Wie lange dauert ungefähr die Schlaftherapie??

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sugarbabe03 05.02.06 - 22:52 Uhr

Hallo,meine kleine ist zwei Jahre alt und schläft seit ihrer Geburt mit mir in einem Bett!Jetzt will ich sie in ihr Kindrbett gewöhnen,es steht in Ihrem Kinderzimmer das neben meinem Schlafzimmer ist!Ich handel aus dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" und habe heut Abend begonnen,ich habe sie um viertel nach neun hingelegt ihr vorher Flasche gegeben und ein gute Nacht Buch vorgelesen!Zudem habe ich Gute Nacht Lieder angemacht,ich bin dann raus bin erst nach 3 Min. rein,dann nach 5 und dann alle sieben!Sie hat sehr geschrien,um viertel nach zehn eben hat sie geschlafen und ich habe mich schon gefreut,aber leider zu früh,nach 5 Min. fing sie wieder an zu schrein,ich bin wieder nach dem Plan alle paar Min. rein und jetzt schreit sie immer noch wie verrückt,ich habe sie noch nie so heftig heulen gehört! Ich wollte euch fragen die dieselbe Therapie durchgeführt haben,wie lange es gedauert hat bis das Kind durchschläft und ob es Schaden davon genommen hat!? Vielen Dank schon mal für die Antworten

Beitrag von orcanamu 05.02.06 - 23:22 Uhr

Hallo Nadine,

hm, also ich habe zwar nicht nach dem Buch gehandelt, möchte Dir aber dennoch antworten.

Wenn Deine Kleine immer bei Dir geschlafen hat, kannst Du sie doch jetzt nicht einfach in ein anderes Zimmer legen und schreien lassen - egal, was Herr Ferber schreibt. Sie versteht doch gar nicht, was da passiert?!?

Mein Sohn hat die ersten fast 20 Monate auch in meinem Schlafzimmer geschlafen (allerdings in seinem eigenen Bett), seit ein paar Tagen nun ist sein Zimmer fertig und er schläft heute zum 2. Mal dort. Gestern bin ich bei ihm geblieben, bis er eingeschlafen war (hab ihn immer wieder hingelegt, manchmal hat er nur in den Raum hineingerufen, ob ich noch da bin (war ja dunkel), dann hat er problemlos geschlafen).
Heute hat mein Mann ihn hingelegt und ist direkt aus dem Raum gegangen. Immer, wenn Alex sich gemeldet hat, ist er wieder rein, hat ihn beruhigt, manchmal auch nur vom Flur aus beruhigend "Schschsch" gemacht und dann war gut.

Ich rate Dir, gib Deiner Tochter ein paar Tage oder vielleicht auch Wochen, um sich an das neue Zimmer und das neue Bett zu gewöhnen. Vergraul es ihr nicht, indem sie schreien muss.

Viel Erfolg!!!
Gruß
Simone

Beitrag von romi76 05.02.06 - 23:45 Uhr

Hallo,
mei Sohn hatte nach 3 Nächten durchgeschlafen.
Allerdings haben wir mit dem Mittagschlaf angefangen.
An deiner stelle würd ich das Bett zuerst in dein Zimmer stellen, so das du immer noch in der nähe bist.
Viel Glück Romi

Beitrag von sriver 06.02.06 - 10:16 Uhr

Hallo Nadine,

ich kann verstehen, wenn du mal wieder alleine im Bett liegen möchtest, aber die Methode wär mir doch ein bißchen zu kraß. Vom Familienbett ins eigene Zimmer - ich würd das auch in kleinen Schritten machen.
Zuerst das eigene Bett im Schlafzimmer, dann das eigene Zimmer. Unser Kleiner war auch bis zu einem Jahr bei uns im Bett und liegt jetzt problemlos in seinem Zimmer. Er braucht allerdings sein Ritual, zuerst Schlafanzug anziehen, dann noch eine "Gute-Nacht-Milch" trinken, dann Zähne putzen, 2 Lieder singen und zusammen beten.
Wir sind anfangs immer bei ihm am Bett gesessen, bis er geschlafen hat, und dann kurz vorher raus "Ich muss mal Pipi, Telefon,,, , komm gleich wieder), dann wieder reingeschaut, uws. Hat toll geklappt, und er hat kein schlechtes Verhältnis zu seinem Bett, Zimmer...
Vielleicht dauert es so ein bißchen länger, als die Ferber-Methode, aber es ist für die Kinder sanfter.
Viel Glück
Sriver

Beitrag von tekelek 06.02.06 - 10:39 Uhr

Hallo !
Du kannst doch nicht so mit Deinem Kind umgehen #schock
Erst schläft sie ihr gesamtes bisheriges Leben nah bei Dir, dann packst Du sie alleine in ein anderes Zimmer und lässt sie schreien - versetz Dich doch mal in ihre Lage ...
Würdest Du das verstehen ??
Manchmal verstehe ich andere Eltern einfach nicht #kratz
Kinder sind genauso Menschen wie wir und vertragen radikale Umstellungen nicht besonders gut.
Wenn Du möchtest, daß sie gerne in ihrem Bett schläft und nicht irgendwann aufgibt und sagt "Mama hat mich nicht mehr lieb, die kommt sowieso nicht, wenn es mir schlecht geht", dann würde ich langsam daran gewöhnen.
Unsere Tochter schläft seit sie 4 Monate alt ist in ihrem eigenen Zimmer und Bett, ich habe sie aber NIE alleine schreien lassen.
Ich bin immer so lange an ihrem Bett geblieben, bis sie sich beruhigt hat, dann bin ich erst rausgegangen.
Anfangs hat das bis zu einer Stunde gedauert, mittlerweile liege ich 10 Minuten bei ihr, erzähle ihr etwas, dann wünsche ich ihr eine gute Nacht und gehe raus.
Wenn sie nicht gerade krank ist wie im Moment, schläft sie dann 12 Stunden durch ...
Benutze Deinen gesunden Menschenverstand (der Dir bestimmt nicht sagt, daß Du sie alleine schreien lassen sollst !) und Deine Mutterliebe, dann machst Du alles richtig ohne Dein Kind zu verstören ...
Mein Vater saß an unseren Betten bis wir eingeschlafen waren, bis wir im Teenageralter waren und ich erinnere mich sehr gerne daran zurück.
Wende keine "Methoden" an, sondern sei liebevoll konsequent, hol sie nicht mehr aus ihrem Zimmer raus, wenn es Schlafenszeit ist, aber geh so oft rein, wie sie Dich braucht - am Anfang kann das durchaus die halbe Nacht sein !
Alles Gute und liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und #ei (ET 02.09.06)

P.s.: Hat sie schon ein großes Bett ? Ich lege mich immer zu meiner Tochter dazu - so kann ich mich entspannen und sie ist glücklich :-) - Photo vom Bett ist in meiner VK

Beitrag von elofant 06.02.06 - 11:40 Uhr

Das Buch hatten wir auch gelesen u. teilweise angewandt.
Allerdings haben wir Stefan schrittweise ausquartiert. Er hatte ein halbes Jahr in seinem Stubenwagen geschlafen - bei uns im Schlafzimmer. Leider wurde der Stubenwagen dann langsam zu klein.
Also haben wir angefangen, ihn erst einmal zum Mittagsschlaf im eigenen "großen" Bett schlafen zu lassen, was auch in seinem eigenen Zimmer stand. Das war auch kein Problem. Danach haben wir ihn auch nachts dort schlafen lassen. Hat alles super geklappt!

So radikal, wie Du würde ich es nicht machen. Auch wenn ich vom Inhalt des angesprochenen Buches schon überzeugt war/bin. Deine Kleine schläft doch ihr bisheriges Leben bei Dir im Bett und nun soll sie einfach woanders schlafen. Da käme ich mir auch "abgestellt" vor.

Beitrag von frogerbaby 06.02.06 - 22:42 Uhr

Genau deshalb verstehe ich nicht, warum Eltern ihre Kinder in ihrem Bett schlafen lassen!! Dein Kind weiß doch gar nicht was los ist. Du kannst doch nicht von heute auf morgen der Meinung sein, dass dein Kind trotz Schreien alleine im Zimmer schläft. Ich sage es ja immer, man tut dem Kind nichts gutes wenn es im Ehebett schläft!!

Beitrag von elofant 07.02.06 - 08:39 Uhr

#pro
Endlich mal jemand, der meine Meinung teilt. Ich war auch immer dagegen, dass Stefan bei uns schläft. Und deswegen ist er trotzdem ein ausgeglichenes Kind!

Beitrag von twieglb 06.02.06 - 23:48 Uhr

Ich habe die Methode auch angewendet. Aber nicht, weil meine Kleine ein eigenes Zimmer bekam, sondern weil sie einfach nicht mehr schlafen wollte. 4 Tage schreien. Seitdem lege ich sie um halb 9 ins Bett und sie schläft nach dem Gutenachtkuss ohne Theater ein. Da mir ein Umzug und ein Kinderzimmer jetzt auch bevorstehen, wollte ich eine andere Methode anwenden, von der ich gelesen habe.
Man setzt sich auf einen Stuhl direkt neben das Bett und hält Händchen, wenn verlangt.
Nacht für Nacht stellt man den Stuhl ein kleines Stückchen weiter in Richtung Zimmertüre und sitzt irgendwann vor dem Zimmer.
Naja. Ob das so einfach funktioniert, wie es sich anhört weiß ich nicht.

Lg, Tina und Felicia (21.01.05)