.11 - 21:47 Uhr

Ich mache das gerade bei meinem 6 Kind so...ich Stille und sie bekommt alles in die Hand was für Ihr Alter "gut" ist. Angefangen habe ich nachdem sie 6 Monate alt war.. mitlerweile schneide ich ihr z.B. ein Brot klein- und sie nimmt und ißt es ganz alleine. Sie ist jetzt fast 8 Monate alt.
Auch Mittags machen wir das so.
Brei etc. -- manchmal zum Frühstück - Reisflocken mit Banane--oder eher umgekehrt ;-) Meist kriegt sie die Banane so.

Aus Erfahrung- meine Erfahrung - weis ich das frühe Beikost sich nicht lohnt. Es dauert trotzdem bis die Kinder "richtig" essen...also kann man auch warten und dann geht das schnell mit dem "richtig" essen.

Die früh Beikost ist von Onkel Hipp und Co - damit man die schönen bunten Gläschen kauft.

Es geht auch ohne.

Das hat mir meine 2 Tochter damal gezeigt und es zeigen mir meine letzten beiden Kids.

Ich koche normal - bzw. Salze dann eben nicht - und scheppe für meine jüngste vor dem würzen ab. Fertig. Da muss nix extra gekocht werden.

Sie schläft erst seid 3 Tagen auch mal Nachts so bis zu 3 stunden am Stück ---sonst immer 1-2 Stunden.

Die schlafen ganz von alleine durch -wenn sie soweit sind.

Stressig wird es für uns nur - wenn wir versuchen unsere Kinder zu ändern. Passen wir uns an- ihren Schlaf und Essryhtmus- dann ist es viel relaxter.

Dein Sohn ist noch jung. Gib ihm was und wie er es braucht und du wirst sehen- alles kommt von alleine.

lg Kerstin

Beitrag von sarahjane 13.05.11 - 23:39 Uhr

Wenn es Dir zu viel wird, per Brust zu füttern, kannst Du ab der 17. Lebenswoche mit adäquater B(r)eikost zufüttern.

Beitrag von alexm1988 14.05.11 - 07:59 Uhr

Wenn dann fängt man mit 4 Monaten an, mit Wochen rechnet man nicht, da nicht jeder Monat genau vier Wochen hat, lieber soll sie weiter "per Brust füttern" #rofl

Beitrag von viofemme 13.05.11 - 23:42 Uhr

Viel Richtiges wurde ja bereits gesagt. Länger satt bekommst du dein Kind sehr energiearmen Gemüsebrei sicher nicht! Und die Flasche würde auch nichts ändern. Nimm den ständigen Hunger deines Kindes hin - das wird sich alles finden. Und nicht jedes Trinken an der Brust ist unbedingt Hunger, sondern auch das Bedürfnis nach Nähe.

Mit Beikost haben wir mit sechseinhalb Monaten begonnen, aber der Zungenstreckreflex war noch zu stark und die Hälfte des Essens wurde wieder heraus gedrückt. Also haben wir weitere zwei Wochen gewartet: Wir haben ihm eine Banane gegeben und er hat sie gegessen. Dann ging es mit Pastinaken und Kürbis (war Herbst) weiter.
Höre auf dein Kind und achte auf wirkliche Beikostreife! Interesse an deinem Essen ist nicht gleich ein Zeichen von Beikostreife!

Beitrag von alexm1988 14.05.11 - 07:48 Uhr

Guten Morgen,

14 Wochen ist viel zu früh um mit Beikost anzufangen.
Und schlafen und wach werden nachts hat nichts mit Hunger zu tun sondern mit der Reife des Gehirns.Wenn du ihm Brei gibts wird er deswegen auch nicht länger schlafen (hab sogar schon oft gelesen, dass die Kinder plötzlich nicht mehr durchschliefen).
Satter wird er wahrscheinlich auch nicht sein, denn Muttermilch hat viel mehr Kalorien als Gemüsebrei.
Manche Babys haben einfach so einen Rhythmus, dass sie alle 2 Stunden Hunger haben, das wird sich denke ich durch Beikost nicht ändern, mit der Zeit werden die Abstände von selbst größer.

Wir fangen heute an, ich koche ihm Zuchini. Er ist 6 Monate alt #verliebt

Lg jes mit Pascal Maurice