Meine Beziehung ist zum kotzen!! Hilfe!!

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von kittiekatze 09.02.06 - 13:29 Uhr

Hallo ihr Lieben,

erstmal danke das ihr euch das antut...

So, zu meiner Geschichte...
Mein Mann und ich sind jetzt fast 10 Jahre zusammen. In der Anfangszeit (als wir uns kennenlernten waren wir 14 u. 15 J.) begannen wir aus irgendwelchen pubertären Attacken oder wie auch immer mit dem kiffen. Das zog sich über Jahre hinweg. Wir sind dann 2002 zusammengezogen und im selben Jahr wurde ich schwanger. Ich hörte auf mit dem kiffen und mit jeglichem anderen was ich vorher getan habe, was nicht gut fürs Kind war. Er nicht. Er machte von da an bis heute (mittlerweile haben wir zwei Kinder von 1 und 3 Jahren) nur Versprechungen und hält sich an nichts. Ich muss dazu sagen, er kifft täglich und nicht wenig. Er macht es zwar nicht in der Wohnung, wäre ja auch noch schöner...aber er ist halt nie wirklich da. Er ist nur lustlos, genervt, alles dreht sich ums kiffen. Er war schon bei Ärzten und bei der Drogenberatung, hilft irgendwie nichts, er nimmts nicht ernst genug. Mir ist es mittlerweile so ernst das ich überlege ihm die Koffer zu packen und ihn rauszuschmeissen! Bin stinkesauer. Jeder Tag läuft bei uns gleich ab. Er geht arbeiten, wenn er kommt isst er kein mittag mit uns sondern hat immer wichtigeres zu tun. Dann bekomm ich noch eine Portion Arbeitsfrust ab. Um die Kinder kümmert er sich so gut wie nicht und wenn er denn mal muss, dann nur unter Protest und ich bin im Zeitdruck weil ich wieder Angst habe es gibt Krach. Wir haben nur noch Krach und das schlimme ist ja er denkt wirklich ich wäre das Problem und alles was ich sage dreht er so hin das ich nachher der Depp bin oder so baff das ich entweder garnichts mehr sagen kann oder es wieder vergessen habe. Ist ein bisschen schwer zu beschreiben, aber ich krieg hier bald die Krise. Er hat keine Freunde und gönnt mir meine nicht. Er hat nur zwei Kumpels die mit ihm kiffen und ansonsten sitzt der Kerl nur vorm Computer oder macht halt was er so für wichtig hält. Mittlerweile komme ich mir so vor, als hätte ich einen lästigen Untermieter und sonst garnichts. Er erfüllt seine Vaterrolle, seine Rolle als Ehemann nicht annähernd!! Es ist einfach sowas von zum kotzen!! Wir haben nur noch streit und wenn nicht, dann nur weil er seinen Willen wieder hat und ich keine Zeit und Lust habe immer zu streiten. Schliesslich sind Kinder im Spiel. Diese sind womöglich der einzige Grund warum ich noch mit ihm zusammen bin. Sollte zwar keiner sein, aber man hofft ja immer das sich doch noch was tut. Mittlerweile denke ich da wird sich nie wieder was tun...Weiss nicht wie das weitergehen soll.. Ich kann auch nicht sagen ob ich ihn noch liebe..er hat es einfach (sorry) total verkackt!! Er nutzt mich nur aus zum putzen, kochen und Kinder erziehen, sagt mir dann das das was ich mache auch noch scheisse ist. Nebenbei arbeite ich noch und ich habe nicht fünf min. am Tag für mich, sogar auf dem Klo kommt mir noch einer hinterhergelaufen, ich muss mich rechtfertigen, warum ich jetzt die Wäsche mache und so weiter. Habe langsam die Nase sowas von voll. Kann man so einen noch ändern oder ist da Hopfen und Malz verloren? Wollte einfach mal einen Bruchteil niederschreiben. Vielleicht weiss jemand rat der eine ähnliche Situation schonmal erlebt hat. Danke fürs zuhören, ist was länger geworden.

Euch noch einen schönen Tag
Gruss Jessica

Beitrag von kenn ich 09.02.06 - 13:58 Uhr

hallo jessica

oje, das problem kenne ich! mein liebster ist auch ein begeisterter kiffer und dazu noch zunehmend von partydrogen angetan. als wir vor fünf jahren zusammenkamen, war ich genauso, aber spätestens seit der geburt unserer tochter (14 monate) bin ich erwachsen geworden.

mich hat das alles immer mehr angekotzt, die ständige breit-vor-der-glotze-hängerei, das regelmäßige völlig-über-die-stränge schlagen. ich hab mich immer mehr alleingelassen gefühlt, obwohl er wirklich viel für seine tochter da ist. trotzdem wünsche ich mir einen partner, der nicht ständig vor der realität fliehen muss.

bei uns hat sich das dermaßen hochgeschaukelt, dass ich eines tages ein ultimatum gestellt habe: drogen oder ich. tja, was soll ich sagen? wir sind getrennt. es ist klar, was ihm wichtiger ist. ich bin traurig, aber froh, nicht mehr in seinen destruktiven lebenswandel reingezogen zu werden.

wichtig ist: du wirst ihn nicht verändern können, nur er sich selbst. wenn er sich nicht verändern will, musst du dir klar werden, ob du damit leben willst oder nicht. solche entscheidungen sind schwer, gerade wenn kinder dabei sind. aber von selber wirds bestimmt nicht besser.

alles liebe

Beitrag von joy1975 09.02.06 - 13:50 Uhr

Mach Nägel mit Köpfen.

Wenn eure Beziehung nochmal eine Chance haben soll, dann nur, wenn Du anfängst Konsequenz zu zeigen!

Dein Typ ist wie ein Alkoholiker. Da helfen keine schönen Worte (schau mal im Forum 'Trennung', ich glaube da ging es erst jüngst um die Trennung von einem Alki), sondern nur radikale Maßnahmen. Er spürt keinen Leidensdruck (im Gegensatz zu Dir) und somit auch keine Notwendigkeit, irgend etwas zu ändern.

Er hat eine Frau und Kinder und somit Verantwortung. Wenn er nicht bereit ist, sich dieser zu stellen, dann schmeiß ihn raus!
Vielleicht hast Du Glück und er wacht dann auf und ihr habt nochmal eine Chance. Ansonsten gleitet er weiter ab (was er auch täte, wenn er bei Dir bliebe) und Du bist wenigstens raus aus der Sache.

Stell ihm bitte ein ganz klares Ultimatum (am besten in Form eines Briefes), in dem Du klar machst, was Du von ihm forderst, z.B.
> Stopp mit Kiffen,
> mindestens 1Std. am Tag Familienzeit,
> am WE gemeinsamer Ausflug mit den Kindern,
> usw. usf.

Sag ihm schon, daß Du bereit bist, ihn bei der Aufgabe des Kiffens etc. zu unterstützen, aber nur, wenn er auch WIRKLICH dahinter steht und sich bemüht. Tut er das nicht (was ich befürchte / vermute), dann trenn Dich. Du kannst ihm nicht helfen, geschweige denn, ihn ändern.
Bring Dich selbst in Sicherheit. Das schuldest Du auch deinen Kindern. Schlimmer als kein Vater ist ein hundsmiserabler!

Wichtig: Mach keine leere Ankündigungen / Drohungen. Wenn du das oder jenes forderst / anvisierst, dann mußt Du auch willens sein, es durchzusetzen. Komme was wolle. Sonst verlierst Du noch weiter an Glaubwürdigkeit.

Viel Glück

Joy

Beitrag von morielle 09.02.06 - 14:28 Uhr

Hallo Jessica,

Du bist ´ne arme Sau! (lieb gemeint). Ich könnte Dich jetzt bemitleiden, glaub aber nicht, dass Dir das in irgendeiner Form helfen würde. Dein Ehemann wird NIE vom kiffen loskommen. Das ist sein Lebensinhalt. Ich glaube nicht, dass er in irgendeiner Weise an Dir oder Eurer Familie/Ehe hängt, sonst würde er sich mal zusammenreißen. Irgendwann muss man doch mal erwachsen werden und wissen, das das, was wie Scheiße aussieht und riecht auch SCHEISSE ist.

Verlass ihn. Such Dir Hilfe bei Deiner Familie, Deinen Freunden, Beratungsstellen, aber lass Dir nicht Dein Leben versauen! Deine Kinder sind noch jung. In ein paar Jahren wissen sie nicht mehr, dass der Junkie vor der Glotze ihr Vater war.

Viel Glück!
A.

Beitrag von maeuschen06 09.02.06 - 17:06 Uhr

Hallo,

was mich mal interessieren würde, wieso hast du von einem Drogenabhängigen zwei Kinder? Das erste ist schon fahrlässig, aber dann noch ein zweites?

Denk mal an deine Kinder und zieh aus! Oder sollen die weiter einen Drogensüchtigen vor Augen haben?

LG

Beitrag von gh1954 09.02.06 - 17:58 Uhr

Das habe ich beim Lesen des Beitrags auch spontan gedacht.

Beitrag von pheromon 09.02.06 - 23:59 Uhr

Dito!#kratz

Beitrag von lucy30 09.02.06 - 18:02 Uhr

Hi,
auch mein Rat ist, dass eine Trennung für alle Beteiligten das beste wäre! Du (und natürlich eure Kids) hättest ein viel entspannteres Leben, bräuchtest Dich nicht mehr über ihn ärgern.
Du hast Ihm schon oft genug gesagt, was Phase ist, also ist er nicht völlig unvorbereitet.
Wenn ihm etwas an Seiner Familie liegt, wird er mit dem Kiffen aufhören. Aber das sollte er Dir dann auch erstmal beweisen,dass er es geschafft hat. Bis dahin eindeutige Antwort: Trennung!!!
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!!!
Lieben Gruss Lucy

Beitrag von manavgat 09.02.06 - 21:08 Uhr

warum überlegst Du eigentlich noch?

Du weißt doch, was zu tun ist! Dann mach es auch.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von kati813 09.02.06 - 22:17 Uhr

Also mal ganz ehrlich eigentlich weißt du was zu tun ist aber kannst diesen schritt nichz gehen. Ich kenne diese Situation! Mein ex war genau so waren acht jahre zusammen halt die große liebe hab immer den mund gehalten aber dann kamen die kinder und dann konnte ich nicht mehr anders habe ihn damals vor die entscheidung gestellt entweder kiffen oder familie er hat das kiffen vorgezogen und daraufhin bin ich mit den kindern gegangen und ich muß dir ganz ehrlich sagen auch wenn es hart war aber es hat sich gelohnt heute haben die kinder mehr von ihrem vater als vorher aber gelernt hat er daraus nicht er kifft heute noch fast zwei jahre nach der trennung

Denk an deine Kinder

Lg Kati

Beitrag von sternenzauber24 10.02.06 - 09:13 Uhr


Hallo Jessica,

Ganz ehrlich???
Ich bin mir sicher,da hast du besseres verdient,oder?
Ziehe Klare Grenzen,endweder da ändert sich was,oder du beendest diese Situation!Denk an deine Kinder und an dich.Das ist kein Umgang,und keine art durchs leben zu gehen.

Alles Gute
Sternenzauber#stern