Absehbarkeit von Fehlgeburt?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von kerstinhb 10.02.06 - 10:42 Uhr

Hallo!

Habe gerade so einiges über Fehlgeburten gelesen.
Viele von euch hier, so wie auch ich, hatten ja bereits eine oder mehrere. Würde gerne mal wissen, ob die meisten im Vorfeld schon Anzeichen hatten. Oder kommt es auch oft so aus heiterem Himmel und dann womöglich auch noch nach der 10. Woche?
Bei mir damals war es so, daß ich schon zwei Wochen vorher Blutungen bekam. der Arzt auch meinte, daß es recht langsam wächst und so war ich bereits auf Komlikationen eingestellt.
Ich stell es mir sehr schlimm vor, wenn man sich freut in der 11. oder 12. Wo schon so weit zu sein, und alles verlief bis dahin gut - dann aber eine Fehlgeburt hat! Was meint ihr, kommt das bei Fehlgeburten häufig vor?

Beitrag von flou 10.02.06 - 11:45 Uhr

Hallo Kersin,

Bei mir kam die schlechte Nachricht aus heiterem Himmel, keine Schmerzen, keine Blutungen. Beim US in der 9.SSW wurde ganz einfach festgestellt, dass das Herzlein nicht schlägt.

Das einzige was mir im Vergleich zu dieser SS dazu sagen kann: Ich hatte auch kein SS-Anzeichen, wie Uebelkeit und Kopfweh, fühlte mich nur etwas weniger motiviert Sachen zu unternehmen. Und ich hatte irgendwie ein schlechtes Gefühl, als ich zur Kontrolle ging.

Na dann, irgendwie kann man ja die Fehlgeburten gar nicht beeinflussen. Wenn's passieren muss, dann ist das halt so. Und mit ein bischen Zeit und einer neuen SS vergeht auch der Schmerz (wenigstens was relativ frühe Aborte betrifft).

Wünsch Dir viel #klee und zerbrich dir den Kopf nicht mit solch düsteren Gedanken

LG

Isabel mit #ei 14 +4

Beitrag von flou 10.02.06 - 11:50 Uhr

Ach ja, das wollte ich noch sagen:

Meine Schwester 'tröstete' mich wie folgt: 'Weisst Du meine Liebe, sobald du ein Kind erzeugst, musst Du auch mit der Angst leben, dass es eines Tages wieder von Dir geht, sei es noch in der SS oder auch später.'

Irgendwie hatte ich daran noch nie gedacht, aber ich muss wohl lernen mich mit dieser Angst anzufreunden und damit zu leben.

LG

Isabel

Beitrag von hanna_80 10.02.06 - 12:39 Uhr

Hallo,

hatte im Dezember letzten Jahres eine Fehlgeburt in der 6.SSW.
Obwohl es eine geplante SS war, hatte ich von Anfang an ein schlechtes Gefühl und konnte mich gar nicht freuen.
Bekam dann auch nach ein paar Tagen Schmierblutungen und so kam die negative Nachricht vom FA nicht aus heitereim Himmel was aber den Schmerz nicht wirklich lindern konnte.
Blutungen können, müssen aber nicht immer ein Zeichen für eine drohende Fehlgeburt sein. Aber lieber sofort einen Arzt aufsuchen.
Kann jetzt nur von mir reden, aber ich habe gemerkt das etwas nicht stimmt. War viell. eine Reaktion vom Körper um die Seele zu schützen.........viel glück für alle die am üben sind

Beitrag von floh17 10.02.06 - 22:01 Uhr

Hallo Kerstin, ich hatte leider im Dezember ebenfalls eine Ausschabung wg. "missed abortion" , d.h. wir waren überrascht, dass ich mit einem ES-Test sofort schwanger wurde und dann war ich in der 6. SW beim Doc und alles war gut, aber er hat mich sofort auf die Gefahr hingewiesen, dass man mit einer Fehlgeburt rechnen muss und ich evtl. etwas früh da war! Habe das aber nicht sehr ernst genommen. Mein Mann und ich waren glücklich und konnten es kaum fassen! Was haben wir uns gefreut! Wirklich! Na ja, Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit hatte ich nicht, aber ich war abends immer sehr müde und kaputt. Aber ansonsten alles prima. In der Woche vor Weihnachten war ich dann in der 11. KW beim Doc: Blut o.k., Toxoplasmose-Test o.k., Rötel-Titer ebenfalls. Dann ging es zur US und dort sah der FA dann, dass das Kind wahrscheinlich in der 8. KW gestorben ist. Kein Herzschlag sichtbar! Ich war absolut geschockt! Der Arzt hat mir dann geraten, sofort am nächsten Tag eine AS machen zu lassen. Das habe ich dann auch getan und ich kann nur sagen, der körperliche Eingriff war viel weniger dramatisch als erwartet, aber meine Psyche hatte echt gelitten. Ich habe tagelang Rotz und Wasser geheult und ich danke meinem Mann für seine Liebe, sein Verständnis und seinen Optimismus, der mir gerade in dieser Zeit sehr sehr geholfen hat. Aber wie gesagt. Es wird weiter gehen und obwohl mein Arzt geraten hat, erst im März "wieder loszulegen", haben wir diesen Monat bereits mehr oder weniger durch Zufall in der fruchtbaren Zeit miteinander geschlafen. Kurz: wir sind gespannt und werden uns voller Optimismus in die nächste "Übungsrunde" stürzen. Ich weiss nicht, ob es gut ist, so früh wieder loszulegen. Aber wenn ich die Chance (1:4) abwäge, überhaupt sofort schwanger zu werden und dann mein Alter (39) sehe, denke ich, dass ich lieber die Gefahr eingehen möchte, früher noch mal schwanger zu werden und die Konsequenzen eben auch trage, als "zu alt" für eine Schwangerschaft zu werden! Ausserdem möchten wir - wenn alles klappt - gerne 2 Kinder! Also, da gibt es nur eins: positiv denken und immer hoffen, dass es beim nächsten Mal gut geht! An alle übrigen Übenden viel Glück und glaubt fest an Euch - dann wird es auch klappen!