Wie sollen nur Job und Kinderwunsch zusammen passen!? Wie macht Ihr das?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von fee80 25.02.06 - 18:29 Uhr

Hallo Ihr...
dies ist mal ein Posting der anderen Art, gehört aber wohl hierher (oder aber in die Kategorie Familienleben... na ja, egal).
Seit letztem Jahr arbeite ich nach 6 jährigem Studium. Mein Freund sitzt gerade an seinem Diplom und macht danach noch ein zweijähriges Aufbaustudium.
Mein Kinderwunsch ist groß wie eh und je, und auch seiner wächst. Die Vernunft lässt uns (leider) warten, bis er mit dem Aufbaustudium fertig ist...
Das Problem ist, dass wir beide nicht sehr viel verdienen werden und wir beide auch berufstätig bleiben wollen, wenn wir Kinder haben. Ich frage mich aber schon länger, wie man das heutzutage überhaupt realisieren kann!? Ich arbeite - wie sicher einige andere auch - 45-50 Stunden in der Woche und viele möglichen Arbeitgeber ermöglichen in meiner Branche auch keine Teilzeitstelle. Das wird bei meinem Freund genau so sein... Dazu kommt, dass wir in einer Branche sind, die nicht gut zahlt und in der die Arbeitslosigkeit hoch ist - man nimmt also, was kommt. Wer einmal aussteigt und länger "draussen" bleibt kommt oft nie wieder in den Beruf.
Wir sind beide auch ziemlich ambitioniert, was den Beruf angeht. Aber wir wünschen uns auch sehnlichst ein Kind, ein Familienleben, ein Zuhause und die Möglichkeit, eine richtige Familie zu sein. Wir reden viel und oft darüber und über unseren Kinderwunsch...
Wie macht Ihr das, die Ihr in einer ähnlichen Situation seid. Wie habt Ihr zurückgesteckt und seid Ihr glücklich? Ich kann mir nicht vorstellen, noch länger als die "nötigen" 3 Jahre auf unser erstes Kind zu warten.
#kratz und #schmoll
Liebe Grüße
Fee

Beitrag von jenny133 25.02.06 - 18:38 Uhr

Hallo Fee,

sechs Jahre Studium und jetzt ein Job, bei dem du nicht soo gut verdienst?
Das muss wohl echt dein Traumjob sein?
Ich bin mir sicher, dass die meissten hier - so wie ich auch - sich irgendwann mal entscheiden müssen zwischen Kariere und Kind!

Ich hab im Moment einen recht guten Job und der Verdienst ist eigentlich auch ok. Mit Kind könnte ich diesen Job aber auch nicht machen, weil ich in der Hauptgeschäftszeit (etwa 3 Monate im Jahr) fast den ganzen Tag ausser Haus bin.
Für mich habe ich entschieden mir die drei Jahre Elternzeit zu gönnen und danach in einen Beruf umzusteigen bei dem auch zur Not ein halbtagsjob möglich wäre...
Da werde ich dann irgendwo in den Einzelhandel als Kassiererin/Verkäuferin gehen.

LG
Melanie

Beitrag von fee80 25.02.06 - 18:42 Uhr

traumjob? jein würde ich sagen. ich bin glücklich mit dem beruf und ambitioniert, fühle mich aber nicht in dem sinne "berufen", wie es für einige meiner kollegen gelten würde. aber ich bin sicher, dass es einer der für mich richtigen jobs ist, den ich erwischt habe (man macht ja oft mehrere sachen gern). könnte mir auch denken, mal ein wenig was anderes zu machen - aber ganz wechseln in eine andere branche dann doch nicht ;-) also wieder als aushilfe in der bäckerei, bedienung oder ähnliches (wie im studium) zu arbeiten möchte ich nicht. schon allein deshalb, weil ich viel kraft, viel geld und vor allem viel geld meiner eltern in mein studium gesteckt habe...
tja...
danke dir, melanie!
liebe grüße
fee

Beitrag von jenny133 25.02.06 - 18:47 Uhr

Wenn deine Eltern dich schon bei der Ausbildung so gut unterstützt haben wäre es auch möglich, dass sie dich beim Kind unterstützen?
Meine Eltern waren auch beide berufstätig bis dann meine Schwester kam (3 Jahre nach mir) und mein Opa starb. Solange passten meine Großeltern den ganzen Tag auf mich auf und es gab keine Probleme.

Beitrag von fee80 26.02.06 - 10:25 Uhr

hallo nochmal.
ich würde in jedem fall nur betreuungsunterstützung von meinen eltern annehmen. ich möchte, dass sie ein tolles leben führen können und kann und möchte kein geld mehr von ihnen haben - sie haben so viel für mich getan (schule, studium, haben mich moralisch unterstützt, auch wenn sie nicht verstanden haben, warum ich dies oder jenes mache... obwohl ich nie soo viel geld bekommen habe von ihnen bin ich super dankbar und möchte nicht noch mehr).
leider wohnen sie zurzeit 300km entfernt. in den ferien könnten die kinder auf jeden fall zu ihnen, aber eben leider nicht einfach mal so. mein vater wird in den nächsten jahren in teilrente gehen, hätte also viel zeit und wäre der perfekte mensch zur betreuung der kinder: liebevoll, erklärt total viel (ist biologe und erzählte uns früher immer alles auf spaziergängen, im zoo...)... aber leider ist er zu weit weg.
in unserer nähe wird wohl nur die mutter meines freundes leben - und sie hat betreuung kategorisch ausgeschlossen. sie ist über 60 und will sie nicht mehr stressen müssen, sagt sie. hin und wieder schon, aber nicht regelmässig. sein vater (leben getrennt) ist zu alt und arbeitet zu viel, sonst würde er es sicher gern tun...
ich wünschte, es gäbe die passenden großeltern, denn auch für mich ist das die beste möglichkeit, da großeltern sehr wichtig für die entwicklung der kinder sind (bin auch sehr von meiner oma beeinflusst!).
liebe grüße
fee

Beitrag von dodo28 25.02.06 - 19:18 Uhr

Hallo,

wir üben seit 6 Monaten am Nachwuchs und sind in unseren Jobs sehr engagiert...
Ich für mich habe beschlossen, sofort nach der Entbindung wieder mit 2 mal in der Woche anzufangen, um in meinem Gebiet nicht rauszukommen, dran zu bleiben und dann flexibel die Arbeit einteilen, je nach Auftragslage...
3 Jahre könnte ich niemals zu Hause abhängen... Um unser Kind werden wir uns trotzdem rund um die Uhr kümmern können...
Jeder so, wie er es will, ich denke, für beides ist da Platz!!!!!!#liebdrueck

Beitrag von fee80 26.02.06 - 10:27 Uhr

hallo...
ich würde auch versuchen, nach der geburt ein paar projekte von zu hause aus zu machen... allerdings wäre ich auf beziehungen angewiesen, da es nicht leicht ist, solche projekte "an land" zu ziehen und dann auch bearbeiten zu können.
aber wir werden auf keinen fall auf kinder verzichten, komme, was wolle!!
schönen sonntag.
fee

Beitrag von sunset.chill 25.02.06 - 19:37 Uhr

Hi liebe Fee!

Treibe mich normalerweise nicht (mehr) hier herum, möchte Dir aber dennoch auf Deinen Beitrag antworten!

Das Argument GEGEN ein Baby in Deiner Situation bzw. in meiner - ich bin fast fertig mit dem Studium, anschließend folgen weitere 2 Jahre "in Ausbildung, nämlich im Referendariat - hast Du selbst genannt:

Vernunft: Kann ich mir eine Job-Pause erlauben? Reicht das Geld? Schaffe ich den Spagat? Soll ich mir den ganzen Stress antun und wofür?

Aber es gibt Gründe dafür!!!
Optimismus - zu glauben, dass DOCH alles gut wird!
Selbstvertrauen - dass man es schaffen wird
Gottvertrauen - darauf zu bauen, dass es weiß Gott schlimmere Situationen gib, in denen Kinder geboren und großgezogen wird.

Und schließlich die Fragen:
Ist Dein Job DIE ERFÜLLUNG?
Wieviel von Deinem Lebensglück ist von einem Job abhängig?
Wirst Du am Ende Deiner Tage froh darüber sein, für den Job gelebt zu haben oder wirst Du Dir vielleicht wünschen, stattdessen Deinen Kindern eine bestimmte Lebensphase reserviert zu haben?

Für die Praxis denke ich, dass es mit ein bißchen positivem Denken immer weiter geht. Es gibt vielleicht auch Alternativen für Euch, die Ihr bisher noch nicht in Betracht gezogen habt:
Freiberufliche Tätigkeit /Selbständigkeit, Elternzeit teilen, dahin ziehen wo auch eine optimale Kinderbetreuung möglich ist....


Also nicht zuviel Grübeln ..... #liebdrueck

Beitrag von fee80 26.02.06 - 10:33 Uhr

soll ich mir den ganzen stress antun?
die antwort ist definitiv JA, denn ich WILL kinder und will das alles in kauf nehmen. ich wünsche mir bloss so sehr, dass es danach für mich die möglichkeit gibt wieder einzusteigen und evtl erst mal nur für 3-4 tage pro woche zu arbeiten!
wie viel von meinem lebensglück ist vom job abhängig?
definitiv nicht sooo viel, aber ohne job würde mir etwas fehlen und ich wäre nicht ganz so glücklich wie mit dem job... und ich denke, dass meine kinder zuerst kommen, dass ich immer genug zeit für meine kinder, ihre entwicklung und ihre probleme (z.b. krankheit oder auch anderes) haben MUSS und dass ich darüber ggf auch den job aufgeben würde, das ist keine frage. aber ich würde nicht davon ausgehen wollen, dass ich meinen beruf ganz aufgeben würde...
mir fehlt etwas ohne die arbeit, aber mir würde noch viel mehr ohne kinder fehlen ;-)
wir wohnen bereits in einer großen stadt und werden wohl auch dorthin zurück kommen, also gibt es auch eigentlich gute betreuungsmöglichkeiten. leider sind sie trotzdem nicht wirklich optimal!
elternzeit teilen kommt zumindest beim ersten kind leider nicht in frage, da mein freund zu der zeit erst in den beruf einsteigen wird. zudem werden wir beide nur jahresverträge haben, also auch keine wirkliche elternzeit möglich sein :-( aber mal sehen.
wie gesagt: lieber kind als job, wenn es hart auf hart kommen sollte. aber das beste wäre in jedem fall beides.
ja, und gottvertrauen haben wir in dem sinne schon ;-)
danke schön!
fee

Beitrag von superrini 25.02.06 - 20:02 Uhr

hallo fee,

momentan gehts mir ähnlich, wir haben einen großen kinderwunsch und wissen nicht, wann der richtige zeitpunkt ist.

ich arbeite momentan, werde aber demnächst meine kündigung bekommen.
mein mann hat eine jahre lange psychotherapie hinter sich und versucht nun den einstieg wieder ins berufsleben, da er aber auch noch zu 60% schwerbehindert ist (diabetis) wird er es nicht leicht haben, bzw. bekommt aus diesem grund schon absagen (...ohne die schwerbehinderung hätten sie den arbeitsvertrag...ot). er hat momentan nur einen 165€ job.

manchmal denke ich, vielleicht wäre jetzt der richtige zeitpunkt, auf der anderen seite will ich arbeiten. habe auch noch eine offene bewerbung laufen, evtl. wird es was und dann liegt unser baby wieder ein paar jahre auf eis....

Beitrag von fee80 26.02.06 - 10:38 Uhr

oh, eure situation ist aber auch sehr schwierig, das tut mir sehr leid. ich finds toll, dass du so zu deinem mann hältst. es ist schwer, als frau quasi alleinverdienerin zu sein und einen großen kinderwunsch zu haben, in unserem bekanntenkreis gibt es auch einen solchen fall (ebenfalls mit schwerbehinderung des mannes - angsattacken), und sie warten auch seit 6 jahren auf ein kind - allerdings sind sie auch erst 26, da ist noch etwas zeit... bei dir im prinzip ja auch :-) du bist ja auch so alt wie ich.
ich bin auch alleinverdienerin im moment, allerdings bekommt mein freund studienunterstützung von seinem vater, deshalb sieht es im moment ziemlich gut aus - zahle allerdings zwei mal miete, da ich berufsmäßig unter der woche woanders leben muss...
wirst du dich erst mal für den job entscheiden und vernunftmässig ein paar jahre warten? meinst du, dein mann kann und wird irgendwann wieder arbeiten? - es ist ja sehr schwer, wenn man psychisch angeschlagen ist - meiner mutter ging es genau so und sie hat dann zum glück ganz aufhören können, ohne finanzielle schwierigkeiten für meine eltern.
liebe grüße
fee

Beitrag von superrini 26.02.06 - 14:13 Uhr

hallo fee,

also wenn ich diesen job bekomme, dann muss das baby noch warten, ganz klar! allein schon wegen des geldes.
auf der anderen seite wäre es wirklich ein großer wunsch von mir schwanger zu werden, endlich auch mal meinen bedürfnissen nachgehen. ich weiß nicht, ob man das verstehen kann, aber ich hab die letzten jahre meine wünsche hintenangestellt und war nur für meinen mann da, hab viel gearbeitet etc.

und ich denke schon, dass mein mann wieder arbeiten kann. allein schon, weil das für sein selbstvertrauen gut ist, nur ist er jetzt, nachdem er die absage wegen seiner schwerbehinderung bekommen hat, wieder kurz vor einem schwarzen loch...
naja, heute nachmittag wollen wir noch bewerbungen für ihn fertig machen - hoffentlich kommt da bald was raus.

Beitrag von monchhichi72 25.02.06 - 21:01 Uhr

Hallo Fee,

ich bin grad in einer "komischen" Situation. Seit gut einem halben Jahr sind wir jetzt am üben für's#baby, was bisher nicht geklappt hat. Nun habe ich seit gestern nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit endlich einen Job gefunden, nur in Teilzeit und auch kein Traumjob, aber es ist wenigstens einer!!!
Mein Mann hat "natürlich" gleich gesagt, daß wir mit dem Baby dann eben noch eine Weile warten, aber hallo??? Ich bin fast 34, habe Diabetes (würde also auf jeden Fall eine Risikoschwangerschaft werden), wie lange soll ich denn noch warten? Ich kann doch nicht noch 1 oder 2 Jahre warten, bevor wir wieder anfangen zu üben. Soll ich mit 40 oder gar nicht Mutter werden? Ich habe keine Ahnung, wie das jetzt weitergehen soll. Eigentlich sollte ich mich über meinen Job freuen, aber die Freude ist eher gedämpft, über einen positiven SST hätte ich mich mehr gefreut#schmoll klingt vielleicht doof, ist aber so.

Genug #bla#bla#bla

Schönes Wochenende und liebe Grüße Monchi

Beitrag von keni 26.02.06 - 00:02 Uhr

Hey Fee,
ich verstehe dich so gut!!! Mir ging es ähnlich.
Mein Mann und ich sind beide keine Großverdiener aber uns ging es nie schlecht. Letztes Jahr bin ich dann, etwas ungeplannt schwanger geworden, bzw. es hat schneller geklappt als es sein sollte. Aber wir haben uns riesig gefreut. Heute ist unser Sohn 11 Monate und wirklich unser ein und alles. Zugegeben, finanziel ist es nicht leicht. Ich hatte nur einen befristeten Zweijahresvertrag, der letzten Dez. ausgelaufen ist. Mich neu zu bewerben, ist für mich noch zu früh und diesem Monat läuft unser Erziehungsgeld aus, das nur 200 € im Monat beträgt, weil mein Mann über der Einkommensgrenze liegt. Ab nächsten Monat leben wir praktisch von einen Gehalt + Kindergeld. Mann muß echt auf vieles verzichten und teilweise die Zähne zubeißen. Manchmal nervt es schon ganz schön, weil man doch einen etwas anderen Lebensstandart gewöhnt ist, als wir beide noch gearbeitet haben. Aber nun müssen wir wirklich auf sehr vieles verzichten. Ich denke langsam über ein 2. Kind nach, damit der Altersunterschied nicht zu hoch ist und um mich dann auf den Beruf wieder vollkonzentrieren zu können. Aber das können wir uns auch nicht gerade erlauben. Wenn ich mich demnächst bewerbe,werde ich wohl zunächst wieder ein befristetes Arbeitsverhältniss haben, weil es momentan nun mal so üblich ist. Und in der Zeit möchte ich nicht wieder schwanger werden. Ich kann Dir nur empfehlen, seh zu daß Du einen festen Arbeitsplatz hast( wenn nicht schon vorhanden), denn das erleichtert wirklich vieles. Kannst dann z.B nach einen halben Jahr wieder anfangen, vielleicht als geringfügig beschäftigt, was das Erziehungsgeld nicht reduziert. Und vor allem hast Du die Sicherheit, daß Du jeder Zeit wieder arbeiten kannst. Die habe ich nicht und es belastet mich sehr. Es ist echt wahr, in Deutschland haben es junge Familien echt schwer, verglichen mit Frankreich z.B. Dort gibt es ein vom Verdienst unabhängiges Erziehungsgeld, was jedem zusteht und viel höher ist, es gibt für jedes Kind einen Kitaplatz, welcher nicht so teuer ist. Es gibt sogar Betreungsplätze für Mütter, die Hausfrauen sind und ihr Kind nur mal eben so einige male die Woche für paar Stunden abgeben können um in Ruhe mal einkaufen zu können oder Arzttermine wahrnehmen möchten. Davon ist Deutschland echt weit entfernt. Leider! Allerdings soll ab 2007 der Arbeitgeber ein Jahr lang den Lohn in Höhe von 68% zahlen. Ob das Gesetz schon verabschiedet ist, weiß ich nicht. Ich höre es nur von mehreren Seiten. Hoffe es ist kein Gerücht.Vielleicht weiß jemand von euch was darüber. Sollte es tatsächlich so sein, wäre dies doch ein Lichtblick, oder?
Ausserdem,ein Bick in die lachenden Augen meines Sohnes, und ich vergesse alle Sorgen. Ich versuche die Zeit mit ihn echt zu geniessen, und weiß es kommen, finanziell gesehen,bessere Zeiten. Und ein Baby braucht echt nicht so viel Geld, wie man immer sagt. Da ist doch die Liebe und Geborgenheit viel wichtiger.;-)

Beitrag von fee80 26.02.06 - 10:18 Uhr

hach, fester arbeitsplatz!? bei uns gibt es meist nur jahresverträge für die ersten 5-8 jahre (bzw. man nennt sie projektbezogen und legt sie auf ein jahr aus). ich selber habe im moment sogar nur halbjahresverträge und werde NUR nach leistung bezahlt - d.h. ausfall bei krankheit und urlaub.
wenn der vater meines freundes nicht noch für ihn zahlen würde würden wir nicht auskommen. allerdings habe ich meist zurzeit für mich allein 1200 euro netto raus, was ja nicht soo viel ist aber ganz in ordnung (muss allerdings auch 2x miete zahlen).
dazu kommt, dass wir ende des jahres wohl für 18-24 monate ins ausland gehen werden. wenn wir zurückkommen steht auch die babyzeit an, und ich weiß gar nicht, ob ich mich dann noch mal bewerben sollte, um DANN schwanger zu werden, oder lieber versuchen sollte, schon schwanger zu sein, wenn wir zurück kommen. chaos...
wir möchten auch lieber mehr als weniger geld haben in der zukunft, auch ein grund, weshalb wir beide arbieten wollen und müssen. ich möchte versuchen, während der elternzeit eigene, kleine projekte oder mitarbeiten von zuhause aus zu machen, sofern das möglich ist. mein freund würde auch gern zu hause bleiben, allerdings ist für ihn dann erst einmal ein einstieg in den beruf sehr wichtig, und er wird auch mehr verdienen als ich.
ich gebe dir recht, dass das in anderen ländern besser geregelt ist. wenn das kind gleich mit 6 monaten einen betreuungsplatz hätte, der liebevoll und fördernd ist wäre das toll - und wenn er nicht so viel kosten würde. schließlich muss man wohl oft genug zu hause bleiben, wenn das kind krank ist. und man kann es immer so regeln, dass einer früh und kurz und einer später und länger arbeitet und so jeder zeit mit dem kind hat und es weniger in die betreuung muss - wenn es doch nur entsprechende plätze geben würde!
aber: eine liebevolle und qualitätvolle betreuung ist das a und o, wenn die nicht vorhanden ist würde ich nie wieder arbeiten gehen wollen!
und: wir wollen auch 2 kinder (oder evtl sogar 3, mal sehen!). leider haben wir meine eltern nicht vor ort, mein vater wäre der beste kinderbetreuer der welt!
liebe grüße und danke.
fee

Beitrag von fee80 26.02.06 - 10:44 Uhr

oh, diese situation kenne ähnlich ich von einer kollegin - sie war monatelang arbeitslos, dann hat sie herausgefunden, dass sie schwanger ist und schwupps hat sie 3 angebote bekommen. sie nimmt die jobs nicht an und ist auch nicht sehr traurig darüber, aber es ist schon ein doofes gefühl!
natürlich würde ich mich in deinem falle auch für ein kind entscheiden wollen, aber das ist heutzutage so super schwierig, weil so große finanziellen einbußen auch ein großes loch reissen können. und wenn es denn anders möglich ist, wer will dann schon vom amt leben!? ich kann dich gut verstehen...
ich hoffe, ihr bekommt das irgendwie hin. vielleicht kannst du auch kurz nach der probezeit schwanger werden?
eine freundin von mir ist 38 und seit 4jahren verheiratet. sie studiert noch und sie wollen seit 1 jahr ein kind, aber es will nicht recht klappen. insofern bin ich auch der ansicht, dass man es nicht ewig schieben sollte, auch wenn es heutzutage nicht mehr schlimm ist, spät kinder zu bekommen. ich selbst hätte allerdings große angst, dass es irgendwann nicht mehr klappen will (die habe ich jetzt schon, da ich sehr unregelmäßige zyklen habe, viel stress und schon mal schwanger war)...
ich wünsch dir alles gute.
und: ihr werdet den richtigen weg finden. drück euch die daumen. (erst mal rausfinden, welcher weg der richtige ist... ich weiß!)
liebe grüße
fee