Verdacht auf "stummen Schlaganfall"

    • (1) 15.01.18 - 09:15
      Inaktiv

      Puh, das ist doch mal ein Wochenbeginn. Ich sitze hier gerade etwas geschockt rum, versuche mich auf die Kette zu bekommen....eigentlich müsste ich jetzt meine Sachen für die Klinik packen. Ich hoffe mein Hausarzt liegt verkehrt und ist einfach nur sehr vorsichtig.

      In den letzten Monaten habe ich große Veränderungen an mir bemerkt, ich hatte aber natürlich für alles eine andere Ausrede. Heute morgen bin ich mit dem Wunsch nach "Ursachenforschung" zu meinem Hausarzt gegangen. Irgendwie immer noch mit dem Gedanken, das meinem Körper einfach nur Vitamine o.ä. fehlen und ich deswegen so "verpeilt" bin. Im Laufe des Gespräches habe ich schon gemerkt, das er in eine andere Richtung möchte. Schlußendlich stand ich danach vor der Praxistür, mit einer Einweisung in der Hand "Verdacht auf TIA".
      Ich könnte mich gerade ohrfeigen, das ich nicht schon früher aktiv wurde. Anzeichen, das etwas nicht stimmt, egal was nun dahintersteckt, gab und gibt es ja nicht erst seit gestern. Man, ich bin bei dem Thema eigentlich so sensibilisiert und bei mir selber?

      So, ich werde jetzt mal meine Tasche packen und dann los, ich hasse Krankenhäuser#zitter. Mein Mann weiß Bescheid, er muß ja nachher das Kind abholen. Und einmal bitte Daumen drücken, das alles nur ganz harmlos ist.

      • Ich drücke Dir alle Daumen, daß alles in Ordnung ist. Tut mir leid, was Du gerade durch machen musst, alles wird gut #liebdrueck

        Hm, erstmal Ruhe bewahren! Hast du denn noch andere Symptome, außer "verpeilt"?
        Dein Hausarzt (ist ja kein Neurologe) will nur auf Nummer Sicher gehen. Ich drücke dir die Daumen für eine harmlose Erklärung

        LG Schnabel, die vor 7,5 Jahren einen schweren Schlaganfall hatte

        Ich drücke Dir ganz fest die Daumen. Lass es gründlich neurologisch abklären. Eine TIA ist ein Warnzeichen, falls es eine war.
        Wenn Du große Veränderungen selber an Dir bemerkst, ist irgendwas los und nun wird es abgeklärt - toi toi toi !
        LG Moni

        • (5) 12.03.18 - 10:50

          So, da bin ich wieder;-). Mein Beitrag ist ja nun schon eine Weile her und seit dem war ich auch nicht mehr hier. Was habe ich verpasst?
          Tja, ich hatte wirklich schon 2 ganz leichte (aber echte) Schlaganfälle, darf jetzt nicht mehr Autofahren, mein Leben stand in letzer Zeit wirklich etwas Kopf. Nach längerem Klinikaufenthalt, anschließender AHB und viel Chaos im Alltag (und im Kopf), bin ich wieder im "Leben".
          Ich liebe meinen Hausarzt wirklich, wer weiß was sonst noch passiert wäre, ich liebe ihn dafür, das er mich ernstgenommen hat.
          Ab jetzt werde ich Urbia als Konzentrations-, Schreib- und Hirnübung nutzen und wieder fleißig meinen Senf dazugeben.
          Ich hatte so riesiges Glück, das es mir das erste Mal im Leben leicht gefallen ist, dieses wirklich umzustellen. "Das Leben geniessen" hat eine so verdammt neue Bedeutung bekommen.
          #winke

          • Ab jetzt werde ich Urbia als Konzentrations-, Schreib- und Hirnübung nutzen und wieder fleißig meinen Senf dazugeben.

            Na DAS habe ich hier auch noch nicht gelesen #rofl
            Welcome back #herzlich Schön zu lesen, dass Du das Gröbste überstanden hast - Du wirst sehen, es verbessert sich schon noch einiges. Sei froh, dass Du hier schon mal schreiben kannst. Mein Mann hatte nach seinem Schlaganfall massivste Probleme mit dem Lesen und Schreiben. Er schämte sich direkt für seine wacklige Unterschrift. Die Tageszeitung schaute er an, dann schaute er mich hilflos an - und schüttelte nur den Kopf. Ein paar Monate später las er wenigstens den Regionalteil wieder, die ganze Zeitung hat ihn total erschöpft. Üben, üben, üben und nicht aufgeben!!! Und wenn etwas auf Teufel komm raus eben nicht mehr geht - dann abhaken. Dann ist es halt so.
            Wie es aussieht, hast Du schon recht Glück gehabt. Darf ich fragen, ob Du körperliche Beeinträchtigungen hast?
            LG von Moni

            PS: Verpasst hast Du - ehrlich gesagt - nicht viel. Auf alle Fälle nichts, was in irgendeiner Form nicht eh wiederkommen wird #schein

            • (7) 13.03.18 - 09:26

              Körperliche Einschränkungen sind bei mir nur ganz gering. Meine Kraftseite ist es nicht mehr, da muß ich umlernen. Ich bin schnell schlapp, nehme mir auch kleine Auszeiten am Tag. Kann ich mir diese nicht nehmen, dann sieht man es nach ein paar Stunden am Gang, es fühlt sich dann an, als wenn ich mit einer Schwimmflosse am Fuß rumlaufe. Ich falle auch manchmal einfach um, nicht weil ich ohnmächti werde, eher weil dieses Zusammenspiel vom Körper nicht will. Irgendwie wie bei einem Kleinkind.

              Eber eigentlich ist der Kopf die größere Baustelle. Mein Mann hat bis zur Diagnose gedacht, das ich dement werde. Mit der Daignose sieht das jetzt natürlich alles anders aus. Ich kann mein Wissen nicht abrufen, ich weiß was ich im Kopf habe, bekomme es aber nicht raus. Mein Englisch ist fast weg. Meine medizinischen Kenntnisse, ich verstehe was man mir erklärt, ich kann es aber nicht in Worte fassen und vrgesse es gleich wieder. Satzbau, Grammatik, Aussprache ist irgendwie durcheinander. Wenn ich Einkaufszettel schreibe, dann kann ich sie lesen, für meinen Mann ist das schwierig, weil zwar alle Buchstaben in den Worten da sind, nur in der falschen Reihenfolge. Die Handschrift selber #zitter. Hier kann ich wegen der Korrektur schreiben...aber für den kleinen Text gerade brauchte ich bis jetzt 30 Minuten.
              Ich habe zur Zeit noch eine Haushaltshilfe, einfach damit ich Kraft für meine Tochter habe. Bald fahren wir beide zur Kur, einfach für die Seele. Eine Freudin fragte wohin, meine Antwort: oben rechts#gruebel. Ostsee kam dann später wie ein Einschlag, mitten in einem anderen Satz.

              • Es wird sich noch einiges bessern, aber Du musst eben Geduld haben. Hatte etliche Jahre in der SHG Schlaganfall mitgearbeitet und unzählige Vorträge gehört. Es ist wirklich bei jedem Menschen anders - eine Regel kann nicht aufgestellt werden.
                Bei manchen bessert sich noch was nach ein zwei Jahren, wenn man schon nicht mehr damit rechnet.
                Diese Wortfindungsstörungen können auch noch einiges besser werden, wenn sie oft auch in manchen Bereichen bleiben.
                Mein Mann wurde manchmal recht ungeduldig und wütend, wenn ihm das richtige Wort nicht einfiel. Ich sollte ihm gem. Arzt NICHT helfen.... half ich ihm aber nicht, meckerte er "du weißt doch was ich sagen will, jetzt hilf halt" #cool Nagut - in Gesellschaft machte ich es, dass er nicht so hilflos dastand - aber zuhause nicht immer. Ist für Angehörige immer eine Gratwanderung.
                Die Kur wird Dir sicher guttun !!! So etwas zu verkraften ist wirklich kein Zuckerschlecken.
                LG Moni

                • (9) 14.03.18 - 09:28

                  Deine Erfahrung mit deinem Mann kann ich nur bestätigen. Meiner dachte am Anfang er braucht das Wort nur sagen das es wieder in meinem Kopf ist. Bin doch kein Computer. Das hat sichschnell eingespielt.
                  In Gesellschaft bin ich überfordert, ich geniese sie sehr kann aber nicht folgen. Einzelgespräche mit vertrauten Personen sind besser. Ich arbeite ja sogar schon wieder, aber nicht in meinem Beruf. Für meinen Job brauche ich meinen Kopf kaum, es tut mir sher gut, auch wenn ich manchmal Hilfe brauche oder nicht perfekt ist.
                  Ich fühle mmich unfrei, und das macht mich wütend. Ich freue mich sehr auf die Kur, Zeit mir dem Kind und dabei schutz haben.

      👍👍👍
      Was hattest du den für Veränderungen?
      Hoffe, du bist bald wieder fit daheim!

      LG,
      Hermiene

      (11) 16.01.18 - 11:01

      Also, ein TIA verschwindet ja auch wieder nach ein paar Stunden, das heißt, wenn du jetzt ins KH gehst, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie nichts finden werden.

      Ich war selbst vor einem Jahr im KH. Mit Schlaganfallsymptomen. Im KH wurde ich auf den Kopf gestellt und komplett untersucht. Man konnte nichts finden und ich wurde entlassen mit den Worten: Könnte ein TIA gewesen sein, aber wenn ein Blutgefäß vorrübergehend abgeklemmt war und jetzt wieder frei ist, könnte man das im Nachhinein nicht mehr feststellen.

      Wenn du schon seit längerem irgendwelche Symptome hast, die in Richtung "verpeilt" gehen, verstehe ich nicht, warum dein Arzt nicht erstmal ein Blutbild macht, sondern dich direkt ins KH schickt. #kratz

      Hallo,

      Wie gehts dir heute? Was kam denn bei der Untersuchung raus?

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