Beschwerden, aber kein Befund

    • (1) 14.09.17 - 18:07

      Hallo

      Ich leide seit 3 Jahren unter Bauchschmerzen.
      Es fing damit an, dass ich 11/14 eine Eierstockentzündung hatte.
      02/15 hatte ich noch eine - durch eine falsche Behandlung (5tägige Antibiotikagabe) brach die entzündung nach 2 wochen mit resistenten Keimen erneut aus.
      Seit dem habe ich auf der Seite immer wieder Bauchschmerzen. Nach Ende der Behandlung war die Seite weiter schmerzhaft und die Eierstöcke weiterhin geschwollen.

      12/15 hatte ich noch mal sehr starke Schmerzen mit erhöhter Temperatur. Laut FA war alles in meinem Bauch in Ordnung - die Blutwerte waren komisch (stark erniedrigte Leukos, und Thrombos, mäßig erhöhtes CRP) Ich hatte das Gefühl, dass irgendwas in meinem Bauch "kaputt" gegangen ist. Aber man sah halt nichts.
      Kurz darauf hatte ich sehr starke Schmerzen in den Beinen. Die Gelenke waren steif, die Muskeln fühlten sich an wie der Muskelkater meines Lebens, aber es war nichts zu sehen. Keine Ödeme, keine Schwellung, keine Verfärbung...
      Besserung brachten meine Thrombosestrümpfe von der Schwangerschaft.
      Ich nahm dann ab Dezember 15 die Pille (Gestagenpille, wegen Thromboseneigung)
      Im Februar 16 bekam ich eine Bauchspiegelung. Alles hyperämisch, vollbild einer endometriose.
      Aber eigentlich sollte die Endometriose doch durch die gestagenpille zur Ruhe kommen?? #kratz

      Die Bauchschmerzen schränken meine Lebensqualität inzwischen sehr ein. Ich muss mich immer mal wieder krank schreiben lassen (immer ohne Befund - ab und zu ist das CRP erhöht).
      Ich habe Probleme beim laufen. Phasenweise funktionieren die Muskeln nicht richtig und ich schleiche voran wie eine Schnecke.
      Mir ist immer mal wieder furchtbar übel morgens.
      Ich hab immer mal Durchfall. Also bekam ich im Mrz 2017 eine Darmspiegelung. Nichts. Alles in bester Ordnung.

      Seit 4 Wochen ist die Geschichte mit den beinen ganz schlimm. Es ist keine Kraft da, es tut manchmal wahnsinnig weh - da schießt so ein richtig schlimmer Schmerz durchs bein. Mit Thrombosestrümpfen wird es besser.
      Ich hab die Hüfte röntgen lassen. Nichts.
      Im August 2016 war ich beim Phlebologen. Meine Venen sind links ein bisschen schwach, aber nix wildes.

      Ich komme heute wieder von meiner Hausärztin und ich muss sagen - wenn noch einer das Wort "Psychosomatisch" in den Mund nimmt, den beiß ich! :-[

      Am 25. gehe ich ins Krankenhaus und lasse ein mrt vom Bauch machen, weil die Ärztin von der Darmspiegelung sagte, ich könnte Morbus Crohn haben...

      Ich bin mit den Nerven am Ende!
      Das schlimme ist: Ich gehe mit Schmerzen zum Dok und der untersucht imemr das Gleiche (vaginaler Ultraschall, abtasten der Eierstöcke), hat keinen Befund und schickt mich heim!
      Ich hab ja dann IMMER NOCH SCHMERZEN!!!!!
      Ich könnte vor Wut auf und nieder hüpfen! :-[
      Ja wenn man da nix findet, sucht man halt wo anders oder gibt mal nen heißen tipp, was man noch machen kann!!!
      So mach ich das bei mir auf Arbeit auch immer!

      Ich komme mir ganz schön blöd vor, wenn ich immer wieder wegen der selben story zum Arzt gehe und nix bei raus kommt.
      Meine Hausärztin macht gar nichts. Die sitzt da und erklärt mir, dass ich zu viel arbeite und mir zu viel Stress mache. :-[

      Ich hab eine wahnsinnige Angst, dass ich im KH wie ein Simulant behandelt werde. Dass nichts raus kommt und ich weiter mit den Schmerzen allein bin.

      Sorry, meine Nerven liegen echt blank gerade #heul

      Liebe Grüße! #winke

      ich will dir ja nicht deine Illusionen rauben, aber die Annahme dass eine korrekte Diagnose automatisch zu Schmerzfreiheit führt ist schon ziemlich naiv.
      Wenn eine ursächliche Behandlung möglich ist, könnte das natürlich anders aussehen, aber da es nichts "offensichtliches" im wahrsten Sinne des Wortes ist, kann sich der Schmerz auch schon chronifiziert haben.
      Sinnvollste Handlung: zu einer Schmerzambulanz (gibt es an Unikliniken oder auch vielen KH) überweisen lassen, und sich dort behandeln lassen.
      Denn die Ursache ist für die Behandlung der Schmerzen relativ egal. (relativ weil bei entzündlichen Vorgängen Wirkstoffe wie Ibuprofen etc. besser wirken als bei nicht-entzündlichen)

    • (7) 15.09.17 - 10:30

      Ich würde sagen, du hast die Diagnose schon und leider Ärzte, die keine Ahnung haben.

      Endometriose kann durchaus in die Beine gehen, wenn sie sich im Becken breit macht und Nerven wie z.B. den Ischias einengt.
      Und durch die Pille gehen die Verwachsungen ja nicht weg, sondern lediglich der Einfluss des Zyklus wird unterbunden.

      Ich an deiner Stelle würde in ein Endometriose-Zentrum fahren und mich dort vorstellen.

      Eine Freundin von mir hat ganz schlimm Endometriose mit ganz ähnlichen Symptomen gehabt. Erst ein Facharzt konnte so richtig helfen. Sie hat eine große OP gehabt, wo alle Herde weggeschnitten wurden und wird sich bald, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, die Gebärmutter entfernen lassen.

      • Hallo!
        Also ich werd das Thema endometriose im kh noch mal ansprechen. Bei der bauchspiegelung wurden keine verwachsungen gefunden. Das komische damals war, dass die ärztin zu mir sagte, sie habe nichts gefunden, die organe seien nur sehr stark durchblutet. Von Endometriose kein wort. Es wurde auch nach keimen in der bauchflüssigkeit (was auch immer #kratz) gesucht und nichts gefunden. Erst 1 jahr nach der bauchspiegelung sagt mirmein gyn, dass im befund drin steht, ich habe endometriose.
        Ganz ehrlich: ich kam mir total vera... vor.
        Die schmerzen sind zyklusabhängig. Ich nehme zwar die pille durchgehend, habe aber trotzdem einen regelmäßigen zyklus. Ich hab meinen arzt schon mehrfach darauf angesprochen, dass ich mit meiner pille unzufrieden bin. Ich hör mich mal um, was es hier zum thema endometriose gibt. Ich kannte damals das wort aber so richtig was drüber wissen tu ich nicht.
        Wegen morbus crohn lass ich trotzdem gucken. Ich hab nämlich panische angst davor... und probleme mit durchfall hab ich ja auch...
        Und wegen der symphyse frag ich auch. Die tut seit der letzten schwangerschaft weh. Mein sohn ist jetzt 5... vielleicht kann man da ja auch mal gucken.

        Auf jeden fall haben mir die beiträge hier sehr geholfen mich etwas runter zu fahren.
        Ich glaub ja manchmal schon selbst, dass ich mir alles einbilde...

    Hi, leider scheint es das Motto öfter zu geben: "was ich nicht kenne, gibt es nicht"
    so ähnlich sagte mir ein Augenarzt mal zu mir. Die Diagnose hatte ich schon vorher und andere Ärzte sahe es sofort oder eben später bei mir. Nur dieser eine meinte, ich könne es nicht haben, weil ER es nicht kennt.

    Mit Hausärzten und co. kenne ich solche Erfahrungen auch. Kenne ich nicht, gibt es nicht :-( Überweisung und Tipps schon gar nicht.

    Wenn es Endometriose ist, würde ich mal schauen, ob es da fachliche Anlaufstellen gibt. Nicht einfach nur Frauenarzt, sondern wirklich Fachkrankenhaus etc. oder ähnliches.

    Wenn es das nicht ist oder noch Zweifel bestehen, würde ich trotzdem schauen, ob es was in Richtung Endometriose gibt und diese Fachärzte dann um Rat fragen.

    Auch Krankenhäuser, allerdings nicht die allgemeinmedizinischen, die ihr Standardprogramm haben, sondern jene, die sich auf individuelleres spezialisiert haben.

    Wurde bei mir auf Lactose, Fructose usw. untersucht?
    Das könnte z.B. Durchfälle verursachen. Ist NICHT bei einer Darmspiegelung zu sehen. und bis ich eine Überweisung zu dem Test bekam, brauchte ich VIELE Anläufe bei meiner Hausärztin. Zyklus, Stress, Reizdarm, Reizblase uvm. waren ihre Vermutungen. Erst als ich klar sagen konnte, dass es zu JEDEM Zykluszeitpunkt vorkommen kann und einiges mehr, durfte ich "weiter".Hat sich voll bestätigt bei mir (eines davon, wie ich vermutet hatte). Meine Reizblase war kein Stress, sondern wie ich jetzt weiß, bei bestimmten Teesorten/Säften.

    Damit kann ich dir zwar nicht weiterhelfen, möchte dir jedoch Mut machen!
    Es ist ein schwerer Weg.
    Vielleicht ist es auch eine Kombination aus mehrerem.

    Vielleicht könnte dir auch eine Ernährungsberatung weiterhelfen.
    nicht wegen der Ernährung, sondern wegen Sondertipps, wo man mit Beschwerden hingehen kann. Die üblichen Diagnosen werden sie ja bekommen, wenn Patienten kommen. Vielleicht ist da auch der ein oder andere dabei, der trotzdem weiter Beschwerden hat und sich dann mal meldete, wie es weiter ging. (auch solche Zufälle gibt es und auf so zehn Umwegzacken hab ich dann meist die besten Tipps her, weil der Standard-gerade Weg eben nichts brachte oder ignoriert wurde. Was nicht passt, spinnt :-[ )

    Versuche es auf Umwegen. Evtl. eben mit Spezialisten. Krankenkasse fragen, was es da so gibt. Ärzteliste oder ähnliches.

    Vwrwachsubgsschmezren. Wenn schon eine bridenlösungim Rahmen der Bauchspiegelung gemacht wurde ist das austherapueer. Such dir einen guten Schmerztherapeuten.

    Hallo, das klingt ja furchtbar!

    Ich habe Erfahrung mit resistenten Keimen und niedrigem Fieber mit Schmerzen. Es hat Jahre mit Antibiotika und 3 OPs gebraucht, bis ich das Ding los war und es war nur in der Kiefernhöhle und hat sich über den Kiefer in einen Zahn gefressen. Oder andersrum, weiß man nicht.

    Woher weißt du, dass der Keim weg ist und sich nicht ausbreitet? Wurde bei der Bauchspiegelung eine Biopsie von dem befallenen Eierstock genommen und der Keim gesucht?

    Solche Infektionen lösen Muskelschmerzen und Rheuma aus. Vor allem sind deine Blutwerte auffällig, das ist nie und nimmer psychosomatisch.

    Also leider weitersuchen nach einem besseren Arzt. Vielleicht eine Klinikambulanz?

    Gute Besserung!!

    Ich kann auch nur raten, werfe mal

    Rheuma und Weichteilrheuma in die Runde.

    Wurdest du da schon untersucht? Oder Borreliose? Kann man alles im Blut feststellen.

    MfG Kelly
    und
    gute Besserung!!

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