komme mit ungeplanter SS nicht zurecht-Hilfe

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von XXX 30.03.06 - 16:06 Uhr

Hallo,

ich habe etwa Ende letzten Jahres das letzte Mal meine Regel gehabt. Ich habe hier zu Hause ziemlich viel Streß durch meine Kidis und fühle mich eigentlich mit ihnen sehr ausgelastet. Im Februar wurde der Verdacht dann stark, er hat sich mittlerweile auch bestätigt, ich bin trotz Kondom ss.
Eigentlich hatte ich mit der Kinderplanung abgeschlossen. Ich hatte vorletztes Jahr einen Missed Abortio und weil meinen Mann und mich das sehr mitgenommen hat, war das letzte Kind wirklich ein Wunschkind. Der Kleinste ist aber gerade mal 9 Monate alt. Es will sich einfach keine wahre Freude einstellen...es ist ja nicht mein erstes Kind, aber so war es noch nie. Weil ich ja bereits ein Kind durch die MA verloren habe, käme Abtreibung für mich absolut nicht in Frage, aber im Moment fühle ich mich wie eine Maschine, die ihren Dienst erledigen muß.
Beim FA war ich auch noch nicht.
Kann mich jemand aufbauen?
Es gibt soviele Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen. Ich hatte nach der MA auch Probleme, überhaupt ss zu werden (Myome usw). Und durch den ganzen Kinderstreß, den ich natürlich auch genieße, hatten mein Mann und ich recht wenig Zeit für Zweisamkeit. Deswegen habe ich auch nicht die Pille genommen, weil es sich kaum gelohnt hätte...
Aber von Kondomen halte ich nun auch nix mehr.

Kann mich jemand aufbauen?

Viele Grüße

Beitrag von moni17 30.03.06 - 16:21 Uhr

oh man das hört sich wirklich net gut an...aber wenn ein abbruch für dich sowieso net in frage kommt,was ich echt toll finde#pro,dann solltest du versuchen dich mit der situation anzufreunden...klingt leichter gesagt als getan,ich weiß nicht wie du dich fühlst ich kann ja nicht in dich hineingucken oder so aber ich kann halt nur von mir aus gehen:ich bin 17ungeplant schwanger,ok es war ein schock,KV schläger etc...aber meine eltern standen/stehen zu 100% hinter mir und das gibt mir persönlich eine ungemeine sicherheit und innere ruhe.
was sagt denn dein mann dazu,wenn du es ihm schon gesagt hast?ich würde mit ihm reden...wenn deine mens letztes mal ende letztens jahres war dann bist du ja auch schon ziemlich weit...warst du schon beim arzt???


glg simone und luca im bauch ET04.06.06#baby#huepf

Beitrag von willow19 30.03.06 - 16:57 Uhr

Ich kann Deinen Schock schon verstehen und finde es gut, dass eine Abtreibung für Dich nicht Frage kommt, auch wenn es jetzt sehr ungelegen ist. Aber mal ne ganz blöde Frage. Warum hat sich Dein Mann oder eben Du nicht sterilisieren lassen, wenn die Kinderplanung abgeschlossen ist? Soll jetzt kein Vorwurf sein, aber Kondome finde ich eh nicht gerade zuverlässig. Uns ist auch schon eines gerissen, aber zum Glück ohne Folgen. Rede mit Deinem Mann und ich bin mir sicher, Ihr 2 schafft das. Ich denke, die Freude kommt schon noch, vielleicht dann, wenn Du das Würmchen auf dem Ultraschallbild siehst. Aber geh auf alle Fälle zum Arzt, denn es könnte auch andere Ursachen haben, warum Du keine Regel hast.

Liebe Grüße

Beitrag von 01wba056 30.03.06 - 23:31 Uhr

Hallo,
vielleicht bleibt die wahre Freude aus, weil du den Gedanken schwanger zu sein nicht positiv besetzten kannst. Ich meine, vielleicht ändert sich das wenn du zum Arzt gehst und Ultraschall machen lässt, die winzigen Sachen von deinem kleinen Sohn wieder rausholst und mal schaust was du alles hast, was du noch brauchst usw, also kurz dich einfach damit beschäftigst und dir klarmachst: so ist das jetzt und das wird toll!

Beitrag von linnea 31.03.06 - 11:18 Uhr

Hallo,
wieviele Kinder hast du denn? An deiner Stelle würde ich mit deinem Mann reden und zum Frauenarzt gehen. Dann weisst du erst einmal Bescheid was genau abläuft. Da du nicht abtreiben möchtest und du aber merkst das dir alles zuviel wird, wende dich an Profamlia, denn du kannst auch Unterstützung bekommen, Familienhelferin oder ehrenamtliche Babysitter. Was deine Gefühlslage betrifft kann ich dich sehr gut verstehen, ich habe im Januar 2005 mein neuntes Kind bekommen. Als ich von der SS erfuhr bin ich ( Abtreibungsgegener) zum Arzt gegangen und wollte mit ihm über Abtreibung reden, da ich mich überhaupt nicht in der Lage sah noch ein Kind zu bekommen. Der sagte zu mir, ich solle es mir überlegen, wo 5 Kinder ( drei sind schon aus dem Haus) groß werden passt auch noch ein sechstes. Ich möchte meine Kleine auch nicht missen. Ich bin, 5 Monate nach ihrer Geburt( Verhütung mit Computer), wieder schwanger geworden, habe durch mein Alter gar nicht damit gerechnet, und war voll verzweifelt. Ich wollte nicht über Leben und Tod entscheiden müssen, habe mich überfordert gefühlt, mir gingen ähnliche Gedanken durch den Kopf wie dir ( andere wünschen sich so sehr ein Kind, auch bei mir in der Familie, ich könnte mein Kind auch nicht zu Fremden geben usw. ). Deswegen, rede mit jemanden.
Ich hatte übrigens ein Fehlgeburt in der 11. Woche und gebe zu das ich sehr erleichtert war.

Beitrag von XXX 31.03.06 - 21:12 Uhr

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort. Es wäre übrigens mein 7. Kind. Ich habe es meinem Mann erzählt, als ich meinte, ca. 8. Woche zu sein. Ich hatte mit einer ganz anderen Reaktion von ihm gerechnet. Ich habe gedacht, er wolle das Kind überhaupt nicht. Deswegen habe ich es unheimlich lang vor mir hergeschoben, mit ihm zu sprechen. Als ich dann sagte: Ich glaube, ich bin schwanger! fing er nur an zu lachen und meinte: Meinst Du, das schockt mich jetzt?
Für ihn ist es klar, das wir das Kind behalten. Ob nun 6 oder 7 ist für ihn wohl kein großer Unterschied, da ich eh die meiste Arbeit mit den Kindern habe.

Ich weiß nicht, ob ich bei Profamilia o. ä. um Hilfe bitten möchte. Ich weiß nicht warum, aber ich kämpfe halt immer gegen das Vorurteil an, mit sovielen Kindern asozial zu sein. Meine Kidis sind alle ordentlich, wissen was sich gehört und es ist auch genug Geld für manch ein Extra drin. Natürlich ist es in manchem Monat auch knapp, aber das passiert sicher auch einer Familie mit nur einem Kind.

So sehr mich die Fehlgeburt im vorletzten Jahr geschockt hat, so kann ich Dich doch sehr gut verstehen, daß Du erleichtert warst. Insgeheim habe ich mir auch gedacht, wie schön es wäre, wenn der liebe Gott es auch diesmal auf diese Weise regeln würde. Aber wie es meistens so ist...nächste Woche müßte ich in die 14. Woche kommen und die allerkritischste Zeit müßte ich ja dann hinter mir haben.

Ich glaube, die meiste Angst habe ich vor der Reaktion der Außenwelt. Sprüche wie "muß das sein?" oder "wie, schon wieder?"...

Ich verstehe mich selbst nicht! Vielleicht muß ich ja zum Psychiater??? Ich liebe alle meine Kinder und bin froh um jedes einzelne und doch habe ich so oft ein schlechtes Gewissen, daß ich nicht jedem Kind so gerecht werden kann, als wenn es ein Einzelkind wäre. Ich würde oft so gerne viele Sachen mit ihnen machen, die aber einfach nicht möglich sind, weil es mit dem allerkleinsten noch nicht möglich ist.
Mein Großer ist jetzt auf der weiterführenden Schule und es ist für mich purer Streß, ihm bei den Hausaufgaben gerecht zu werden. Da er ein großer Schussel ist, muß ich auch da noch an alles denken...ach, Du wirst das sicher alles kennen!
Die Pfunde von der letzten SS sind auch noch hängengeblieben, so daß ich nach dieser bestimmt wie eine Sumpfkuh aussehe (aber das ist natürlich nicht das wichtigste).

Ich habe überhaupt keinen Mut, es irgendjemandem freudig zu erzählen, vielleicht weil ich selber nicht dahinter stehe.

Ich danke Dir aber recht herzlich für Deine aufbauenden Worte!!!

LG
XXX

Beitrag von linnea 01.04.06 - 09:21 Uhr

Hallo,
was du geschrieben hast, könnte auch von mir sein. Ich habe eine 13 jährige Tochter, voll in der Pupertät, zwei Kinder die in der ersten und zweiten Klasse sind, eine 11 jährige die gerade in die 5. Klasse gekommen ist und alle irgendwo meine Hilfe bei den Hausaufgaben brauchen. Dann eine 3jährige Tochter und eben die Kleine. Da ist genau die Angst und auch das Gefühl da, nicht allen gerecht zu werden. Meine Bekannten erzählen auch von meinen wunderbar erzogenen Kindern, die drei Großen haben auch gute Berufe und glückliche Beziehungen. Also muss ich doch einiges richtig gemacht haben. Assozial ist man doch schon ab drei Kindern. Mein Mann hat nicht ganz so gut reagiert wie deiner, nicht schlecht, aber halt nicht so gelassen. Aber meine Umwelt, ich habe mich sehr lange nicht getraut etwas zu sagen, die hat gelassen reagiert. Die waren jedenfals nicht sehr überrascht. Die Angst dein Körper könnte sehr leiden, kann ch verstehen, aber ich trage trotz meiner neun Kinder noch Größe 40. Man muss ein bisschen Geduld mit seinem Körper haben und sich ein bisschen um ihn kümmern, das schaffst du schon. Du hast bestimmt gute Vorraussetzungen es mit einem siebten Kind zu schaffen. Du kannst dir doch auch einen Babysitter nehmen, einmal in der Woche zwei Stunden. Einfach als Unterstützung, das du zum Beispiel bei deinem Sohn helfen kannst und der Sitter kümmert sich um den Kleinen.
Gehe ruhig zum Arzt, vielleicht kann er dir auch Tips geben, oder zu einer Hebamme.
Ein schönes Wochenende,
Silvia.

Beitrag von mupsel 31.03.06 - 20:02 Uhr

Hallöchen,

erst mal#liebdrueck
Nun, wie fange ich jetzt an, um dir ein bisschen Mut zu machen. Ich erzähle Dir mal eine kleine Geschichte, über die Du dann nachdenken kannst:

Also, die Storry handelt von meiner Schwägerin (heute 43 Jahre). Vor etwa 8 Jahren kam meine Schwägerin total aufgelöst zu meinem Mann und mir und sagte, sie sei von ihrem Mann verlassen worden. Schlimm genug, da sie zu diesem Zeitpunkt 3 Kinder hatte. Nun, wir haben ihr geraten, jetzt nicht den Kopf zu verlieren und an die Kinder und sich selbst zu denken. Sie zog also mit den Kindern aus und richtete sich gemütlich ein.
Nach einigen Monaten bat ihr Mann um eine Chance, die er auch bekam. Also wieder zurück ins Haus und mal seh`n. Nach wiederum einem Jahr verabschiedete sich der werte Herr abermals um das ganze dann aber noch einige Male zu wiederholen.
Ich hab das damals echt nicht verstehen könen, war aber immer für meine Schwägerin da, wenn sie mal wieder einen Durchhänger hatte.
Nach dem letzten Mal hat er ihr dann etwas hinterlassen, was für ihn ein Grund war über alle Berge zu verschwinden.
Meine Schwägerin stand total aufgelöst vor meiner Tür und berichtete, das sie schwanger ist.
Lange Rede, kurzer Sinn.
Die Kleine ist jetzt 6 Jahre alt, im ersten Schuljahr und einfach nur zum knutchen.

Nun lese Dir das mal in Ruhe durch und Du wirst sehen, das mit diesem kleinen Wurm den Du jetzt in Deinem Bauch hast auch eine Sonne aufgehen kann.

Viel,viel Kraft und Glück
mupsel mit Lara und Lisa fest an der Hand
und mit #stern Krümmel im #liebe

Beitrag von blacksmoke 31.03.06 - 21:15 Uhr

Ich danke Euch recht herzlich für die lieben Antworten!!!

Also, mein Mann hat eigentlich recht positiv reagiert, er hat gelacht und gesagt: Meinst Du, das schockt mich jetzt?
Für ihn kommt und kam eine Abtreibung auch nicht in Frage.
Genausowenig käme für mich in Frage, ein Kind auszutragen und dann zur Adoption freizugeben. Ich glaube, dann würde ich noch eher abtreiben.

Vielleicht habt Ihr recht und ich sollte meinen Allerwertesten langsam einmal zum Arzt bewegen. Vielleicht bringt mich ein Ultraschall ja etwas weiter!!!

Viele liebe Grüße!!!!