hilfe, hatte grad kein schönes erlebnis

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von yriamusic 01.09.06 - 17:06 Uhr

hi,
Habe gerade etwas erlebt was nicht so schön ist und mir nicht ausm kopf geht...
Hatte vorhin einen Termin im KH zum Geburtsgespräch (Möchte einen Kaiseschnitt wegen einiger Komplikationen)
Doch ich musste noch warten da wohl gerade mehrere Geburten waren. Ich saß also mit einer guten Freundin Zwischen Tür zum Kreißsaal und Aufzug der nach oben zum OP führt. Plötzlich machten die, die alle Türen weit auf, aus allen Ecken kamen Hebammen und Ärzte. Alle gestresst und in Panik.Sie schleppten das CTG Gerät an und Spritzen und suchten hektisch nach dem werdenden Vater. Es war wohl so das er Muttermund der Frau schon 9cm offen war und plötzlich irgendwas schief ging. Ich denke mal die Herztöne des Babys gingen in den Keller. Jedenfall wurde sie binnen 5 minuten fertig gemacht zur Not-Sectio und schließlich auch noch an mir vorbei zum Aufzug geschoben. Ich werde den Anblick nich vergessen, wie sie da lag, total am zittern und keiner hat ihr wirklich gesagt was los ist...
Ich weiss nich wie es ausgegangen ist, weil ich kurz danach das Gespräch mit dem Facharzt hatte, aber so kurz vor der Geburt ist das glaub ich das schlimmste was man sehen kann.
Der Arzt da wollte mich dann tatsächlich noch zur normalen Geburt überreden obwohl ich einen Gefäßwiederstand habe, das Kind etwas kleiner ist, und es da noch warscheinlicher is das mit dem Kind während der Geburt irgendwas passiert.
Aber nachdem ich das mitbekommen hab hab ich mich nur noch mehr für den Kaiserschnitt entschieden. ..
Ich weiss gar nich wie ich diese Bilder verdrängen kann. Immer wieder sehe ich diese ganze Hektik und die Angst von der Frau. Ich hoffe bei ihr ist alles gut gegangen. Aber ich hab jetzt natürlich noch mehr Angst das bei mir auch irgenwas schief geht. Und vorallem das einem keiner sagt was passiert und man alleine da steht...
Sorry für den langen Text aber ich musste das grad irgendwie loswerden...

grüße, Claudi plus Gina Maria im Bauch (35ssw)

Beitrag von megamami 01.09.06 - 17:21 Uhr

huhu
genau dass hatte ich auch und jetzt bin ich wieder ss und sehne mich nach ner normalen geburt.

liebe grüße mega

Beitrag von bine3002 01.09.06 - 17:43 Uhr

Ich will das jetzt nicht runter spielen, man weiß ja nicht was da los war, aber wenn Du mich während der Geburt gehört hättest, würdest Du wohl nie ein Kind spontan zur Welt bringen wollen. Soll heißen: Sieht manchmal schlimmer aus als es ist.

Beitrag von josili0208 01.09.06 - 20:54 Uhr

Ich kann gut nachvollziehen dass Du geschockt bist. Musst Du aber nicht, es kommt bei Dir sowieso anders ;-) Geburten kann man halt nicht planen. Wir waren diesen Sommer mit der grossen Tochter im KH und einen Nachmittag im KH-Park spazieren, da schrie eine Frau unter der Geburt das ganze KH zusammen. Tja und ich denke trotzdem hat sie normal entbunden.
Übrigens rennen die so, weil sie in den Bauch nicht reingucken können. Wenn also die Herztöne abfallen, haben sie keinen blassen Schimmer was da drin los ist, das heisst aber in den wenigsten Fällen dass das Baby gerade einen Herzinfarkt erleidet. Dann machen sie so schnell sie können, um egal was da grad passiert von vornerein zu vermeiden.
Mach Dir keine Sorgen.
Alles Gute Jo

Beitrag von nane29 01.09.06 - 21:35 Uhr

Hi, oje das klingt gemein.

Aber ich wollte dich auch ein kleines bisschen beruhigen. Ich habe normal entbunden und als die Presswehen losgingen habe ich am ganzen leib gezittert, richtig mit Zähneklappern. Das kam durch die Anstrengung, nicht aus Angst oder so.

Bestimmt hatte die Frau Angst, aber in dem Moment, der für dich so furchtbar war, wurde ja quasi alles in Bewegung gesetzt, um sie und das Baby schnell zu erlösen. Ein paar mInuten später war ihr Baby da, bestimmt ist alles gut gegangen. Es ist doch toll, dass heutzutage so viele Babys und Mamis gerettet werden durch einen Not-Kaiserschnitt.

LG Jana

Beitrag von raleigh 02.09.06 - 04:44 Uhr

So schlimm ist das gar nicht - das Zittern der Frau kam durch den Wehenhemmer und ist leider unvermeidlich.

Ich hatte das auch. Natürlich wurde im Notfall nur kurz erklärt, was passiert. Aber ich habe am CTG schon gehört, dass mit den Herztönen meines Schatzes nicht alles ok war und war trotz Schmerzen und Angst noch in der Lage mitzudenken.

Man wird kurz informiert, wie es um das Baby steht (Bradykardie) und dass sie nicht garantieren können, dass es den geburtsstress (dessen Länge sich nicht gut abschätzen lässt) übersteht. Dann bekommt man spätestens einen Zugang gelegt, mit Wehenhemmern (die lösen das Zittern aus, auch das wurde mir gesagt - allerdings im Kreißsaal, das hätte kein Außenstehender mitbekommen) und Schmerzmitteln. Und einen Katheter (was danke Schmerzmittel nichtmal weh tut).

Ich habe mich nicht überrumpelt gefühlt und auch nicht hilflos - ich war froh, dass die Ärzte reagiert haben und sie meinem Kind sofort helfen wollten.

Also ich fand das Erlebnis nicht so schlimm, zumal es ein gutes Ende nahm und das Aufwachen wirklich schön für mich war.

Beitrag von dasissjakompliziert 02.09.06 - 08:06 Uhr

ich kann mir vorstellen, daß es Dich total beruhigt hätte, zu erfahren, wie es weiterging und daß/ob alles gut ausging-leider stehen die Krankenhausmitarbeiter unter Schweigepflicht und deshalb bleibt Dir nur Kopfkino und das sind natürlich schlimme Sachen, die man sich da ausdenken kann..zumal das Erlebnis auch auf eine Art traumatisch war, da Dir ja in naher Zukunft auch eine Geburt bevorsteht..
Ich denke, es wird dir guttun, daß Gesehene in Gesprächen zu verarbeiten, da es wohl schwer werden wird, zu erfahren, wie es ausging..
Super, daß Du von Dir aus das Erlebte nach außen trägst und nicht in Dich hineinfrißt-da könnte ich mich immer selbst total verrückt machen, wenn ich solche Erlebnisse weiterdenke und interpretiere..

Alles Liebe, Katrin

Beitrag von yriamusic 02.09.06 - 12:14 Uhr

Danke danke für eure Antworten.
Es beschäftigt mich immer noch sehr und so wirklich weiss ich eben nich mit wem ich hier in meinem Umfeld darüber reden soll.
Für alle die nicht schwanger sind, ist es eben nicht einfach nachzuvollziehen.
Man stelle sich mal vor man hat am nächsten tag ne Herz-OP und bekommt mit wie jemand dabei stirbt oder so...ich glaub das würde einem ja auch nich mut machen...
Ich weiss das die Ärzte immer alles tun um Mutter un Kind zu retten, aber ich stehe nunmal kurz vor der Geburt und habe auch durch meine Gefäßschwäche das Risiko das mein Baby im Bauch plötzlich unterversorgt wird.
Dann berührt einen das natürlich doppelt...
:-(

Beitrag von marion2 04.09.06 - 10:07 Uhr

Hallo,

mach dir mal keine Sorgen. Immerhin war jemand da, der in Hektik verfallen konnte. ;-)

Wenn die Hebammen und Ärzte noch Zeit hatten, den werdenden Vater zu suchen, wird es zwar ernst aber noch nicht soooo ernst gewesen sein.

LG Marion