Kindesmisshandlung....was würdet ihr tun?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von maren04 22.02.06 - 14:27 Uhr

Sorry, ich weiß nicht genau wo ich das posten soll, also versuche ich es mal bei euch.
Es geht um einen Fall von Kindesmisshandlung, der aber sehr schwer nachzuweisen ist.
Eine Bekannt hat zwei Kinder, einer ist 7, der andere 5 Jahre alt. Leider ist der größere für Lügengeschichten bekannt, genauso wie seine Oma (die Schwiegermutter der Mutter). Nun hat die Oma erzählt, die Mutter würde den Großen wenn er nicht hört, mitsamt Klamotten unter die eiskalte Dusche stellen. Das Kind hat diese Angaben wohl bestätigt, aber davon habe ich nur gehört. Ob die Mutter das mit dem Kleinen auch macht weiß ich nicht. Nun ist es halt sehr schwierig zu beurteilen, ob die Geschichte stimmt oder nicht. Die Oma und leider auch das Kind sind nicht so unbedingt glaubwürdig und die Mutter soll gesagt haben "das muss mir erst mal jemand beweisen" Womit sie leider nicht unrecht hat, denn sie fügt dem Kind ja keinen physischen Schaden zu. Wenn sie schlagen würde o.ä. könnte man es am Körper sehen. Eine kalte Dusche sieht man ja nun mal leider nicht.
Allerdings finde ich den psychischen Schaden doch enorm...wenn die Geschichte stimmt.
Wir wissen jetzt nicht, was wir tun sollen. Wie würdet ihr euch verhalten?
#danke Tina

Beitrag von mara299 22.02.06 - 14:46 Uhr

Autsch, das ist schwer.

Hallo erst mal !

Hab eben dein Posting im Babyforum gelsen und gedacht ich seh mal rein.
Stimmt, sowas ist extrem schwer nachzuweisen. Spreche was angeht aus einiger Erfahrung ... unter anderem ist es genau das was meine Stiefschwestern mit mir gemacht haben als ich ein Kleinkind war ... physisch ist da nichts zu machen ... wie du schon sagtest, da ist in dem Sinne kein Schaden am Kind äusserlich.
Wie verhält er sich denn seiner Mutter gegenüber ?
Irgendwie abweisend und verängstigt ?
Ist sie, die Mutter eine Freundin von dir ? Würdest du ihr sowas zu trauen ?
Nachgehen sollte man der Sache natürlich ... ich find's wichtig das selbst solchen kleinen Verdächtigungen, egal aus welcher Quelle zumindest ein wenig Beachtung geschenkt wird denn sollte sie das wirklich tun ... wer weiß wo es noch hinführt.
Ihr könnet in der Schule / Kindergarten mit den Lehrern sprechen, sie aufmerksam machen. Sie sind eigentlich daran gebunden sich darüber auszuschweigen woher die Verdächtigung kam. Der Kleine würde dann ein paar mal beiseite genommen werden und vom Schulpsychologen befragt.
Oder, ihr könnt direkt zum Jugendamt gehen. Je nachdem wie groß die Stadt ist aus der ihr kommt, dauert es allerdings bis man dem nachgeht und manchmal passiert auch rein gar nichts.

Lieben Gruß, Mara

Beitrag von mona2412 22.02.06 - 14:42 Uhr

hallo,
also ich finde alleine die antwort "das muss mir erst mal jemand beweisen" schon sehr verdächtig.denn wenn man unschuldig ist sagt man doch so was nicht.oder....?
aber is wirklich schwierig,vielleicht mal den kleineren sohn ein bisschen unauffällig ausfragen,vielleicht kann der weiterhelfen!!??
aber nen guten tipp hab ich da jetzt auch nit.ich kann nur hoffen das die sache nicht stimmt und es den kleinen gut geht und die oma einfach nur sch... erzählt.

lg
mona

Beitrag von cathie_g 22.02.06 - 14:40 Uhr

melde es dem Jugendamt, dann gibt es da schonmal einen Vermerk und sie wuerden dann eine weitere Meldung erster nehmen. Oder vielleicht gibt es da schon einen Vermerk von einer vorherigen Meldung und Dein Bericht bringt den Stein ins Rollen.

LG

Catherina

Beitrag von armageddon1806 22.02.06 - 14:49 Uhr

Hallo,

ich denke mal daß es immer kompliziert ist sowas grundsätzlich als Kindesmisshandlung dar zu stellen. Klar eine kalte Dusche ist wirklich nicht die richtige Erziehungsmethode, allerdings muss man immer beide Seiten der Medaille anschauen. Weißt du wie das Kind ist in dem Moment ? Oder wird er grundsätzlich geduscht wenn er nicht hört ?
Eine Bekannte von mir, ist allerdings schon ein bisschen her, hat einen Sohn. Er hörte absolut nicht, bekam richtige Wutanfälle die soweit gingen daß er überhaupt nicht mehr ansprechbar war und auch in diesen Fällen war erschrecken die einzige Möglichkeit ihn wieder zur Vernunft zu bringen!!!
DAs hat aber nichts mit Kindesmisshandlung zu tun. Der Junge war in Behandlung es hat aber trotzallem lange gedauert bis die Anfälle nachließen.
Du schreibst daß die Oma und das Kind nicht gerade glaubwürdig sind. Hast du schon mal mit der Mutter darüber gesprochen ? Bevor du etwas unternimmst würde ich erstmal sicher sein daß das stimmt und warum sie das machen. Wenn sie das aus lauter Jux und Tollerei machen ist das nicht richtig, aber ich glaube nicht daß das Jugendamt da etwas machen kann, müßte man sich erkundigen...

LG
Sabine + Maeva 3J + Yanis 23W

Beitrag von bezzi 22.02.06 - 14:51 Uhr

Hmmm, ne "kalte Dusche" empfielt man doch auch manchmal einem Erwachsenen, um sich wieder abzuregen.

Auch wenn ich persönlich diese "Erziehungsmethode" nicht anwenden würde, finde ich den Ausdruck "Kindesmisshandlung" doch etwas übertrieben.

Gruß

Martin

Beitrag von steffchen66 22.02.06 - 18:33 Uhr

in manchen ländern wird es als foltermethode eingesetzt.... mehr muss man dazu jetzt nicht mehr sagen.

steffi

Beitrag von bezzi 22.02.06 - 20:16 Uhr

Hi Steffi,

kaltes Duschen ???????????

Quelle bitte !

Gruß

Martin

Beitrag von cathie_g 22.02.06 - 21:33 Uhr

http://www.google.de/search?hl=de&q=kalte+duschen+folter&btnG=Google-Suche&meta=

erst googlen dann ereifern. Ein Kind unter eine kalte Dusche zu zwingen ist mindestens grenzwertig und wie schon einige hier geschrieben haben, oft nur ein Zeichen für weitere Erziehungsmängel und die generell schlechten Umgansformen in der Familie.

Catherina

Beitrag von dany2109 23.02.06 - 12:14 Uhr

Hallo Martin , also ich finde schon das es sich um eine Mißhandlung handelt wenn man ein Kind unter eine
eiskalte Dusche stellt , ich sehe da überhaupt keine
Erziehungsmethode !!!
Gruß Daniela #gruebel

Beitrag von 7of10 22.02.06 - 15:07 Uhr

Hallo,

also ich finde schon,dass (wenn es denn stimmt) eine kalte Dusche als Kindesmisshandlung anzusehen ist. Ich finde es extrem entwürdigend, ein Kind, was aus irgendeinem Grunde etwas angestellt hat oder wie auch immer, unter die kalte Dusche zu stellen. Es ist der Willkür eines Erwachsenen hilflos ausgeliefert und ich stelle mir dieses Gefühl dieser Ohnmacht (mal abgesehen vom kalten Wasser - was soll das???) schlimm vor! Wer bestimmt denn, wann Misshandlung beginnt und müssen es immer gleich Schläge oder noch Schlimmeres sein, damit sich jemand Sorgen macht??

Ging mir nur eben so durch den Kopf beim lesen des einen Antwortpostings.

Ich würde das Jugendamt anrufen und einfach mal nachfragen, was Du tun kannst. Du kannst ja sagen, dass Du niemanden zu Unrecht beschuldigen willst und Dir nicht sicher bist, aber Dir halt schon Sorgen und Gedanken machst. Wenn man so liest und hört (gerade in den letzten Wochen und Monaten), was einigen Kindern so widerfährt, würde ich auf jeden Fall sagen: lieber zu früh als zu spät handeln! Das Jugendamt kann sicherlich beurteilen, wie es weitergehen soll.

LG
Katja und Alina (*15.03.05

Beitrag von frieda05 22.02.06 - 15:51 Uhr

Hallo Tina,
wenn die Mutter eine kalte Dusche als Erziehungsmethode einsetzt, halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß sie auch andere drastische Maßnahmen anwendet. Ist sie da mal aufgefallen? Gibt es einen Vater oder LG, den man dazu befragen kann? Oder den kleinen Bruder (unauffällig nebenbei?) Hören eventuelle Nachbarn die Dusche öfter? Wenn ich mal ehrlich bin, finde ich das irgentwie weit hergeholt. Wenn ein 7 Jähriger sich wehrt ( und das wird er wohl machen - mit 7), steckt man ihn nicht mal eben unter die kalte Dusche ohne dabei selber gehörig naß zu werden - riskiert sie das ?
LG Irmi

Beitrag von annetteingo 22.02.06 - 16:53 Uhr

Hallo,
also ich glaube ich würde die Mutter darauf erstmal ansprechen. Wie du schon selber sagst, kann man dem Kind und der Oma nicht unbedingt glauben. Und leider lassen Kinder sich auch gerne was in den Mund legen oder es wird erzählt er hätte es bestätigt. Hast du es denn mitbekommen, dass er es gesagt hat?
Oft sind ja familiäre Probleme der Grund warum so eine Hetze gemacht wird. Ich als Schwiegermuttergepeinigte kann da hinsichtlich auch einige Stories erzählen.
Und wenn du es beim Jugendamt meldest, zerstörst du vielleicht hinterher eine Familie, die eigentlich glücklich war und die Oma nur versucht, sie auseinander zu bringen. Wenn es denn so schlimm ist, soll die Oma doch zum Jugendamt und das melden. Eigentlich ist es dann sogar ihre Pflicht dies zu tun, wenn sie weiß ihrem Enkel wird geschadet.

LG Annette + Jeremy (05.08.05)

Beitrag von madoxine 22.02.06 - 19:50 Uhr

Sorry, ich würde sagen, dass auch diese Oma schwer
unter Druck steht und dem Enkel deswegen nicht helfen
kann, da sie eventuell riskiert, von dieser ......... aus der
Wohnung geschmissen zu werden!?
Und wenn diese...... schon die Bemerkung fallen läßt,das
man ihr dies erst mal beweisen muss, dass sind gerade
diese ........, die sich im Gesetz gut auskennen und ihre
Schandtaten exzellent verstehen, zu vertuschen. Und zu den Lügen des Jungen muss ich sagen, dass er gar nichts anderes lernt, wenn er alles verdrängen muss.
Es kann ihm nur geholfen werden, wenn es über eine
Psychologin in der Schule läuft, damit man dem Jungen
erst mal ein Sicherheitsgefühl vermitteln kann. Wird die
Mutter zuvor darauf angesprochen,bekommt sie doch die
Gelegenheit, alles abzustreiten und der Junge bekommt
noch weiter Druck. IN FAMILIEN; IN DENEN GEWALT AN
DER TAGESORDNUNG IST,KANN KEINER DEM ANDEREM
HELFEN, WEIL JEDER SEINE EIGENE RETTEN MUSS!!!!!!!!#schock#schock#schock

Beitrag von annetteingo 22.02.06 - 20:12 Uhr

Naja das würde ich doch als Oma riskieren, wenn ich weiß ich könnte damit meinem Enkel helfen und ihn vor weiteren Misshandlungen solcher Art schützen.
Wenn der Junge sich persönlich an die Schreiberin gewandt hat, dann würde ich auch zum Jugendamt. Aber sie hat es soweit ich verstanden hab, über dritte gehört und das der Junge das bestätigt hat, weiß sie auch nicht.
Ich fände es nicht fair der Mutter gegenüber, zum Jugendamt zu laufen und sowas zu erzählen, obwohl man es nur von Erzählungen weiß.
Ich mein, wie sie geantwortet hat, würde mich auch überlegend stimmen, aber man weiß ja nicht, ob es wirklich so geäußert wurde. Vielleicht betreibt die Oma einfach nur Hetze und legt es dann natürlich auch so aus, wie es ihr am besten passt.
Ich finde man sollte sich nur dann an das Jugendamt wenden, wenn man wirklich handfeste Beweise hat oder es selbst miterlebt hat, und nicht weil der oder der was über den oder den erzählt hat.

LG Annette