Gynäkologin Dr. Marit Kolsch

Expertenrat Frag die Frauenärztin

Du hast eine Frage zu deiner Schwangerschaft? Unsere Expertin, die Gynäkologin Dr. Marit Kolsch, beantwortete alle Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt hier in unserem Expertenforum.

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Marit Kolsch Artikel

Über die Expertin

Dr. med Marit Kolsch ist Gynäkologin und Pränataldiagnostikern. Sie arbeitet als Fachärztin in der Praxis für Pränatalmedizin Pränatalplus in Köln. 

 

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3 wichtige Fragen aus unserem Expertenforum

Extreme Rückenschmerzen

Frage: Ich bin in der 8. Ssw und habe auf einmal extrem starke Kreuzschmerzen (recht weit unten, mittig über dem Po). Es fühlt sich irgendwie auch heiß/ brennend an. War gestern beim FA 7+2 , der Embryo ist aber nur 0.62cm groß (6+4). Jetzt mache ich mir extreme Sorgen.

Expertin: Kreuzschmerzen sind auch in der Frühschwangerschaft nichts unübliches. Die Hormone lockern das Bindegewebe auf und können zu Verschiebungen in den Beckengelenken und zu Nervenreizungen führen (z.B. des Ischias-Nerves). Bewegung und Wärme könne hier helfen. Bei anhaltenden Schmerzen und wenn noch andere Beschwerden hinzutreten, solltest Du deine FÄ aufsuchend/oder einen Orthopäden.

Dass die gemessene Länge des Embryos nicht ganz zum gerechneten Schwangerschaftsalter passt, hat am ehesten mit einem nicht ganz sicheren Konzeptionszeitpunkt oder Messungenauigkeiten im Ultraschall zu tun. Kein Grund zur Sorge!

 

Welches Schmerzmittel?

Frage: Welches Schmerzmittel kann ich unbedenklich nach der Geburt, d. h. in der Stillzeit, einnehmen?

Expertin: Paracetamol und Ibuprofen (400mg) sind unbedenkliche Schmerzmittel in der Stillzeit. In der Schwangerschaft (vor allem jenseits der 32.SSW) ist Ibuprofen tabu - aber das weisst Du sicher bereits.

 

Ultraschalluntersuchungen

Frage: Ich bin nun in der 25. SSW. Letzte Woche war ich bei einem Vorsorgetermin bei meiner Frauenärztin. Leider war der Termin nicht so erfreulich.

Meinem Krümel geht es soweit sehr gut. Das hat sich nicht verändert. Jedoch hatte sie mir schon vor 4 Wochen gesagt (20.Ssw), dass ich ein sehr zierliches Kind bekommen würde. (230g). Jetzt letzte Woche in der 24. Ssw wog mein Schatz ca. 460g. Nun habe ich einen Termin beim Spezialisten. Er soll noch mal einen feindiagnostischen Ultraschall machen und prüfen, ob alles okay ist und ob es einfach ein gesundes kleines Kind ist. Ich bin nicht sehr schlank und meine Plazenta liegt vorne.

Ich spüre mein Kind seit der 22.Ssw., das hat doch auch etwas mit der Größe zu tun?
1. Sind die Ultraschallgeräte bei den ortsansässigen Gynäkologen sehr genau oder gibt es generell Abweichungen? Was kann man generell zu der Genauigkeit von Ultraschalluntersuchungen was die Größe und das Gewicht sagen?

2. Sie kontrollierte auch meinen Muttermund und schrieb in den Mutterpass, "Muttermund weich". Kommentiert hat sie dies nicht. Ist das beunruhigend? Sollte ich nachfragen oder etwas beachten?

Expertin: Deine Frauenärztin hat genau richtig entschieden. Feten entwickeln sich sehr individuell und man kann erst eine Aussage treffen, wenn man sich alles genau und auch im Verlauf angeschaut hat. Der Pränataldiagnostiker wird sich das ganze Kind anschauen (Feindiagnostik) und versuchen, Hinweise für Entwicklungsstörungen auszuschliessen. Zudem kontrolliert er die Versorgung vom Kind (sog. Doppleruntersuchung).

Auch die Beschaffenheit des Muttermundes ist von Frau zu Frau unterschiedlich (z.B. individuelle Beschaffenheit des Bindegewebes, Erst- oder Mehrgebärende). Deine Frauenärztin wird Dich über Verhaltensmaßnahmen informieren, sofern sie diese für notwenig hält. Auch hier ist es schwierig aus der Entfernung eine pauschale Antwort zu geben.


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