Tochter hat im Kiga bei einem Kind Haarreifen kaputt gemacht..

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von shurei79 20.09.06 - 09:08 Uhr

Hallo!

Gestern hatte ich mal wieder ein Gespräch mit einer Erzieherin meiner kleinen Tochter (5). Sie hat angeblich einem Kind !!LETZTE WOCHE!!!! den Haarreifen aus den Haaren gerissen und dann direkt kaputt gebrochen. Nun ja, habs mir angehört und meinte dann, was ich jetzt tun solle, denn schliesslich wurden meiner Tochter auch schon sämtliche Haarspangen (selbst von diesem Mädchen!!!)aus den Haaren gezerrt und einfach mitgenommen oder sogar kaputt gebissen worüber ich mich auhc nie geäussert habe. Zudem ist es doch auf eigener Verantwortung was man seinem Kind mitgibt!
Darüber war sie stark entrüstet und meinte dann sowas wie sie hätte das aber mit voller Absicht getan und sie hätte das gesehen!! Joa und dann meinte ich zu ihr:" Ja und ich war leider nicht dabei und konnte es verhindern!" Ich merkte wie sehr das BLut bei ihr kochte und habe dann zu ihr gesgat sie solle der Mutter bitte bescheid geben, sie soll sich mit mir in Verbindung setzten damit sie als Erzieherin erstmal aussen vor bleibt!!Daraufhin lief sie wie ein eingeschnapptes Kind davon ohne Tschüss ohne gar nichts.
Nach dem Gespräch habe ich mit meiner Tochter (zu Hause)gesprochen und sie meinte zu mir, dass sie sich bei dem Mädchen entschuldigt hatte und es ihr auch leid tat, aber die Erzieherin die mit mir gesprochen hat, hat es gar nicht gesehen, sondern die andere!! Die ist aber zu feige mich darauf anzusprechen. Die Erzieherin benimmt sich also nicht nur kindisch sondern sie lügt auch noch!!!!
Naja wollte ich nur mal los werden!!


Was meint Ihr!?
LG Shurei

Beitrag von kleene0106 20.09.06 - 09:18 Uhr

Hallo,

ich persönlich hätte mich für das Verhalten meiner Tochter einfach entschuldigt (egal ob nun absichtlich die Spange kaputtgemacht wurde oder nur aus versehen) und dem Mädchen eine neue Haarspange gekauft. Mir wäre es auch wurscht ob man meiner Kleinen eine neue Spange kaufen würde. Mir ginge es einfach darum meinem Kind beizubringen, wenn man etwas kaputt macht, wird es selbstverständlich ersetzt! Auch wäre es mir wichtig ihr klarzumachen, dass man absichtlich nichts kaputt macht. Und wenn dann doch was passiert, dass man das dann sofort sagt.

Das ist meine Meinung darüber.

LG
Kleene

Beitrag von flocke123 20.09.06 - 09:28 Uhr

Hallo,

Du kannst Dich nicht mehr als für das Verhalten Deiner Tochter entschuldigen, Du warst ja schließlich nicht dabei, um es verhindern zu können. Das ist im Kiga eigentlich Aufgabe der Erzieherinnen, aber die können ihre Augen ja auch nicht überall haben.

Wenn es ein einmaliger Vorfall war, würde ich dem ganzen keine große Bedeutung beimessen. Solche "Kollateralschäden"kommen beim Kiga-Besuch einfach vor. Meine Tochter bekam eine Zeitlang auch regelmäßig die Haargummis von einem Mädchen aus den Haaren gerissen und dann waren sie weg. Irgendwann war es mir zu bunt, da ich keine Lust hatte, jede Woche 2- 3 Paar neue Haargummis à 2,00 EUR zu kaufen.

Ich habe mir erstens das Mädchen direkt gegriffen und habe sie gefragt, ob es stimme, daß sie meiner Tochter immer die Haargummis ausreißen und dann wegschmeißen würde, was sie bejahte. Ich habe sie daraufhin gebeten, das zukünftig zu unterlassen und ihr "gedroht", ansonsten mit ihrer Mutter daüber sprechen zu müssen. Sie war ziemlich kleinlaut und seitdem ist Ruhe. Die Mutter weiß Bescheid und fand mein Vorgehen in Ordnung.

Seitdem kommt es nicht mehr vor, aber ich bin trotzdem dazu über gegangen, meiner Tochter nur noch Billig-Gummis und keine teuren Haarspangen mehr in die Haare zu mache, weil im Kiga immer mal was wegkommt.

Ich würde mal die Mutter des Mädchens direkt ansprechen und ihr anbieten, den Schaden zu ersetzen. Mit der Erzieherin würde ich das gar nicht mehr diskutieren, sondern ihr sagen, daß ich den Vorfall direkt mit den Eltern des anderen Mädchens kläre.

VG
Susi

Beitrag von prinzessin1976 20.09.06 - 11:55 Uhr

Ich bin froh dass es so abgelaufen ist denn sowas kann auch mal nach hinten losgehen!
In dem Kindergarten indem ich arbeite hat ein Junge mal einem anderen Jungen sein Spielzeug asu versheen kaputt gemacht! Der Vater hat am nächsten Tag im Flur den anderen Jungen so fertig gemacht und KLEIN geschimpft er solle gefälligst aufpassen wenn er mit Spielzeug spielt dass nicht ihm gehört! Ab da hatter er Angst in den Kindergarten zu gehen! Weint jeden Morgen weil er Angst hat der Vater von dem anderen Jungen könnte wieder da sein!!!

Ich als Erzieherin sehe dass so:
1. Wenn Kinder am "Speilzeugtag" ihr Spielsachen mitnehmen so gehen sie das Risiko ein dass es evtl kaputt gehen könnte. DENN das Spielzeug wird auch mal geteilt!!!! Ansonnsten bleibt es zu Hause!
2. Wenn Konflikte da sind können meinetwegen die Eltern untereinander darüber reden aber was die Kinder betrifft so ist es den Eltern untersagt andere Kinder zu beschimpfen, zu drohen oder gar zu bestrafen! Das ist Aufgabe der Eltern des jeweiligen Kindes oder der Erzieherinnen!!!!
3. Wie die Eltern ihre Konflikte austragen ist ja im Grunde ihre persönliche Sache aber ich rate den Eltern in eienr Situation wie dem Haarreifen das Teil zu ersetzen! So lernt das Kind dass man Dinge nicht einafch mutwillig kaputt machen sollte und man danach losgehen muss und es erstzen muss!! Wichtig ist hier das das Kind einen "schönen neuen Haarreifen" für ein anderes Kind kaufen muss aber selbst KEINS bekommt!!!!
Wenn allerdings aus Versehen etwas kaputt geht so ist das Schade aber man sollte nicht ein riesen Drama daraus machen!

Beitrag von flocke123 20.09.06 - 12:14 Uhr

Hallo,

keine Angst, ich habe das Mädchen nicht fertiggemacht, oder so, sondern sie ganz sachlich darauf angesprochen. Die Kleine kommt auch immer mal zum Spielen zu uns, von daher kenne ich sie und die Eltern persönlich, so daß es kein Thema war.

Ich habe es auch der Mutter ein paar Tage später erzählt, und sie hatte damit keine Probleme.

Ich gebe Dir recht, daß grundsätzlich die Erzieherinnen für solche Konfliktlösungen zuständig sind, aber die interessieren sich natürlich nicht für abhandengekommene Haargummis, sondern haben auch wichtigeres zu tun.

Von daher fand und finde ich es am pragmatischsten, bei kleineren "Vergehen" das Kind einfach mal direkt anzusprechen, zumal wenn man es persönlich kennt.

Wenn es ernstzunehmende Dinge sind, würde ich aber auch eine Lösung über die Erzieherinnen oder die Eltern suchen.

VG
Susi

Beitrag von zaubertroll1972 20.09.06 - 09:53 Uhr

Hallo,

ich würde mit der Mutter reden und anbieten daß ich den Haarreifen bezahle oder einen neuen kaufe. Mein Kind solle sich entschuldigen und fertig!
Ich sehe es nicht so daß man seinem Kind Haarschmuck etc. auf eigene Verantwortung mit gibt. Das ist persönlicher Eigentum und darf von anderen nicht kaputt gemacht werden. Das wäre doch wohl noch schöner! Dann könnten sich die Kinder gegenseitig die Brotdosen oder Kindergarentaschen kaputt machen und alles wäre ok!
Wie gesagt, ich würde es so handhaben.

LG Z.

Beitrag von .claudi. 20.09.06 - 09:59 Uhr

Hallo Shurei!

Ich finde, du hast ein bißchen überreagiert. Es stimmt, daß es auf eigene Verantwortung ist, was man seinem Kind mitgibt, aber deine Tochter hat extra den Haarreifen aus dem Haar "gerissen" und kaputt gemacht. Ich denke, wenn es ausversehen passiert wäre, wäre nie ein Wort darüber gefallen. Wahrscheinlich geht es auch bei der ganzen Sache nicht darum, daß du einen neuen Haarreif kaufst, sondern einfach daß du Bescheid weißt. Oft kommt ja von Müttern die Äußerung, daß die Erzieherinnen ihnen nichts erzählen und sie von vielen Vorfällen im Kiga nichts oder nur durch ihr Kind erfahren. Betrachte es von der anderen Seite: eine Mutter hat sich über dein Kind geärgert und hat dies durch die Erzieherin dir mitteilen lassen. Ist doch besser, als wenn hinter deinem Rücken über dich und dein Kind geredet oder sogar gelästert wird.

Auch kann ich ein bißchen die Reaktion der Erzieherin verstehen als du zu ihr gesagt hast: Ja und ich war leider nicht dabei und konnte es verhindern!" Das heißt ja eigentlich soviel wie, daß du der Meinung bist, die Erzieherin paßt nicht gut genug auf die Kinder auf, sonst hätte sie es verhindern können.

Ich würde mich, wenn die andere Mutter mich persönlich noch anspricht, bei ihr für das Verhalten deiner Tochter entschuldigen und damit müßte die Sache erledigt sein.

LG Claudia

Beitrag von parzifal 20.09.06 - 10:08 Uhr

Hallo,

Habe ich etwas überlesen?

Wieso lügt die Erzieherin die mit Dir gesprochen hat?

parzifal

Beitrag von shurei79 20.09.06 - 11:42 Uhr

Hallo Parzifal!

Also es sind zwei Erzieherinnen in der Gruppe.Ich nenne die eine jetzt X und die andere Y. Frau X hat es gesehen wie meine Tochter den Haarreifen kaputt gemacht hat und darum gebten ,dass meine Kleine sich bei dem Mädchen entschuldigt. Ab da war es für meine Tochter auch erledigt.
Dann hat Frau X es Frau Y ein paar Tage später erzählt und diese Frau Y hat dann mir gegenüber behauptet sie hätte es gesehen , was aber nicht der Wahrheit entspricht!!
Zudem empfinde ich ihr Verhalten äusserst unangemessen, denn ich habe ja nicht gesagt, dass ich keinen neuen Haarreifen ersetzen würde. Zudem war ich auch bereit das mit der Mutter persönlich abzuklären!!! Ab da hätte es doch für sie erledigt sein müssen!!?? Aber sie benahm sich so, als ob meine Tochter ihren Haarreifen kaputt gemacht hätte.

Aber ich denke auch ich sollte mich mit der Mutter einmal persönlich in Verbindung setzten. Habe mittlerweile das Gefühl ,dass es sie nämlich gar nicht so besonders gestört hat sonst wäre da wohl schon eher was gekommen!? Wer weiss, was die Mutter zu ihr gesgat hat.
Ach und noch was,klar gehören Ketten, Taschen, Brotdosen zu persönlichen Utensilien,aber das meiner Tochter auch schon sämtliche Ohrringe Armbänder und Ketten geklaut oder sogar kaputt gemacht wurden interessiert sie dann aber weniger udn dann wird auch nichts ersetzt!!
Zudem finde ich es natürlich pädagogisch Wertvoller, hätte man mich direkt an dem Tag ,als es passiert ist, angesprochen und nicht erst nach einer Woche!!!!! So hätte meine Tochter direkt gelernt was es heisst, wenn man etwas kaputt macht es auch zu ersetzten!!!!

Vielen Dank für Eure Antworten!!

LG Shurei

Beitrag von parzifal 20.09.06 - 11:54 Uhr

Hallo,

jetzt ist mir erst verständlich warum eine Erzieherin die Unwahrheit gesagt haben soll. Dies war zunächst nicht ersichtlich.

Ich würde die Angelegenheit nicht überbewerten. Kostet nur unnötige Nerven.

parzifal

Beitrag von bezzi 20.09.06 - 10:12 Uhr

Rein rechtlich gesehen, ist Dein Standpunkt korrekt.
Deine Tochter ist zu jung, um für selbst verursachte Schäden zu haften. Egal ob Absicht oder Versehen.
Du hast Deine Aufsichtspflicht nicht verletzt, denn die hat Du ja wirksam dem Kindergarten übertragen.
Wenn die Erzieherin ihre Aufsichtspflicht verletzt hat, ist sie persönlich haftbar. Das wird aber schwer nachzuweisen sein.
Also könnte der Träger der Einrichtung bzw. seine Versicherung haftbar sein.

Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass es das Gesetz des Anstandes gebietet, eine solche Kleinigkeit unbürokratisch und direkt zu erledigen.
Aber es könnte ja auch mal mehr passieren und da ist es schon hilfreich, wenn man seine Rechte und Pflichten kennt.

Gruß

bezzi

Beitrag von sora76 20.09.06 - 11:51 Uhr

Hmmm.....ich finds ein bissi viel Wind.
Rechtlich oder nicht ist hier wohl eher nicht gefragt. Ich denke wenn man etwas kaputt macht, hat man dafür gerade zu stehen.
Die Erzieher hätten direkt reagieren müssen ( Entschuldigen u.ä.) und die Mutter später darüber verständigen sollen. Eine Woche später ist einfach ein Witz und darf nicht sein. Als Elternteil hat man das Recht zu wissen was das Kind im KiGa so treibt wenns außer der Reihe ist. Wie schon hier gesagt: Die Erzieher haben in der Kindergartenzeit die Verantwortung für die Kinder.

Wenns nur einmal vorgekommen ist, wäre die Sache nach Entschuldigen des Kindes erledigt gewesen. Notfalls hätte ich der Mutter des Kindes das Geld für den Reif gegeben und Ende.
Jetzt eine Woche später damit zu kommen find ich lächerlich, da die Sache einfach vergangen ist und das Kind sich damit gar nicht mehr richtig auseinandersetzen kann.

LG Sonja

Beitrag von hummelinchen 20.09.06 - 17:10 Uhr

Hey,
da eine Medaille immer zwei Seiten hat und da ich jetzt nur eine kenne ist es schwierig Stellung zu beziehen.
Aber es sieht so aus als hätte die Erzieherin ein Kommunikationsproblem. Das hört sich sehr unproffesionell an. Ich hätte so ein Gespräch anders angepackt aber das sit etwas anderes.
Es ist dein gutes Recht so zu handeln. Hut ab!! :-D (Ich schmunzel hier die ganze Zeit, weil ich mir vorstellen kann was die Erzieherin gedacht hat) sorry!!

Mein Vorschlag wäre, dass du zusammen mit deiner Tochter losgehst und einen neuen Haarreifen kaufst. Damit geht ihr dann das andere Mädchen besuchen und schenkt ihr den Haarreifen.
So kommst du auch mit der anderen Mutter ins Gespräch und hoffentlich ist dann alles aus der Welt.

Warum du? Irgendeiner muss doch nachgeben. Dann bist du sogar die klügere... #cool (Sprichwort)

Und mit der Erzieherin und ihrer Kollegin würde ich evtl nochmal das Gespräch suchen. Denn nur weil deine Tochter die x nicht sah, heißt das nicht, dass sie es wirklich nicht gesehen hat... Verstehste??

lg Tanja

Beitrag von shurei79 21.09.06 - 13:27 Uhr

Hallo!!

Habe heute mit der Mutter gesprochen und sie sagte, dass es ihr eigentlich egal war, dass der Haarreifen kaputt ist, da sie weiss, dass ihre Tochter auch nicht Ohne ist. Sie will den Reifen gar nicht ersetzt haben und hat auch diesbezüglich der Erzieherin nichts gesagt. Aber die Erzieherin war der Meinung sowas müsste ersetzt werden und sie würde mich dann darauf ansprechen. Nun ja, meine Reaktion darauf habe ich Euch ja schon geschildert.
Ich finde das Verhalten, im Nachhinein, der Erzieherin völlig überzogen, wenn der Mutter das gar nicht so wichtig war!!!

Naja Sache ist geklärt und die Mama der Kleinen will keinen Ersatz. Haben uns geeinigt, dass meine Tochter mal etwas nettes für ihre Tochter mitbringt.

Liebe Grüsse