Tinnitus

    • (1) 09.05.17 - 22:13

      Hallo ihr lieben,
      seit 1/2 Jahr ca. leide ich an Tinnitus.
      Cortison und Durchblutungsförderndemittel, waren erfolglos. Hörtest war gut.
      Es ist mal besser und mal schlechter, Vorallem bei absolute Stille ist es super nervig und ich "versteife" mich in solchen Situationen manchmal sehr drauf.
      Wie geht ihr in solchen Situationen damit um und gibt es vllt jemanden, der es nach so einer "langen" Zeit wieder losgeworden ist?! Wenn ja wie?!

      Liebe Grüße #winke

      Hallo!

      Mein Bruder leidet seit einigen Jahren unter Tinnitus. Ihm geht es psychisch sehr schlecht. Er hat Tage da stört in der Tinnitus nicht und dann gibt's Tage da dreht er am Rad. Er meint auch immer es ist alles o.k. also Partnerschaft, Familie, Arbeit aber ich glaube ihm nicht so ganz. Er ist medizinisch komplett durchgecheckt worden. Ist sicherlich psychisch bedingt aber solange er nicht an sich arbeitet wird sich auch nichts ändern. Traurig aber wahr.

      LG Gabi

    • Bei Tinnitus kann oft nicht geholfen werden. Auch gibt es einige negative Berichte in der Presse bezüglich der Behandlungsmethoden der Ärzte....(Igel...) die außer kosten nichts bringen.
      Es gibt Dinge im Leben, mit denen muss man sich abfinden.
      Mein Mann hat andauernd nen dupuytren....ich bekomme fast Schrei Krämpfe wenn ich seine Hand sehe. Er sagt: ist halt so...dann halt wieder irgendwann ne op.
      Bei Tinnitus, den ich auch manchmal habe, sagt er: nicht hinhören und nimm ne. Aspirin Complex....
      Naja....die Aspirin nehme ich...und das schlimme ist...ich merk gar nicht wenn er weg ist...erst wenn das pfeifen wieder los geht...

      Ich plage mich auch öfters mit einem Tinnitus rum. GSD ist er aber bislang nicht chronisch aber wenn er auftritt, bringt er mich auch fast zum Wahnsinn.

      Meine Ohren incl. Hörnerv sind organisch gesund. Ich höre gut, habe keinen Schwindel oder Schmerzen. Nur dieses laute (und sehr schrille) Fiepen, das ich vorwiegend im rechten Ohr höre.

      Bei mir ist es definitiv Stress. Wenn ich beruflich unter Volldampf stehe, dauert es meistens nicht lange, bis der Tinnitus zurückkehrt. Wenn dann privat auch noch Stress dazukommt, kann ich die Uhr danach stellen, bis meine Ohren wieder fiepen.

      Ganz schlimm sind die Nächte, wenn es still ist. Ich habe mir dann angewöhnt, ganz leise Entspannungsmusik (Naturgeräusche, Meeresrauschen, Vogelgezwitscher, Gewittergrollen, Brandung usw.) zu hören. Das macht müde und ich "übertöne" den Tinnitus. Grundsätzlich bekämpfe ich meine Ohrgeräusche immer mit anderen (angenehmeren) Geräuschen. Stille ist das Schlimmste, was einem mit Tinnitus passieren kann.

      LG

      Hallo

      also ich lebe seit 2008 damit. Am Anfang wollte ich am liebsten vom Dach springen oder den Kopf an die Wand schlagen. Ich bin am gleichen Tag wo ich die Geräusche gehört hatte zum HNO und es gab Infusionen und Sauerstofftherapie. Außer viel Geld wurde ich nix los und das bis heute. Ich hab ein Gerät wo das Geräusch vom Tinnitus eingestellt ist. Das hatte ich gerade am Anfang genutzt. Musste es am Tag ca 30 min lang nutzen. So sollte das eigentliche Geräusch reduziert werden. Wenn ich heute unterwegs bin und es sprechen viele Leute durcheinander werde ich auch fast kirre oder wenn zu laute Musik gespielt wird. Daher habe ich mir Gehörschutz anpassen lassen mit einem Filter. So kann ich auch wieder aktiver am Leben teilhaben aber so richtig daran gewöhnt habe ich mich nie.

      LG Hexe12-17

      Bei mir wurde vor 4 Jahren ein Tinnitus stressbedingt ausgelöst.
      Nein, er ist nicht wieder weggegangen, aber ich habe mich damit gut arrangiert.

      Am Anfang war ich geradezu panisch, dass das für immer bleibt. Dann habe ich einen sehr interessanten Artikel darüber gelesen. Kernaussage war in etwa: "Andere Menschen haben eine unheilbare Krankheit wie Aids oder Krebs. An einem Tinnitus stirbt man nicht! Sein Sie froh, dass sie statt Krebs nur Tinnitus haben."
      Das hat mir wirklich geholfen, auch wenn es sich erstmal blöd anhört. Aber mir hat diese Aussage geholfen, etwas entspannter damit umzugehen.
      Nun ist es so, dass ich im normalen Alltag den Tinnitus gar nicht mehr oder kaum wahrnehme. Nur bei Stille nehme ich das noch wahr, aber manchmal nichtmal mehr das.
      Es ist im Laufe der Jahre auch etwas besser geworden: manchmal ist der Ton weg (z.B. im Urlaub), in stressigen Zeiten ist er wieder lauter.

      hallo,

      mit ca. 17/18 Jahren fing bei mir Tinnitus an. das war meine Sturm- und Drangzeit - war viel in Discotheken oder Konzerten unterwegs - ich schätze, dass ich u.a. meinen Tinnitus von da habe. Inzwischen bin ich 44 Jahre, habe 365 Tage andauernd ohne Unterbrechung auf beiden Ohren das Klingeln.

      Geholfen hat nichts, weil ich zu spät zum Arzt bin. Jetzt ist es halt so. Wenn das Bimmeln sehr laut wird, weiß ich, dass ich einen Gang zurückschalten muss.

      Ich dachte, es wird besser, wenn ich Hörgeräte habe (höre sehr schlecht). Aber auch da zeigte sich keine Veränderung. Manchmal nervt es. Aber ich komme insgesamt gut damit klar.

      Warum soll ich mich aufreiben für etwas, das ich nicht ändern kann? Ich habe mich arrangiert.

      Viele Grüße
      hundkatze.maus

      Ein halbes Jahr ist keine lange Zeit, aber die Zeit, wo man nicht damit klarkommt und sich am liebsten umbringen würde, damit nur das Ohrgeräusch endlich still ist.

      Nach ein paar Jahren gewöhnt man sich tatsächlich dran.

      Ja es stimmt, dass das Geräusch stressbedingt ausgelöst werden konnte, aber leider geht es nicht genauso wieder weg wenn der Stress weg ist. Nur, immer wenn neuer Stress hinzukommt, kann es wieder richtig laut werden im Ohr.

      Stress läßt die Blutköperchen zusammenbacken, er verdickt das Blut. Ich halte den Tinnitus für eine Gefäßverkalkung im Ohr. Kurzfristig können Ginko Präparate natürlicherweise das Blut verdünnen und Erleichterung schaffen (z.b. Tebonin Tabletten), aber nicht langfristig heilen. Da hab ich nur von DMSO gehört, dass dieses sowohl Gefäße wiederhestellt als auch Tinnitus heilen kann. DMSO kann man in Saft einnehmen als auch auf der Haut einreiben (wird resorbiert). Wahrscheinlich braucht man davon viel und über längeren Zeitraum. Da mich mein Tinnitus nicht mehr stört, habe ich es noch nicht versucht. Ich habe aus anderen Gründen öfters kurzzeitig und eher gering dosiert DMSO angewendet und dabei ist der Tinnitus auch geringer geworden. Irgendwann werde ich es vielleicht ausprobieren ob er auch ganz weggeht.

      Buchtipp: DMSO-Handbuch, verborgenes Heilwissen aus der Natur, Dr. Fischer

      Hallo!
      Ich lebe seit 2011 mit Tinnitus. Anfangs war es sehr schwer, hab nur an die Geräusche gedacht, die dadurch auch sehr laut gewesen sind. Mittlerweile kann ich problemlos damit leben. Manchmal sind die sehr laut( Stress, Erkältung), manchmal sind die so leise, dass ich die überhaupt nicht mehr wahrnehme. So oder so, hab mich damit abgefunden, weil ich gemerkt habe, dass die Einstellung das wichtigste ist. Wir können uns per Nachricht austauschen, schreib mir wenn du fragen hast. Würde mich freuen, wenn ich dir helfen kann!

      Liebe Grüße,
      ralka

      Hallo,
      ich habe seit Anfang letzten Jahres Tinnitus inkl. Hörminderung auf einem Ohr nach einem Hörsturz.
      Die erste Zeit war wirklich ätzend und auch jetzt ist es anstrengend z.b. nach einem lauten Tag, ne Kopfschmerzen oder Erkältung bzw. wenn ich darauf angesprochen werde...
      Mit der Zeit höre ich tatsächlich weg und nur wenn absolute Ruhe herrscht, ndhm ich das Geräusch wahr. Ich habe wegen der Hörminderung ein Hörgerät mit Tinnitus Rauschen, das klingt wie Wellen am Meer und lenkt ab. Was ich beim HNO Arztgelesen habe ist, dass es eine Methode gibt seine Lieblingsmusik so auf CD übertragen zu lassen, dass der Frequenzbereich des Tinnitus ausgelassen wird um dadurch die Doppelbeschallung zu mindern. In das langfristig helfen kann, keine Ahnung.

      Am ehesten denke ich gewöhnt man sich mit den Jahren daran und blendet es aus.

      Liebe Grüße

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