Wehenbelastungstest -Einleitung -hab Angst - bitte Erfahrungen

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von philo 12.09.06 - 08:36 Uhr

Hallo,

heute bin ich bei ET+8, und das Krümelchen will einfach nicht kommen. Sämtliche "natürliche" Anschubsversuche sind bisher gescheitert. :-(

Da am Sonntag in der Klinik das CTG zeitweise nicht ganz i.O. war (Tachykardie), soll ich nun morgen zum Wehenbelastungstest kommen, paar Tage später soll dann eingeleitet werden.

Klar haben die mir kurz erklärt, wie das rein technisch ablaufen soll, aber das hat mich keineswegs beruhigt, im Gegenteil.
Man sagte mir auf Fragen, dass eine Einleitung ganz unterschiedlich verlaufen kann und man deshalb pauschal nichts sagen kann, hab ich ja auch verstanden.

Ich hab ohnehin Panik vor der Geburt ( die erste vor 4 Jahren war absoluter Horror), und das letzte, was ich wollte ist, von Anfang an in der Klinik zu sein und das ganze auch noch chemisch zu steuern.

Ich kann mich überhaupt nicht mehr freuen, von mir aus bleib ich den Rest meines Lebens so kugelig und unbeweglich wie jetzt, wenn mir das nur erspart bliebe. :-(

Bitte erzählt mir von Euren Erfahrungen.
Wie fühlt sich der Belastungstest an?
Wie stark werden da die Wehen?
Wie lange dauert er?
Wird dann irgendwann einfach abgebrochen und man geht wieder?
Wird er im Kreißsaal durchgeführt oder wo sonst?

Und die Einleitung?
In "meiner" Klinik wird mit einem Zäpfchen oder Gel begonnen, ob und wann das wirkt, steht in den Sternen.
Aber was wird gemacht, wenn es auch nach mehreren Versuchen gar nicht wirkt?
Wehentropf?
Ist das wirklich so schrecklich?
Wobei, schrecklicher als vor 4 Jahren geht eh nicht.


Ich hätte gerne ein realistisches Bild, bitte erzählt ehrlich und nicht nur beruhigendes, sonst bin ich dann um so geschockter.

Vielen Dank schon mal.

Philo




Beitrag von schuetze1263 12.09.06 - 08:50 Uhr

Hallo Philo,

ich hatte vor 4 Jahren bei meiner Tochter nen Wehenbelastungstest auf eigenen Wunsch, weil es der kleinen nicht mehr gut ging in meinem Bauch. Der Chefarzt wollte erst 2 Tage später einen Kaiserschnitt machen.Aber ich hab auf dem Test bestanden.
Du wirst an den wehentropf gehängt, dann wird die Dosierung immer höher gedreht und dabei mittels CTG geschaut, wie es dem Baby geht unter Wehen.
Bei mir haben durch den Tropf richtige wehen eingesetzt und 6 Std. später war Alizée geboren.
Naja, angenehm wars nicht grade, aber auszuhalten. Eswar heftiger als bei meinen großen Söhnen(19 und 15), aber lieber so als ein Kaiserschnitt.

LG
Simone mit Alizée(24.08.02)

Beitrag von marieke2006 12.09.06 - 09:32 Uhr

Hallo,

also meine kleine wollte anfang des Jahres auch nicht von allein kommen.

War auch schon ET+8. Da wurde bei mir ein Wehenbelastungstest gemacht, der zumindest bei mir im Kreissaal stattfand. Ich weiß nicht ob du weiß, dass der Test ein Tropf ist. Die Wehen wurden bei mir schmerzhaft aber boch nicht wie richtige Geburtswehen.
Bei mir wurde der Test irgendwann wegen def. Gerät abgebrochen. Die Wehen haben dann auch wieder nachgelassen.

Bei mir wurde dann am ET+10 eingeleitet. Bei uns bekommt man Tabletten. Alle 2 Stunden eine halbe. Mir reichten 2. Habe schon von der ersten nach 10 Minuten alle 2 Minuten Wehen gehabt. Aber das ist bei jedem verschieden. Kann auch nicht wirken.

Ich kann nur sagen, dass ich mich vorher auch total verrückt gemacht habe und tierisch Angst hatte. Aber als es dann soweit war, war es ganz normal und war nicht so wie in meinen Vorstellugen.

Es ist bei der einleitung halt nur so, dass die Wehen ( so war es bei mir ) gleich ziemlich doll waren. Kann ja aber auch von Vorteil sein. Bei mir dauerte es nur 6,5 Stunden. :-)

Hab keine Angst und lass es auf dich zukommen.#blume

Würde mich freuen, wenn du mir mal von deinen Erfahrungen schreiben würdest.

Yvonne



Beitrag von sternchen7778 12.09.06 - 09:41 Uhr

Hallo Philo,

na dann versuch' ich doch mal, Dich zu beruhigen. Denn auch bei Felix' Geburt war das "volle Programm" notwendig...

Ich war bei ET+9 eigentlich nur zum CTG im KH (wg. Wochenende). Da die mich nicht kannten, machten sie auch noch einen US und stellten fest, dass ich nur nich sehr wenig Fruchtwasser hatte. Deshalb wurde auch gleich der Belastungstest angekündigt. Ich hatte gar nicht viel Zeit, um mich mit dem Gedanken anzufreunden. Er war eigentlich erst für ein paar Tage später geplant... Na ja, was sollte ich anderes machen, als den Tipps der Ärzte folgen und den Test gleich machen lassen. War wirklich seltsam: Du siehst auf dem CTG die dicksten Wehen, spürst aber NIX (da die irgendwie nur künstlich sind#kratz)!!! Mein Mann saß nebendran und hat sich immer gefreut, wie ein kleines Kind ("Da kommt wieder eine!"). Während des Tests konnte ich es mir im Kreissaal auf dem sog. Papa-Stuhl bequem machen. War ein superbequemer Sessel, den ich in alle erdenklichen Richtungen verstellen konnte. Dabei hab' ich gemütlich in allen möglichen Zeitschriften gelesen. Ich fand's nur ermüdend, weil vorher CTG, währenddessen CTG, hinterher CTG, Wartezeit, wieder CTG#augen. Felix hat's ganz cool hingenommen. Die Wehen haben ihn nicht gestört. Und getan hat sich auch nix weiter.

Ich durfte also wieder heim (mit zwei Nelkenöl-Tampons von der Hebi im Gepäck - die aber auch nix gebracht haben...). Am nächsten Morgen musste ich dann aber zur Einleitung rein, weil sie mit der Fruchtwassermenge einfach nicht sicher waren. Gleich morgens hab' ich die erste Gel-Portion bekommen, die allerdings ohne jegliche Wirkung blieb. Nachmittags gegen 16 Uhr dann die zweite Portion. Ab ca. 17 Uhr die ersten gemütlichen Wehen. Dadurch stand fest, dass ich an dem Abend nicht mehr heimdurfte. Also hab' ich angefangen, mich in dem Krankenzimmer häuslich einzurichten. Bis die Wehen dann heftiger und in kürzeren (um nicht zu sagen seeehr kurzen) Abständen kamen. Die Nacht haben wir dann im Kreissaal verbracht. Viel Stöhnen und Brüllen (hat mir super geholfen#hicks), einmal Schmerzmittel per Zäpfchen, einmal per Tropf und um 4.39 Uhr war Felix da!

Ich hab' halt keinen Vergleich, wie es ohne Einleitung gewesen wäre. Aber ich hab' mir eine Geburt immer schlimmer vorgestellt. Deshalb kann ich Dir nur wirklich Mut machen! Ich weiß zwar nicht, was das Schreckliche an Deiner ersten Geburt war. Aber versuch Dich einfach nur darauf zu freuen, dass Du in absehbarer Zeit Dein Baby im Arm hast!!!

Ich denke ganz fest an Dich und wünsche Dir alles, alles Gute#liebdrueck!!!

LG, Sandra mit Felix (fast 5 1/2 Mon.)

Beitrag von sylpim 12.09.06 - 11:07 Uhr

Hallo Philo!!!

Bei mir war es so ähnlich mit der Angst, ich hatte keine Ahnung, was ein Wehenbelastungstest war und auch nicht, dass er noch gemacht werden sollte. Als ich 12 Tage über ET war musste ich ins Krankenhaus und dachte, dass gleich eingeleitet wird, aber man sagte mir dort auch erstmal, dass ich diesen Test machen müsse. Am Ende stellte sich heraus, dass ich gemütlich in einem Zimmer beim Kreissaal liegen durfte, eine Stunde am Tropf hing und das CTG starke Wehen anzeigte, wovon ich aber nicht ein wenig spürte. Man hat mir dann danach gesagt, dass der dafür da ist, um zu schauen, wie das Würmchen in mir auf Wehen reagiert und da wir beide gar keine Probleme hatten und auch sonst alles in Ordnung war, sollte die Einleitung erst am nächsten Tag sein... toll.. und dafür bin ich nun schon ins Krankenhaus gefahren..

Na ja, am nächsten Morgen durfte ich dann gegen halb Acht in den Kreissaal, ans CTG und gut ne Stunde später habe ich dann eine viertel Tablette bekommen. Danach meinte die Hebamme, soll ich erstmal frühstücken und mich stärken. Und kaum war ich beim Frühstück angekommen, begannen auch schon die Wehen. Drei waren im Abstand von 10 Minuten und dann im Abstand von 4 Minuten, aber alles auszuhalten. Bis so gegen 11 Uhr, da bin ich dann in Kreissaal zurück und hab alles mögliche versucht, denn die Wehen waren dann im 2 Minuten Abstand. Wurde dann auch noch an den Wehentropf gehängt, damit die Wehen nicht mehr nachlassen und dies haben sie bis 21:15 Uhr auch nicht getan, denn da war dann alles vorbei. Mein kleiner süsser Fratz wurde mir auf die Brust gelegt.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass die Angst unbegründet war. Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeit, wie es ohne Einleitung ist, aber ich habe es geschafft. Die Wehen waren zwar heftig, da man sich nicht so daran gewöhnen konnte, da sie so schnell kamen, aber irgendwie habe ich alles schon wieder vergessen..

Nun ist mein kleiner Spatz schon wieder zwei Wochen alt und ich würde jederzeit wieder alles so in Kauf nehmen und so machen, für dieses süsse Wunder!!!

Beitrag von sweetyzicke 12.09.06 - 16:30 Uhr

Hallo

Laß Dich erstmal #liebdrueck

Bei mir wurde auch ein Wehenbelastungstest gemacht.

Also: Ich empfand die Wehen nicht sehr schmerzhaft,klar sie tun weh,sind aber sehr gut aus zu halten. Mein Mann hatte meine Hand bei jeder Wehe gehalten und ich hatte mir einen Punkt an der Decke gesucht auf den ich mich dann konzentriert hatte.

Gedauert hat er so ca 15 min. dann wurde der Tropf abnenommen,die Nadel blieb allerdings drin. Weil ich nach 2 Stunden wieder kommen mußte für ein Kontroll CTG um zu gucken wie wir beide den Test verarbeitet haben,die Nadel war drin geblieben falls sie mir schnell was geben müßten.

Bei mir haben sie den Test im Kreißsaal gemacht. Ich denke mal das sie den bei Dir auch im Kreißsaal machen werden.

Sie wollten bei mir auch am nächsten Tag einleiten. Na ja meine Kleine meinten dann aber das sie sich dann doch selber von alleine abends auf den Weg machen möchte.
Am nächsten Tag um 17.45Uhr war sie dann da.#baby

Ich wünsche Dir alles,alles Gute. #liebdrueck

Liebe Grüße

Elke und Loreen (*03.03.2006)

Beitrag von guagua 13.09.06 - 14:49 Uhr

Hallo!

Bei mir war der Wehenbelastungstest nach ET+8 ohne Wehentropf. Ich sollte mir die Brustwarzen in bestimmten Abständen stimulieren...;-) Zuerst war das ganz nett, aber irgendwann hat´s genervt...:-p. Daraufhin sind ziemlich ordentliche Wehen entstanden, die dann auch erstmal nícht mehr aufhörten (Wäre mein Chef nicht zum Kaffetrinken vorbeigekommen, weil ich einen Vertrag unterschreiben sollte, hätten sie bestimmt auch nicht nachgelassen!).
Vielleicht kannst du fragen, ob diese Art der Wehenstimulation für die Zwecke des Belastungstests erstmal reicht!

Um mich vor der Einleitung zu drücken, hab ich nach Absprache mit drei Hebis (wichtig!!!) einen Wehencocktail genommen, woraufhin Wehen einsetzten und die Fruchtblase platzte.
Unter der Geburt haben sie mich dann aber doch an den Wehentropf angeschlossen: Ich persönlich muss sagen, dass diese Art von unnatürlichen, nicht-körpereigenen Wehen sehr schmerzhaft und irgenwie total anders als eigene Wehen sind. Ich hab es am Ende nur noch mit PDA ausgehalten, was den Rest der Geburt zum Albtraum machte (siehe Geburtsberichte). :-[

Dir alles Gute und eine sanfte Geburt!
LG, Guagua mit Lilly (6 Wochen)!!!