Die Erzieherin verunsichert mich total

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pittjes 28.03.06 - 14:03 Uhr

Hallo. Mein Sohn ist 5 Jahre alt und im 2. KiGa-Jahr. Er ist ein aufgeweckter, manchmal etwas schüchterner, liebenswerter Kerl, dessen Stärken im Bereich "Bauarbeiter" und "Basteln" liegen. Weniger gern mag er Sachen wie Puzzle und Malen und auch Brettspiele. Letztere mag er eigentlich schon, allerdings nur, wenn nicht mehr als 3 Leute mitspielen. Ansonsten ist mein Sohn ein richtiger Steinbock, was der nicht will, das will der nicht *lach*.

So, weg von Lustig, hin zum ernst: Ende letzten Jahres sprach mich die Gruppenleitern im Anschluß an einen Elternabend auf das Puzzle- und Malverhalten meines Sohnes an. Sie sagte wörtlich: "man müsse nun ein strenges Auge auf den Jungen haben, damit er diese Wahrnehmungsstörung nicht ausbildet". Hui, da war ich schon geschockt. Kein Plan, was ne WnS sein soll. Jedenfalls meinte sie, Sohni würde "falsch" puzzeln, er schaut weniger auf die Puzzleteilchen, sondern versucht einfach, ob das Teil xy an diese oder diese Stelle dranpasst. Und wenn man ihn drauf ansprechen würde, würde er sofort aufhören und "keinen Bock" mehr haben. Das dürfe ich nicht durchgehen lassen. Ebenso sein Malen. Er sei noch nicht über die Strahlenkörperphase hinaus, müsse das aber.

Gut, hab ich mit ihm zuhause geübt, und mittlerweile malt er Mänchen mit Köpfchen, Bäuchen, Beinen und Schuhen, mit Armen und tellerartigen Händen, von denen mal mehr oder weniger Finger abgehen. Ich find das ok.

Die Erzieherin hat mich aber nun letzte Woche wieder angesprochen, so wäre das nicht toll. Sobald man Sohni was dazu sagen würde, würde er total blocken und nicht Ende malen oder sein Bild mit Krikelkrakel "zerstören". Gut, es gibt ein paar Kinder in seinem Alter, die malen auch Männekes "mit Anziehsachen" oder so. Aber findet ihr, meiner macht irgendwas falsch? Blöde finde ich, dass die nun im KiGa auch mit ihm üben, d. h. wir kommen morgens rein, er sagt "Guten Tag" und muss sich dann sofort hinsetzen und entweder ein Bild "zuende" malen oder ein Spiel durchspielen oder ein Puzzle machen. Erst danach darf er das tun, wonach ihm der Sinn steht. Malt er z. B. ein Bild nicht fertig, darf er z. B. nicht raus. Finde ich nicht gut, habe ich der Erzieherin auch gesagt, sie meint aber, mann müsse ihm nun mit Druck zeigen, wie es läuft. Hm.

Im Mai haben wir die U9, wäre das ein richtiger Zeitpunkt, um mit dem Kidoc darüber zu sprechen? Oder hab ich schon zu lang abgewartet? Oder trückt mich mein Bauchgefühl doch nicht, nämlich, dass alles in Ordnung ist? Ein Kind kann doch nicht alles gleich gut können, oder? Und müssen?

Was meint ihr?

pitti-lise

Beitrag von ellenv 28.03.06 - 14:22 Uhr

Hallo,

ich denke, mit deinem Sohn ist alles in Ordnung. Wie du selbst schreibst, kann nicht jedes Kind die gleichen Vorlieben und Fähigkeiten haben. Meine Tochter wird im Mai 5. Sie malt und bastelt und puzzelt gern. Hat aber (im Gegensatz zu ihren Freundinnen) überhaupt nichts für Puppen oder Barbie übrig. Ist sie deswegen in ihrer Entwicklung zurück oder nicht normal??

NEIN! Bei der U8 war alles ok. Das wird ja sicher auch bei dir der Fall gewesen sein. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo in seiner Entwicklung und unterschiedliche Vorlieben. Mein Sohn hat jetzt erst Interesse an der Malerei, in seinem Alter hat meine Große schon Gemälde gemalt;-).

Erschreckend finde ich die Reaktion der Erzieherinnen in der Kita. Dass sie deinen Sohn zwingen, puzzeln zu üben, finde ich unmöglich. Du solltest unbedingt in einem Elterngespräch klarmachen, dass du das unterbunden haben willst. Mit Zwang erreicht man gar nichts, im Gegenteil, er wird die Sachen noch mehr ablehnen. Ich frage mich, was die Kita für ein Erziehungskonzept hat, so was wäre in unserer Kita undenkbar.

Du kannst den KiA ruhig drauf ansprechen. Ich denke aber, dass er was bei der U8 gesagt hätten, wenn eine Entwicklungsstörung vorliegen würde. Vielmehr solltest du in der Kita auf den Tisch hauen, damit dein Sohn dort ohne Zwang spielen kann, alles Andere kommt von allein!!

LG

Ellen mit Alina und Julian

Beitrag von pittjes 28.03.06 - 14:56 Uhr

Hallo. Auch dir danke für die Antwort. Ich werde noch in dieser Woche ein Gespräch führen mit der Erzieherin, den bisher waren diese Gespräche ja zwischen Tür und Angel.

Grüße
pitti-lise


Ansonsten bin ich mit dem KiGa und auch mit unseren zwei Erzieherinnen immer sehr zufrieden. Die sind lieb und nett und bis jetzt war auch noch nichts, was ich komisch finde. Naja, mal sehen, wie es weitergeht.

Beitrag von ursusarctos 28.03.06 - 14:19 Uhr

Ab mit dem Kind zum Gesundheitsamt und das testen lassen. Klingt so, als hätte die Erzieherin völlig Recht. Ein Fünfjähriger, der keine Figuren malen kann, ist deutlich in der Entwicklung zurück. Kinder in dem Alter, die Wahrnehmungsstörungen haben, haben GENAU die Probleme, die Dein Sohn hat. Meiner hat das auch, deshalb bin ich ziemlich erstaunt, wie locker Du das nimmst. Er sollte so schnell wie möglich Frühförderung bekommen, deshalb ist das Gesundheitsamt der richtige Weg.

Kinderärzte sind damit oft viel zu lasch, "das kommt noch..." oder "Kinder haben unterschiedliche Talente" - so, wie Du Dir das ja auch zurechtlegst. Das ist Quatsch, jedes Kind hat einen "Entwicklungsplan", und Abweichungen davon deuten auf Probleme hin. Kinder, die nicht puzzeln können, haben Probleme in der Wahrnehmung von Formen, darauf deutet ja auch hin, dass er keine richtigen Männchen malt. Noch fällt es kaum auf, die richtigen Probleme kommen dann in der Schule. Noch könnt Ihr etwas unternehmen, obwohl es schon ziemlich spät ist.

Der richtige Ort für diese Frage ist nicht in diesem Forum, wo Du nur Leute finden wirst, deren Kinder im selben Alter sind, sondern im Schule- oder Handicap-Forum. Und bitte tue Deinem Kind den Gefallen und "übe" nicht mit ihm - er kann das, was er können müsste, nicht leisten, damit zeigst Du ihm nur, dass er unzulänglich ist. Lieber auf die Therapeuten verlassen, die fördern ihn, ohne dass das Selbstbewusstsein leidet.

Beitrag von pittjes 28.03.06 - 14:54 Uhr

Hallo. Zunächst Danke für deine Antwort. Allerdings ist es ja nicht so, dass er garnicht malen kann. Er malt doch Männekens, wie, das habe ich ja beschrieben. Im Grunde sehen seine Bilder doch nicht anders aus, als die anderer Kinder - sicher, es gibt immer "Bessere" oder "Schlechtere". Hm, weiß nicht. Beruhigend ist deine Antwort wirklich nicht. Du sagst ja so, als ob ich "verpennt" hätte?? Sei dir sicher, ich tu alles für mein Kind und jede Mutter will doch wohl nur das Beste, oder? Wie auch immer, ich werde noch in dieser Woche einen "ruhigen" Gesprächstermin mit der Erzieherin ausmachen, damit ich mal nicht so zwischen Tür und Angel erfahre, was denn eigentlich los ist.

Grüße
pitti-lise

Beitrag von ursusarctos 28.03.06 - 17:01 Uhr

Das ist ja nicht der Punkt. Es ist der, dass er nicht ALTERSGEMÄß malen UND puzzeln UND ein paar andere Dinge kann. All diese Problemchen deuten auf ein größeres Entwicklungsproblem hin, wie ja bereits von der Erzieherin angesprochen. Ich bin überrascht, dass sie das überhaupt gesehen und erwähnt hat, die meisten wälzen dieses Thema auf die Schulen ab oder erkennen die Entwicklungsstörung gar nicht.

Nun sagen Erzieherinnen ja viel, wenn der Tag lang ist, normalerweise halte ich von deren "Diagnosen" auch gar nichts, aber wenn der Junge diese Symptome (und vermutlich noch ein paar mehr) der Wahrnehmungsstörungen aufweist, und diese Erzieherin mit solch ungewöhnlichen Krankheitsbildern vertraut ist, würde ich mich mal in Trapp setzen. Ist ja nicht so, als ob man nichts dagegen tun könnte. Besser jetzt, als später ein Kind, das in der Schule nicht mitkommt, oder?

Es stimmt schon, dass Du bereits darauf angesprochen wurdest und insofern tatsächlich nicht sofort eine Untersuchung eingeleitet hast. Wenn Du das als "Verpennen" ansiehst???

Wie gesagt, Ferndiagnosen kann niemand abgeben, vielleicht habt Ihr auch Glück und das Kind ist nur unterdurchschnittlich begabt, das gibt es natürlich auch. Ab zum Gesundheitsamt, wie gesagt, oder lasse Dich von der Erzieherin beraten, vielleicht kann die Euch ein SPZ o.ä. in Eurer Nähe nennen.

Beitrag von danni64 28.03.06 - 20:18 Uhr

Hallo Ursusarctos,

ich finde es ein wenig Panikmache,was du hier machst.
Es können nicht alle Kinder alles und malen,ist erst recht nicht jedermanns Sache.
Ich bin 41 Jahre jung und kann heute noch nicht toll malen,da kann es manche Vierjährige besser.Bin ich deshalb entwicklungsverzögert #kratz.

Heute werden Kinder sehr schnell in irgendwelche Schubladen gesteckt und viel zu viel von denen gefordert oder warum gibt es schon kleine Kinder,die unter Migräne leiden :-(?

Mein 16jähriger Sohn geht aufs Gymnasium und hat das Malen und basteln im Kindergarten gehasst.
Er konnte puzzeln,das hat er schon mit 3 Jahren gemacht und reden wie ein kleiner Professor.
Jedes Kind hat andere Fähigkeiten und Gott sei Dank sehen es heute noch einige Ärzte so.

Man, warum müssen heute alle Kinder alles nach Schema und Alter können,sonst sind sie immer gleich Entwicklungsverzögert,das geht nicht in meinen Kopf ?
Wir sind doch nicht alle Professoren oder haben einen Doktortitel,sind wir deshalb dumm oder in unserer Entwicklung hinterher ?

Das Puzzeln kann sie ja vielleicht mit einem Puzzel mit Bob der Baumeister oder solchen Sachen üben,die ihm Spass machen. Nicht jedes Kind mag Hunde oder Blümchen.

Vielleicht ist der Junge aber auch sehr begabt und zwar in Dingen,die nicht getestet werden.
Diese ganzen Standartteste sind doch alle was für den A....,das ist meine Meinung.
Mein grosser Sohn kann super denken und sich Dinge merken,aber gebe ihm mal einen Hammer in die Hand,dann kannste hinterher neu bauen. So hat jeder seine Talente,die nicht immer mit einem Test zu messen sind.

Also,immer vorsichtig mit solchen Aussagen und Panikmache umgehen.
Wir sind Menschen und keine Computer,die man programmiert und dann funktionieren wir :-(.

LG Danni !!!

Beitrag von ursusarctos 28.03.06 - 21:21 Uhr

Nicht ICH habe bei dem Kind Wahrnehmungsstörungen bemerkt, sondern die Kindergärtnerin! Ich habe lediglich gesagt, dass mein Sohn ebenfalls Wahrnehmungsstörungen hat, und dass die Symptome, die die Schreiberin aufzählt, auch bei unserem Sohn vorhanden sind. So etwas muss man abklären, das ist doch klar!

Natürlich gibt es viele Kinder, die in Teilbereichen minderbegabt sind, das stelle ich nicht in Abrede, im Gegenteil! Ich habe es ja sogar in meinem Posting dazugeschrieben! Das trifft sicher auch bei vielen Kindern zu. Die Häufung der Leistungsschwächen in bestimmten Bereichen deutet jedoch stark auf ein bestimmtes Entwicklungsproblem hin, und nur um das geht es hier.

Die restlichen Punkte bleiben Dir belassen, wie Du angesichts meiner Zeilen darauf kommst, verstehe ich allerdings nicht.

Beitrag von cathie_g 28.03.06 - 22:01 Uhr

aha, und was ist das für eine Wahrnehmungsstörung, bzw Entwicklungsstörung?

Catherina

Beitrag von ursusarctos 28.03.06 - 22:28 Uhr

Mangelnde Körperwahrnehmung. Was die Ursache ist, ob fehlerhaft funktionierendes Gleichgewichtsorgan oder Tiefensensorik oder sonstwas - woher soll ich das wissen, ich kenne den Jungen nicht. Außerdem ist mein Junge Patient, ich bin keine medizinische Fachkraft. Kinder ohne richtige Körperwahrnehmung können Formen nicht zuordnen, nicht empfinden, nicht malen, nicht wahrnehmen.

Bei uns ist die Ursache eine langjährige Taubheit, es hat also konkrete organische Ursachen, weshalb das Gehirn noch nicht ausgereift ist. Unser Sohn hat eine Sprachverzögerung aufgrund der Taubheit. Wir arbeiten aber daran, bzw. die Therapeuten. Die neurologischen Störungen können sich aber auch als Aggressivität, Schlappheit, seelische Störung, taktile Abwehr, ADS oder vieles andere manifestieren. Wir haben insofern "Glück", als dass die Sprache ja etwas ist, was jeder wahrnimmt, da gibt es keine zwei Meinungen, dass das Kind Hilfe braucht. Bei Verhaltensproblemen ist das schon diffiziler, zumal sie sich ja schleichend einstellen und oft von der Umwelt gar nicht so wahrgenommen werden ("die Kleine ist aber brav...").

Das ist jedenfalls wirklich nichts, was man unter "das kommt schon noch" abhaken sollte, zumindest abklären muss man das.

Frage beantwortet? Sonst frage gern nach,

Barbara

Beitrag von cathie_g 28.03.06 - 23:38 Uhr

Barbara,

fühl dir bitte nicht auf den Schlips getreten, aber bei Pittjes Sohn scheint mir nicht so eine massive Einschränkung vorzuliegen. Er hat (meines Erachtens) einfach bestimmte Grenzen (Brettspiele ja, aber nicht mit mehr als 3 Spielern) und bestimmte Vorlieben. Er hat ja malen gelernt, mit der Mama. Ich habe viele Freundinnen mit entwicklungsgestörten Kindern und dieser Junge hört sich ziemlich normal an...

Catherina

Beitrag von max_guevera 29.03.06 - 10:30 Uhr

>Wie gesagt, Ferndiagnosen kann niemand abgeben<

genau das tust du aber.

>vielleicht habt Ihr auch Glück und das Kind ist nur unterdurchschnittlich begabt<

das ist aber schon sehr überheblich und unglücklich formuliert.
Jedes Kind ist unterschiedlich begabt und kaum eines entspricht durchgehend der "Norm", wie immer man das auch definieren mag.
Vllt. hat der Junge einfach keine Lust zu puzzeln oder zu malen? Vllt. baut er lieber drei Meter hohe Türme.
Er scheint ansonsten ein ganz "normaler" Junge zu sein, ohne sonstige gesundheitlichen Einschränkungen.
Man sollte seine Entwicklung sicher beobachten, aber gleich zum Gesundheitsamt rennen ist sicherlich übertrieben.
Gruß
Max



Beitrag von sanny23 29.03.06 - 22:54 Uhr

Solch einen Humbug habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen.
Wieso machst du so eine Panik????

Das Kind muß doch nicht Entwicklungsverzögert sein!!!
Es gibt auch 6 jährige,die noch die Kopf-Füßler malen.Na und????
Und puzzlen muß nicht jedes Kind können,was für ein Quatsch.Und schon gar nicht deutet es auf eine Fehlstörung hin.
Vielleicht hat er einfach keine Lust auf solche Dinge.
Vielleicht möchte er sich lieber kreativ in der Bauecke betätigen.Vielleicht hat er einfach nur andere Interessen,als malen und puzzlen!!!!

Man man man,diese Diagnosen die hier immer gestellt werden.

Beitrag von vonni1974 28.03.06 - 14:29 Uhr

Herzlichen Glückwunsch....

Du hast doch eben von meinem Sohn gesprochen oder???? Nein Scherz bei Seite.
Aber das hätte wirklich meiner sein können. Er ist auch 5 und malen steht bei ihm an allerletzte Stelle und Puzzeln noch hinten dran. Malen war für ihn eine Strafe und Puzzlen auch.. Mitlerweile klappt es aber recht gut. Wir haben auch auf anraten (wirklich anraten und nicht quälen, wie in eurer Kita) der Erzieherin uns etwas dahinter geklemmt. Er war/ist auch am liebsten Baumeister oder Michael Schuhmacher. Wir haben zu Hause Spiele gespielt und wer gewonnen hat "durfte" ein Bild malen. Es fing ihm immer mehr an Spaß zu machen und er musste oft malen, denn er kann nicht verlieren. Wir haben ihn gelobt wie verrückt über jeden Strich, obwohl man beim besten Willen nicht erkennen konnte was das sein soll. Mitlerweile kann er super Autos, Häuser und Menschen malen. Man kann alles erkennen. Er ist auch Linkshänder. Aus diesem Grund fällt es ihm natürlich auch etwas schwieriger. Aber es klappt. Ans Puzzeln bekommen wir ihn jetzt auch ran. Er hatte jetzt gerade die U9 hinter sich. Es war alles in Ordnung. Die Ärztin war zufrieden.

Ich würde die Situation im Kindergarten noch einmal ansprechren. Lass Dir das nicht gefallen. Es ist ja gut das sie ihn fördern, aber doch nicht so. Hallo. Es ist Dein Kind. Die haben sich daran zu halten, was Du denen sagst. So ist das jedenfalls bei uns. Unsere Erzieher sprechen mich vorsichtig darauf an, wenn etwas nicht stimmt und fragen wie sie sich verhalten sollen. Lass das mit Deinem Kind nicht machen. Wirklich. Verbiete denen das. Ansonsten wende Dich an die Leiterin der Kita. Das ist Dein gutes Recht.

Beitrag von pittjes 28.03.06 - 14:57 Uhr

Auch dir danke. Ich werde mal berichten, was das Gespräch, was ich diese Woche noch führen werde im KiGa, ergeben hat.

Viele Grüße
pitti-lise

Beitrag von matw 28.03.06 - 15:28 Uhr

Meine Tochter ist auch 5. Sie hat bereits mit 3 Jahren Puzzle für 5jährige alleine zusammengebaut. Und wie? genauso wie Dein Sohn, nach dem paßt/paßt nicht- System!! (Versuch und Irrtum- so lernen Kinder eben!)#augenMalen- oh je!! Da ich selber nie Talent dazu hatte, wie soll ich da was mit ihr üben! Das ist wirklich Talentsache!!#schwitz Es gibt sicher einfache Möglichkeiten herauszufinden, ob Dein Sohn wirklich Figuren u.ä. nicht richtig erkennen kann. Z.B. solche Spiele, wo unterschiedliche Figuren in die entsprechenden Öffnungen gesteckt werden müssen. Weißt Du was mein Kind damit gemacht hat? Deckel oben auf, alle Bauteile reingeworfen- "Mama schon fertig". #schockWäre nie auf die Idee gekommen, sie sei deshalb zurückgeblieben, fand es sogar echt clever!#kratz
Wenn er Baumeister ist, was baut er denn da? Bleibt das Gebilde stehen? Dann hat er sicher kein Problem mit räumlichem Denken. Ist ja o.k., wenn der Kiga etwas Acht gibt. Aber offenbar wird Dein Sohn für geleistete Arbeit viel zu wenig gelobt, sonst würde er nicht so dicht machen! Die Art und Weise der "Förderung" halte ich nicht für geglückt. :-%Ist die Erzieherin#drache wohl schon etwas älter? ;-)Frage sie mal, ob sie denn bei Deinem Sohn auch mal mit positiver Verstärkung arbeitet! Damit schlägst Du sie mit ihrer Fachsimpelei nämlich mit ihren eigenen Waffen. :-pPositive Verstärkung bedeutet, Kinder mit Lob zu motivieren, auch wenn das Ergebnis noch nicht optimal ausfällt. Der Weg ist das Ziel. Hast Du mit dem Kleinen schon mal versucht Memorie zu spielen? Probier das mal! Meine Tochter merkt sich besser wie ich, wo die zugehörigen Teile liegen!! #schmollWenn er das halbwegs hinbekommt, dann ist er total in Ordnung!
Die Ergebnisse Deiner Selbsttests kannst Du dann der Erzieherin präsentieren, sie sieht dann auch, dass Du die Sache ernst nimmst!
Man darf die Kinder eines Alters doch nicht miteinander vergleichen! :-[Meine Tochter bekommt keinen vernünftigen Ton gesungen, dafür kann sie mir Vorträge über Standort und Pflege von Pflanzen halten#freu (mein Mann ist Gärtner)!!
Kopf hoch!#klee
Gruß Silly

Beitrag von pittjes 28.03.06 - 15:53 Uhr

Hey Silly. Deine Antwort "gefällt" mir klaro am Allerbesten. Auch wenn es beim Thema Kind ja nun nicht darum geht, was der Mama am Besten gefällt *augenroll*.

Nun, bei Memorie ist mein Sohn fast unschlagbar und seine Holzbauten sind so fest gebaut (mittlerweile verfügt er auch über einen echte Akkuschrauber ... alles andere ist ja "Kindermistspielzeug" *lach*), dass die Teile uns alle überleben werden.....#augen Das Spiel, bei dem deine Tochte m. A. nach wirklich clever reagiert hat, hatten wir auch, das hat auch alles auf dem konventionellen Weg funktioniert.

Die Erzieherin ist tatsächlich schon "alt", sie geht im nächsten Jahr in Rente. Aber sie ist eigentlich sehr nett, mein Sohn mag sie und auch die andere Erzieherin, die Mitte 40 ist, sehr gern.. beide auf ihre Art. Die Ältere ist die, die den Ton angibt; die Jüngere ist auch zum Trösten und Schmusen da. Diese ist allerdings nicht Erzieherin, sondern Helferin. Sie darf scheinbar bei solchen Problemen auch nichts mit den Eltern besprechen, diesen Eindruck habe ich jedenfalls, sie verweist immer auf die Gruppenleiterin.

Wie ich schon den Anderen geantwortet habe, werde ich darauf drängen, diese Woche ein ungestörtes Gespräch mit der Gruppenleiterin führen zu können. Gern nehm ich deine Anregung auf, und "Erfolge" meines Sohnes in dieses Gespräch einfließen lassen. Sollte ich nach diesem Gespräch überzeugt sein, dass tatsächlich etwas nicht stimmt, dann werde ich mich weiterinformieren. Doch im Grunde bin ich überzeugt, es ist alles in Ordnung. Wenn nur nicht dieses Quentchen Unsicherheit wäre.#kratz

Vielen Dank nocheinmal.
Schönne sonnige Grüße aus Düsseldorf
pitti-lise#danke

Beitrag von matw 28.03.06 - 16:17 Uhr

Schön, dass ich Dir etwas helfen konnte. Die älteren Semester Pädagogen haben manchmal eben noch so ihre eigenen Vorstellungen von der "Norm". Ich nenne es immer scherzhaft "Morbus Pestalozzi". Wenn Du sie mit wertschätzender Kommunikation für Dich gewinnen kannst, ist Deinem Sohn am besten geholfen. So nach dem Motto: " Ich bin Ihnen wirklich sehr dankbar für Ihre Hinweise, nur habe ich da bisher noch kein Problem gesehen, weil mein Sohn ja bauen, Memorie ect. pp. (aufzählen) kann". Evl. hat er im Kiga ja gar nicht so die Möglichkeit, sich auf praktischer Ebene auszutoben. Nimm mal seine Kunstwerke mit! Die kreative Schiene ist in der Kita nun mal besser zu gestalten, aber nicht Jeder ist eben kreativ. Viele sind einfach praktisch! Meine Tochter hat aus den "Abfällen" eine umlaufende Buchsbaumhecke um ihren Sandkasten gepflanzt! Boh war mein Mann sauer, vor allem, als ihre Hecke wuchs und seine nicht!!!
Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind mit Wahrnehmungsstörung für Figuren Memorie spielen kann! Nun ist diese Sache mit so einer Störung ja weit gefächert. Man kann ja auf verschiedenste Arten in der Wahrnehmung gestört sein. Übe Dich also in aktivem Zuhören, was die Erzieherin Dir zu sagen hat. Teile ihr aber auch klar Deine Bedenken mit, dass die Sympathie Deines Sohnes ihr gegenüber leiden könnte, wenn er weiter solch einem Zwang ausgesetzt ist. Denn nur strafen, das wird doch nichts. Er weiß doch dann gar nicht mehr, warum er nun eigentlich z.B. nicht mit raus darf!?
Schmeichle ihr etwas, indem Du Ihre Kompetenz voll anerkennst, sowas braucht sie sicher mal. So kurz vor der Rente werden viele auch bischen schwermütig und unleidlich!
Viel Erfolg!!

Beitrag von marion2908 28.03.06 - 23:32 Uhr


Hallo Pitti-Lise,

mein 4-jähriger Sohn malt auch keine Männchen. Überhaupt malt er nicht das, was er malen soll. Er malt am liebsten Pilze. #freu In jeder Größe und in jeder Form. Er malt auch Zahlen und Buchstaben, das kann und mag er, da er auch gerne in die Schule gehen möchte wie sein älterer Bruder.

Allerdings hat er auch eine Wahrnehmungsstörung: Eine sog. taktile Wahrnehmungsstörung.

Es kann/muß aber nichts dran sein bei Deinem Jungen. Lass ihn aber vorsorglich untersuchen; vielleicht bei einer Ergotherapeutin?! Je früher Du "dagegen steuerst" falls eine Wahrnehmungsstörung vorliegt, desto besser. Du tust Deinem Sohn keinen Gefallen, wenn Du erst in der Schule damit beginnst.

Liebe Grüsse
Marion

Beitrag von bomaus79 28.03.06 - 16:03 Uhr

also ich denke das es völlig okay ist was dein sohn macht.

ich finde es im gegenteil nicht gut das er im kindergarten jetzt erst malen muss etc. (was du geschrieben hast) wenn er kommt. ich denke dadurch verliert er irgendwann die lust darauf. und das er nicht raus darf wenn er ein bild nicht zu ende malt finde ich bedenklich. durch den druck erreicht man gar nichts.

ich würde mich nicht verunsichern lassen und vielleicht auch der erzieherin sagen das du nicht möchtest das er so "bestraft" wird.

das mit dem puzzlen ist auch okay jeder macht es so wie er es am besten kann. die hauptsache ist doch er kommt zum ziel und ihm sollte man den spass nicht nehmen in dem man ihm sagt das er es anders machen soll.

Beitrag von eowina 28.03.06 - 16:38 Uhr

Hallo!

ich denke, gerade eine Erzieherin kann sowas sagen - sie erlebte in ihrem Leben schon soo viele Kinder, daß sie genug Vergleichmaterial hat.
Vertraue ihr und mach einen Termin beim Arzt, der sich mit sowas auskennt.
Besser früher, oder sogar umsonst, als Dich später zur Tode ärgern, wenn er Probleme in der Schule hat o.ä.
Liebe Grüße
Eo.

Beitrag von cathie_g 28.03.06 - 17:33 Uhr

>>Strahlenkörperphase<< ?! #kratz

ist das ein Waldorfkindergarten? Meines Erachtens ist das voelliger Bockmist was die da erzaehlt und das Training wuerde ich umgehend stoppen und das mit dem Druck UNBEDINGT unterbinden. Dein Sohn ist doch da nicht im Zirkus. Es ist voellig normal, dass Kinder verschiedene Vorlieben und Staerken haben. Wenn ich das richtig sehe, kommt er erst naechstes Jahr in die Schule? Will die Erzieherin bis dahin alle gleichgeschaltet haben, oder was? Lernen soll doch Spass machen und "Bild fertig malen" bis er rausdarf hat ihm bis zum naechsten Jahr garantiert alles Spass abtrainiert.

Mein Sohn war im Kindergarten und mochte mit 4.5 noch garnicht malen, konnte er auch nicht, war schnell frustriert, mehr als so ein paar ungleiche Kringel waren nicht drin. Er haette auch noch 2 Jahre bis zur Einschulung gehabt, da sind wir letzten Sommer nach Schottland umgezogen und er ist bums eingeschult worden. Hier gehen die Kinder naemlich im Sommer nach dem 4rten Geburtstag zur Schule (wenn sie bis Februar 4 geworden sind). Er konnte KEIN Maenni malen, alle anderen Kinder konnten das. Bei seinen ersten Schreibversuchen gingen die Buchstaben ueber die ganze Seite. Und nun haben wir 7 Monate spaeter und obwohl ihm das Schreiben noch etwas Muehe macht ist er absolut im Klassendurchschnitt UND hat total viel Spass an der Sache. Ohne Druck! Die Herausforderungen treten natuerlich an die Kinder heran, da muss man nicht drillen (es sei denn es laege wirklich eine Wahrnehmungsstoerung vor, aber das glaube ich nach Deinen Beschreibungen nicht).

Also, nicht einschuechtern lassen und der Kita-Tante paroli bieten. Die soll aufhoeren deinen Sohn zu trietzen.

LG

Catherina

Beitrag von danni64 28.03.06 - 20:34 Uhr

Hallo Pitti-Lise,

lass dich mal nicht in Panik versetzen.Nichts wird so heiss gegessen,wie es gekocht wird.
Mein 16jähriger Sohn hat genauso ungerne gemalt und gebastelt wie deiner, er hat es gehasst und wurde auch nie dazu gezwungen.
Er konnte schon früh puzzeln,das machte er schon mit 3 Jahren,aber auch nur,weil es was war,was er im sitzen machen konnte. Er war schon immer faul in solchen Dingen,die mit laufen und rennen zu tun haben.Das einzige was bei ihm damals festgestellt wurde,war,dass er Probleme mit der Feinmotorik hatte.

Heute sollen alle Kinder perfekt sein und stehen unter einem hohen Druck,dieser Druck kann Kinder krank machen,denn sonst gäbe es nicht schon Kinder mit Migräne und anderen psychosomatischen Krankheiten.

Es gibt bestimmt Dinge,die dein Sohn besser kann,als andere Kinder in seinem Alter.
Mein Sohn konnte früh reden und zwar,wie ein kleiner Professor,konnte super mit Lego bauen,aber nur nach seiner Phantasie,Vorlagen fand er doof.
Mit 5 Jahren brachte er sich das lesen und schreiben bei und erklärte uns Erwachsene,wie einiges an Technik funktioniert.

Mein Sohn ist ein Denker,er merkt sich sehr schnell Dinge und dikutiert gerne,wenn er aber einen Hammer in die Hand,geht man besser in Deckung ;-).
Er geht aufs Gymnasium und ist sehr musikalisch,ist da im Chor und spielt Bassgitarre. Das hat ein Lehrer an ihm entdeckt,als er in der 7. Klasse war,dass er musikalisches Talent hat.

Lange Rede,kurzer Sinn,man kann nicht alles in Schema F testen,denn jeder Mensch ist anders.
Weder dein Sohn,noch sonst ein Kind ist ein Computer,den ich programmiere und dann funktioniert er.
Je mehr du ihn zwingst,desto höher wird der Hass darauf und er wird es nie machen,weil er nicht will und keinen Sinn darin sieht.
Mein Sohn sah im Muttertags-Geschenk basteln auch keinen Sinn,denn er meinte,ich weiss auch so,dass er mich lieb hat ;-).

Wenn du mit ihm das puzzeln üben möchtest,da schaue doch mal,dass er Puzzel bekommt,die ihm Spass machen,so mit Bob der Baumeister oder sowas :-).
Nicht jeder Junge steht auf Blümchen und Prinzessinen ;-).

Gehe es ruhig an und sage denen im Kiga mal,welche Fähigkeiten er hat,denn die werden schnell übersehen.

LG Danni !!!!

Beitrag von maxmama 28.03.06 - 21:49 Uhr

Ich bin auch Erzieherin und Mutter eines fast 5 jährigen Sohnes.
Schlag der Erzieherin mal vor das sie eine Fortbildung machen sollte. Was für ein Kindergarten ist das? Ein Kind in dem alter sollte nie unter Druck lernen, dadurch verliert er den Spaß daran. Normalerweise sind es bei uns immer die Eltern die die Pisapanik vor der Einschulung der Eltern packt und die unsicher werden weil ihr Kind dieses oder jenes nicht macht. Dein Kind macht was es will und das ist schon mal sehr gut. Das wichtigste was man seinem Sohn auf den Weg geben muß ist Selbstvertrauen. Dein Sohn ist genau richtig der Fehler liegt bei der Kita. Wenn die Erzieherin meint dein Sohn ist irgendwo etwas spät dran, dann sollte sie ihn motivieren. Eine gute Erzieherin macht Lust und weckt Neugier und nicht Druck. Juns sind im allgemeinen recht spät dran beim malen und man bekommt sie über die Themen die sie interessieren dahin. Vertrau darauf das dein Sohn sich holt was und wann er es braucht ihm müssen nur die Möglichkeiten dazu offen stehen und dieses vielschichtige Angebot sollte auch eine Kita bieten. Naja, ich könnte noch ewig weiter schreiben aber dein Sohn auch wenn er irgendeinem Bereich nicht altersgemäß Entwickelt sein sollte, sollte nie unter Druck gesetzt werden. Das löst hoffentlich nur Gegendruck (Blockkade) aus. Dafür würde ich versuchen meinen Sohn zu bewahren.
LG
Michi

Beitrag von cupcake123 29.03.06 - 08:40 Uhr

Hallo, ich habe auch so einiges mit dem Kiga durchgemacht. Einige Erzieherinnen brauchen die Panikmache wohl zum Stressausgleich??? Als mein Grosser mit 4 in den Kiga gegangen ist, da konnte er puzzeln, malen, etc. auch Farben nennen. Als sie es im Kiga geübt haben, hat er quer geschlagen, und die falschen Farben genannt. Ihm war es zu doof, er kannte die Farben und wollte da nicht dumm im Kreis sitzen und Farben üben, die er schon kannte. Also hat er die mehr oder weniger verarscht in dem er mit Absicht die falschen Farben genannt haben. Die eine Erzieherin gleich zu mir, und mir ihren Verdacht geäussert: Sie müssen mit ihrem Kind zum Augenarzt, habe den Verdacht er ist FARBENBLIND. Naja, um die zu beruhigen, bin ich auch hin, und der Augenarzt hat sich halb schimmelig gelacht, mein SOHN auch. Er war natürlich nicht farbenblind. Erstens sind die Farbzapfen bei Kindern erst mit 6 Jahren richtig entwickelt, und zweitens könnte man erst mit 12 Jahren eine Farbblindheit feststellen, und drittens, wenn er sie gehabt hätte, dann hätte man da auch nichts dran machen können, denn gegen Farbblindheit gibt es keine Medizin,GRINS. Naja, der Kiga wurde mir zu blöd, und da habe ich meinen Sohn rausgenommen, noch vor seinem fünften Geburtstag. Er ist dann auch zuhause geblieben. Und der ganze schmarn mit sozialem Verhalten und etc. ist auch Quatsch. Mein Grosser hat viele Freunde, ist gut angepasst und zählt in der Schule zu den Klassenbesten. Und das ohne Kiga. :-p

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