Narkose. Eure Erfahrung bitte

    • (1) 14.03.17 - 09:56

      Huhu Ihr lieben,

      ich habe in genau 3 Wochen eine OP unter Vollnarkose. Da es meine erste sein wird, bin ich dementsprechend auch aufgeregt. Könnt Ihr mir vielleicht mal erzählen wie es bei euch war, also der ablauf und wie es so war, auch das auchfwachen. Vielleicht bin ich dann nicht mehr ganz so arg aufgeregt.

      Vielen Dank.
      LG Melly

      • (2) 14.03.17 - 11:07

        Ich finde ne Vollnarkose irgendwie faszinierend, während man noch daran denkt ist man auch schon weg. Das Aufwachen auch, ist wie aus einem langen, erholsamen Schlaf....wenn man Schlafstörungen hat, ein herrliches Gefühl;-). Wenn nur nicht ständig jemand einen wecken wollen würde#gaehn#aerger. Das Gepiepe könnte man auch weglassen#rofl. Ich habe wohl letztes mal nur gestammelt: "Bitte,bitte nicht wecken, ich schlafe grad so schön." Da nicht viel los war, durfte ich auch noch länger im Aufwachraum bleiben#schein
        Gut, die Zeit danach kann doof werden: Übelkeit; Planlosigkeit usw....aber wenn es gut läuft, dann verschläfst du das einfach weiter#schein.
        Übelkeit kenne ich auch nur von ungeplanten OPs, also wo man nicht mehr nüchtern war. Ist ja bei geplanten etwas anders.
        Viel später kommen dann halt meistens die Schmerzen, aber da gibt es ja schöne Sachen gegen.
        Auch die "Scheißegal-Pillen" vorher leisten ganze Arbeit. Katheter legen habe ich bisher nie mitbekommen.

        (3) 14.03.17 - 12:17

        Hallo,

        ich hatte schon mehrere Eingriffe unter Vollnarkose und bis auf einmal lief immer alles super. Ich hatte nie mit Übelkeit zu tun und fühlte mich sofort immer topfit.

        Hattest du schon das Narkose-Vorgespräch? Da wird ja auch alles genau erklärt.

        Hier ist es besonders wichtig, alles anzugeben, was eine Narkose evtl. negativ beeinflussen könnte. Medikamente, die du einnimmst, irgendwelche körperlichen Beschwerden, auch wenn sie dir noch so unwichtig erscheinen. (bei mir was es ein "simples" Sodbrennen, welches mich dann nach einer OP auf der ITS aufwachen ließ - Magensäure war in die Lunge gelaufen :-(). Hätte man vorher ganz einfach abwenden können und ich wäre für den Eingriff, der normalerweise ohne Tubus abläuft, intubiert worden. (Das mit dem Intubieren/Extubieren bekommst du übrigens nicht mit, da bist du noch "weg vom Fenster" :-))

        Vor dem OP-Raum wird man in eine Schleuse gefahren, da wirst du verkabelt und vorbereitet. Der Zugang in Arm oder Hand wird gelegt. Und dann sagt der Anästhesist noch irgendwas Nettes und dann schwebst du wie auf Wolken davon - ich fand es immer irgendwie angenehm. Je nach Art des Eingriffs wachst du dann entweder auf deinem Zimmer wieder auf oder im Aufwachraum neben dem OP. Dort hat man dich noch was im Auge. Meist liegen da auch noch andere "Aufwacher".

        LG
        Merline

        Sehr gut.
        War sofort weg. Noch im Vorraum.

        Nach dem Aufwachen keine Übelkeit usw. Nicht zu vergleichen mit dem Fusel vor 30 Jahren.
        Alles gute

      • (5) 14.03.17 - 21:30

        Hallo,

        das Vergnügen hatte ich auch erst einmal und nicht vor so langer Zeit.

        Die LMAA Pille hätte ich eigentlich nicht gebraucht. Ich war total entspannt und vor allem, weiß ich wie ich auf so Zeug reagiere. Da bekomme ich ganz "tolle" Ideen und den Drang umher zu laufen und mich mit jedem über alles mögliche zu unterhalten.

        War aber wohl besser so, da die Frau auf meinem Zimmer den Klingelton auf volle Lautstärke hatte, deren Besucher ständig rein und raus gingen und die alle voll nervig laut waren.

        Aber ich wollte eh nicht lange bleiben.

        Die Op ging 2 Stunden früher los als angekündigt, ging ein paar Ecken weiter. Direkt nach der Schleuse kletterte ich auf den OP Tisch und es gab eine herrlich angewärmte Decke.
        Das war eindeutig das beste an der gesamten Aktion. Im Vorraum wurde bekam ich Überwachungspatches aufgeklebt, einen Zugang in den Handrücken und eine Blutdruckmanschette.

        Dann wurde ich in den OP geschoben , der Operateur ging auch vorbei und winkte grinsend und der Tisch dockte an - ich war recht einsilbig, weil ich schon im Normalzustand naturstoned bin #schein
        Ich wollte halt nicht unangenehm auffallen.

        Eigentlich wollte ich was sagen, weil da ein Gebläse eingeschaltet war und ich wunderte mich wie schweinekalt es in einem Op wäre. Vor allem war das wie Durchzug und der Effekt der warmen Decke war zum Teufel...und das Letzte woran ich mich erinnere, das man mir so eine Armstütze anpasste und ich fand das das schon so aussah, wie in Amerika bei einer Hinrichtung - und ich hoffe das ich das nur gedacht habe#schein

        Irgendwann war mal ein Schattenwesen über mir zu sehen....ich wachte mal kurz auf, weil das Blutdruckdingen nervte....dann irgendwann hörte ich wie jemand telefonierte und sagte das ich schon vor 20 Minuten abgeholt werden sollte. Kurz Kopf gehoben - niemand außer mir und der telefonierenden Person in dem recht großen Saal. Ich wunderte mich nur warum ich auf mein Zimmer sollte wo ich doch gerade erst wach war
        Dann war ich wohl wieder weg...zumindest weiß ich nicht mehr wie ich auf mein Zimmer kam.

        Aufgewacht bin ich im Zimmer, weil mich ständig die Pfleger ansprachen.

        Irgendwann, so um die 2 Stunden später sollte ich dann mal auf Toilette gehen, also aufstehen. Danach habe ich mich umgezogen , weil so ein OP Hemd ist ja nicht so mein Ding. Kleidung hatte ich schlauerweise im Nachtisch deponiert, damit ich nicht unnötig rum laufen musste.

        Dann kam eine Pflegerin und die habe ich gefragt ob ich einen Kaffee haben kann und ich bekam einen.

        Kurz daruauf kam der Anästhesist rein, sah mich, fing an zu lachen und meinte, mir gehe es ja soweit gut und das wars schon. Wie befürchtet muss ich irgendwas angestellt oder gesagt haben, aber keine Ahnung, ist wohl auch besser so, denn der gute Mann ging dann wiederum lachend raus. Gerade nach dem Blödsinn, den ich mal in einer anderen Klinik angestellt hatte, nachdem mich der Notarzt mit Schmerzmitteln zudröhnte, lag es nahe das ich für Unterhaltung gesorgt haben musste.

        Der Operateur kam auch noch und hat auch noch mit mir gesprochen und dann habe meine restlichen Sachen angezogen und habe mich abholen lassen.

        Einige tiefrote fast schwarze Hämatome am Gaumen bis zu einer Größe eine 2 Cent Stück hatte ich und lauter Kleine. Das war aber soweit auch schon und ein Gefühl als hätte man mich gewaltsam auf den Tisch gedrückt....mein Brustkorb/Schlüsselbeinregion tat tagelang noch weh.

        Insgesamt also nichts Wildes, weil ich von der eigentlichen Aktion nichts mit bekommen habe.

        ..und meiner Wirbelsäulenerkrankung war das nicht so zuträglich, aber auch das hielt sich in Grenzen.

        Meine Freundin hatte schon viele OPs. Bis auf eine war auch alles entspannt und gut verlaufen. Bei einer ist sie mittendrin aufgewacht und die konnte später auch erzählen, was gesprochen wurde.

        Aber das ist wohl eher selten der Fall

        (6) 15.03.17 - 11:46

        Ich danke euch. Ich hoffe es dauert nicht zu lange bis ich dran bin. Bin jetzt etwas ruhiger

      • huhu,

        ich hatte schon ganz viele vollnarkosen, ab 1988 bis 2016.

        der ablauf war bisher immer gleich. 12 stunden vor op nichts mehr essen, 6 stunden vorher nichts mehr trinken, 2 stunden vorher gibt es was zu beruhigung. dann kommst du in den op, personal ist meist lieb und versucht die angst zu nehmen. dann kommt der zugang, beruhigende worte und dann bist du weg. aufwachen ist total unterschiedlich, meist bin ich noch im op wach geworden. danach ist man schläfrig und bekommt was gegen die op schmerzen und dann erholt man sich. wobei die letze op war eine ambulante, ich kam also um 8 in den op und um 14 uhr war ich wieder zu hause.

        lg

        Hatte vor gut einem Jahr eine Vollnarkose. Bin mit Übergewicht Risikopatient, aber alles prima gelaufen. Ich krieg nur im Vorbereitungsraum Panik und bitte um schnelles Abschiessen. Als ich aufwachte, lag ich im kuschlig warmen Bett, alles paletti. Keine Übelkeit, nichts, nur Hunger, aber da musste ich noch warten. Abends ging ich heim, wäre aber um 14.00 schon fit gewesen. Keine Angst, die Narkosen können heutzutage so fein dosiert werden, ist alles halb so wild.Ist mir viiiiiiel lieber als die blöde Rückenmarksspritze. Alles Gute. LG Moni

        • Also ich hatte bisher 2 Vollnarkosen. In beiden Fällen war ich ziemlich schnell weggetreten und hatte nach dem Aufwachen das Gefühl, extrem gut geschlafen zu haben. Ich war total entspannt! Naja, bis dann die Schmerzen an den Operationswunden eingesetzt haben, aber an sich auch nicht so schlimm.

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