Eileiterschwangerschaft ohne OP ! Erfahrungen ?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von sally70 02.02.06 - 15:50 Uhr

hallo
ich hatte vor über 2 jahren eine eileiterschwangerschaft die bereits ohne op behandelt wurde. es wird eine art chemo angeboten. das heisst man bekommt einen tag eine infusion methotrexat und am nächsten tag eine spritze leucovorin in die vene injeziert. das geht insgesamt 8 tage lang. danach wird der hcg wert neu bestimmt und wunschgemäss soll er ganz auf null gehen oder mindestens die hälfte vermindert sein.bei dieser art der behandlung möchte man eine unnötige op, die in jedem fall schlecht für den körper und die organe ist umgehen. es wird die zellteilung des vorhandenen ei`s im eileiter vermindert. wie gesagt wurde das bei mir vor über 2 jahren schonmal stationär im kh durchgeführt. jetzt ist es leider wieder der fall. es wird wieder mit dieser chemo gearbeitet und morgen bekommen ich die erste info, ob es geklappt hat oder wie vor 2 jahren eine nochmalige woche eingesetzt werden muss. diese chemo hat schon einige nachwirkungen. man fühlt sich schlapp, das immunsystem ist im keller (dadurch hab ich nebenbei noch ne mördermässige grippe bekommen), es ist einem übel und der darm rebelliert auch wie verrückt. zum grössten teil geht die sache auch an die nerven. ich bin von meiner traurigkeit und meiner hilflosigkeit ziemlich depressiv geworden. man denkt nur an das schlechte und hat in jeglicher hinsicht angst sich grosse hoffnungen zu machen das alles gut wird.
MEINE FRAGE IST.......WER HAT DAMIT AUCH ERFAHRUNGEN GEMACHT ?
meine fragen belaufen sich dann da drauf wie es weitergehen kann ? die eilieiter sind auch durch diese behandlung vernarbt. kann eine schwangerschaft überhaupt noch stattfinden ? ist es nicht doch sinnvoll den eileiter zu entfernen ? sollte eine schwangerschaft üerhaupt vermieden werden bzw. eine künstliche befruchtung in erwägung gezogen werden ? fragen über fragen........vielleicht findet sich jemand der mir antworten gibt. dazu kommt, das mein alter mir auch zu schaffen macht. ich bin bereits 35 ! so langsam aber sicher bekomme ich panik wie es weitergehen kann.....
bitte helft.........danke sally

Beitrag von backenhoernchen1 02.02.06 - 16:04 Uhr

Hallo Sally,

bei mir wurde eine ELS letztes Jahr mit MTX behandelt und anschließend dann doch noch operiert da sich trotz hcg-Wert < 0 noch Gewebe im Eileiter befand. Ob der Eileiter seine Funktion wieder aufnimmt konnte man mir nicht sagen da dies wohl sehr unterschiedlich ist. Ist denn der selbe Eileiter betroffen???

LG und alles Gute für die Behandlung

backenhoernchen#klee

Beitrag von sally70 02.02.06 - 16:24 Uhr

hallo backenhoernchen (witziger name ;-) )
ich bin auch der meinung das es mit sicherheit das beste gewesen wäre, wenn der eileiter schon damals entfernt worden wäre. ich kann allerdings nicht sagen ob es es in diesem fall um den gleichen handelt. es wurde nie lokalisiert ! ich selber empfinde im moment leichte schmerzen auf der rechten seite und so geh ich davon aus es handelt sich wieder um den gleichen eileiter, aber ein arzt hat es in diesem stadium nie festgestellt.
wie konnte man denn entdecken das noch gewebe im eileiter ist ? da man mir immer sagt, man kann nicht in einen eileiter reinsehen, bin ich auch davon ausgegangen (und so wurde es immer erklärt), das allein der hcg wert mir antwort geben wird ob alles okay ist, dh. wenn er null ist........dann ist es geschafft. du bringst mich da in eine ganz andere, aber sehr wichtige richtung, die ich noch erfragen muss. wenn ich das richtig verstehe, wurde nur gewebe bei dir entfernt, ohne den eileiter entfernen zu müssen.... auch sehr eigenartig. denn wenn man sich hier durch das forum liest, stellt man fest, das einige nicht zimperlich sind und schnell zur radikalentfernung des eileiters greifen. bist du seit dem schwanger geworden ? oder legst du es erst garnicht darauf an ?

glg
sally

Beitrag von backenhoernchen1 02.02.06 - 16:34 Uhr

Nach der Behandlung hatte ich in der rechten Leistengegend stärker werdende Schmerzen und immer wieder, so ca. alle 10-14 Tage, leichte, immer sehr schmerzhaft beginndende Blutungen für ca. 2-3Tage. Der Eileiter musste nicht entfernt werden weil er durch die geringe Gewebemenge nicht beschädigt wurde.
Allerdings hat es ziemlich lange gedauert bis operiert wurde da der hcg-Wert ja weg war und sich keiner erklären konnte woher die Schmerzen kommen könnten. Würde aber nie einen Eileiter hergeben, wenn es nicht unbedingt sein müsste.
Habe bis letzten Sonntag verhütet weil das Ganze psychisch wie physisch ziemlich anstrengend war und ich mir keine Gedanken um NMT u.ä. machen wollte. Eigentlich wollten wir erst im Frühjahr einen neuen Versuch starten aber jetzt beginnen wir schon im Februar. Letztes Mal hat es 6 Monate gedauert, habe allerdings nicht auf fruchtbare Tage etc. geachtet sondern wir hatten einfach #sex nach Lust und Laune. Diesmal wird es wohl etwas "gezielter" laufen. Mal schauen, wie es diesmal ausgeht. Ich glaube eine zweite ELS würde mich schon ganz schön umhauen.

Beitrag von sally70 02.02.06 - 16:45 Uhr

momentan hab auch ich in der leistengegend schmerzen. diese schmerzen habe ich auch sonst vorm eisprung gehabt (so eine art mittelschmerz wurde mir mal erklärt). Blutungen kann ich nur leichte feststellen. ich glaube du wirst mir recht geben, in so einer zeit beobachtet man so jegliche besonderheit des körpers, weil man angst vor weiteren schicksalsschlägen hat.
darf ich mal fragen wie alt du bist ?
hat dein alter und der intensive kinderwunsch dann vielleicht damit zu tun das dein eileiter nicht entfernt wurde ? ich frage mich nur WIE das gewebe aus dem eileiter entfernt wurde. jeglicher eingriff ist so schwierig, weil man nicht direkt in den eileiter rein kann ?! oder irre ich mich da ?
ich wünsch mir für dich das keine erneute els entsteht. du hast recht, es haut einem schon um wenn das gleiche nocheinmal vor einem steht.
wie lange hast du nochmal verhütet zwischen der chemo und jetzt ? muss man sich da wirklich ein halbes jahr mindestens zeit lassen ? wer gab das okay fürs weitermachen ? hast du deinen fa gefragt oder einfach selbst entschieden ?

Beitrag von backenhoernchen1 02.02.06 - 16:55 Uhr

ich bin 29 und mein alter hat damals auf jeden Fall eine Rolle gespielt. Kein Arzt wollte mich operieren ohne vorher zu wissen, wo was zu finden sein könnte um nichts zu beschädigen was eigentlich io ist. . Lt. deren Aussagen galt ich noch als jung. Also wurde im KKH die Chemo verordent. Diese wurde allerdings ambulant durchgeführt, d.h. ich musste jeden Tag zum FA. Habe die Chemo ansonsten aber sehr gut vertragen, war nur müde und hatte leichte Ubelkeit. Und das ich zu Hause bei meinem Mann sein konnte hat auch schon sehr geholfen. Lt. Angaben von meinem FA, der auch operiert hat, wurde das Gewebe aus dem Eileiter rausgedrückt. Habe die Bilder mitbekommen, sieht ziemlich mies aus. Mir wurde damals gesagt, das ich 3 Monate nach der Chemo nicht Schwanger werden darf aber die waren nach der OP dann schon so gut wie rum. Habe jetzt für 2 Monate hormonell verhütet, hat sich eigentlich kaum gelohnt aber ich hätte nicht gedacht, dass ich es mir so schnell wieder überlege und mein Mann hat dann die letzte Überzeugungsarbeit geleistet. Das OK habe ich mir selbst gegeben da bei der letzten Untersuchung
vor 2 Monaten alles io war.

Beitrag von sally70 02.02.06 - 17:12 Uhr

weißt du das es mich einfach mal freut von jemanden zu lesen der auch die chemo durch hat ?! das musste ich dir einfach mal dazu sagen........
ich fühlte mich bei den angaben immer so ungläubig angeschaut, so verständnislos.
deine ärzte reagierten ähnlich wie meine. meine erste chemo hatte ich im kh und die jetzige läuft auch ambulant ab. ist sicher besser wenn man das zuhause verbringen kann, doch durch die aufkommende schwäche und übelkeit musste ich mich jeden tag zwingen zum arzt zu fahren, was dann wohl auch meinen jetzten grippalen infekt verursacht hat bei der kälte draussen.
hattest du keine angst, dass von der chemo noch was im erbgut verankert sein kann ? nicht jeder arzt weisst darauf hin. der eine meinte das der körper das schnell abbaut und der andere hatte wieder ne andere meinung. möchte dir auf keinen fall angst machen, doch alles ist zu bedenken und leider, leider geht man an die sache dann doch etwas verkrampfter voran.
ich finde es toll von deinem mann wie der diese "überzeugungsarbeit" geleistet hat, so eine hilfe ist unheimlich wichtig.

Beitrag von backenhoernchen1 02.02.06 - 17:58 Uhr

Das mit der Chemo habe ich bis dahin auch nicht gekannt gehabt. Hatte hier i. letzten Jahr deswegen schon mal gepostet, da gab es aber wohl noch keine Mitbetroffenen. Als das Wort das erste Mal viel habe ich acuh ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt. Angst habe ich aber keine da das Mittel ja schon sehr lange auf dem Markt und wenn man dem Internet glauben darf auch recht harmlos ist. Ausserdem ist die Anwendung ja auch vergleichsweise kurz. Rheumatiker werden teilweise über Jahre damit behandelt. Das beruhigt mich schon ein wenig.

Meine PLZ fängt übrigens genauso an wie Deine.

Beitrag von sally70 02.02.06 - 21:16 Uhr

ach ?!
woher kommst du genau ?
ich komme aus braunschweig und wurde auch hier bezüglich der chemo behandelt.
wo lief das denn bei dir ab ?
wie hiessen deine ärzte bzw. das kh ?
kannst mir auch per visitenkarte an meine email add. schreiben .........
würd mich freuen
glg

Beitrag von backenhoernchen1 02.02.06 - 21:58 Uhr

Hm, habe versucht, eine E-Mail zu schicken. Gab aber eine Fehlermeldung. Versuche es morgen Mittag nochmal, muss jetzt aufhören, mein Mann kommt gleich nach Hause und will garantiert noch was essen,...bis morgen, wünsche Dir eine gute Nacht.

Beitrag von sally70 03.02.06 - 09:52 Uhr

guten morgen hörnchen !
mein mann kam gestern auch sehr spät nach hause, war auf rücktour und stand lange im stau. ich musste aber kein essen mehr machen ;-)
der email-versand müsste aber klappen, hab vorhin getestet über die visitenkarte. du hast ja leider keine add. angegeben ?!
freu mich wieder von dir zu lesen !
war im übrigen heut morgen ganz früh beim arzt zur blutentnahme........... ab 16 h kann ich anrufen und nachfragen was mein hcg wert so macht. momentan bin ich noch recht cool #cool ......ich denke aber ab mittag brauch ich ne sinnvolle beschäftigung das ich ja nicht die minuten bis 16 h zähle und vor aufregung sterbe #schwitz ...
bis dahin sehen wir uns hier ?
glg
sally

Beitrag von backenhoernchen1 03.02.06 - 11:09 Uhr

Guten Morgen Sally,

erstmal drücke ich Dir gaaanz fest die Daumen wg. Deinen Blutwerten. Habe das auch gehasst.

Bein Versenden der E-Mail ist wieder ein Fehler aufgetreten, keine Ahnung warum. Habe meine Adresse jetzt aber freigegeben. Vielleicht probierst Du es mal. Ansonsten sende einfach eine E-Mail an hogiyogy.@aol.com. Ich denke nicht, dass sooo viele unsere Diskussion verfolgen. Würde mich freuen, komme aus der gleichen Stadt,....

glg#stern

Beitrag von sally70 03.02.06 - 11:38 Uhr

hallo !
du hast recht, irgendetwas scheint mit web.de nicht in ordnung zu sein#heul. ich kann mich noch nichteinmal anmelden !
probiere es aber weiter..........
wie lange, wie oft bist du heut online ?
glg

Beitrag von backenhoernchen1 03.02.06 - 11:50 Uhr

Melde mich gleich erstmal ab und bin dann heute abend so ab 21:00 Uhr wieder dabei. Wird schon irgendwann klappen, lass Dir die Zeit nicht zu lang werden.

glg#klee

Beitrag von sally70 03.02.06 - 12:01 Uhr

du hast email-post bekommen !
gruss und bis denni
sally

Beitrag von backenhoernchen1 03.02.06 - 12:16 Uhr

Sorry, aber kannst Du´s nochmal schicken??? Habe versehentlich einen . zuviel eingegeben. Es muss hogiyogy@aol.com heissen,....#schmoll

Beitrag von sally70 03.02.06 - 12:33 Uhr

is nochmal auf den weg geschickt du hogiyogi ;-)

Beitrag von morgda 02.02.06 - 16:19 Uhr

hallo sally,

ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich die op jederzeit einer chemotherapie vorziehen würde. ich denke eine bauchspiegelung ist letztendlich das kleinere übel.

ich hatte letztes jahr im juli eine eileiter-ss (geplatzt ende 6 ssw mit not-op), bei der der linke eileiter entfernt wurde, da die chance auf eine erneute ss in dem betroffenen eileiter mit fast 50 % beziffert wurde.

nun bin ich wieder ss und habe keine angst, dass es wieder eine eileiter-ss ist, eben weil der eileiter nicht mehr da ist.

achso: ich bin übrigens 39 ;-)

ich würde es sehr sorgfältig abwägen, denn chemo ist doch ein erheblicher eingriff in den körper.

lg morgda

Beitrag von sally70 02.02.06 - 16:29 Uhr

hallo morgda,
danke für deine meinung. ich wurde ehrlich gesagt nicht so ganz vor die entscheidung gestellt. mir wurde geraten das eine chemo besser für meinen körper wäre, da nicht ganz genau diesesmal das ei im eileiter festgestellt wurde und nur aufgrund der schwankenden hcg davon ausgegangen wurde, das es wieder der fall sein wird wie vor 2 jahren.
du hast absolut recht damit. man geht sicherer in eine erneute schwangerschaft, wenn man weiss das der eileiter an dem es lag entfernt wurde. doch leider weiss so keiner an welchen es lag, man konnte es nicht erkennen.
mittlerweile weiss ich auch das diese chemo mehr und mehr an meine nerven geht und auch schon aus diesem grund ein weiteres mal gut überlegt sein wird.
danke für deine altersangabe ! das macht mut !!!
glg
sally