Bettnässen

    • (1) 16.01.18 - 09:15

      Liebe Leute,

      ich habe lange überlegt ob ich hier schreiben soll oder ob mich die Antworten dann nur noch mehr verrückt machen. Nun probiere ich es doch aus.

      Mein Sohn wurde Ende Oktober 9 Jahre alt. Das mit dem nächtlichen Toilettengang hat zuvor im Sommer erst richtig gut geklappt, ich dachte wir sind durch mit dem Thema.

      Dann ist mein Opa, also sein Uropa gestorben, er hat richtig schlimm gelitten....seitdem macht er wieder ins Bett. Nun bin ich mir aber gar nicht so sicher, ob nur die psychische Komponente eine Rolle spielt oder ob er einfach auch viel zu tief schläft.

      Wenn er zum Beispiel am Tag keinen Stuhlgang hatte ist eine Stunde nach dem Einschlafen das Bett wieder nass...ansonsten müsste er bestimmt drei Mal in der Nacht raus und einmal davon merkt er es nur, am Morgen konnte ich schon mal beobachten, so um halb fünf etwa, dass er sich im Bett wälzt, aber trotzdem nicht aufwacht. Letzte Nacht hab ich sogar einen Wecker gestellt und er ist nicht aufgewacht.#schock

      Nun ist meine Frage; was soll ich tun, soll ich überhaupt was tun...bislang war ich nicht bereit, den Druck und Untersuchungsstress auf mein Kind zu laden und wollte einfach abwarten, doch jetzt bin ich mir nicht sicher ob das dauerhaft funktionieren wird....ich tendiere zu einer Klingelhose, immerhin ist er schon neun....und sein kleines Geschwisterchen mit fast drei ist schon Tag und Nacht trocken....(Mädchen).

      Wäre glücklich über Ratschläge und Erfahrungen.

      mein2008

      • 1. Bitte nicht mit dem Geschwisterchen vergleichen.
        2. Nichts unternehmen, das hört von selber auf (ich spreche aus eigener Erfahrung).

        • Zu 1. Schwierig #schein....ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht so gehandelt habe wie bei ihr- sie wurde jetzt so schnell tagsüber trocken, dass ich das plötzliche nächtliche Rufen richtig interpretiert habe, nämlich dass sie aufs Klo muss, bei ihm bin ich nicht darauf gekommen und denke einfach, dass ich da auch sofort die Windel hätte weglassen sollen.

          Zu 2. War es denn bei dir/euch ähnlich? Kannst du mir sagen wie es bei euch gelaufen ist? Ich wäre so happy positive Erfahrungsberichte zu hören....vor Allem: WANN hat es aufgehört?


          DANKE!!!

      Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit verwachsen wird.
      Gerade bei Jungs kommt dieses Problem gar nicht so selten vor. Nachts ist die Nervenvervindung "Blase - Gehirn" durch den Tiefschlaf nicht zuverlässig geschaltet. Das hat etwas mit der geistigen Reife des Kindes zu tun.

      Eine Klingelhose KANN helfen. Bei uns hat sie es nicht. Aber versuchen würde ich es, da es Deinem Sohn sicherlich auch sehr unangenehm ist, wenn er nachts noch ins Bett macht. Es signalisiert ihm, dass er nicht alleine mit seinem "Problem" ist und ihr die Sache gemeinsam angehen möchtet. Sag ihm dabei auch, dass es lediglich ein Versuch ist. Wenn der nichts bringen sollte, ist es nicht schlimm.

      Gib Deinem Sohn die Gewissheit, dass Du dieses Thema nicht schlimm findest und dass Du ganz fest daran glaubst, dass es sich im Laufe der Zeit bessern wird. Dein Sohn braucht jetzt Selbstbewusstsein und Vertrauen in sich selbst und seinen Körper.

      Total kontraproduktiv ist es jetzt, im wieder Windeln oder ähnliches anzuziehen. Diese Tipps gab es von Hardcoremüttern in einem anderen Thread. Unfassbar sowas! Mit so einer Aktion kann man eine Kinderseele ratz fatz in Scherben schlagen...

      Ich weiß aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn, dass das eine schwere und belastende Zeit sein kann. Aber zusammen kann man das schaffen. Ohne viel Gehabe wird das Bett abgezogen und fertig ist die Sache. Mach Deinem Kind keine Vorwürfe - auch nicht durch Gesten oder unterschwelligen Bemerkungen. Nimm ihn so, wie er jetzt ist.

      LG und viel Erfolg.

      • Hallo, ich danke dir von Herzen für deine Antwort. Glücklicherweise kann ich mit ruhigem Gewissen behaupten, dass ich ihm überhaupt gar keinen Druck mache.
        Ich wasche ihn morgens, beziehe das Bett neu und fertig. Ich sage ihm auch JEDEN Morgen dass es NICHT schlimm ist. Ich denke, da kann er sich auch sicher sein, dass ich es so meine.

        Einen schönen Tag dir!

        • Hallo, wir hatten mit unserem Sohn ein ähnliches Problem, allerdings war er noch etwas jünger.
          Wir haben ihn dann abends bevor wir ins Bett gegangen sind nochmal auf die Toilette gebracht (er ist meistens nichtmal wach geworden) und dann hat es auch nachts funktioniert.
          Das haben wir bestimmt ein Jahr lang gemacht, einfach um ihm dieses Gefühl zu ersparen!
          Danach hat es sich von selbst gelöst. Die Kinderärztin meinte auch, dass bei Jungs häufig die Urinreduktion in der Nacht länger auf sich warten lässt als bei Mädchen.
          Halt durch...wir drücken die Daumen das es bald wieder klappt.
          LG

    Zwischen abklären lassen (ob organisch alles ok ist) und weiteren Behandlungen liegen oft Welten.

    Soll heißen: abklären lassen würde ich es wahrscheinlich schon. Blasengröße, Nieren alles ok. Was der Arzt so vorschlägt.
    Wenn organisch was ist, könnte man sich über eine Behandlung beraten lassen. Wenn das alles soweit ok ist, wie es sein sollte, würde ich abwarten.

    Meine ist auch lange nicht aufgewacht. Hat auch tief geschlafen. Anfangs war es nur ein unruhig werden, wenn sie musste. Später ein aufstehen und weiterschlafen.

    Wenn er psychisch momentan noch zusätzlich zu schaffen hat, würde ich da auch nicht herum experimentieren was vielleicht behandeln angeht. :-(

    Auch nicht mit Geschwistern vergleichen. Das stresst nur noch mehr, bringt aber keine Erleichterung.

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