Was haltet Ihr von windelfrei im säuglingsalter?

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Beitrag von sweathart 16.02.06 - 20:05 Uhr

Hallo,

wollte gerne mal Meinungen zu dem Thema "Windelfrei durch Säuglingsalter" in dem Buch "Ihr Kind kann's"


Aber lest selber einen Auszug von dem Buchtipp.

Sie geht von den Grundbedürfnissen des Säuglings aus und erklärt anhand von Beispielen aus ihrer eigenen Erfahrung und der von Bekannten, wie wir diese Grundbedürfnisse wahrnehmen, richtig deuten und darauf reagieren können, wie wir die Fähigkeiten unserer Kinder fördern, statt sie zu bremsen. Sehr wichtig ist der Aspekt der "sensiblen Phasen": Die Autorin erklärt, dass es für jede Entwicklungsphase im Leben sensible Zeitabschnitte gibt, in denen bestimmte Fähigkeiten besonders leicht erlernt werden. Wird eine solche Phase verpasst und eine Sache nicht gelernt, so wird das Kind diesen Lernschritt viel später auf intellektuelle Weise (d.h. über Einsicht) nachholen müssen, wobei der intellektuelle Weg durch viele Faktoren gestört/blockiert werden kann. Ein Beispiel: Sauberkeit. Das Baby kommt mit der Fähigkeit auf die Welt, uns durch sein Verhalten zu signalisieren, wenn es muss. Wird darauf nicht eingegangen (weil das in den Augen unserer Kultur inkontinente Baby sich seiner Ausscheidungen nicht bewusst ist und daher ständig in Windeln gepackt wird), verlernt das Kind innerhalb der ersten Monate, diesbezüglich Signale zu geben und muss Monate oder gar Jahre später das Sauberwerden auf intellektuelle Weise erlernen.
Als eindruckvollstes Beispiel hierfür nennt Rita Messmer die Reinlichkeitserziehung: Die Babys der sogenannten Naturvölker, die traditionell meist nackt auf dem Rücken getragen werden, tragen keine Windeln. Die Mutter bemerkt, wann ihr Baby "muss" und schwenkt es dazu aus dem Tragetuch aus.

Nach diesem Vorbild probierte die Autorin das Verhalten bei ihrem drei Monate alten Sohn aus: Jedes Mal nach dem Windelöffnen hielt sie ihn über die Toilette und bemerkte, dass er nach einiger Zeit schon nahezu darauf wartete. Auch anderen Müttern empfahl sie, dies einmal auszuprobieren, und bei vielen klappte es tatsächlich. Die Bereitschaft des Babys, zu lernen, das eigene "Nest" nicht zu beschmutzen, ist also offenbar gerade in den ersten Monaten vorhanden. Nützen die Eltern diese Phase, lernt das Kind erst gar nicht, jahrelang in die Windel zu machen. Diese sensible Phase ist mit spätestens fünf Monaten vorbei.

Haltet Ihr es für möglich das Babys dies können?#kratz

Manu

Beitrag von casi8171 16.02.06 - 20:07 Uhr

Für möglich halte ich das schon. Aber wer den Nerv hat, das in den ersten Lebenswochen neben dem anderen STress auch noch auszuprobieren muss echt Langeweile haben.. #kratz

Hoch lebe die Pampers-Erfindung ;-)

lg

Melli

Beitrag von angel06 16.02.06 - 20:18 Uhr

Hallo,

ein Kind ist erst mit 26 Monaten dazu in der Lage Pipi und Aa zu halten und uns somit rechtzeitig Bescheid sagen zu können.

"Jedes Mal nach dem Windelöffnen hielt sie ihn über die Toilette und bemerkte, dass er nach einiger Zeit schon nahezu darauf wartete."
Das hat nicht wirklich etwas mit Wissen zu tun, ich meine der Kleine wusste doch gar nicht, was er da tut. Und wenn man unterwegs ist, kann man das ja auch nicht unbedingt so machen.

Es ist natürlich jedem selbst überlassen, wie er sein Kind erzieht, nur ich halte von windelfrei im Säuglingsalter gar nichts.


angel

Beitrag von twins 16.02.06 - 20:16 Uhr

Frauen in Drittländern haben z.B. keine Windeln. Sie tragen das Baby (meistens Nackt) immer am Körper und merken so, wenn es mal ein "Geschäft" machen möchte. Dann wird es einfach über den Boden gehalten und fertig.

Diese Fähigkeiten haben wir meiner Meinung gar nicht, da wir die Babys nicht sooo herumtragen, um dieses zu spüren.
Wir merken es erst, wenn sie drücken oder es längst zu spät ist.
Ansnsten finde ich es in unseren Ländern einen schmarrn so etwas zu versuchen. Früher waren wir noch "Jäger und Sammler" ..........

Grüße Lisa

Beitrag von marenchen23 16.02.06 - 20:19 Uhr

Tach,

also möglich kann das schon sein. IAn ist aber schon zu alt... mit seinen 7 Monaten.
Und ich glaube auch nciht, dass ich in den ersten Monaten die Zeit und die Nerven gehabt hätte, ihn ewig über dem Klo baumeln zu lassen ;-)

Gruß
Maren

Beitrag von happyredsun 16.02.06 - 20:36 Uhr

Hallo,

Procter und Gamble werden sich bei der Lady bedanken, wenn jetzt jeder seine Kinder über das Klo hält :-)

Ich halte nix davon, ein Baby ist ein Baby und soll seine Windel tragen. Finde ich genauso unnatürlich wie Katzen die ins Menschenklo Pipi machen.

Ausserdem hätte ich echt nicht die Nerven unseren Sohn den ganzen Tag übers Klo zu halten.

LG

Happy

Beitrag von netti79 16.02.06 - 20:42 Uhr

Hmh...

hab' mal gelesen, dass Babys ungefähr alle 20 Minuten einpullern. Man müsste dazu also den ganzen Tag auf der Toilette verbringen. Vor allem dauert das Ausziehen schon viel zu lange, als dass diese Methode klappen könnte. Wenn meine Kleine muss, sehe ich das auch an ihrem Gesichtsausdruck, dann ist sie auf einmal auch ganz still. Aber schon in dem Augenblick pullert sie los. Klar merken die Kleinen, dass sie müssen, aber sie können es noch nicht so lange zurückhalten.

Ich halte es für fragwürdig.

Denk nur mal an die vielen Fehlversuche. Oh je, das wäre ein Boom für die Waschmittelindustrie.

LG

Netti

Beitrag von tandura 16.02.06 - 20:44 Uhr

Halli-Hallo,

also "unnatürlich" finde ich windelfrei ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Eigentlich ist es doch das natürlichste auf der Welt auf die Signale seines Kindes zu achten und darauf einzugehen. Aber ehrlich gesagt glaube ich nicht dass ich persönlich in den ersten Wochen und Monaten die Nerven gehabt hätte mein Kind rund um die Uhr genau zu beobachten um zu sehen wann es mal muss und es dann noch über´s Klo zu halten.

Aber RESPEKT #pro für die Mütter die ihre Kinder windelfrei aufwachsen lassen, ich find das echt prima!

Beitrag von caro2404 16.02.06 - 20:47 Uhr

Also ich halte es für möglich. Meine Schwiegermutter meinte mal zu mir, dass sie es so gemacht hätte. Aber wir waren ja laut unseren Müttern ja alle schon mit einem Jahr trocken ;-)

Allerdings hätte ich in den ersten 3 Monaten nich den Nerv dazu. Daher: ein #glas auf PAMPERS!

Davon mal abgesehen: Was mach ich dann unterwegs? Im Park mein Baby übers Gebüch oder Hundeklo halten?? Da das ist ja ein Bild! Auf die Blicke wär ich gespannt!

Wir leben nun mal in einer Pampers-Gesellschaft. Und das möchte ich, wie gesagt, auch nicht missen.

Caro

Beitrag von moonerl 16.02.06 - 21:14 Uhr

Hallo,

das ganze nennt man dressieren !!

Das Baby freut sich, weil die Mama sich freut. Das Baby lernt so nicht seine Ausscheidungen selber zu kontrollieren.
Wenn die Kinder später sauber werden, wollen sie es von sich aus.

Auch darf man nicht vergessen, wir leben in einem kalten Land und da ist ein eingepackter Popo wesentlich gesünder.

Grüßle :-)

Beitrag von tandura 16.02.06 - 21:21 Uhr

Nun ja, dressieren würde ich das nicht nennen. Dann "dressierst" du ja auch dein Kind dazu mit nem Löffen zu essen oder abends pünktlich in´s Bett zu gehen.....


Aber lies doch mal selbst:

http://www.topffrei.de


Lieben Gruß,

Andrea mit Erik (der noch in die Pampers ballert weil seine Mama zu faul wäre alle 1/4 Std. mit ihm auf´s Klo zu gehen)

Beitrag von tandura 16.02.06 - 21:24 Uhr

Sorry, topffit heißt das ganze, nicht topffrei.

http://www.topffit.de

Beitrag von danni64 16.02.06 - 21:24 Uhr

Hallo Manu,

meine Mutter erzählt mir immer,dass ich schon mit einem Jahr trocken war. Als ich letztens mit ihr im Messenger sprach und ihr sagte,muss mal eben die Kleine sauber machen,war sie überrascht,dass meine Kleine mit 2 Jahren noch nicht trocken ist.

Sie meint ,es liegt an den Windeln heute. Sie halten ja schön trocken und die Kinder fühlen sich drin wohl.
Ich wurde noch mit den Stoffwindeln gewickelt,die eben schnell nass waren und es war unangenehm.

Vielleicht ist ja was dran,an dieser Phase im Säuglingsalter. Stelle es mir aber auch schlecht vor. Was mache ich,wenn das Baby schläft ?
Vielleicht werden ja auch Kinder,die mit Stoffwindeln gewickelt werden,gibt es heute ja wieder,echt schneller trocken.

Vielleicht sind unsere Kleinen ja in dem Punkt verwöhnt,weil wir ja alles tun,damit der Popo immer schön trocken ist ;-).

Mein Grosser hat übrigens immer losgepullert,wenn man ihm die Pampers auf machte. Also hiess es immer,ab in Deckung gehen ;-).

Ich bin auch froh,dass es Pampers und Co gibt #danke.

LG Danni !!!

Beitrag von coppeliaa 16.02.06 - 21:38 Uhr

naja, als unmöglich würde ich es nicht abtun, aber so ganz weiß ich nicht...

für uns ist windelfrei aber absolut keine option - keine lust das baby den ganzen tag zu tragen (noch dazu wo ich schnell wieder schwanger wurde), auch keine lust das baby ständig aus- und wieder anziehen zu müssen, sowieso keine lust ständig durch die wohnung zu hetzen um das baby ständig übers klo zu halten und schon gar keine lust haufenweise wäsche waschen zu müssen.

nene, pampers sind schon voll ok :-)

Beitrag von fiori 16.02.06 - 21:45 Uhr

Ich halte nix davon.Das ist für mich absoluter Schwachsinn einem Säugling das trocken werden beibringen.Warum auch?
Ich stelle mir grad vor ich bin beim Einkaufen und ich merke meine Tochter muss mal was mache ich dann?
Aufs Klo gehen anstatt in den Wickelraum?
Oder einen Topf unterhalten?
Wie das wohl im Supermarkt aussieht?

Nee ich schwöre auf meine, naja Ihre, Pampers!
Es gibt doch viel schönere Dinge die ich bei meiner Tochter beobachten kann als darauf das sie mir zeigt das sie pinkeln muss.

Also es gibt schon echt skurille sachen die man mit babys anstellen kann.

fiori#blume

Beitrag von barbarella1971 16.02.06 - 21:57 Uhr

Liebe Manu,
aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, es geht! Wir haben das eher zufällig festgestellt und dann vom Thema "windelfrei" erfahren. Unsere Kleine hat im Alter von ca. 3 Monaten begonnen zu weinen und sich zu winden, wenn sie Pipi machen musste. Besonders nachts hat sie erst gepinkelt, wenn wir sie aus der Windel befreit haben (in der Meinung, sie hat volle Windeln). Dann hat sie mich oft mit Druck auf der Leitung angepinkelt, die Windel hingegen war trocken!
Ich muss dazu noch erklären, dass ich Nuria ausschliesslich getragen habe und sie nachts in meinen Armen geschlafen hat. So konnte ich ihre Signale sofort wahrnehmen und hätte pipimässig darauf reagieren können. Bis aufs geforderte Entwindeln haben wir das aber nicht getan, da es Winter war und mir das mit dem Windelfrei daher nicht praktikabel schien. Oft war sie ja im Tragetuch unter der Jacke auf dem Rücken versteckt, und auf die Pipisignale muss man innert Sekunden reagieren. Also das geht höchstens im Sommer im eigenen Territorium. Für unterwegs würde ich immer eine Windel anziehen.

Aber interessant als Denkanstoss ist das Thema schon.

Liebe Grüsse, Barbara

Beitrag von danni64 17.02.06 - 14:45 Uhr

Hallo Barbara,

vielleicht klappt es bei Mädels eher,als bei Jungen.
Meine Kleine hat die ersten Monate immer Pipi gemacht,wenn ich die Windel abgemacht habe.Sie war auch nie besonders nass,so wie bei meinen Jungs.

Meine Kleine konnte eine Zeitlang als Säugling auch nur ihr grosses Geschäft ohne Windeln machen.
Sie fing immer an zu weinen und sich zu winden,ich bin dann hin,habe die Windel aufgemacht und sie mit dem Popo drauf liegen lassen und schon klappte es ganz toll und das weinen hörte auf. Ich brauchte aber eine Zeitlang,bis ich begriff,warum sie weinte.

Das gab sich dann,als sie so 3 Monate jung war.

Als ich deine Geschichte jetzt las,fiel es mir wieder ein. Ich habe mich damals gewundert,warum sie es nur ohne Windel machen konnte #kratz.
Von meinen Jungens kannte ich das gar nicht. Vielleicht gibt es ja Kinder,die da schon gewisse Reflexe in dem Punkt haben.

Meine Kleine ist jetzt 2 Jahre,hat aber mit dem trockenwerden noch nichts im Sinn.
Sie setzt sich zwar gerne aufs Töpfchen,aber es klappt noch nicht.
Bei ihr merkt man auch nicht,wenn sie in die Windel macht.
Meine Jungen gingen dann in eine Ecke und drückten,dann wusste man schon ,was sie gerade machten. Wenn sie Pipi in die Windel gemacht haben,haben sie sich hinterher immer geschüttelt,das macht meine Kleine auch nicht.

Also,irgendwas muss an der ganzen Sache wohl dran sein.

LG Danni !!!