Was tun gegen Nikotinentzug???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von meena 27.09.06 - 22:51 Uhr

Hallo!

Ich bin im 2. Monat schwanger und war bevor ich von der Schwangerschaft wusste recht starke Raucherin (ca. 1 Schachtel am Tag).

Jetzt hab ich natürlich Entzugserscheinungen und denke nur noch an Zigaretten. #heul

Hat jemand einen Tipp, wie man damit besser klar kommt???

Liebe Grüße
Meena

P.S. Bitte keine Sprüche wie "denk an dein armes Baby, dann vergeht dir schon die Lust auf's Rauchen". Wenn ich nicht an mein Baby denken würde, müsste ich mir um sowas keine Gedanken machen.

Beitrag von gina694 27.09.06 - 23:12 Uhr

denks ans geld.ist doch voll die geldverschwendung.anstatt zigaretten kaufen kannst du sparen um deinem baby was zu kaufen;-)

Beitrag von mary_joana 27.09.06 - 23:14 Uhr

hi,

also ich hab vor meiner ersten ss auch soviel geraucht und dann sofort aufgehört. klar hab ich immer an die zigaretten denken müssen. ich hab mich einfach mehr mit leuten getroffen die nicht rauchen. hab mir im internet durchgeguckt wie gefährlich so ne zigarette fürs baby ist. und wirklich: als ich das so durchgelesen hab ist mir die lust danach wirklich vergangen. also schau dich bissl im netz um.
man gewöhnt sich dran. wenn mal nen monat geschafft hast ist alles halb so wild. wünsch dir viel kraft das du schön stark bleibst. #pro

lg mary jo

Beitrag von misssun 27.09.06 - 23:15 Uhr

Hallöle,
ich kann dich sehr gut verstehen. Ich hab zwar nicht während der #schwanger aufgehört zu rauchen, aber es nicht leicht. Ich rauche seit 3 Jahren nicht mehr und bin sehr froh darüber. Fange es auch nie mehr an! Hoffe ich!!!
Mir hat es immer geholfen mich abzulenken. Hab viel gelesen im Internet gesurft usw. Am besten war puzzeln bei mir. Ich hab in der ersten Zeit bestimmt 10 Puzzel fertig gemacht.
Was auch ganz gut ist Kaugummi kauen. Außerdem hab ich jede menge Kürbiskerne vetilgt. Bis ich gemerkt hab, das es für das Gewicht nicht von Vortel ist. Da bin ich auf Obst in jeglicher Form umgestiegen. Hab es ziemlich klein geschnibbelt und war dann einige Zeit beschäftigt.
Ich wünsch dir viel Glück beim Durchhalten. Lenk dich ab! Das ist das wichtigste.

LG
#sonne (#baby 18.SSW)

Beitrag von odin1981 27.09.06 - 23:31 Uhr

Kauf dir das Buch "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr, und starte nochmal neu. Oder renn einfach 2-3 Woche die Wände hoch- so wie ich. Schrei herum, mecker jeden an, sei einfach unausstehlich. Nach der Zeit geht es langsam bergauf ;-)
Nur man darf sich eben nicht zu einem "kleinen Zug" überreden lassen. Man braucht viel Willenskraft, aber es ist zu schaffen :-D

Gruß Bianca
die 10 Jahre lang gequalmt hat ohne Ende, in der SS drastisch reduziert, und dann in der 25. ssw endlich geschafft hat aufzuhören. Inzwischen bin ich 1 Jahr und 14 Tage Clean #huepf#freu;-)

Beitrag von oddes 28.09.06 - 08:20 Uhr

Hallo,

muss dir zustimmen habe aber den Kurs gemach von Endlich Nichtraucher, das Buch war bei mir nicht ganz so erfolgreich,,...aber wenn ich drüber nachdenke wenn man das tut was er sagt im Buch ist es auch easy.. habe zum rauchen aufgehort bevor ich wusste das ich Schwanger bin. Und mir gehts super, es kommt drauf an wie du an die Zigarette denkst, mach sie dir nicht wertfoll.. VIEL ERFOLG#




Beitrag von odin1981 28.09.06 - 15:08 Uhr

Naja das Buch hat mir erst schon geholfen, nur ich hatte so eine Angst, wirklich einen Schlußstrich zu ziehen. Also habe ich es immer seltener weiter gelesen. Da ich mir ein zeitliches Limit gesetzt habe, habe ich es eben drastisch gemacht. War vielleicht nicht der richtige Weg, aber ich habe es trotzdem geschafft von dieser Sucht loszukommen. #huepf

Hat der Autor Vertreter die Kurse leiten oder macht er das selber?

Beitrag von projekt_schlumpf 27.09.06 - 23:41 Uhr

Erstmal möchte ich Dir meine Bewunderung für Deine Tapferkeit aussprechen.
Das Du nicht rauchst, ist super!

Weißt Du, was mir geholfen hat? Die Erkenntnis, dass der ganze Entzug nur durch das Rauchen ausgelöst wird, nicht durch das Nichtrauchen. Wenn Du Dir in Deinem Kopf klar machen kannst, dass Du durch das Nichtrauchen nichts versäumst, dann wird es einfach.
Denke an die vielen Nachteile des Rauchens. Kosten, Gesundheit und zunehmend auch soziale Missachtung. Das alles lässt Du als Nichtraucher hinter Dir.

Du kommst nicht darum herum, nicht an das Rauchen zu denken. Ich denke am Tag hundert Mal ans Rauchen (Vielleicht poste ich deshalb soviel darüber), aber jedes Mal wenn ich daran denke, dann bin ich erleichtert darüber, dass ich frei bin und mir nicht mehr selbst die Luft abdrehen muss.

Nichtrauchen ist geil!!! Freu Dich darüber Nichtraucher zu sein. Du schützt damit Dein Würmchen und bist ihm, wenn es auf die Welt kommt ein Vorbild.

Ich drücke Dir ganz feste die Daumen, dass Du stark bleibst.
Vergiss nicht, Du versäumst nichts.

LG Klemens

Beitrag von meena 27.09.06 - 23:47 Uhr

Danke ihr Lieben für die ermunternden Worte! #liebdrueck #herzlich

Beitrag von ianneke 28.09.06 - 07:49 Uhr

Noch besser, besuche das Seminar von Alan Carr. Die Kosten werden zum großen Teil von den meisten Krankenkassen übernommen und es gibt eine Geld-Zurück-Garantie.

Ich hab früher 1,5 bis 2 Schachteln geraucht und alles mögliche versucht, um mit dem Rauchen aufzuhören. Auch das Alan Carr Buch gelesen. Sogar die erweiterte Version. Hat alles nichts geholfen.

In dem Seminar geht man sämtlichen Gründen für's Rauchen auf den Grund. Und wenn du damit durch bist (ich selbst habe auch noch die zwei Aufbauseminare gebraucht, bis ich's endlich kapiert hatte :-D), brauchst du nicht mal Willenskraft, um ohne Zigaretten zu leben.

Für mich waren folgende Gedanken immer sehr hilfreich:

1. Die körperlichen Entzugserscheinungen hast du längst hinter dir, denn die hat man nur ein paar Stunden. Das, was du jetzt als Entzugserscheinungen wahr nimmst, entsteht nur in deinem Kopf! Wenn du "Lust" auf eine Zigarette bekommst, dann ist das nur wie mit dem Hund und der Glocke in dem Forschungsprojekt von Pawlow http://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Petrowitsch_Pawlow
Zum Beispiel die Zigarette nach dem Essen. Angeblich ist sie ja eine der besten. Und je besser das Essen, desto besser schmeckt die Zigarette danach. In Wahrheit ist sie aber nur so "wertvoll", weil man vorher eine ganze Zeit lang nicht rauchen durfte, das gehört sich schließlich nicht und ist auch nicht so einfach, wenn man Messer und Gabel in den Händen hält. Der Nikotinspiegel ist stark gesunken und die Zigarette dient nur dazu, ihn wieder anzuheben. Jetzt, wo du aufgehört hast, schreit dein Körper nicht mehr nach dem Nikotin, aber in deinem Kopf gibt es immer noch die Konditionierung Essen zu Ende - Rauchen!

2. Wenn man wirklich mal objektiv darüber nachdenkt, gibt es keinen Grund zum Rauchen. Zigaretten helfen nicht gegen Stress, tragen nicht zur Gemütlichkeit bei, vertreiben keine Langeweile.... Und die meisten Zigaretten rauchst du sowieso unbewusst, also du nimmst sie gar nicht wahr. Du zündest sie an und irgendwann sind sie aus! Objektiv betrachtet schmecken Zigaretten auch nicht, rufe dir mal deine erste Zigarette ins Gedächtnis, sie schmeckte garantiert ekelig, auch wenn man das natürlich niemals zugegeben hätte!

Als ich damals dann endgültig aufgehört habe, fand ich es eigentlich ganz einfach. Willen brauchte ich eigentlich nur immer, um die vielen Fallen meines inneren Schweinehundes zu durchschauen. Mein Mann meinte, ich wäre zwei Wochen lang etwas nervig und nervös gewesen, ich selbst habe das gar nicht wahr genommen, ich fand mich ziemlich cool :-D

Und wechsel doch einfach mal die Sichtweise. Sieh das Aufhören nicht als ein lästiges Muss, weil du ja schwanger bist, sondern betrachte es als Abenteuer, denn jede Attacke des Nikotinmonsters und deren Bekämpfung kann auch aufregend und spannend sein! Sieh's also positiv, mit jedem Tag wird es viel einfacher!

Alles Gute und liebe Grüße

Anneke

Beitrag von rosa67 28.09.06 - 07:23 Uhr

Hallöchen Meena und guten Morgen :-)

vielleicht liest Du ja hier noch, auch wenn die Frage von gestern ist. Zuerst einmal finde ich es wirklich toll, dass Du mit dem Rauchen aufhörst. Das wäre ja toll, wenn Du auch nach der Schwangerschaft rauchfrei bleibst. Ist gesünder, ist billiger, ist mehr Freiheit und so.

Hm, Tipps gegen Entzugserscheinungen: Erst einmal hat Klemens recht. Raucher haben viel schlimmere Entzugserscheinungen, das ist ganz gut, sich das klar zu machen. Du hast eine anstrengende Zeit, wo Du jetzt durch musst. Das kann ein par Tage oder Wochen dauern. Nun denk einmal an die Zeit zurück, in der Du noch geraucht hast. Da gibt es immer wieder Zeiträume, in denen das nicht geht. Was passiert? Dann kommt der Schmacht! Und den hat ein Nichtraucher nicht. Wenn Du noch ein bisschen durchhältst, dann kennst Du das auch wieder. Kein Schmacht, kein Verlustgefühl. Natürlich kommt es ab und an wieder. Keine Sucht ist so sehr in das alltägliche Leben verwoben wie das Rauchen, da muss man auch ein wenig Geduld mit sich selbst haben, bis man das ganz los ist.

Ich rauch jetzt seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Mittlerweile bin ich nur noch glücklich über meine stinklose Unabhängigkeit. Da ich beim Aufhören nicht schwanger war, hatte ich das Glück, dass ich Nikotinpflaster als Hilfe nehmen konnte. Aber auch radfahren, spazierengehen, fernsehen, lesen, aufräumen, naschen etc. haben mir geholfen. Ich habe auch in der ersten Zeit bewusst Aktivitäten vermieden, bei denen ich früher geraucht habe.

Vielleicht kann man den tatsächlichen Schmachter mit einer Wehe vergleichen, der ist ein paar Minuten richtig heftig da, dann geht er auch wieder, wenn man ihn fortschickt.

Falls Du im Internet Hilfe und Unterstützung suchst, dann geht das bei dem kostenlosen Projekt http://www.rauchfreionline.de ganz toll, ohne das hätte ich es nicht geschafft.

Ich drück Dir ganz heftig die Daumen.

Liebe Grüße
Heidrun :-)

Beitrag von rain72 28.09.06 - 09:26 Uhr

Hallo,
erstmal Glückwunsch, dass Du es schon geschafft hast, aufzuhören!!! Ich hab vor ca. 5 Jahren aufgehört, hab vorher ungefähr genauso viel geraucht, wie Du.
Ich fand damals immer, dass es weniger der "körperliche" Entzug ist, der schwierig ist, sondern mehr die Gewohnheit. Ich meine damit, dass man ständig in den Situationen ist, in denen man sonst gemütlich eine geraucht hat - also etwa nach dem Essen, oder morgens mit dem ersten Kaffee oder an der Bushaltestelle.... Du weißt sicher, was ich meine. Mir hat es sehr geholfen, diese Situationen zu ändern, also etwa nach dem Essen nicht noch sitzenbleiben sondern erstmal einmal um den Block gehen oder so. Auf jeden Fall sollte man vermeiden, dass man genau das gleiche macht wie als Raucher und einem dabei halt immer "irgendwas fehlt"!
Gewohnheiten ändern ist schwierig, aber: Du schaffst das und es wird mit der Zeit besser!!!
Alles Gute!
rain72