Mein Sohn (4) hat ganz schlechte Augen, zweite Meinung einholen?

    • (1) 24.03.16 - 17:30

      Hallo, ich bin gerade ganz aus der Bahn geworfen.

      Wir hatten letzte Woche die U8 und bekamen eine Überweisung zum Augenarzt.

      Leichtes Schielen.

      Das war auch mir aufgefallen. Komischer Weise fand ich aber das es nur manchmal vorkam. Da hatte er einen leichten Silberblick. Gerad auf Fotos konnte man das manchmal sehen. Wir haben aber hauptsächlich Fotos wo es nicht zu sehen ist obwohl er direkt in die Kamera schaut. Meine Familie und auch sein Papa sahen das genauso und deshalb haben wir uns darüber auch garkeine Gedanken gemacht. Es hat auch nie jemand etwas gesagt.....

      Außerdem war ich immer der Meinung das er alles sieht.....den kleinsten Fussel auf der Treppe nachdem er sich denn kopfüber bückt, .....einen Mini-Smartie in der hintersten Ecke auf einem bunten Teppich , .....eine Gummibärchen, das in eine volle Spielzeugkiste gefallen ist oder diese schönen Bücher "Wo ist die Maus", u.s.w.

      Nun hatten wir heute den Termin und die Diagnose war schockierend. Super schlechte Augen, das Schiel-Auge besonders. Er braucht auf jeden Fall eine Brille und das Auge wird wohl auch abgeklebt werden müssen. Es hätte wohl schon viel früher etwas passieren müssen.

      Der Augenarzt sagte etwas von 20-30%. Ich bin voll aus der Bahn geworfen und kann das auch alles garnicht mehr wiedergeben.

      Ich kenne mich mit Augenärzten garnicht aus. Meine Augen sind super. Deshalb kann ich diese Untersuchungen auch garnicht beurteilen.

      Nun kommt dazu das mein Sohn ein totaler Zappelphillip ist.

      Zuerst musste er in eine Maschine gucken wo ein Auto, eine Katze und ein Hund waren. Das war ja schon Akt weil er immer den Kopf wegezogen hat.

      Dann wurde ihm ein Bilg gezeigt mit diesen 3D Bildern. Den Stern hat er gesehen, alles andere nicht. Komischer Weise sehe ich diese Bilder aber auch nicht. Wo der Arzt etwas von einem Mond sagte habe ich ihn auch gefunden. Ob man meinem Junior aber wirklich abnehmen kann das er ihn nicht gesehen hat weiß ich nicht. Er war schon wieder ganz wo anders.

      Dann wurden diese "E" Symbole gezeigt. Der Arzt erklärte ihm das wäre ein Tisch und er solle zeigen in welche Richtung die Beine zeigen. Ehrlich gesagt glaube ich nicht das meinen Sohn diese Aufgabe sehr interessiert hat weil er auch nur rumgezappelt hat und immer von meinem Schoß runter wollte. Er hat den eigentlich nur irgendwo hingezeigt, wenn man das überhaupt zeigen nenne kann.

      Ich will den Augenarzt nicht anzweifeln aber ich kenne ihn natürlich auch nicht. Er war super nett und geduldig mit meinem Kleine.

      Aber hätte ich es nicht merken müssen das er so schlechte Augen hat????? Oder der Kindergarten wo er in der Woche jeden Tag 7-8 Stunden ist. Oder der Kinderarzt bei der letzten U-Untersuchung. Das kommt doch nicht von heute auf morgen.

      Bei einem anderen Augenarzt waren wir sogar auch vor einem guten halben Jahr weil mein Sohn morgens immer verklebt Augen bei einer Erkältung hatte. Der hat zwar keinen Sehtest gemacht aber hat seine Augen doch auch Untersucht.

      Wir haben jetz am 07.04. den nächsten Termin und ich habe Tropfen bekommen die ich ihm 1 Stunde vorher geben muss. Denn sollen die Augen nochmal genau untersucht werden.

      Eigentlich würde ich gerne noch eine zweite Meinung hören weil ich mir das einfach nicht vorstellen kann. Oder sollte ich erstmal diese nächste Untersuchung abwarten??? Und was sollte ich bei einem anderen Arzt sagen. Die Wahrheit...???

      Ich bin gerade völlig verwirrt.

      LG

      • Ich würde schon eine zweite Meinung einholen. Bei der Augenärztin, zu der ich mit meinen Kindern immer gehe, gibt es verschiedene Karten für den Sehtest, zum einen Buchstaben / Zahlen, aber auch die von dir beschriebenen "E"s, aber auch kleine Symbole, die Kinder normalerweise kennen (Teddy, Auto, Blume...).

        Als ich damals den Sehtest für den Führerschein brauchte, kamen beim Augenarzt auch furchtbare Werte raus, ich sei blind wie ein Maulwurf. Der Optiker, bei dem ich dann anschließend war, hat sich kaputt gelacht, meine Augen seien total in Ordnung, ich bräuchte keine Brille.

        lg

        Hallo,

        nur weil dein Sohn nicht richtig sieht , geht nicht gleich die Welt unter ...dein Text klingt sehr hysterisch ;-)

        Wenn du unsicher bist dann hole dir eine zweit Meinung ,am besten einen Augenarzt mit Sehschule.

        Als mein Neffe seine Schuluntersuchung hatte wurde erst festgestellt das er auch nicht richtig sieht....obwohl es nie einen vorher aufgefallen ist-er hat seid Geburt an eine Hornhautverkrümmung und noch irgendetwas weiß aber nicht genau was, er trägt jetzt eine Brille aber mein Bruder war auch außer sich weil es keinem vorher aufgefallen ist...bei U Untersuchungen etc.

        Mein Sohn schielt mit einem Auge auch oft , wir sind jetzt bei einer Augenärztin mit Sehschule und spezialisiert auf Kinder...so wie es aussieht muß das Auge abgeklebt werden aber das wird erst beim nächsten mal endschieden weil er auch erst getropft werden muß (so wie dein Sohn) damit man genaueres sagen kann.

        Lg

        • Nein, hysterisch bin ich nicht aber diese Diagnose hat mich echt geschockt. Wie kann es sein das mir das nie aufgefallen ist. Das irgendetwas gemacht werden muss war klar und eine Brille ist ja nun kein Thema. Oder abkleben, was eben hilft......Aber das mein Sohn so schlechte Augen haben soll, ich weiß nicht.

          Und ich habe Angst das die Diagnose vielleicht doch falsch sein könnte. Er puzzelt z.B super gerne, macht Puzzles mit 104 Teile alleine, ohne Probleme. Oder malt Ausmalbücher aus mit kleinen Flächen.

          Wie kann das denn alles sein wenn er doch eigentlich so gut wie nix sieht.

          Nicht das er jetzt einen Brille bekommt und sich seine Augen mehr kaputt macht als sie vielleicht schon sind, weil die Brille viel zu stark ist.

          Ich hab nur Angst :-(

          • Selbst 20% sind nicht so gut wie nix.
            Er könnte damit keinen Zeitungsdruck mehr lesen - aber vermutlich Puzzleformen erkennen und Farben in klar begrenzte Schwarz-Weiß-Flächen malen...der gute Kontrast macht es möglich.

            Die Brillenbestimmung unter Tropfen wird es zeigen.
            Warte erstmal ab - und schreib Dir ruhig alle Fragen für den nächsten Arztbesuch auf, damit Du Dich vernünftig informieren kannst. Das ist das beste Mittel gegen die Angst.

            LG

            a79

      Hallo!

      Unser jüngster (jetzt 5) hat mit 4 auf einmal heftigst geschielt. Wir zum Augenarzt 4 Dioptrien beide Augen und Hornhautverkrümmung.

      Er konnte auch mit 2 Jahren kleinste Dinge geziehlt greifen und die kleinen! Steckperlen stecken usw. Das sagt nichts aus.

      Er hat ne Brille bekommen, schielen sofort weg und gut ist.

      Wieviel Dioptien hat er denn?

      Ich habe im Bekanntenkreis Menschen die haben 9-10 Dioptrien. Leben alle ganz normal!

      Wenn du willst, kannst du natürlich noch zu einem 2. Augenarzt gehen oder einer Sehschule.

      Lg Sportskanone

      • Hallo, Dioptrin weiß ich noch nicht.

        Das bekomme ich wohl erst nach der Untersuchung mit den Augentropfen zu Erfahren.

        Mein Sohn schielt nur ganz wenig und auch nur manchmal. Klar wenn er eine Brille braucht, ist das eben so. Garkein Problem.....

        Ich bin nur so verunsichert weil es mir wirklich nie aufgefallen ist. Er puzzelt z.B super gerne, mach Puzzles mit 104 Teile alleine, ohne Probleme.

        Wie kann das denn alles sein wenn er doch eigentlich so gut wie nix sieht.

        Nicht das er jetzt einen Brille bekommt und sich seine Augen mehr kaputt macht als sie vielleicht schon sind.

        LG

        • Ich kann Dich beruhigen - das wird nicht passieren.
          Wenn er eine Brille braucht, sollte er sie bekommen und tragen. Damit macht er nichts kaputt. Kinder z.B. mit Weitsichtigkeit können diese auch - mit viel Anstrengung durch zusätzliche Krümmung der Augenlinse- selbst ausgleichen...mit dem PReis, dass sie bei höherer Dioptrienanzahl evtl. dadurch Kopfschmerzen (wird oft ab Schulalter beschrieben) bekommen...die Brille ermöglicht also ein entspanntes scharf sehen. Was ist daran schlecht?

          LG

          a79

    Hallo,

    ich kann schon verstehen, dass Dich das als Mutter erstmal umhaut.

    Bei den U-Untersuchungen ist es jedoch meistens so, dass vor der U8 noch gar kein Sehtest gemacht wird - schlechtes Sehen fällt also nicht auf. Und auch bei dem 3D-Test, den Du beschreibst, weiß ich nicht mehr genau, ob der bei der U7a bereits stattfindet - wenn ja, müsste er ja trotzdem bei latentem Schielen nicht unbedingt auffällig gewesen sein...möglich wäre es.

    Leider ist es so, dass ein Augenarzt, wenn er das Auge nur organisch, z.B. wegen einer Bindehautentzündung, untersucht und keinen Sehtest macht, gar nicht sieht oder bemerkt, dass das Sehen evtl. schlecht ist. Und wenn zu dem ZEitpunkt das Schielen gerade nicht sichtbar war, wäre auch das nicht weiter aufgefallen. Soviel zu der Untersuchung von vor einem halben Jahr.

    Auch im Alltag ist es oft so, dass eine Sehschwäche nicht unbedingt auffallen muss, da die Kinder vieles kompensieren können, besonders, wenn sie noch klein sind (und zum Beispiel mehr Nahanforderungen haben als Fernanforderungen wie in der Schule). Nur weil sie ein rotes Gummibärchen auf dem Teppich finden, heißt das noch nicht, dass sie gut sehen - vielleicht stach ihm einfach die Farbe ins Auge oder er hat den Krümel erfühlt...er sieht ja schließlich nicht gar nichts...und in der Nähe sieht er vielleicht auch mehr als in der Ferne... Was manchmal auffällt/auffallen kann, ist, dass die Kinder im Kindergarten nicht gerne malen oder schneiden oder eben unruhiger sind bei solchen Arbeiten. Repräsentativ ist das jedoch nicht - meine beiden Jungs waren immer nur draußen unterwegs und fanden malen und basteln schlichtweg langweilig...zumindest bei dem Großen sind die Augen in Ordnung. Der Kleine ist kurzsichtig (wäre aber auch kein Grund gewesen, Aktivitäten für die Nähe zu meiden, da er dort ja gut sieht...).

    Mach Dir also keine Vorwürfe, weil Du nichts bemerkt hast.

    Und jetzt nochmal zu der jetzigen Untersuchung.
    Hat da nur der Augenarzt untersucht oder war da eine Sehschule mit bei?
    Der Test mit den 3D-Bildern ist der LangII-Test. Bei diesem gibt es ein Kontrollbild - den Stern, der auch dann erkannt wird, wenn kein oder nur ein minderwertiges beidäugiges Sehen vorliegt. Sieht so aus, als wäre das bei Deinem Sohn der Fall gewesen. Tatsächlich kommt es übrigens immer wieder vor, dass auch Erwachsene ein nicht intaktes beidäugiges Sehen haben, ohne dass es bekannt war oder ohne dass ein Auge schlechter sein muss...wäre also theoretisch möglich, dass es bei Dir auch so ist.

    Bei dem, was Du schreibst, frage ich mich - als gelernte Orthoptistin - ob bei Deinem Sohn nur manchmal das Schielen auftritt - das wäre dann ein latentes Schielen- und wenn ja, wie häufig am Tag (mehr oder weniger als die Hälfte der Wachzeit?)?

    Auf Grund der schlechten Sehschärfe Deines Sohnes (wie gut hat denn das bessere Auge gesehen? Wurde auch ein Test mit dicht nebeneinanderstehenden Sehzeichen gemacht?) liegt allerdings die Vermutung nahe, dass Dein Sohn auch einen immer bestehenden Mikroschielwinkel haben könnte (davon spricht man bei einem Schielwinkel zwischen 0,5 und 5°) - der dann den Außenstehenden gar nicht auffallen muss, aber eben dafür sorgt, dass kein oder nur ein geringfügiges beidäugiges Sehen besteht und das schielende Auge vom Gehirn unterdrückt wird (zumindest die Stelle des schärfsten Sehens des SChielauges), damit die Doppelbilder, die ja zwangsläufig beim Schielen entstehen (da das Schielauge einen anderen Seheindruck hat als das andere Auge), den Gesamtseheindruck nicht stören.

    Wichtig wäre auf jeden Fall, eine Brillenbestimmung zu machen, da ein fehlender Brillenausgleich bei Sehschwächen bestimmte Schielformen (besonders bei einem Innenschielen in Kombination mit Weitsichtigkeit) begünstigt. Dies ist bei Deinem Sohn offenbar vorgesehen - das ist die anstehende Untersuchung mit den Tropfen, die Du vorher geben musst. Was genau sollst du tropfen? Atropinol? Oder Cyclolattropfen?

    Bei Atropin zu beachten:
    Atropinol wird aus der Tollkirsche gewonnen und ist - in den Mund genommen - giftig. Es wird in der Regel nur 2x getropft, braucht aber länger, bis es richtig wirkt (wird daher häufiger den Eltern mit nach Hause gegeben). Du solltest darauf achten, dass Dein Sohn nicht in den Augen reibt und die Hände in den Mund steckt, weil es ja giftig ist. Außerdem wirkt es bis zu einer Woche, d.h. Dein Sohn wird lichtempfindlich sein (die Pupille ist ja weit und kann sich nicht verengen wegen des Atropinols) - er braucht also eine Sonnenbrille, Schirmmütze o.ä. und er wird auch -besonders in der Nähe- für einige Tage nicht scharf sehen können (z.B. kleine Bilder im Bilderbuch). Meistens wird dieses Mittel nur bei ganz kleinen Kindern (bis max. Vorschulalter) genutzt.

    Cyclolat dagegen wird in der Regel 3 mal im Abstand von 10 Minuten getropft und dann eine halbe Stunde später untersucht. Es wirkt (wie das Atropinol auch) lähmend auf die Linsenmuskeln, d.h. die Linse kann sich dann nicht mehr krümmen und auch lähmend auf die Pupille, die dann weit wird und daher mehr Licht einlässt. So kann auch der Augenarzt den Augenhintergrund besser untersuchen. Die Wirkung bei Cyclolat hält, was die Seheinschränkung angeht, nur wenige Stunden an. Die weite Pupille kann auch am nächsten Tag noch bestehen.

    An Deiner Stelle würde ich - falls der Augenarzt keine Sehschule hat - mir einen mit einer Sehschule suchen. In einer Sehschule arbeiten sogenannte Orthoptisten - diese haben eine spezielle dreijährige Berufsausbildung gemacht, die sie für Schielerkrankungen aller Art spezialisiert. Dort wird eine genaue Diagnostik gemacht und man ist auf die Behandlung und Untersuchung von Babies, Klein- und Schulkindern ausgerichtet.

    Die Untersuchung mit Tropfen sollte allerdings auf jeden Fall erfolgen, um festzustellen, ob Dein Sohn eine Brille benötigt. Falls ja, wird er diese verordnet bekommen und für einen neuen Termin mit der Brille so etwa 6-8 Wochen nach der Verordnung nochmal einbestellt. Dann wird ein erneuter Sehtest gemacht und geschaut, ob damit eine Verbesserung der Sehschärfe erreicht wird bzw. wie groß die Amblyopie (durch das Schielen bedingte Schwachsichtigkeit) noch ist. Und erst dann kann man eine Abklebebehandlung (auch Okklusionstherapie genannt) beginnen. Dabei wird das stärkere Auge tageweise (ich habe immer je nach Alter, also in eurem Fall dann 4 Tage) zugeklebt, damit das schlechtere Auge fixieren und damit sehen üben muss. Danach wird im Normalfall das andere Auge einen Tag abgeklebt (damit das sich nicht verschlechtert) und im Anschluss einen Tag beide Augen offen gelassen (für das beidäugige Sehen), bevor das Ganze wieder von vorn beginnt. Sollte ein latentes SChielen bestehen, kann es unter dieser Therapie passieren, dass das Schielen stärker/vermehrt zum Vorschein kommt. In Fachkreisen ist man sich jedoch einig, dass eine Verbesserung der Sehschärfe der wichtigere Faktor ist. Sollte sich das Schielen "manifestieren" - also in deutlich sichtbarer Größe andauernd zu sehen sein (Richtwert gilt ab 50% der Wachzeit und mehr), könnte man eine OP anstreben - das ist nicht so schlimm, wie es sich anhört, heutzutage Routine an den Fachkliniken wie eine Blinddarm-OP. Aber warte erstmal ab, was bei der Untersuchung rauskommt.

    Wenn Du noch Fragen hast, kannst du sie gerne stellen - sorry für den langen Text, ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich;-)

    LG

    a79

    Hi,
    holt Euch noch eine 2. Meinung ein. Auch für Euch. Wenn diese mit der erste Übereinstimmt, wird halt ein Auge abgeklebt und es gibt ne Brille. Ansonsten auf Spurensuche gehen.

    Die Freundin von meinem Sohn, hatte jetzt erst beim 3. Augenarzt Glück. Die Mutter war sauer ohne Ende, das das Kind erstmal 6 Monate mit falschen Gläsern herumlaufen musste.

    Aber Kinderaugen kompensieren das so gut. Deswegen fällt es auch gerne sehr spät auf, das sie "nichts" sehen.

    Wir sehen beide sehr schlecht, und unser Kinderarzt sah schon die Hornhautverkrümmung bei TJ, da war er erst 10 Monate alt. Die Augenärzte schmunzelten schon, wie dann ein Kinderarzt, sowas erkennen könne.............End vom Lied, Hornhautverkrümmung.

    Wir gehen jetzt jedes Jahr zum Augenarzt und noch braucht er keine Brille. Der Große hat bisher auch Glück.

    Holt Euch noch ne Meinung ein, wenn ihr Euch unsicher seit.

    Alles Gute
    claudia

    • (11) 24.03.16 - 22:30

      Hallo,

      grundsätzlich stimme ich mit Dir überein, dass es nicht schaden kann, eine zweite Meinung einzuholen - aber andererseits unterstellst Du, dass dieser Augenarzt etwas falsches diagnostiziert hat...obwohl wir das nicht wissen.

      Auch das verstehe ich nicht:..."und unser Kinderarzt sah schon die Hornhautverkrümmung bei TJ, da war er erst 10 Monate alt. Die Augenärzte schmunzelten schon, wie dann ein Kinderarzt, sowas erkennen könne.............End vom Lied, Hornhautverkrümmung.

      Wir gehen jetzt jedes Jahr zum Augenarzt und noch braucht er keine Brille."

      Fast jeder Mensch hat eine Hornhautverkrümmung in geringem Maße...wenn die aber so gering ist, dass er dafür keine Brille benötigt...dann ist das auch nichts, was ein Kinderarzt a) erkennen kann und b)wofür ein Augenarzt gerügt werden müsste....

      Generell bin ich für jährliche augenärztliche Kontrollen - auch schon mit Kindern ab einem Jahr, bestenfalls noch in einer Sehschule. Das würde schon viele Sehschwächen frühzeitig erkennen helfen. Es gibt übrigens genauso viele Kinderärzte, die deutliche Anzeichen für Sehschwächen oder schielen nicht erkennen....

      LG

      a79

      • (12) 24.03.16 - 22:57

        Hi,
        ich unterstelle nur dem Kind, das es den Sehfehler gut kompensiert hat.

        Die Mutter ist auf Spurensuche, und fragt sich halt, warum sagt der Arzt das er so schlecht sieht, wenn es doch die ganze Zeit nichts zu meckern gab. Das Kind wie ein Adler gesehen hat.

        Ja, viele haben eine Hornhautverkrümmung. Manche sind kurz- andere weitsichtig. Ich habe schon im letzten Kindergartenjahr nichts gesehen. Mein Mann erst mit 12 Jahren.

        Unser Kinderarzt ist gelobt worden, das er die Hornhautverkrümmung gesehen hat. Andere Kinderärzte hätten es evtl. nicht gesehen, jedenfalls waren sie froh, daß wir dem nach gegangen sind.

        Die Mutter von TJ Freundin hat sich auch gekümmert, aber es kam eine falsche Diagnose raus. Der 2. Augenarzt und der 3. haben dann über eingestimmt. Danach konnte das Mädchen was "sehen", weil die Gläser mit der Sehschwäche kooperiert haben.

        Deswegen kann die TE sich doch noch eine 2. Meinung holen. Oder halt nicht, wir haben da ja keinen Einfluß drauf.

        Gruß

        • (13) 24.03.16 - 23:03

          Hey, fühl Dich nicht angegriffen - so war es nicht gemeint.
          Ich stimme doch mit Dir überein, dass sich jeder eine zweite Meinung holen kann und sollte, wenn er unsicher ist. Das ist völlig legitim.

          Ich GLAUBE nur einfach nicht, dass ein Kinderarzt ohne entsprechende Gerätschaften bei einem 10 Monate alten Kind ERKENNEN kann, ob ein Kind eine Hornhautverkrümmung hat, weil man es eben nicht ohne solche erkennt - gewöhnliche Sehstests funktionieren noch nicht und mit dem Augenspiegel kann er zwar den Augenhintergrund ansehen aber auch keine Hornhautverkrümmung erkennen. Und einen Handrefraktometer haben nicht mal die meisten Augenärzte...mit dem das möglich gewesen wäre...Wenn er entsprechende Gerätschaften gehabt hätte, wäre das schon sehr außergewöhnlich für einen Kinderarzt. Ich würde eher davon ausgehen, dass er aufgrund der Familienanamnese (beide Eltern starke Hornhautverkrümmung) zum Augenarzt geschickt hat - das wiederum wäre eine kluge und durchaus unterstützenswerte Entscheidung, die für einen kompetenten Kinderarzt spricht.

          Nur darum ging es mir.

          LG

          a79

          • (14) 24.03.16 - 23:24

            Hi,
            wir haben beide keine Hornhautverkrümmung.

            Einfach kurzsichtig, ich 6, mein Mann 3 Dioptrien.

            Der Kinderarzt ist ein super genauer. Auch wenn ich ihn dafür in anderen Bereichen dafür hasse.

            Gruß

2. Meinung auf jeden Fall. Such dir einen Augenarzt mit guter Sehschule, frag im KiGa vielleicht andere Mütter mit Brillenkindern wo sie hin gehen und wie zufrieden sie sind.

Aber das es plötzlich auftreten kann, ja. Kinder können schlechte Augen unheimlich gut verstecken weil sie auch starke Sehfehler schaffen aus zu gleichen. Die Linse ist eben noch sehr weich und kann sehr gut fokussieren in beide Richtungen. Aber irgendwann schaffen sie das nicht mehr und dann fällt plötzlich auf das Kind sieht nicht gut. Beim Arzt kommt dann die Überraschung wie schlecht die Augen sind. Unsere Orthoptistin meinte "4 Dioptrien merkt man einem Kleinkind im Alltag nicht an", da wären wir Erwachsenen ohne Brille aufgeschmissen.

Bei der Freundin meines Großen war es genau so. Nie ist was aufgefallen, weder zu Hause noch im KiGa. Und beim Augenarzt kam raus das sie quasi halb blind ist. Anfangs waren es ca 5 Dioptrien, mittlerweile ist sie bei 8,5 angekommen.

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