Von Intensiv auf Frühchenstation?

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von klameto 17.09.06 - 11:53 Uhr

Hallo zusammen,

was muss ein frühchen alles können,bevor es von der intensiv auf die frühchenstation kommt??#kratz

Lg Melanie+Lea(24ssw.)

Beitrag von tigermausi06 17.09.06 - 12:44 Uhr

Hallo Melanie,

bei uns mußten sie alleine atmen können, ohne Tubus oder CPAP und der Stuhlgang muß von alleine (ohne Anspülen) funktionieren.

Das waren zumindest die wichtigsten Kriterien soweit ich mich erinnere. Bei uns war es nach einer Woche geschafft!

Auf Frühchen haben sie zum einen nicht mehr so eine intensive Überwachung und zum anderen weniger Schwestern. Die Frühchen müßen also pflegeleichter sein und die Eltern werden mehr in die Pflege eingespannt.

Bei uns hieß es, als wir auf Frühchen gewechselt haben, dass die Kleinen hier nur noch wachsen sollen!

Liebe Grüße,
Claudia + Mia *20.06.06 30+1

Beitrag von collin.joels.mama 17.09.06 - 14:56 Uhr

Hallo,

bei uns war es auch:
- ohne Beatmung
- ab bestimmten Gewicht
- ohne größere Komplikationen
- weniger pflegeintensiv

Bei uns war es nach 8 Wochen Intensivstation soweit. Collin brauchte allerdings noch zusätzlichen Sauserstoff im Bettchen, und das noch ganze 5 Wochen. Auf der Frühchenstation waren deutlich weniger Schwestern, ein Arzt auch nur zur Visite oder auf Anfrage. Die Eltern wurden mehr und mehr in die Pflege miteingebunden. Die Schwestern rechneten auch fest mit der Hilfe der Eltern, riefen einen auch an, wenn das Kind Hunger hatte.

Das Schöne war, dass auf der Frühchenstation auch endlich Verwandte mit zum Kind durften. Vorher durften nur die beiden Elternteile hin. Aber es blieb bei der Regel: Maximal 2 Personen pro Kind. Da war es dann egal, wen du mitgebracht hast, hauptsache nicht mehr als 2.

Auf der Frühchenstation konntest du dann auch mal ungestört mit deinem Kind sein. Manchmal waren sogar 1-2 Stunden keine Schwestern da, weil sich ja die Eltern um die Kinder kümmerten. Das war soooooooooo viel schöner als auf der Intensivstation, wo echt sowenig Platz zum Kuscheln war und auch der ganze Stress drumherum.

Lg Steffi

Beitrag von klameto 18.09.06 - 09:55 Uhr

Hallo ja das finde ich auch so schlimm da kaum platz zum kuscheln und dann manchmal diese unruhe da.Ich wäre froh wenn wir endlich auf die Frühchen können aber das dauert bestimmt bei uns noch.Sie wiegt 1580gramm und brauch kein sauerstoff mehr und keine Beatmungshilfe.
Wir sind jetzt seit 13wochen auf intensiv.

Lg Melanie+Lea

Beitrag von collin.joels.mama 18.09.06 - 11:59 Uhr

Oh mein Gott!!!

Also wir waren insgesamt fast 14 Wochen im Krankenhaus. Davon Gott sei Dank nur 8 Wochen auf Intensiv! Aber 13 Wochen ist der Hammer.

Als Collin auf die Frühchenstation kam, lag er noch im Inkubator, und zwar noch weitere 1,5-2 Wochen.

Er wog ´da gerade so um die 1400gr. Hast du mal nachgefragt ob euer KH überhaupt eine Frühchenstation hat oder ob sie bei euch direkt von Intensiv entlassen?

Das wäre natürlich eine Erklärung für die lange Zeit auf der Intensiv!

Ach Mensch, wünsch euch weiterhin viiiiiiiiiiiiiiiel Durchhaltevermögen! Es geht alles irgendwann vorbei!!!

Lg
Steffi

Beitrag von klameto 18.09.06 - 14:51 Uhr

Hallo,

die haben eine frühchenstation,aber die würden nur runter gehn wenn sie kein sauerstoff mehr benötigen.Das brauch unsere ja nicht mehr und die gehn auch nur in ein wärmebettchen runter.Ich hoffe das sie bald auf die frühchen kommt.
Ja aber man merkt schon welchen schwestern die arbeit gern machen und welche nicht.

Lg Melanie+Lea

Beitrag von hermiene 17.09.06 - 19:50 Uhr

Huhu!

Das kommt stark auf die Klinik an!!!

Aber in der Regel sollte sie keine ATemhilfe mehr brauchen, höchstens Sauerstoff. Vom Gewicht ist es bei den wenigsten Stationen abhängig. Die Anzahl der Abfälle sollte sich in Grenzen halten, da ja der Personalschlüssel niedriger ist. Manche Frühchenstationen nehmen auch keine Kinder die noch den größten Teil der Ernährung über die Infusion bekommen (sind ja dann in der Regel mehrere "Arten" von Infusionen - also auch mehr Pflegeaufwand).

Bei manchen Kindern geht es ganz schnell bis sie auf der Frühchenstation sind, andere werden von Intensiv aus heim gelassen.

In welcher Klinik liegt Deine Maus???

LG,
Hermiene

Beitrag von klameto 18.09.06 - 09:51 Uhr

Hallo Hermiene,

unsere Maus liegt in Trier im Mutterhaus.Also unsere kleine brauch kein sauerstoff mehr.Hat fast keine Abfälle mehr.Und wird auch nicht mehr beatmet.

Lg Melanie+Lea

Beitrag von hermiene 18.09.06 - 10:35 Uhr

Hi!

Schade, in Trier kenn ich leider niemanden, sonst hätt ich DIr vielleicht genaueres sagen können. Bei uns wäre sie wohl schon längst auf Frühchen umgezogen. ABer vielleicht haben die grad keinen Platz oder sie wird von Intensiv aus entlassen.
Falls es DIch tröstet - die meisten Mamas sehnen sich uaf Frühchen wieder nach der Intensivzeit weil dort mehr Personal war.

Wie schwer muß sie sein um heim zu dürfen? Oder gibts da keine Grenze?

Drück Dir fest die Daumen für nen "kurzen" AUfenthalt in der Klinik.

LG,
HErmiene

Beitrag von klameto 18.09.06 - 12:34 Uhr

Hallo

Das gewicht wäre egal.Wir sind schon seit 13wochen auf intensiv.Irgendwann ist man froh wenn auf die frühchen kommt.
Lg Melanie+Lea

Beitrag von hermiene 18.09.06 - 16:59 Uhr

Hi!

Bei dem Gewicht und wenn sie so stabil ist würde ich mal gezielt fragen warum ihr noch auf intensiv seid! Vielleicht gibts nen einfachen Grund, weil die z.B. voll sind. Unsere Frühchenschwestern bekommen immer große AUgen wenn ein Kind unter 1000g hat, nehmen sie aber trotzdem - Deine ist ja deutlich schwerer. Liegt sie schon im Wärmebett??? Trinkt sie alles oder wird sie noch teilsondiert? Wurde schonmal grob über Entlassung nachgedacht? Ist ja nur noch 3 Wochen bis zum ET, oder?

Die letzten Wochen schaffts Du auch noch - Ihr habt bis jetzt soviel geleistet!!!

LG,
Hermiene

Beitrag von klameto 19.09.06 - 10:03 Uhr

Hallo
oh was die immer sagen das dauert noch bis sie heim darf,das ist immer sehr deprimierend.Sie wird noch teilsondiert.Ne sie liegt noch im inkubator aber da kriegt sie keine feuchte und kein sauerstoff mehr,nur ein bisschen wärme so 30grad.Die Auge sind bei ihr auch ok ohne das sie lasern mussten.Ja eigentlich wäre sie am 3.10 auf die welt gekommen.Ja die frühchenstation ist immer voll bei denen.Und bevor Lea runter darf kommen noch andere kinder dran.Da denkt man manchmal kommen wir nie ans ziel.Und vor allem geht das an die nerven.

Lg Melanie+Lea

Beitrag von hermiene 19.09.06 - 12:35 Uhr

Sie liegt ohne Feuchte im Inku???? Was sind denn das für Inkus???? Eigentlich gehört sie längst ins Wärmebett!!!

Gibts ne andere Kinderklinik in der Nähe? Wahrscheinlich nicht... Koblenz, Bonn oder Euskirchen ist zu weit, oder???

Sonst ist sie stabil oder macht sie noch viele Abfälle???? Teilsondierung ist nicht zwingend ein Grund in der Klinik zu bleiben, Inku oder Wärmebett natürlich schon...

Bei uns wird auch von Intensiv entlassen, das würde mich also an Deiner Stelle nicht so stören. Aber sie läg bei uns schon längst im WB, vielleicht sogar im richtigen Bett. Bzw gehen bei uns so "große" Kinder auch manchmal auf die Säuglingsstation.

Fühl DIch mal fest #liebdrueck Da wäre ich auch frustriert :-[

LG,
Hermiene

Beitrag von klameto 19.09.06 - 15:00 Uhr

Ne sie macht keine Abfälle mehr.Doch der inku hat auch feuchte aber sie haben gesagt das sie keine mehr bräuchte.Ab und zu trinkt sie auch schon so um 15-21ml.Naja gross ist ja noch nicht so.Ja die sind zu weit.Ja das bin ich auch manchmal.

Lg Melanie+Lea

Beitrag von collin.joels.mama 18.09.06 - 12:05 Uhr

Oh jeeeeeeeeeeeeeeeee.....

Sorry, dass ich das sage... aber Mutterhaus... Naja...

Bis Collin zur Welt kam habe ich auch in Trier gewohnt. Aufgrund meiner Risiko-SS hieß es immer, ich müsste dann auch im Mutterhaus entbinden, obwohl ich lieber ins Elisabeth-Kh wollte.

Als es dann soweit war, was sagte das liebe Mutterhaus???

"Da wir wissen, dass ihr Kind unter 1000gr wiegt und in den nächsten Tagen geholt werden muss, können wir Sie leider nicht aufnehmen! Wenden Sie sich an eine Uniklinik!"

Toll, ne? Dadurch musste ich dann nach Köln in die Uniklinik. Von da hab ich mich nachher nach Saarbrücken verlegen lassen, weil es in Köln echt keine Zustände mehr waren! So kommt es auch, dass wir nach SB gezogen sind. Jeden TAg die Fahrerei von TR nach SB war echt unmöglich!

Habe in der SS auch zweimal im Mutterhaus gelegen. Naja... Ich hoff zumindest, dass sie euch gut behandeln. Fühlst dich gut aufgehoben???

Lg Steffi

Beitrag von klameto 18.09.06 - 12:50 Uhr

Hallo,ich muss sagen sie haben gute arbeit geleistet sonst wäre lea nicht soweit wie jetzt.Aber so langsam wird man da ein bisschen komisch behandelt.Wenn man anruft habe ich das gefühl das man so abserviert wird.Ich bin froh wenn wir auf die frühchen kommen.

Lg Melanie+Lea

Beitrag von collin.joels.mama 18.09.06 - 12:57 Uhr

Lach,

das mit dem Anrufen ist aber net nur in Trier so! ;-)
Fand das bei uns auch ganz komisch. Aber bei den Anrufen war es noch längst net so komisch, als wenn man auf Station kam. Ganz komisch, irgendwie.

Naja, wie gesagt, es geht vorbei. Hauptsache ist, dass es deiner Lea gut geht!

Und seien wir mal ehrlich: Wenn ich dort arbeiten würde, würde ich auch nicht immer frohlockend durch die Gegend laufen oder am Telefon antworten, als hätt ich grad im Lotto gewonnen. Die Menschen, die dort arbeiten, leisten ganze Arbeit. Im Vordergrund stehen die Kinder. Ist klar, dass man sich dann als Eltern auch mal "abserviert" vorkommt! Ging uns auch oft so!!! Gerade, weil man in so einer empfindlichen Situation ist, wenn es einem seelisch sowieso nicht gut geht, reagiert man auf sowas viel empfindlicher als sonst!

Es gibt halt Schwestern, die beziehen die Eltern sehr viel mit ein, weil sie wissen, was die gerade durchmachen. Aber es gibt auch halt solche, denen ist das zuviel, die tun ihre Arbeit am Kind, und das ist ja auch schon ganz schön viel wert. Ich denke mir, solang sie liebevoll mit den Kindern sind und gut mit ihnen umgehen, kann es mir sch**egal sein, wie sie mit mir umspringen.

Aber das seh ich auch erst im Nachhinein so. Als wir noch im KH waren, fand ich das auch ganz komisch und immer so ein unwohles Gefühl dabei!

Lg Steffi

Beitrag von darkness_diva 18.09.06 - 16:34 Uhr

Hallo,

das kommt drauf an ob es stabil genug ist ;-)

Meiner durfte nach nen bissel über 3 Wochen auf die normale
Kinderstation.

Gruss Claudi