schwanger und oma liegt im sterben, was würdet ihr tun???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von annesarah2002 09.02.06 - 08:54 Uhr

hallo,

ich bin jetzt in der 25.ssw. außer sodbrennen und ischiasschmerzen geht es mir von der ss her gut. nun bin ich nun auch noch ziemlich erkältet.

naja, das eigendliche problem. meine omi liegt im sterben. sie wurde von dem kh in ihrer heimatstadt in ein anderes kh verlegt. die wußten einfach nicht mehr weiter. sie hat sehr viel schleim in der lunge, der schon einmal abgesaugt wurde. sie kann nicht mehr selber atmen, ihr herz setzt dauernd aus und ihr kreislauf wird nur durch medis hochgehalten. sie hat einen externen schrittmacher auf der brust, sonst wäre es schon vorbei.

nun meine frage. was würdet ihr tun, im falle, daß sie stirbt. ich bin sehr emotional. ich liebe meine omi über alles, aber ich glaube auch, daß es über meine kräfte gehen würde, wenn ich jetzt 150 km bis zum kh fahren würde. wir wohnen nicht im selben ort. nun war ich in den vergangenen tagen sehr viel schon bei ihr, aber ich bin einfach am ende. ich hab angst, daß ich meinen kleinen im bauch gefärde, wenn ich noch mehr stress und ängste auszustehen habe. und dann noch die beerdigung. oh manno, was mach ich da bloß????? die fä hat mir schon davon abgeraten. es ist nicht mein 1. kind. sondern mein 4. d. h. durch die aufregung und die trauer am grab könnte es zu einer sturzgeburt kommen.

bitte helft mir, ich bin total verzweifelt. mein mann tröstet mich schon, so gut er kann. aber ich bin ständig am weinen.

lg und vielen dank.

manu mit 3 kids und danny inside 25.ssw

Beitrag von schokikeks 09.02.06 - 09:03 Uhr

Hallo Manu!

Tut mir sehr leid! Das ist ganz schrecklich, was du jetzt durchmachen musst!

Am Anfang meiner SS hatte musste ich zur Beerdigung von meinem Papa, der mit 47 verstorben ist! Das war echt schlimm. Ich habe einfach versucht, mich da nicht reinzusteigern und meinen Gefühlen aber trotzdem freien Lauf zu lassen. Ich habe auch viel geweint, aufgrund der Todesursache bin ich auch zwischendurch mal druchgedreht.

Das mag dir jetzt doof erscheinen, aber ich hab immer wieder mit meinem Baby geredet und ihm erklärt, dass es nichts mit ihm zu tun hat. Ich habe zwischendurch einfach mit ihm Musik gehört und den Bauch gestreichelt. Dem Baby geht es gut!

Aber wenn dir dein Arzt schon davon abrät, weil es zu einer Sturzgebut kommen könnte, dann würde ich mich im Stillen von deiner Oma verabschieden. So eine Verabschiedung am Sterbebett und danach bei der Beerdigung kann ganz schön an die Substanz gehen. Was, wenn du einfach später, wenn etwas Zeit vergangen ist, ihr Grab besuchst? Dann kannst du in Ruhe mit ihr reden - sie wird es bestimmt verstehen!

Ich wünsche dir, dass du das gut durchstehst!
Alles Gute für dich und dein Baby!

LG Sarah ET-1

Beitrag von kathathom 09.02.06 - 09:08 Uhr

Hallo,
es tut mir wirklich sehr leid, dass es deiner Oma so schlecht geht...

Ich kann dir folgendes raten...

Wenn du dich überfordert fühlst, fahr nicht hin..

Sollte sie versterben, fahr lieber nicht zur Beerdigung, ich hätte auch Bedenken....DEINE OMA WÜRDE ES VERSTEHEN!!!

Und noch eins: Wenn man schwanger ist sollte man sowieso nicht auf einen Friedhof gehen.... ist ein alter Aberglaube, den mir meine Oma gesagt hat...


Ich war vor 12 Jahren in einer ähnlichen, vielleicht aber noch schlimmeren Situation..
Ich war hochschwanger, war mein 1. Kind.... 3 Wochen vor dem Geburtstermin starb ganz plötzlich der Sohn von meiner Cousine...er war damals gerade 12 Jahre....

Ich wollte unbedingt zu meiner Cousine hin und natürlich auch zur Beerdigung, aber alle haben mir abgeraten....

Und im Nachhinein denke ich, dass es besser war, nicht hinzugehen....ich habe auch so zu Hause schon genug geweint, gelitten, gezittert....und hatte auch Angst um mein Kind.... Es geht einem dann soviel durch den Kopf...

Na ja....ich denke, Du wirst das Richtige tun..

LG K.

Beitrag von midike 09.02.06 - 09:51 Uhr

Hallo Manu,

ich war in meiner letzten Schwangerschaft in der selben Sitution wie du! Meiner Omi ging es im Verlauf der SS immer schlechter und schlechter. Sie ist gestorben, als ich in der 36 Woche war. Unsere Tochter kam 2 Tage nach ihrem Tod zur Welt - durch Notkaiserschnitt, weil ihre Herztöne pathologisch waren und ein Nabelschnurvorfall diagnostiziert wurde. Die Beerdigung konnte ich nicht miterleben und....ich muß sagen, das fehlt mir sehr. Ich hatte wirklich damit zu knapsen, daß ich nicht dabei sein konnte. Es ist, wie wenn man einen Weg nicht beendet.

Medizinisch wurde mir bestätigt, daß der Tod meiner Oma NICHTS mit den Komplikationen mit Josephin zu tun hatte, im Gegenteil, wahrscheinlich hat er ihr sogar das Leben gerettet, denn ich habe einen Termin im KH zum Doppler und CTG verschoben, um meiner Mutter im Bestattungsinstitut zur Seite zu stehen. Hätte ich das nicht getan, wäre das CTG vielleicht gerade mal eine halbe Stunde gut gewesen......man weiß es nicht.

Trotz allem, deine Oma hätte SICHER Verständnis dafür, wenn du dich gegen die Beerdigung entscheidest. Du must nur wissen, ob und wie du damit klarkommst.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht
#liebdrueck

Diana

Beitrag von gismo_6 09.02.06 - 11:27 Uhr

Hallo Manu,

ich weiß, ich antworte recht spät, aber ich wollte Dir noch etwas zu Deiner Frage sagen....

Mein Opa verstarb ein paar Tage nach Weihnachten an einem Herzstillstand....ich war dabei bis zum Schluss, hab ihn sogar noch versucht wiederzubeleben bis der Notarzt kam...war natürlich sehr geschockt von dem Ganzen, denn ich hab meinen Opa wirklich sehr geliebt, da wir immer schon als Großfamilie zusammengelebt haben....
Ich war auf jeden Fall bis zum Schluss dabei und muss auch sagen, dass es für mich schrecklich gewesen wäre, wenn ich nicht auf die Beerdigung meines Opas gegangen wäre....so eine Beerdigung ist einfach ein Abschied, der einem Hilft weiter zu machen....klar hab ich bisschen Angst um mein Baby gehabt, aber ich hab mich immer wieder hingesetzt zwischendurch und ganz viel meinen Bauch gestreichelt....
Und ich denke eben, dass der Tod genauso zum Leben gehört wie die Geburt....von daher ist es eben so, dass ein Mensch geht und ein anderer kommt....so ist der Lauf des Lebens....und damit müssen wir uns alle früher oder später einmal beschäftigen....

Im Grunde musst Du selbst entscheiden, was zu für dich als richtig empfindest.....aber ich würde auf jeden Fall nochmal zu Deiner Omi fahren und Abschied nehmen....vielleicht bereust Du es später einmal, es nicht getan zu haben....
Ist eine schwierige Entscheidung, ich weiss, aber du wirst schon das richtige für dich tun....

Liebe Grüße und noch alles alles Gute für Deine restliche Schwangerschaft....