Ist man asozial, wenn man alleinerziehend ist und keine Ausbildung hat???

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von jillrips 20.03.06 - 15:59 Uhr

Hallo!!

Ich höre seit meiner Schwangerschaft die verschiedensten Meinungen zum Thema Kinder, Ausbildung, Geld und Arbeit!!

Wer ist noch alles der Meinung, dass man nur Kinder bekommen "darf", wenn man eine Ausbildung abgeschlossen hat und Geld verdient hat??

Ich selber habe einen Realschulabschluss, habe Abitur angefangen und wieder abgebrochen. 2000 habe ich nach kurzer Zeit eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin abgebrochen und danach immer wieder nur gejobbt!

Meine Tochter habe ich mit 22 bekommen, ich bin verheiratet, aber ich habe mich im Dezember von meinem Mann getrennt!

Ich würde mich über viele verschiedene Meinungen freuen!!


Liebe Grüsse, Maren

Beitrag von junimond.1969 20.03.06 - 16:09 Uhr

"Ist man asozial, wenn man alleinerziehend ist und keine Ausbildung hat???"

Nein.

Solange man den Hintern hoch bekommt und schleunigst dafür sorgt, dass man eine Ausbildung nachholt, sobald die Kinderbetreuung geregelt ist. Sonst ist Leben am unteren Rand relativ vorprogrammiert (es sei denn, der Ex verdient so gut, dass er doll Unterhalt zahlt, aber wenn frau darauf ihre Zukunft baut, ist das - sorry - ziemlich dämlich).

Gruß
Christine

...die auch erst mit 28 eine Ausbildung auf die Beine gestellt hat - allein erziehend.

Beitrag von kja1985 20.03.06 - 20:11 Uhr

zitat "Solange man den Hintern hoch bekommt und schleunigst dafür sorgt, dass man eine Ausbildung nachholt, sobald die Kinderbetreuung geregelt ist. Sonst ist Leben am unteren Rand relativ vorprogrammiert"

so ein käse. ich kenn genug leute, die auch ohne ausbildung nicht schlecht verdienen.

Beitrag von junimond.1969 20.03.06 - 21:46 Uhr

Selber Käse. Vor mir sitzen tagtäglich genug Leute ohen Ausbildung, die von ALG II leben.

Eine allein erziehende Mutter ohne Ausbildung, also mit zwei großen sog. Vermittlungshindernissen (Kinderbetreung und keine Fachkenntnisse) - was bekommt die wohl für Jobs, wenn überhaupt, hm?!

Genau: Irgendwelche Maloche für kleines Geld, wo sie immer der Arsch für alle ist und bei Entlassungen eine der ersten, die gehen darf.

Willkommen in der Realität, Grünschnäbelchen!

Beitrag von winterfee 20.03.06 - 22:17 Uhr

Ach Gottchen...eine von der ARGE...na super....was für Jobs habt ihr denn zu vermitteln...?? Ihr habt keine für Leute die 3 gelernte Berufe haben und auch keine für Leute die gar nichts gelernt haben...so ist die Realität...

Ihr verwaltet die Arbeitslosen doch nur, Jobs vermittelt ihr doch schon lange keine mehr...Vermittlungshindernisse...ich lach mich schlapp...

Heutzutage dümpeln viele Menschen am Existenzminimum rum...egal ob sie arbeiten oder nicht...und auch wer wie ich 3 Ausbildungen hat, bewirbt sich auch auf Putzjobs...DAS ist die Realität...du sitzt offensichtlich auf recht hohem Ross...aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.

Obwohl eure Jobs in der Arge ja sicher sind, bei 5 Mio. Arbeitslosen....und steigender Zahl von ALG II Empfängern.

Beitrag von junimond.1969 20.03.06 - 22:22 Uhr

Schätzchen spar Dir dieses Geseiher und Dummgewäsch. Mein Mann war lange arbeitslos, ich war schon arbeitslos, wir mussten selbst von ALG II durchkommen, mit teils nicht anerkannten Unterkunftskosten, Zwang in einen unterbezahlten Job (eben den bei der ARGE, den mache ich nämlich noch über Zeitarbbeit) gehen und allem drum und dran.

Als Ziescheibe für Deinen Frust über das System als solches und Deine platten Angriffe bin ich mit SICHERHEIT die Falsche!

Du bist doch gerade die, die auf dem hohen Ross hockt, Du freches unreifes Ding! Weißt nichts über mein Leben und wie ich kämpfen musste, aber "eine von der ARGE" - ja, der MUSS es ja gut gehen. :-%:-%:-%:-%

Beitrag von winterfee 20.03.06 - 22:31 Uhr

Kleines...das freche unreife Ding macht auch Zeitarbeit und ist paar kleine Jährchen älter als du...erzähl mir nix von kämpfen...das muß heute fast jeder...und alleinerziehende Mütter sowieso...also immer schön geschmeidig bleiben Herzchen...

Beitrag von junimond.1969 20.03.06 - 22:34 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&id=376629&pid=2489220&bid=28

Das dann zu allein erziehende Mütter - ich war's acht Jahre lang und ich habe meine Ausbildung gemacht und und und. Erzähl mir doch nix vom Kämpfen, wenn eine das weiß, dann ich!

Also lass es doch einfach bleiben mit Deinen dummen Angriffen gegen mich! Ich bin die falsche Adresse!

Dein Fazit ist also an alle allein erziehenden ohne Ausbildung: Lasst es bleiben. Aha. Oder warum diese dummen Sprüche?

Beitrag von kja1985 20.03.06 - 23:21 Uhr

zitat "Erzähl mir doch nix vom Kämpfen, wenn eine das weiß, dann ich! "

"ich bin die beste" - "NEIN, ICH bin die beste" lol, jetz fehlt nur noch der schlamm....

Beitrag von donravello 20.03.06 - 23:41 Uhr

#freu

grüßle
wolf

Beitrag von kja1985 20.03.06 - 23:19 Uhr

lol. meine mutter hat keine ausbildung und verdient sicherlich mehr als der durchschnitt, während du im büro abzappelst.
und mein bruder ist auch ohne ausbildung und hat keinen schlechten job.

eine ausbildung ist noch längst keine garantie für nen job.

grüsse

p.s. das "im büro abzappeln" war fürs "grünschnäbelchen" :-)

Beitrag von biene301971 21.03.06 - 11:35 Uhr

Hallo

Na dann haben sie aber sehr großes Glück gehabt sowas entspricht nun mal nicht der realität. Mein Mann arbeitet mittlerweile auch nicht mehr in seinem Beruf und ich habe trotz Teilzeitjob fast das gleiche Gehalt wie er da ich noch in meinem Beruf arbeite.

lg

Claudia

Beitrag von tiebramieh 20.03.06 - 16:43 Uhr

Hallo

Nein ist man nicht !

Ich habe zwar eine Ausbildung aber sie bringt mir jetzt rein garnichts mehr, weil ich den Beruf nie wieder ausüben darf #heul und nun schon am überlegen bin, was ich nach dem zweiten Kind tue !

Ausserdem ist es nie zu spät eine Ausbildung zu machen !

Tiebra

Beitrag von simnik 20.03.06 - 19:12 Uhr

tja ich hab da mal geschaut.......

Die Bezeichnung „Asozialer“ ist ein Schimpfwort und gilt rechtlich als Beleidigung. Ein „Asozialer“ bezeichnet abwertend einen Menschen, der aus Sicht der Allgemeinheit unfähig zum Leben in der Gemeinschaft ist, der sich nicht in die Gemeinschaft einfügen kann oder will und folglich eher am Rande der Gesellschaft lebt bzw. in einer Gemeinschaft störend wirkt.

Die Gemeinschaft hat also dazu beigetragen, dass du ein Schulbildung erhalten hast und unterstützt dich denke ich durch Kindergeld und Erziehungsgeld bei der Erziehung deines Kindes....vielleicht erhältst du noch Unterhaltsvorschuss oder andere Sozialleistungen....bist kostenfrei über den Ehemann versichert....

Es ist die Frage, ob du der Meinung bist, dass die Gemeinschaft/Gesellschaft dass tun sollte OHNE von dir einen Ausgleich zu fordern. Dieser könnte beispielsweise darin bestehen, dass du durch eine Beschäftigung später Steuergelder einzahlst.

Wenn du tatsächlich NICHTS zurückgeben möchtest, dann gehörst du für mich an den RAND der Gesellschaft und nicht in seine MITTE...........asozial würde ich es aber nicht nennen........

Simone

Beitrag von zoernchen 20.03.06 - 19:42 Uhr

Hallo,

ich bin der Meinung, das man erst ein Schulabschluss und eine Ausbildung und meinetwegen auch noch ein bißchen beruferfahrung haben sollte, wenn man ein kind in die Welt setzen möchte.

Man sollte sein Kind selbst ernähren können und nicht der Staat. Man sollte seinem Kind etwas vorleben können, was es selbst erreichen soll - das heisst für mich, du kannst deinem Kind nciht erzählen, das man das das un das machen soll - denn du hast es selbst nciht besser gemacht.

Wie findest du das, wenn alle jungen Frauen oder teilweise Mädchen/kinder so denken würden - wer zahlt noch ein, wenn alle nur rausholen?

Meine Meinung tendiert stark zum asozial hin!

Conny

Beitrag von donravello 20.03.06 - 19:54 Uhr

hi conny,

man sollte.
man sollte,
man sollte, so vieles tun bevor man usw.
doch das leben spielt nun manchmal verrückt.;-)

ist man deswegen gleich asozial oder tendiert dazu?

grüßle
wolf

Beitrag von zoernchen 21.03.06 - 07:03 Uhr

Ach wölfchen,

ja man sollte .....

Man muss nämlich auch bedenken - das man auch Verantwortung tragen sollte, sobald ein Kind auf der Welt ist.

Wieso gibt es so unendlich viele junge Mütter, die vom Staat leben?
Das Leben spielt ganz schön oft verrückt, was meinst du? In der heutigen zeit muss das nicht sein!

Zum anderen hat mir keiner von euch beiden geantwortet - wie das weitergehen soll - wenn alle jungen frauen/kinder schon mit 15 ein kind bekommen - alle ohne Ausbildung - wer soll das bitte finanzieren - die Dummen Leute die Arbeiten gehen?

Conny

Beitrag von donravello 21.03.06 - 07:43 Uhr

moin conny,

du tust gerade so, als würden alle 15 jährige ein kind bekommen und alle jungen mütter ohne ausbildung sein.
es ist nicht abzustreiten, daß es diese gibt.

nun kommt mal stammtischpalaver;-)
geburtenrückgang, warum?
weil arbeitende frauen keine perspektive sehen (betreuung)
weil arbeitende frauen eher karrier machen möchten?

wieviele bewohner hat deutschland ca. 85 millionen mit ausländeranteil?
davon ca. 5 millionen arbeitslose, die dunkelziffer nicht beachtet.
wieviel rentner gibt es?

hier eine übersicht allerdings von 2003/04
http://www.bpb.de/wissen/IHD4IW,0,Rentenarten_und_Rentenempf%E4nger.html
erwerbstätige
http://www.bpb.de/wissen/Y5U2SE,0,0,Erwerbst%E4tigkeit.html
lehrstellenmarkt
http://www.bpb.de/wissen/12VQZA,,0,Entwicklung_der_Lehrstellenl%FCcke.html

somit zahlt ein großteil der arbeitenden bevölkerung ihre steuern und sozialabgaben. teilweise aus dumpinglöhnen mit ergänzender ALG II, ist das die lösung?

gegenfragen stellt man nicht, das ist unhöflich, doch ich mache es trotzdem.

wie du gesesen hast, haben einige eine qualifizierte ausbildung, können jedoch nicht in diesem berug arbeiten, tätigen einen besseren hilfsarbeiterjob unter ihrem wert, wie kommt das?

grüßle

Beitrag von junimond.1969 20.03.06 - 22:17 Uhr

Es würde sich alles netter lesen, wenn Du nicht so viel Wert auf Status und "sollte man erreicht haben" legtest und einfach mal ein bisschen Empathie für Deine Mitmenschen aufbrächtest. Sprich, VIELLEICHT einmal, ein einziges Mal nur, daran denken, dass es Menschen gibt, deren Leben nicht nach Schema F verläuft. Frauen, die vielleicht ein Kind bekommen haben, weil es ungeplant war und obwohl die Umstände nicht so günstig, die aber genauso gegen Abtreibung sind wie Du. Und die nun allein ihre Frau stehen müssen und keinen Goldpapa an ihrer Seite haben, der alle Last mit ihnen trägt.

Auf der einen Seite bist Du vehemment gegen Abtreibung, auf der anderen Seite solche Sprüche ständig. Das Leben ist aber nicht planbar, so gut wie niemals. Jederzeit kann etwas passieren, was Dein ganzes bisheriges Leben ändert und alle fest gefassten Pläne komplette über den Haufen wirft, ob Du das willst oder nicht. Jederzeit, morgen schon könnte es passieren.

Wenn Du weiter so ein Gebahren vor Dir her trägst, fürchte ich, wird Dir das Leben gerade diese Lektion früher oder später beibiegen. Und Lektionen, die einem das Leben erteilt, weil man sich in eine bestimmte Haltung stur verrannt hat - diese Lektionen gehen selten schmerzlos ab. Im Gegenteil.

Spätestens dann wirst Du - vielleicht - mal dran denken, wie oft und wie viele Dir hier schon geschrieben haben, dass Deine Haltung...zumindest merkwürdig ist.

Christine

Beitrag von zoernchen 21.03.06 - 06:57 Uhr

Hi,

meine Meinung ist meine Meinung - wenn das ncoh immer keiner Versteht - ist das nicht mein Ding.

Im übrigen ist mein Kind auch ungeplant gewesen und habe trotzdem alles geschafft was ich wollte - hatte gerade ein Kredit aufgenommen und meine Firma gegründet, habe nebenbei noch meinen Fernstudium gemacht usw....

Also in bestimmten Dingen ist das Leben sehr wohl planbar, man muss es nur wollen.

Doch: Man sollte seinem kind was bieten können.

Im übrigen habe ich kein Goldpapa!

Conny

Beitrag von jillrips 21.03.06 - 10:01 Uhr

Muss ich meinem Kind nicht in erster Linie Liebe, Geborgenheit, Sicherheit, Zeit...etc bieten??

Was hat ein Neugeborenes von einer funkelnagelneuen Babyausstattung?
Möchte ein Kind, was grade laufen lernt, unbedingt Nike-Schuhe oder tun es nicht auch günstigere Schuhe??
Bisher war es meiner Tochter immer egal ob ich ihr Second Hand Sachen gekauft habe oder nicht!

Ich finde, mindestens im 1 Lebensjahr sollte man voll für sein Kind da sein und wenn möglich die ersten 3 Jahre!!!
Ich möchte gerne alle Fortschritte meines Kindes selber sehen und es mir nicht von einer Tagesmutter oder der Oma oder der Krippe...erzählen lassen!!

Ich möchte gerne ein gutes Vorbild sein!
Aber ich bin auch ein Vorbild, wenn mein Kind sich geliebt fühlt und ich einfach an einem lächeln merke, dass ich doch viel mehr richtig mache, als ich falsch mache!

@ Zoernchen: Was genau verstehst du unter "man sollte seinem Kind was bieten können?"



@ alle anderen: ich finde es super, dass sich hier so viele Leute beteiligen!!! Vielen dank!!

Gruss, Maren

Beitrag von donravello 21.03.06 - 11:34 Uhr

hi maren,

conny versteht darunter materielle dinge.;-)
beste disignerklamotten usw.

nicht ernst nehmen.

grüßle
wolf

Beitrag von zoernchen 21.03.06 - 20:06 Uhr

nicht ernstnehmen - naja da ist es wieder.

ICh nehme meine Kinder sehr ernst - nicht umsonst tue ich alles für sie.

Es müssen keine Designerklamotten sein - aber meine bekommen auch keine abgetragenen - was ist daran schlimm?

ich spreche hier auch Grips an - denn man kann kein Kind mit Liebe und geborgeheit großbekommen.
Wenn alle so denken würden, wie ihr - sähe es bald wie in den dritten Ländern aus..... denn wenn nichts in der Staatskasse drin ist, kann auch nichts mehr rausgeholt werden.

Und wie willst du deinem Kind was beibringen, was du selbst nciht mal geschafft hast, was für einen Weg willst du ihm zeigen können - einen den man nicht einmal selbst erklimmt hat????

Nee, so geht das nicht.

Und ja Wölfchen, ich hab auch gern dazu noch materielle Dinge, denn das macht das ganze Leben sehr viel einfacher.

Beitrag von donravello 21.03.06 - 21:02 Uhr

hi conny,
urteilst du wieder über etwas wo du nur vermutest?
woher weisst du denn das alles?
es ist richtig, daß man die kinder in ihren möglichkeiten fördern soll, doch du tust bestimmt bei deinen kindern nichts umsonst, du erwartes erfolge.
du beschuldigst wieder mal user mit gedankengut, wovon nicht geschrieben wurde.
natürlich hat jeder gerne materielle dinge bzw. wünsche, doch von einen van gogh werde ich nicht satt.;-) ein auto kann ich nicht essen.:-p


grüßle
wolf

Beitrag von zoernchen 22.03.06 - 07:22 Uhr

aber von liebe, Geborgenheit und Luft werde ich auch nicht satt.

Ich brauche kein van Gogh - das geld gebe ich lieber für/mit meinen Kindern aus - für ein schönes Leben :-)

Mein Kind wird so, wie es wird - ich erwarte nichts.

Meine Meinung, man bekommt das, was man vorlebt.

Eine 15 jährige vom amt lebend Mutter wird kein Karriere-Kind haben!

Conny