Wieder weinen bei Übergabe in die Kita!!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von 211273 27.09.06 - 11:26 Uhr

Hallo liebe Urbia-Moms,

Mein Sohn geht in die Kita seit einigen Monate. Nach der Eingewöhnungsphase hat er nur selten ein wenig gequengelt bei der Übergabe.
Jetzt ist er 14 Mo. alt und seit Montag ist die Übergabe in die Kita ein Drama. Er klammert wie an Affe an mich und weint kräftig. Die Erzieherin sagt, er beruhigt sich schnell. Das bricht mein Herz trotzdem.

Hat jemand Erfahrung mit solcher Situation? Ist dies nur die berühmte „Klammerphase“? Oder muss ich mich darauf einstellen, dass er von nun an immer weinen wird?

Vielleicht kann eine Expertin diese Frage beantworten: Versteht ein 14-Mo. altes Kind bzw. kann es sich daran erinnern, dass es später abgeholt wird? Oder ist es fürs Kind jeden Tag erneut ein „Verlassen-Werden“?

Danke für eure Antworten/Meinungen!

AS

Beitrag von dannieundnoah 27.09.06 - 12:04 Uhr

Sorry, aber ich find es ohnehin schade, wenn so kleine Kinder schon in einer KiTa untergebracht werden, aber du hast da bestimmt deine Gründe für.
DeinSohn ist jetzt in einem Alter , in dem er versteht, dass du weggehst und erst Stunden später wiederkommst. Er würde aber den Tag viel lieber mit seiner Mami verbringen. Leider nützen in dem Alter auch noch keine Absprachen, wie: Mama muss leider arbeiten, aber wenn ich dich abhole, gehen wir noch auf den Spielplatz", da das für 14 mon-Kinder noch zu lang hin ist, um es mit dem Abschiedsschmerz zu verbinden.
Mein Tipp: Versteh deinen Sohn, dass er traurig ist, dich den ganzen Tag nicht zu sehen und zeige , dass du auch traurig bist. versuche mit der Erzieherin etwas Schönes zu finden, was er total gerne mag, was die beiden ´dann wenn er kommt machen können, z.B. Liebelingsbücher anschauen, knuddeln etc. Leider sind die KiTas ja meist so überfüllt, dass die Erzieherinnen für den einzelnen gar nicht so viel Zeit haben.
Liebe Grüße, Dannie

Beitrag von mistral68 27.09.06 - 12:48 Uhr

Hallo,

mein kleiner Mann ist, seit er acht Monate alt ist, bei einer Tagesmutter. Vincent ist jetzt 20 Monate alt.

Wir haben im letzten Jahr ziemlich viele Phasen gehabt - von abgeben okay, über Weinen beim Abgeben (auch so als er ca. 14 Monate alt war) bis hin zu Tagen, an denen er am liebsten dort geblieben wäre und ich Mühe hatte, ihn zu überzeugen,
mit mir nach Hause zu fahren....
Inzwischen ist die Lage stabil: er gibt mir einen Abschiedsbussi und winkt beim Abgeben und freut sich, wenn ich komme, um ihn abzuholen. Sagt dann allen tschüß, schreit Mama Auto und rennt los....

Im Sommer war die Tagesmutter im Urlaub - er hat in den drei Wochen dauernd nach ihr und den anderen Kindern gefragt. Er liebt es, dort zu sein.

Im Gegensatz zu meiner Vorschreiberin würde ich nicht zeigen, dass Du traurig bist. Das Kind muss die Sicherheit haben, dass die Situation okay ist und Du dahinter stehst. Wenn Vincent beim Abgeben geweint hat, habe ich mich genauso wie an allen anderen Tagen von ihm verabschiedet und bin gegangen. Die Tränen waren wohl in der Regel nach 30 Sekunden getrocknet!!
Klar hat es mir auch weh getan, aber es macht die Situation für alle nicht besser, wenn man länger bleibt oder gar dem Kind noch erklärt, dass Mama auch traurig ist.

Vincent hatte nach zwei Wochen absolut verinnerlicht, dass er morgens bei der Tagesmutter ist und hat sich nach zwei Wochen dort auch so geborgen gefühlt, dass er wie zu Hause geschlafen hat etc.
Er hat auch ganz schnell verstanden, dass Mama ihn nach ein paar Stunden wieder abholt. Unterschätz nicht, was die Kinder alles verstehen. Ich habe ihn immer erzählt, dass ich ihn nach dem Mittagessen abhole und wir dann Nachmittags zusammen spielen, spazieren gehen....

Und noch etwas: ich bin mittlerweile der Meinung, dass Vincent die lebenslustige und liebevolle Umgebung bei der Tagesmutter sehr gut tut. Er lernt soziales Verhalten im Umgang mit anderen Kindern, dass er nicht immer der King ist, lernt zu helfen (z.B. Tisch decken), hat viele andere Anregungen, die ich ihm nicht geben würde. Nur als Beispiel: ich habs nicht so mit singen und Kinderliedern. Bei der Tagesmutter singen die Kinder viel und sie hören Musik, manchmal auch klassische Musik. Vincent kann mit seinen 20 Monaten schon fast vier Kinderlieder mitsingen....
Und er hat obwohl er zunächst motorisch immer sehr langsam war, mit 14 1/2 Monaten laufen können und redet heute schon 3-Wort-Sätze. Sein Wortschatz umfasst locker 100 Wörter. Es muss nicht immer schlecht sein, wenn Kinder auch schon wenn sie ganz klein sind, von jemand anderem als der Mama betreut werden.

Liebe Grüße

Kathrin & Vincent (*16.01.2005)

Beitrag von 211273 27.09.06 - 15:29 Uhr

Hallo Katrin,

danke für die aufbauende antwort :-), so was habe ich gebraucht.

Ich zeige Diego nicht das ich traurig bin, der Abschied ist wie immer ziemlich kurz. Schlechtes Gewissen habe ich auch nicht. Ich weiss es ist schön und gut für ihn mit anderen Kinder zu sein, als den ganzen Tag bei Mama.
Mal schauen wie sich die Sache entwickelt.

Schöne Grüße
AS

Beitrag von ixama 27.09.06 - 21:15 Uhr

Hallo Kathrin,

vielleicht hätte ich mir zuerst mal deinen Beitrag durchlesen sollen, bevor ich AS antworte.



Schließe mich dem von dir geschriebenen nämlich 1:1 an.


Viel spass weiterhin.



Beitrag von ixama 27.09.06 - 21:09 Uhr

Hallo AS

Meiner ist auch 14 und schon länger in der Krippe (nun schon über ein halbes Jahr).

Er weint hin und wieder mal, wenn ich ihn abgebe. Das ist allerdings sehr selten.

Er hat sich jetzt mit seiner Situation abgefunden und weiß, dass es nichts bringt, denn ich gehe, auch wenn er weint, sehr schnell aus dem Raum. Ich möchte bei ihm keinen Hoffnungsschimmer aufglühen lassen. Das würde das noch verschlimmern.

Ich bin, wenn er weint, nicht tottraurig. Ich finde es gut, dass er in die Krippe geht und ihm wird dort eine Menge geboten. Ihm geht es gut. Die Portion Eltern bekommt er am WE und früh sowie abends.

Er weint, wenn überhaupt mal, ca. 10 Sekunden.

WEnn deiner sich an der Hose festhält, würde ich ihn allerdings mal hochnehme, drücken, küssen und der Erzieherin übergeben. Immer dieses Ritual.

Du kannst ihm ja sagen, dass du ihn lieb hast, jetzt zur Arbeit musst. Auch wenn er den Zusammenhang nicht versteht, merkt er, dass er ernst genommen wird und eine Erklärung bekommt.


Ich glaube nicht, dass deiner denkt, dass du nicht mehr wiederkommst. Solche Gedanke hat ein so kleiner Kerl bestimmt noch nicht.

Aber er will eben, dass du bei ihm bleibst.

Ich war früher, wie fast alle in der DDR, in der Krippe. Meine Mutter erzählte, dass wir auch hin und wieder mal weinten. Später wollte wir hin und wieder nicht nach Hause.

Keine Angst, das ändert sich bald schnell!

Viel Freude für euch


#klee#blume