Stillen und zufüttern - Nachteile???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von baerle089 04.02.06 - 12:32 Uhr

Hallo zusammen,

nun ja, nun ist es doch soweit - ich muss zufüttern (ich wollte das unbedingt vermeiden und jetzt? Die Kleine wird einfach nicht satt ud ich kann sie ja nicht schreien lassen #heul )
Meine Frage nun: Ist dadurch die WIrkung der Mumi komplett am A****?
Bitte entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber ich bin wirklich richtig gefrustet...
Ich werde weiterhin stillen und versuchen, ihr so viel als möglich Mumi zu geben!!!
Und was gebe ich der Kleinen zum zufüttern? Pre oder 1er?


#danke für eure Antworten

Liebe Grüße

Nicole (die sich irgendwie wie ne Versagerin vorkommt #heul ) mit Larissa (3 1/2 Wochen)

Beitrag von sylvia579 04.02.06 - 13:06 Uhr

Hallo,

ich kenn´das Gefühl mit dem Versagen auch. Ich habe zwar nie gestillt, da mein Sohn die Brust verweigert hat, aber ich habe lange 6 Wochen abgepumpt. Am Anfang ging das ganz gut, aber dann wurde es immer weniger. Der Zeitaufwand blieb aber der Gleiche und irgendwann habe ich dann schweren Herzens beschlossen aufzuhören. Ich war danach auch total fertig und dachte ich hätte versagt. Aber jetzt, nach über einem halben Jahr, bin ich fast froh, daß ich nicht gestillt habe. Ungefähr 2 Wochen nachdem ich "abgestillt" hatte, hat David angefangen durchzuschlafen (11 h!). Wir haben ihn dann auch mal zu Oma gegeben, war ja kein Problem mit der Flasche. Aus ihm ist jetzt ein ganz süßer Fratz geworden, er hat sich prächtig gemacht mit der Flasche (s. VK!). Er hatte auch keine Koliken, war nie krank.
Jedes bisschen Muttermilch was Deine Tochter bekommt ist super, aber mit der Pulvermilch wird sie auch groß. Ich denke die Mütter werden viel zu sehr unter Druck gesetzt mit der Stillerei. Das fängt schon im Vorbereitungskurs und vom Krankenhaus will ich gar nicht reden. Als ich die 4 Tage im Krankenhaus war ist ein regelrechter Wettkampf unter den Schwestern ausgetragen worden. Wer schafft es den kleinen David zum Trinken zu bringen? Antwort: Keiner hat es geschafft!. Sie haben nur geschafft, daß der Kleine sich die Lunge aus dem Leib geschrien hat, jedesmal, wenn sie wieder einen Versuch gestartet haben ihn anzulegen und ich total verzweifelt nach 4 Tagen aus dem Krankenhaus kam und dachte er müsste jetzt verhungern. Zuhause ging es dann gerade so weiter Stillhütchen, Brusternährungsset..., ohne Erfolg.
Ich weiß im Moment ist das Alles total schlimm für Dich, aber mach Dich nicht so fertig. Vielleicht kannst Du doch irgendwann wieder voll stillen und wenn nicht, dann eben nicht, aber Du hast es dann wenigstens versucht. Man malt sich vorher immer alles so schön aus und wenn dann was nicht funktioniert, bricht eine Welt zusammen, aber so ist das nun mal. Sei stolz auf Dich, Du hast ein Kind geboren!!!

Viele #liebe Grüße,

Sylvia und David (bald 9 Monate alt)

P.S.: David hat dann Milumil Pre bekommen und davon wird er heute noch satt!

Beitrag von schlafpimboli 04.02.06 - 12:48 Uhr

Hallo,

wie merkst du, dass sie nicht satt wird?

Ich bin ebenfalls am überlegen, ob ich bei meiner Kleinen (3,5 Wochen) zumindest abends mit der Flasche anfange, da sie die ganze Nacht sowas von aufgekratzt, wild und unruhig ist und ich keine Ahnung hab, ob sie vielleicht nicht mehr satt wird.

Muss man dann eigentlich auch Tee zusätzlich geben, wenn man Flaschennahrung gibt?

Jeannette + Lara-Sophie (11.01.2006)

Beitrag von baerle089 04.02.06 - 12:54 Uhr

Hi Jeannette,

gemerkt habe ich das, weil sie die ganze Nacht am Busen hing und wie wild geschrien hat. Daraufhin hat meine Hebamme sie gewogen und sie hatte tatsächlich abgenommen. DAs war vor gut einer Woche. Ich hatte damals viel Streß und meine Milch ist zurück gegangen. Meine Hebi meinte, wenn es nochmal so kommen würde, müsste ich zufüttern. Tja, und nun ist Larissa wieder total am Schreien und hängt den ganzen Tag an der Brust...

Ich weiß, man sollte nie zu früh aufgeben, aber ich kann sie doch nicht hungern lassen #heul

Dass man Tee dazu geben muss wäre mir neu...

Liebe Grüße

Nicole mit Larissa (10.01.06)

Beitrag von sylvia579 04.02.06 - 13:08 Uhr

Hallo Jeanette,

Du mußt/sollst erst zusätzlich Tee geben, wenn Du mit der Beikost anfängst. Oder halt wenn sie krank ist (Schnupfen, Durchfall...).

Liebe Grüße,

Sylvia

Beitrag von 32tanja 04.02.06 - 14:19 Uhr

Hallo,
bei meinem Großem habe ich nach 2 Wochen zugefüttert und bis zu 4 1/2 Monate nebenbei gestillt. Deine Milch wird halt nur weniger, aber sie ist nicht für den Popo...;-)
Mein Kleiner (4 1/2 Wochen) kriegt seit dem 6. Tag nur noch die Flasche. Ich hatte zu wenig Milch.:-( In 40min gerade einmal aus beiden Brüsten zusammen 50-60ml. #schock
Er hat gleich die 1 bekommen. Gebe ihm aber jetzt die AR, weil er ein kleiner Spucker ist.

Gestern haben wir beide Kinder 4 Stunden bei Oma und Opa gelassen. Das hat schon alles Vor- und Nachteile.
Aber groß werden die Kleinen so oder so.

#liebdrueck

Beitrag von schmide 04.02.06 - 15:29 Uhr

Hi NIcole,

das Gefühl, eine Versagerin zu sein, kenne ich sehr gut (Babyblues dauert bei mir immer noch, obwohl der Kleine schon 10 Wochen alt ist). Er hat noch im KH mir die Brustwarzen blutig gesaugt, und ich pumpe immer noch ab, das kostet sauviel Zeit, aber ich werde das so lange wie möglich machen. Ja, ich füttere von Anfang zu mit Pre (2x nachts), weil Pre am ähnlichsten der MuMi ist und verursacht seltener Blähungen oder Koliken. Und du kannst keinen KOpf machen - solange der Kleine MuMi bekommt - egal, es kann auch wenig sein - bleibt die schützende Wirkung erhalten. Auf jedem Fall besser als gar keine.

gruß schmide