Erneute Schwangerschaft nach Kind mit Down-Syndrom

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von jota02 18.09.06 - 11:29 Uhr

Hallo,
ich habe am im November 02 einen sehr süßen Sohn mit Down-Syndrom geboren. Jetzt bin ich wieder Schwanger (in der 13.Woche) und natürlich sehr angespannt. Wer ist in einer ähnlichen Situation oder hat eine ähnliche Situation schon erfolgreich beendet.
Ich freue mich über Eure Antworten

Beitrag von corinna2202 18.09.06 - 11:37 Uhr

hallo!

ich habe zwas kein eigenes kind mit down syndrom aber ich begleite 2 familien die kinder mit down syndrom haben schon seit vielen jahren! dadurch kenne ich mich auch etwas aus! ich FREUE mich sooo rießig wenn ich hier lese das ki mit ds ein geschwisterchen bekommen, denn das ist die beste entscheidung für die familie die sie treffen kann und alle werden davon profitieren!
zur ss selbst kann ich dir noch sagen, ich habe viel über ds gelesen,... aber ich habe noch nie von einer familie gehört die 2 down babies hatten! also sieh den ganzen gelassen entgegen und freu dich über deine ss die auch dein sohn sicher sehr intensiv miterleben wird!

lg corinna

Beitrag von christiane175 18.09.06 - 12:53 Uhr

Hallo,

was wolltest Du jetzt genau fragen? Vielleicht steh ich gerade zu sehr auf dem Schlauch... ;-)

Falls Du mit "erfolgreich" meinst, daß es diesesmal kein Down- Syndrom werden, bzw nicht nochmal, kann ich mich meiner Vorschreiberin nur anschließen: Ich persönlich kenne auch keinen Fall mit 2 DS in der Familie. Verschieden behinderte Kinder ja, aber 2 x dasselbe nicht.

Aber Deine Situation als Solche kann ich gut nachvollziehen!!!
Mein 1. Sohn (18) hat eine spina bifida, und bei allen anderen folgenden SS hatte ich tierische Angst, daß das Kind jeweils behindert sein könnte! Vor einer erneuten spina bifida hatte ich weniger Angst, da das wirklich höchst selten ist, daß sowas 2x passiert, aber vor einer anderen Behinderung eben. Ich alleine kenne 3 Fälle im Bekanntenkreis, die 2 verschieden behinderte Kids haben. Gleiche Behinderungen treten ja eher bei Erbkrankheiten auf, was DS ja nicht ist. Meine beiden folgenden Töchter kamen nach ziemlich angstbelasteten SS gesund zur Welt, jetzt bin ich das 5. mal schwanger (es war eine FG dazwischen) und habe wieder Angst, auch vor DS, da ich ja schon 41 bin. (Ich hoffe, Du fühlst Dir deswegen nicht zu nahe getreten, daß ich Angst habe ein Kind mit der Behinderung Deines Sohnes zu bekommen)
Ich habe allerdings bis jetzt nie eine FWU machen lassen, weil ich vor der, bzw. deren möglichen Folgen noch mehr Schiß habe und habe mich bisher auf Feindiagnostik- US (wegen der spina bifida, die man da ja ziemlich gut erkennen kann) und Bluttests verlassen, auch in dem Wissen, daß man selbst mit der engmaschigsten Pränataldiagnostik nicht alles feststellen, bzw. ausschließen kann. So hoffe ich halt, daß auch diesmal alles gutgeht!
Dasselbe wünsche ich Dir auch!!!

Liebe Grüße von Christiane

Beitrag von jota02 18.09.06 - 14:52 Uhr

Hallo Christiane,
der Ausdruck "erfolgreich" ist vielleicht wirklich etwas komisch!!!Klar meinte ich damit, daß das nachfolgende Kind nicht behindert ist. Ich glaube vor einem Kind mit Down-Syndrom hätte ich vielleicht gar nicht so viel Angst, das kennen wir ja schon. Und ich kann aus voller Überzeugung sagen daß ich Ihn nie gegen ein gesundes Kind eintauschen möchte oder wollte! Das unangenehme an dieser Behinderung sind einfach die gesundheitlichen Probleme (Herzfehler, häufige Infekte, Muskelschwäche usw.) und die Mitmenschen ( blöde Blicke usw.), aber da erzähle ich Dir sicher nichts Neues, wenn du selber einen behinderten Sohn hast . Die drei Fälle in Deiner Bekanntschaft, in denen es mehrere behinderte Kinder gibt, machen mir allerdings schon Angst!!! Ich hätte schon große Sorge, ob wir in der Lage sind einem zweiten behinderten Kind gerecht zu werden, aber wahrscheinlich wächst man auch in so eine Situation hinein.
Ich klammere mich immer noch an die Hoffnung, daß das Kind in meinem Bauch gesund ist!!!
Viele Grüße
Heike

Beitrag von christiane175 19.09.06 - 00:13 Uhr

Hallo,

ja, ich hatte/habe auch immer Angst mit NOCH einem behinderten Kind konfrontiert zu werden. Damals bei meinen Sohn war ich, und bin es heute noch, einfach nur froh, daß ich nicht vor die Entscheidung "Abtreibung oder nicht" gestellt wurde,da es erst in der 31.SSW festgestellt wurde. Ich bin froh, daß er da ist! Auch wenn die damaligen Prognosen sich nicht bewahrheitet haben insofern, daß es doch schlimmer war, bzw. noch zusätzliche Krankheiten und Behinderungen dazu kamen. Aber durch ihn habe ich doch ein ganz andere Sicht vom Leben bekommen und lebe vielleicht auch intensiver.
Nur, NOCH ein behindertes Kind hätte ich nicht ertragen, da wir, wie auch Du, immer ganz schön eingespannt waren mit KH- und Arztaufenthalten und -fahrereien und natürlich auch den Sorgen. Es kam ja auch bisher nicht so, zum Glück! Weil, die Entscheidung: das 1. Kind darf trotz Behinderung leben, jedes weitere aber nicht, ist verdammt schwer und vor Allem für Außenstehende vielleicht nicht nachzuvollziehen. Aber man hat zur selben Zeit eben nur eine begrenzte Menge Kraft.
Ich war auch froh, daß die anderen Kinder jeweils 3 1/2, 13 und eben jetzt 18 Jahre nach meinem Sohn kamen. Die 3 1/2 Jahre waren schon sehr dicht und ich mußte meine Tochter oft wochenlang jemandem anderen anvertrauen, weil ich mit Christoph in die Klinik mußte.
Jetzt lebt er seit einigen Wochen bei seinem Vater, war aber seine Entscheidung und hat auch nichts mit der erneuten SS zu tun, da ich es ihm erst anschließend gesagt habe. Ich verbuche das bei ihm im Moment unter Pubetätsschwierigkeiten und Suche nach der Vaterfigur. Nur erleichtert das natürlich einiges, FALLS es nochmals zu einem behinderten Kind käme, was ich natürlich genausowenig hoffe, wie Du !

Also, glauben wir mal daran, daß uns das Schicksal verschont und freuen uns so unbeschwert wie möglich auf unsere Babies, auch wenn´s schwer fällt!

Liebe Grüße und gute Nacht wünscht Christiane