Für das kleine bisschen „Mehr“ - Akuelles aus der Wissenschaft

ursulaknorrek 04.10.12, 10:42
Liebe Gruppenmitglieder,
Der medizinische Fortschritt ist enorm. Immer wieder findet man in der Presse Mitteilungen über neue Forschungsprojekte und deren Ergebnisse. Aus diesem Grund möchten wir in dieser Gruppe auch aktuelle wissenschaftliche Trends und neue Entwicklungen an Euch weitergeben. Wir selbst nehmen regelmäßig an Fachkongressen der Kinderärzte (Dermatologen, Allergologen und Gastroenterologen) teil und hören dort viel Neues zum Thema Ernährung von Kindern allgemein und auch speziell zur Ernährung von kleinen Allergikern.
Ab sofort sind diese Informationen hier in einer eigenen Diskussion zu lesen.

Über den link:
http://www.neocate.de/hilfe_fuer_ihr_kind/newsletter/

könnt Ihr Euch zusätzlich für einen Newsletter anmelden. Über diesen bekommt ihr dann auf Eure Mailadresse neue wissenschaftliche Informationen, wichtige Tipps für die Ernährung Eurer Kinder und leckere milchfreie Rezepte.

Ursula und Frederike
ursulaknorrek 04.10.12, 10:44
Hautärzte berichten: 70% aller Kinder mit einer Kuhmilchallergie haben Hautprobleme.
Auf dem deutschen Kongress der Dermatologen im Juli in München berichten Hautärzte, dass Kinder mit einer Kuhmilchallergie neben den Symptomen am Magen-Darm-Trakt, hauptsächlich unter Neurodermitis oder anderen Hautproblemen leiden. Je schwerer diese sind, desto häufiger ist eine Nahrungsmittelallergie die Ursache. Meist mache das Milcheiweiß Probleme. Die milchfreie Eliminationsdiät mit einer milchfreien Ersatznahrung ist die einzige sichere Möglichkeit die Allergie zu diagnostizieren. Haut- und Bluttest können diese Diagnose lediglich unterstützen, sind aber allein nicht aussagekräftig.
ursulaknorrek 04.10.12, 10:55
Kinderärzte Kongress Hamburg, im September 2012: Prävention der Zöliakie: Die Zöliakie ist eine immunologische Erkrankung des Gastrointestinaltraktes. Sie beruht auf einer Überempfindlichkeiten gegenüber dem Gluten und zeigt sich meist durch schwere Durchfälle. Es gibt aber auch sehr variable Ausprägungen mit den unterschiedlichsten Symptomen. Die beste Prävention im Säuglingsalter kann erreicht werden, wenn kleine Mengen an Gluten (z.B. aus Weizen) schon zwischen dem 4.-6. Monat eingeführt werden (frühestens nach der 17. Woche). Am besten ist die Einführung noch unter dem Stillen. Säuglinge sollten in dieser Zeit kleine Mengen wie etwa Brotrinde oder eine Dinkelstange zum Knabbern (unter Aufsicht) bekommen. Die aufgenommenen Mengen sollten 10g nicht übersteigen. Anbei noch ein guter Link zu diesem Thema.
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=844
ursulaknorrek 11.10.12, 13:41
Hallo, zur Zeit findet der Allergiekongress in München statt, hier ist auch die Nahrungsmittelallergie ein ganz großes Thema. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wenn es etwas Neues gibt. Liebe Grüße Ursula
ursulaknorrek 17.10.12, 12:07
Hallo Ihr Lieben, es kommen immer mal wieder Fragen zum Thema "Schlafen". Man hat festgestellt, das sich ein Schlafrhythmus erst nach 4 -6 Monaten beginnend langsam abzeichnet. Bis sich alles eingependelt hat, dauert es eine ganze Weile. Hier der Link dazu:
http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=4165&nodeid=26&nodeid=26&

Eure Ursula
ursulaknorrek 17.10.12, 12:37
Hallo, unter http://www.neocate.de/neocate_aktuelles/ findet Ihr zusätzlich auch weitere wissenschaftliche Themen rund um das Thema "Allergien". Unter dem Archiv sind die letzten Newsletter aufgelistet. http://www.neocate.de/hilfe_fuer_ihr_kind/newsletter/newsletterarchiv/ Für den Newsletter, der Rezepte und wissenschaftliche Themen beinhaltet kann man sich jederzeit anmelden. Der Newsletter wird einmal im Monat versendet. Wir werden Euch aber auch in dieser Diskussion immer wieder von neuen Trends oder aktuellen Forschungsergebnissen berichten. Demnächst auch vom Deutschen Allergiekongress. Beste Grüße Ursula
frederikehansen 08.02.13, 09:25
Schreibabys – Was hilft wirklich?
Nicht jedes Baby, das viel weint, ist gleich ein „Schreibaby“. Erst wenn ein Säugling mindestens drei Wochen lang an mindestens drei Wochentagen länger als drei Stunden weint, spricht man von einem sog. „Schreibaby“.
Früher ging man davon aus, dass aufgrund des noch unreifen Magen-Darm-Systems eine „Dreimonatskolik“ vorliegt. Heute vermuten Experten eher das Vorliegen einer „unspezifischen Regulationsstörung“. Damit ist gemeint, dass der Säugling noch nicht in der Lage ist, angemessen auf Reize und andere Einflüsse aus der Umgebung zu reagieren.
Bei vielen Kindern vergeht das Weinen glücklicherweise mit zunehmendem Alter von selbst.
Wenn Babys ohne Pause weinen und sich durch nichts trösten lassen, kann das bei den Eltern Stress, Frust, Angst und schlimmstenfalls Aggressionen auslösen. Fühlen sich Eltern hilflos oder überlastet, sollten sie frühzeitig und ohne Vorbehalte Hilfe z.B. in sog. Schreiambulanzen suchen.
Hier bekommen Eltern zunächst eine umfassende Beratung sowie geeignete Hilfestellungen.
Nun gibt es Studienauswertungen, die den Erfolg verschiedener Behandlungsansätze geprüft haben. Erste Ergebnisse belegen, dass pflanzliche Tinkturen auf Basis von Fenchel, Kamille und Melisse positive Wirkung zeigen. Das gilt auch für Akupunktur und verhaltensbezogene Maßnahmen. Darüber hinaus zeigen die Daten auch, dass der Verzicht auf Kuhmilchprodukte erfolgreich sein kann. Damit Säuglinge auch im Rahmen einer milchfreien Ernährung altersgerecht versorgt sind, empfehlen Experten einen sicheren Ersatz z.B. in Form von non-allergenen Spezialnahrungen.
Daher raten Kinderärzte allen Eltern mit Schreibabys, sich ohne Vorbehalte frühzeitig an entsprechende Ambulanzen zu wenden, um kompetente Hilfe zu bekommen. Nicht zuletzt ist die Umstellung auf eine kuhmilchfreie Ernährung erfolgversprechend. Für Interessierte möchten wir in dem Zusammenhang auf einen bemerkenswerten Erfahrungsbericht in unserer Facebookgruppe „Kuhmilchallergie“ aufmerksam machen.
frederikehansen 28.05.13, 12:07
Verstopfung bei Kindern – häufig und vor allen Dingen lästig, aber meist harmlos!

Experten bestätigen, dass Verstopfung im Kindesalter ein häufiges, vor allen Dingen lästiges Problem darstellt. Die Beschwerden sind meist zwar unangenehm, aber in der Regel harmlos. Oft findet man keine direkte Ursache.
Man spricht von Verstopfung, wenn das Kind 2 oder weniger Stühle pro Woche hat, dazu Bauchweh und harten Stuhlgang entwickelt.
Hinsichtlich der Ernährung raten Kinderärzte zu einer ausgewogenen, altersgerechten Mischkost. Ballaststoffe und Flüssigkeit sollten in den altersüblichen Mengen aufgenommen werden. Eine zusätzliche Gabe ist nicht hilfreich. Bewegung ist gut, aber auch im normalen Rahmen.
Wenn die üblichen Behandlungsmaßnahmen sowie Medikamente nicht helfen oder zusätzlich Allergiesymptome (z.B. an der Haut) auftreten, dann sollte der Verdacht auf Kuhmilchallergie geprüft werden. Dazu sollte für 2 Wochen eine milchfreie Ernährung durchgeführt werden. Die Milch wird dann durch eine Spezialnahrung, wie z.B. Neocate ersetzt.
Der Kinderarzt oder ein Kindergastroenterologe ist bei Verstopfung im Kindesalter immer der richtige Ansprechpartner.
frederikehansen 24.06.13, 11:13
Immunsystem: Schnuller ablecken oder besser nicht?!
Medizin ist eine lebendige Wissenschaft. Durch neue Untersuchungen ergeben sich immer wieder neue Erkenntnisse.
Gerade wurde eine neue Studie aus Schweden veröffentlicht, die nahelegt, dass Eltern das Immunsystem ihrer Babys positiv stimulieren können, indem sie den Schnuller selbst mit ihrem Mund reinigen. Verliert ein Baby den Schnuller und fällt z.B. auf den Boden, nehmen manche Eltern schnell den Schnuller selbst in den Mund, um ihn zu säubern. Andere spülen den Schnuller zuerst unter Leitungswasser ab oder kochen den Schnuller aus.
Die schwedischen Forscher stellten in ihren Untersuchungen fest, dass Kinder, deren Eltern den Schnuller mit ihrem Mund reinigten, seltener allergische Beschwerden wie Asthma, Ekzeme oder andere Sensibilisierungen entwickeln. Eine mögliche Erklärung für diesen Zusammenhang könnte sein, dass Kinder über den elterlichen Speichel mit Mikroorganismen in Kontakt kommen, welche das Immunsystem stimulieren und so dazu beitragen das Allergierisiko zu senken.
Ob diese Erkenntnisse demnächst zu neuen Empfehlungen führen werden, bleibt jedoch abzuwarten.