Arbeit auf Montage-DAS MACHT DIE FAMILIE KAPUTT

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von nicht so 15.02.06 - 15:12 Uhr

Hy,

ich weiß jetzt nicht wie genau ich anfangen soll...
Also es geht darum dass mein Mann im Herbst mit seiner Ausbildung zum Hochbaufachwerker fertig wird.
Und, wenn er die Prüfung besteht hat er die Chance gleich in seiner Praktikumsfirma anzufangen.
Ist ja alles schön und gut, da sie in der Nähe ist. Allerdings will ich nicht dass er auf Montage geht!
Ich habe ihm dass schon mal gesagt. Er allerdings sagt nur:"Ich find es auch nicht schön wenn ich fort muss."
Ich sagte ihm dann wieder dass er doch sicher mit seinem Chef reden könne dass er hier seiner Arbeit nachgehen könne. Er geht einfach nicht darauf ein!
Mir geht es hauptsächlich um unsere 2 kleinen Kinder. Die hätten nichts mehr von ihrem Papa und würden ihn, wenn überhaupt nur einmal in der Woche sehen. Und irgendwann wissen die garnet mehr dass dass der Papa ist... Ich hab schon genug von solchen Fällen gehört, deshalb bin ich so strikt dagegen.
Nun mal noch eine Frage.
Könnte er, wenn er nur diesen Wunsch äußern würde, vielleicht doch in der Nähe arbeiten? Wer weiß ob die Chefs darauf eingehen?
Ich will nur unsere Familie erhalten, mit Papa...
Denn für mich ist sowas dann kein Familienleben mehr und ich würde mich eher scheiden lassen...

Beitrag von coppeliaa 15.02.06 - 15:26 Uhr

hi!

> Könnte er, wenn er nur diesen Wunsch äußern würde, vielleicht doch in der Nähe arbeiten? Wer weiß ob die Chefs darauf eingehen?

das kann hier leider keiner sagen, denn das hängt
- von ihm selbst
- von seinem chef
- und von der auftragslage ab.

wie oft wäre er denn auf montage? wie stellt dein mann sich das generell vor? das restliche arbeitsleben lang pendeln? kriegt er überhaupt den job, wenn er jetzt schon verweigert auf montage zu gehen? wie sieht es überhaupt mit der finanziellen seite aus? bei uns bedeutet nämlich 'auf montage gehen' zugleich auch 'höheres gehalt'.

wir haben zur zeit auch wochenendfamilie. uns gehts gut dabei, allerdings natürlich nur, weil auch alle damit können. auf ewig wird das aber auch nicht sein.

redet mal in ruhe drüber. ihr müsst eine lösung finden, die für alle passt.

lg

Beitrag von jovigirl3 15.02.06 - 15:38 Uhr

Eines verstehe ich nicht. Du sagst, seine VORAUSSICHTLICHE Montagearbeit würde eure Familie zerstören und davor hast du Angst.
Und dann sagst du, dass du dich lieber scheiden lassen würdest, wenn er auf Montage ginge.

Und damit würdest du die Familie nicht zerstören?!

Sorry, aber für solche Dinge habe ich kein Verständnis. Man muss sich als Frau nicht für den Mann und seine Karriere aufgeben, doch wenn man eine Familie ist, sollte man bei solchen Themen schon zusammenhalten.

Da geht es auch um Geld, das leider nun einmal notwendig ist, um einer Familie ein schönes Leben zu bereiten.

Du musst natürlich Prioritäten setzen, was dir wichtiger ist, doch ich würde mir bei der heutigen Situation auf dem Arbeitsmarkt zweimal überlegen, eine aussichtsreiche Stelle abzulehnen oder an ihr rumzumaulen.

Ich lebe auch in einer Wochenendbeziehung, es ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch es ist machbar.
Es muss doch kein Dauerzustand sein, doch ich würde nicht zum Chef gehen und schon im Vornherein wegen der Montage meckern. Er kann sich doch schon glücklich schätzen, überhaupt übernommen zu werden!

Das ist doch irgendwie deine Pflicht als seine Partnerin, ihn da zu stärken und ihm kein schlechtes Gewissen zu machen. Immerhin wird er der Hauptverdiener sein, oder?

Überlege nochmal gut, bevor du eine Entscheidung dazu triffst!

Gruß
Sandra

Beitrag von brianna123 15.02.06 - 15:31 Uhr

Mein Mann ist Berufskraftfahrer und auch oft die ganze Woche unterwegs. Für mich wäre das niemals ein Scheidungsgrund. Ihm gefällt die Arbeit und er verdient gut. Wir freuen uns die ganze Wochen aufeinander und sind seelig, wenn wir uns dann wieder knuddeln können.
Sei froh, dass er eine Arbeit hat und fleißig ist. Stell dir mal vor, er würde nur zu Hause sitzen und nichts tun. Das wäre für mich viel schlimmer.

Sabrina

Beitrag von jovigirl3 15.02.06 - 15:40 Uhr

ja, so geht es uns auch. :-)

Ist lustig, meine Schwester heißt auch Sabrina, bin auch Bon Jovi Fan und komme ursprünglich auch aus PLZ-Bereich 38... :-)

Schönen Tag noch!

Sandra

Beitrag von mullifinne 15.02.06 - 17:09 Uhr

Sorry aber ich finde das Du sehr egoistisch ist !!!

Sei doch froh das Dein Mann Arbeit hat !!!!!

Und Du denkst an Scheidung wenn er auf Montage geht #augen

Wenn Du Dich scheiden läßt haben Deine Kinder auch nicht mehr von Ihrem Vater oder ???

Und er wird ja nicht immer und ewig weg sein.

Sorry aber das ist meine Meinung.

LG
Daniela

Beitrag von manavgat 15.02.06 - 19:41 Uhr

Mädel ich sag Dir was: ein arbeitsloser Mann im Haus macht die Familie kaputt!

Stell Dich nicht so an und sei froh, wenn Dein Mann eine gute Arbeit hat. Halte ihm wenigstens den Rücken frei.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mari_g 15.02.06 - 21:26 Uhr

Ganz ehrlich, sei froh dass dein Mann einen Job hat. Gerade in der heutigen Zeit.

Was ich mich frage ist ob du ihn wirklich liebst.

Ich selber würde nicht einen Gedanken an eine Trennung oder ähnliches Verschwenden, wenn mein Mann wegen seinem Job oft weg wäre. Ich liebe ihn einfach zu sehr. Sowas käme für mich nicht in Frage. Und wenn man sich liebt schafft man so etwas auch.

Klar ist das nicht schön, wenn die Kinder nicht so viel von ihrem Papa haben, aber es ist doch besser, dass die Kinder mitbekommen, dass der Papa arbeiten muss, damit die Familie Geld hat und nicht das da so ein Typ zuhause sitzt und die Kids denken irgendwann, dass ihnen alles so zufliegt und man bekommt ja Geld vom Amt.



Beitrag von shajenn2 15.02.06 - 22:15 Uhr

Hallo,
mein Mann ist Fernfahrer und auch nur am Wochenende zu Hause und das noch nicht einmal jedes....und Paulina weiß sehr genau wer ihr Papa ist und sie hat in seiner freien Zeit einen 100% Vater und ich einen 100% Partner

Es ist nicht immer schön und auch ich habe Krisen das mir alles über den Kopf wächst weil ich mehr oder weniger für alles allein zuständig bin

Wie in dieser Woche den Papierkram für den Steuerberater fertig machen
Aber ohne Arbeit geht es halt nicht

Alternativ zu seiner Monatage...such du dir einen vergleichbaren Job vom Gehalt her und er bleibt daheim

etwas was ich sofort tun würde käme ich nur annähernd an das Gehalt meines Mannes heran...aber da würden uns locker 800 Euro fehlen, also wäre das eine dumme Entscheidung
und noch etwas ich denke Schwierigkeiten muss man angehen und nach Lösungen suchen und nicht immer sofort in Trennung die Lösung sehen...was hätten denn die Kinder vom Vater im Falle einer Trennung

Grüße Ulrike

Beitrag von nicht so 15.02.06 - 22:48 Uhr

Hy,

danke für eure Antworten.
Wie ich schon geschrieben habe find ich es auch in Ordnung dass er vielleicht übernommen wird. Allerdings 1 oder gar 2 Wochen kein Papa da, nein dass kann und will ich mir nicht vorstellen.
Es ist auch so, wir kennen uns genau 3 Jahre und waren noch keine Nacht getrennt. Nicht mal einen Tag bzw. Woche.
Und er würde auch wenn er hier in der Gegend beschäftigt wird genug Geld bekommen.
Wie schon gesagt, habe eine Freundin die einen Sohn hat und ihr Freund war ein ganzes Jahr lang auf Montage und manchmal haben die sich nur alle 14 Tage gesehen. Und dass fing alles kurz nach der Geburt an. Und die beiden wollen dass auch nicht mehr und er sucht sich auch in der Gegend Arbeit...
Habe im übrigen meinem Mann auch schon den Vorschlag gemacht dass, wenn er doch auf Montage müsse, welche Ausmasse annimmt, er eben kündigt und ich mit meinem Abschluss arbeiten gehe.
Ich sage immer wieder (und dass ist und bleibt auch meine Meinung): Was haben die Kinder von ein bisschen Geld mehr wenn sie ihren Papa trotzdem kaum zu Gesicht bekommen. Da können die noch soviel Taschengeld bekommen... Der "Papa" wird mit der Zeit nur der Verdiener wo sie dann nach Geld fragen,... aber eben nicht mehr der Papa den sie wirklich brauchen.

Wie gesagt, Arbeit gut und schön. ABER: Dafür muss er nicht unbedingt fort.

Beitrag von holy_cow 16.02.06 - 01:05 Uhr

Du solltest dir auch vor Augen halten, dass nicht die Quantitaet an Zusammensein, einen guten Vater und Ehemann ausmacht, sondern die Qualitaet.
Arbeit ist wichtig und wer sagt dir, dass Montage eine Woche und mehr gehen muss? Der Mann einer Freundin macht viele Montagearbeiten. Da ist er mal 3 Tage weg und dann wieder einen Monat vor Ort, dann mal eine Woche u.s.w. Die beiden fuehren eine sehr gute Ehe und die Kinder haben einen Vater der 100% fuer sie da ist, wenn er zu Hause ist.
Ich kenne auch eine Familie, da ist der Vater Schiffskapitaen und oft viele Wochen unterwegs. Die Beiden sind seit ueber 30 Jahren gluecklich verheiratet und haben wunderbare Kinder.
Manchmal kann man es sich nicht immer aussuchen und vielleicht moechte dein Mann einfach auch mal Montageerfahrung sammeln, stehe ihm da nicht ihm Wege, denn was bringt dir ein ungluecklicher Mann zu Hause?

Der Mensch gewoehnt sich an vieles und manche Umgewoehnung ist nicht immer die schlechteste wenn man das Beste daraus weiss zu machen.

#blume

Beitrag von tascha1402 16.02.06 - 06:22 Uhr

hi holy cow,
ganz ehrlich,deine Einstellung macht die familie kaputt.Das Leben ist kein Wunschkonzert.Und wie meine Vorredner schon gesagt haben,sei froh das er ein Job hat,gerade in der heutigen Zeit. Dein Mann macht es doch für euch,für seine Familie.Und glaub mir,du wirst es mit der zeit besser verkraften,als du jetzt glaubst.
Mein Mann ist Soldat,wir sehen uns auch nur am Wochenede und ende des jahres muss er für 4 Monate in den Einsatz. Und??Was soll ich,wir machen!? #heul
Das ist sein Beruf und da müssen wir durch.

das wird schon:-)

Lg tascha

Beitrag von holy_cow 16.02.06 - 13:52 Uhr

Ich glaube du hast dich vertan und meinst gar nicht mich.

Deine Zeilen solltest du an die Ausgangsposterin richten.

#blume

Beitrag von tascha1402 16.02.06 - 06:25 Uhr

sorry,#schockdie antwort war natürlich für @von nicht so.

tascha:-)

Beitrag von badguy 16.02.06 - 09:25 Uhr

5 Millionen Arbeitslose und du schreibst so einen Mist. Hey Mädel, du hast keine Ahnung, was es heißt, eine Familie zu ernähren. Hast du je um deinen Job gezittert?

Beitrag von mannu 16.02.06 - 16:09 Uhr

Hallo du,

also ich muss dir jetzt mal ganz ehrlich was sagen:
So wie die momentane Arbeitsmarktlage ist, solltet ihr froh sein, wenn dein Mann einen Job bekommt und wenn er dann auf Montage muss, dann müsst ihr da eben durch.
Eine intakte Ehe geht davon auch nicht kaputt.

Er kann natürlich seinen Chef fragen, aber ob der darauf eingeht, kann dir hier keiner sagen.

Ansonsten muss er sich einen anderen Job suchen, wo er eben von morgens bis Abends nur im Büro hockt und feste Arbeitszeiten hat.

LG Mannu

Beitrag von tennimaus 17.02.06 - 08:46 Uhr

Hallo,
leider kann ich deine Einstellung ueberhaupt nicht verstehen. Also ich kann dir etliche Beispiele nennen, wo der Mann fuer ein Jahr weg ist und die Familie immer noch zusammen ist. Das ist bei der US/Army. Was sollen die Frauen sagen? Die wissen noch nicht mal, ob ihr Mann vielleicht jemals wieder kommt. Da regst du dich auf dass du deinen nur einmal die Woche siehst, wenn er auf Montage ist?
Fuer mich hoert es sich an, lass ob du Angst davor haettest Verantwortung fuer deine Familie zu uebernehmen. Klar ist es nicht einfach mit zwei Kindern allein und alles selber zu entscheiden, aber da kann man rein wachsen. Oder moechtest du lieber vom ALG leben? Meinst du da werden die Sorgen weniger und eure Familie wird dadurch zusammen gehalten?
Schau doch mal, wenn er auf Montage geht, vielleicht eroeffnen sich da ganz andere Perspektiven, wie z.B. ins Ausland uebersiedeln oder so.