Gallenblasen-Op oder gibt es Alternativen?

    • (1) 03.01.18 - 19:26

      Hallo ihr Lieben!

      Ich habe heute, nach einer schmerzhaften schlaflosen Nacht die Empfehlung meines Hausarztes bekommen, meine Gallenblase entfernen zu lassen.

      Sie war auf dem Ultraschall gefüllt und auch Steine waren zu sehen.

      Meine beschriebenen Schmerzen (Oberbauch Mitte) deuten allerdings nicht auf eine Gallensteinkolik hin, daher hat er mir empfohlen eine Magenspiegelung zu machen, um anderes auszuschließen.

      Jetzt habe ich da Bedenken, Bzw Angst davor. Hinzu kommt, dass ich unseren Sohn stille, er isst nur mittags eine Mahlzeit mit uns mit, Rest wird (noch) verweigert.

      Meine Ärztin hatte mit vor Weihnachten grünes Licht gegeben, ich darf wieder mit Sport durchstarten, die Weihnachtsvöllerei (bei mir hauptsächlich Aachener Printen oder Lebkuchen) ist vorbei, gestern hatte ich wieder eine Stunde intensives Training und ich weiß, wenn ich wieder drin bin, ist auch nix mehr mit übermäßigen naschen (durch das Stillen kann ich derzeit kiloweise Kekse futtern).

      Jetzt frage ich mich halt, ob ich das auch ohne OP in den Griff bekommen kann. Ich war weit über drei Jahre seit der ersten Kolik Beschwerdefrei und das führe ich halt auf meinen seinerzeitigen Lebenswandel zurück, den ich bis zur Mitte der Schwangerschaft auch durchgezogen habe.

      Hat da jemand Erfahrungswerte? Gerne auch über eine Gallenblasenentfernung. Ich bin derzeit einfach unschlüssig, zumal ich auch organisatorisch nicht weiß, wohin mit unserem Sohn. Mein Mann hat derzeit seinen Berufsschulblock, jeder Fehltag wirkt sich schlecht auf die Prüfungszulassung aus. Meine Eltern haben erstmal bis Ostern keinen Urlaub.

      Danke fürs Lesen und etwaige Ratschläge.

      LG Queezel

      • (2) 03.01.18 - 23:35

        Du kannst es ja erst mal ausprobieren. So lange die Gallenblase nicht stark entzündet ist, muss sie nicht sofort raus. Magenspiegelung würde ich aber schon machen lassen, ist ja nicht schlimm und geht schnell vorbei.
        Wegen dem Kind gibt es immer noch die Möglichkeit einer Haushaltshilfe von der Krankenkasse. Manche Krankenhäuser nehmen das Baby auch als Begleitkind auf. eine Freundin hatte nach der Geburt massive Gallenkoliken und musste nach wenigen Wochen operiert werden. Das Kind war bei ihr im Krankenhaus. Nur am ersten Tag nahm es der Vater dann nachts mit, damit sie auch in Ruhe schlafen konnte.
        Erkundige dich doch mal in Ruhe bei der Krankenkasse und den verschiedenen Krankenhäusern. Es scheint ja bei Dir nicht so dringend zu sein.
        Gute Besserung.

      Hallo,

      meine erste Kolik hatte ich während meiner Schwangerschaft vor 4 Jahren.
      Ich habe im letzten Jahr dann plötzlich etwa 6 Koliken gehabt und daraufhin eine Magenspiegelung in der Steine sichtbar waren.

      Meine OP ist jetzt eine Woche her (minimalinvasiv). Ich war etwa 3 Tage im KH und durfte dann nach Hause.

      Gegen die Steine an sich wirst du nichts machen können: die lösen sich leider nicht selber auf;).Bei mir war es auch nur sogenannter "Gallengrieß"n(gaaaanzz kleine Steinchen), die aber mehr Probleme bereiten können, als ein großer Stein, da sie schneller in den Gallengang wandern und eine Kolik hervorrufen.

      So wie du es schreibst, hattest du wahrscheinlich noch keine richtige schmerzhafte Kolik: die würde dir vor Schmerz die Tränen in die Augen treiben; ich vergleiche jede meiner Kolik mit einer Geburt.

      Ich würde dir raten, abzuwarten, da du ja nicht starke Beschwerden hast. Eine OP ist nicht ohne und ich habe im Moment noch sehr mit den Schmerzen zu kämpfen..
      Heben, bücken etc ist kaum möglich, da die Wunde im Inneren natürlich lange braucht, um zu heilen.

      vG

      • Danke für deine Auskunft. Ich habe heute meine Blutwerte erhalten und muss jetzt auf jedenfalls Fall zur Magenspiegelung. Wobei selbst die Arzthelferin meinte, bei den Werten, wäre eine OP sinnvoll.

        Mal sehen was jetzt bei der Magenspiegelung rumkommt, mache Montag mal einen Termin aus.

        LG 🤗

    habe. Hatte viele schlimme Koliken. Wusste zu Beginn nie so es her kommt weil es bei mir gar schlimm in den Rücken ging.
    Das erste mal Notaufnahme wurde ich ohne weitere Untersuchungen wieder heim geschickt. Es wurde aber immer schlimmer. Wieder Notaufnahme, diesmal aber anderes Krankenhaus. Dort kam schnell raus das ich eine Gallenkolik habe. Am nächsten Tag wurden die Steine entfernt. Dabei kam es allerdings zu Blutungen und es mussten zwei Stents eingesetzt werden. Nach 5 Tagen durfte ich nach Hause. Mir war aber klar das ich auch in dieses Krankenhaus nicht mehr gehen...
    Ein paar Wochen später hatte ich die nächsten Koliken. Wieder ins Krankenhaus, aber nochmal ein anderes. Hier hab ich mich sofort verstanden gefühlt. Wieder Magenspiegelung. Stents und weitere Steinchen wurden entfernt. Mir wurde auch am nächsten Tag gesagt das die Gallenblase bald raus muss.
    Im Sommer waren wir dann in Holland im Urlaub. Hab 1(!!!) Chicken Nugget gegessen und hatte nach 15 Minuten die schlimmsten Koliken die ich bisher hatte. Wollte dort aber nicht ins Krankenhaus, habe so zwei Tage rum gemacht...nicht geschlafen, orange/blutiger Urin, Galle erbrochen, geweint vor Schmerzen. Hab dann dem Krankenhaus bei uns eine Email geschrieben, was ich für Schmerzen habe. Hab schnell Antwort bekommen das ich gleich nach dem Urlaub zur OP Besprechung vorbei kommen soll. 4 Tage später war ich dort, einen weiteren Tag später wurde ich operiert. Wurde minimalinvasiv gemacht, war aber knapp,fast hätten sie meinen Bauch öffnen müssen weil meine Gallenblase so dermaßen entzündet war das die jederzeit hätte platzen können. Ging aber zum Glück nochmal gut.

    Darum bin ich froh das die Blase draußen ist. Kann jetzt wieder normal essen, hab keinerlei Probleme. Die Schmerzen waren ganz furchtbar...

    Ich kann jedem nur raten bei so schlimmen Koliken nicht zu lange zu warten, es wird nicht besser.

    Alles Gute dir.

    Liebe Grüsse
    Nadine

    • Hey, danke für deinen Bericht, das hört sich ja echt krass an.

      Ja bei mir strahlt das auch immer in den Rücken aus, allerdings habe ich immer unterhalb des Brustbeins, also Oberbauch Mitte, heftige Schmerzen, so dass das nie als Kolik erkannt wurde. Mir wurde vom alten Hausarzt eher noch gesagt, es sei ein Zwerchfellkrampf.

      Ich lasse jetzt auf jeden Fall erstmal die Magenspiegelung machen, mein neuer Hausarzt meinte eine Entfernung der Steine wäre nur eine Aufschiebung der Entfernung.

      Da ich allerdings bisher „nur“ zwei OP‘s hatte, habe ich tierisch schiss davor, aber diese Schmerzen sind echt nicht mehr auszuhalten.

      Mache mir halt Gedanken wegen dem Stillen und wohin mit meinem Sohnemann etc.

      Danke jedenfalls nochmal 👍🏻

      • Ja klar das mit deinem Sohn ist natürlich ein Problem. Würde ja sagen das du ihn vielleicht als Begleitperson mitnimmst aber ich will es nicht schön reden, danach tat es doch ganz schön weh. Wenn ich da mein Kind hätte stillen müssen... #gruebel
        Wenn die Drainage draußen ist ist es aber auch etwas besser, weh tut es aber trotzdem noch eine ganze Weile.

        Im Oberbauch ging es bei mir auch immer los und hat dann bis in den Rücken gestrahlt, Übelkeit ect. Klar wenn die Steine weg sind hast wohl erst mal etwas Ruhe...vielleicht ein paar Tage oder mit Glück ein paar Monate. Vielleicht kannst so ja noch die Stillzeit noch überbrücken.

        Darfst nach der Magenspiegelung wieder heim? Ich musste immer eine Nacht bleiben, das erste mal mit den Stents wurde es ja noch länger.

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