unbehandelter Brustkrebs

    • (1) 31.03.18 - 12:28

      Eine Bekannte hat die Diagnose Brustkrebs erhalten. Sie ist 35 Jahre alt und ihre Mutter war bereits in diesem Alter auch schon betroffen. Ihr wurden beide Brüste abgenommen, sowie später die Gebärmutter entfernt.

      Nun möchte sich meine Bekannte aber nicht helfen lassen, sie verweigert somit alle Therapien.
      Hinzu kommt bei ihr noch eine Depression und eine unbehandelte Borreliose.

      Sie hat 2 Kinder im Grundschulalter, die sie allein groß zieht, keinen Kontakt zum Vater des Kindes.

      Was kommt nun auf sie zu, wenn sie sich nicht therapieren lässt? Kann mir das jemand sagen?

      • Ohje, das ist schrecklich als Freundin so machtlos daneben zu stehen und nichts tun zu können.
        Aber ich verstehe nicht ganz...warum lehnt sie eine Behandlung denn ab?🤤
        Ihr wird ja wohl bewusst sein, wohin das führt und dies ist ein sehr qualvoller Weg dahin.
        Hat sie denn einen Sterbenswillen seit der Depression? Hat sie gar selbstmordgedanken gehabt?
        Deine Freundin braucht dringend eine psychologische Therapie! Denn sie schadet nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Liebsten und Kindern 🙁
        Die Folgen sind nicht auszumalen und ich hoffe sehr, dass sie die Kurve kriegt. Sie ist ja auch noch so jung...

        (3) 31.03.18 - 15:56

        Hallo!

        "Nun möchte sich meine Bekannte aber nicht helfen lassen, sie verweigert somit alle Therapien.
        Hinzu kommt bei ihr noch eine Depression und eine unbehandelte Borreliose"

        Ist sie denn ganz allein mit den Kindern? Gibt es noch andere Familienangehörige? Eltern? Geschwister?

        Sie hat natürlich das Recht, sich nicht behandeln zu lassen, aber sie wird nicht dauerhaft ohne Pflege und Begleitung auskommen. Wenn sie Depressionen hat, ist die Frage inwieweit sie das alles allein entscheiden kann. So oder so wird professionelle Hilfe von außen benötigt und das jetzt schon. Auch wegen der Kinder!

        Unbehandelter Brustkrebs. Der Tumor wird sehr wahrscheinlich irgendwann exulzerieren und wohin auch immer metastasieren. Das kann auch mit Therapie passieren, in der Regel kann man den ganz schlimmen Verlauf aber eindämmen.

        Das wird sie aber nicht hören oder wahrhaben wollen. Ich denke somit nicht, dass du da irgendwas ausrichten kannst.

        LG

        Zum Glück darf das ein jeder immer noch selber entscheiden, ob er sich in die Hände der Ärzte begeben will oder nicht.

        Ob das immer so hilfreich ist, was dann gemacht wird, das ist die Frage.

        Ich habe zwei Freundinnen an Brustkrebs verloren - auch MIT ärztlicher "Hilfe".
        Also bitte die Frau nicht bevormunden. Sie ist erwachsen.

        Die Kinder kommen dann eben zum Vater oder zu den Großeltern, oder in eine Pflegefamilie, wenn die Frau nichts anderes veranlasst hat.

        • Dann werden die Kinder wohl in eine Pflegefamilie kommen. Der Vater zahlt keinen Unterhalt und kümmert sich auch sonst nicht. Großeltern sind auch nicht vorhanden, da der Kontakt abgebrochen wurde. Geschwister sind keine vorhanden.

      Mir scheint da einiges nicht schlüssig/glaubwürdig an deiner Geschichte. Was verstehst du unter unbehandelter Borreliose?

      Hier ein Link dazu:

      https://www.borreliose-infektionskrankheiten.de/diagnose-verlauf/

      Depression könnte von der Borreliose kommen. Theoretisch kann ihre Urteilsfähigkeit aufgrund der Depression und oder Borreliose eingeschränkt sein.
      Ihre Entscheidung kann ich auch mit dem Tumortyp zusammenhängen usw.

      Was auf sie zukommt, wenn sie sich nicht therapieren lässt, das könnte allerhöchstens anhand des Tumortyps usw. ungefähr vorausgesagt werden.

      Mir scheint, du stehst deiner Bekannten nicht nahe genug, als dass du die Details kennen würdest. Ein Urteil stünde dir und auch sonst niemandem zu, aber ohne exakte Daten wäre ein Urteil nicht mal möglich.

      • Ich möchte kein Urteil fällen, Ich möchte nur wissen wie es ist, wenn der Krebs nicht therapiert wird.
        Ich weiß wie gesagt nur, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist und einfach sterben möchte.
        Antidepressiva nimmt sie schon eine ganze Weile, d.h. über Jahre schon. Dann wurde die Borreliose festgestellt. Da würden sich die Antibiotika nicht mit den Antidepressiva vertragen, sagte man ihr.

        Ich stehe ihr wirklich nicht nah genug. Wie gesagt, es ist eine Bekannte meines Mannes, mit der ich weiter keinen Kontakt habe.

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          • Sie kann mit und ohne Behandlung sterben, sie kann mit und ohne Behandlung am Leben bleiben.

            Aber eigentlich geht es die TE nichts an, sie ist weder verwandt noch sonst was.

            • (10) 01.04.18 - 08:20

              Ich finde deine Äußerungen total unangebracht. Natürlich kann man auch an Krebs sterben, wenn man ihn behandeln lässt. Eine 100%ige Heilungschance gibt es nirgendwo. Dennoch gibt es bei einigen Krebsarten gute Heilungschancen.
              Unbehandelter Krebs führt immer zum Tod! Du stellst das hier so dar, als würde es überhaupt keinen Unterschied machen, ob man sich behandeln lässt oder nicht.
              Das ist doch totaler Schwachsinn!
              Und wie du hier die TE angehst, von wegen, es würde sie nichts angehen, ist auch absolut unverständlich.
              Wahrscheinlich macht sie sich Sorgen! Verständlich, wer würde das nicht?! Noch dazu, wenn 2 kleine Kinder involviert sind! Wahrscheinlich möchte sie irgendwie helfen. Also hör auf mit diesen Unterstellungen!

              • Richtig! Genau auf den Punkt gebracht!

                Zum Glück hat die betroffene Brustkrebserkrankte Menschen in ihrem Umfeld, die sich Sorgen machen und helfen möchten und nicht eben solche negativ eingestellten Personen, die eventuelle Unzurechnungsfähigkeiten, aufgrund von psychischen Erkrankungen, als persönliche Entscheidungsfreiheit deklarieren, um ihr eigenes negatives Lebenskonzept zu rechtfertigen!

                Unbehandelter Krebs führt wahrscheinlich fast genauso häufig zum Tod wie ein Krebs der mit Chemotherapie "behandelt" wird. Nur dass die Chemotherapie die Lebensdauer hinauszögert und viele schwere Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Aber am Ende sterben doch wahrscheinlich beide.

                Beim Brustkrebs sei die "5-Jahres-Überlebensrate" 88%. Will heißen, dass 88% der Brustkrebskranken mit Chemotherapie erst irgendwann nach 5 Jahren versterben und nicht innerhalb von 5 Jahren.

                Gut behandelbare Krebsarten sind z.B. Schilddrüsenkrebs.

                Beim Brutkrebs kommt es darauf an, wie weit der fortgeschritten ist. Darüber wissen wir nichts. Und von anderen gut behandelbaren Krebsarten ist hier nicht die Rede.

                Natürlich geht es keinen Menschen einen feuchten Käse an, was die Frau xy, die Bekannte ihres Mannes für Pläne hat. Ob sie sich behandeln läßt oder nicht ist immer noch ihr Selbstbestimmungsrecht. Wir sind nicht die Leibeigenen des Staates, der Krankenkasse oder des Gesundheitssystems oder von irgendjemand.

                Ich verstehe nicht, warum hier so ein Gedöns drum gemacht wird, während der Vater der Kinder lebt und sich gar nicht um sie kümmert - ist das nicht viel viel schlimmer?

                Ich gehe hier niemand an, ich stelle fest: der Mensch hat ein Recht selbstbestimmt zu leben; niemand ist zu ärztlicher "Hilfe" gezwungen. Dafür muss man sich weder rechtfertigen noch anderen gegenüber erklären.

                • "Unbehandelter Krebs führt wahrscheinlich fast genauso häufig zum Tod wie ein Krebs der mit Chemotherapie "behandelt" wird."
                  ->Das ist absolut falsch und ich verstehe
                  nicht, warum du so eindringlich versuchst solche gefährlichen Halbwahrheiten zu verbreiten??! Woher nimmst du deine Quellen?

                  Brustkrebs ist eine der häufigsten Frauenkrebsleiden und bei frühzeitiger Erkennung sehr gut und durchaus heilbar!!!
                  Ich kenne mehrere Frauen die vor vielen Jahren BK hatten und nie wieder etwas vorgefallen ist.
                  Brustkrebs ist kein Todesurteil!!!!

                  Und eine Mutter zu verlieren kann nie gut für die Kinder sein! Allein deshalb ist eine Verharmlosung absolut unangebracht. Ebenfalls trägt die Betroffene Verantwortung für das Wohl ihrer Kinder und unterliegt der Pflicht, für das Wohl der Kinder zu sorgen. Dh. Eltern können/dürfen nicht nur an sich selbst denken, worauf du hier anspielst mit "Selbstbestimmung" und Entscheidungsfreiheit". Die Freiheit eines Menschen hört genau da auf, wo die Freiheit eines anderen Menschen beginnt.
                  In deiner Argumentation wäre eine Mutter, die auf ihre "Selbstbestimmung" plädiert, so wie du sie beschreibst, mehr auf ihr als auf ihr Kinderwohl bezogen. Ist das nicht unnatürlich und maßlos gefährlich? Denk mal deine Argumentationsfolge weiter...Politik, Gesellschaft etc....dann wirst du schnell merken, dass uns Menschen ein natürliches Sozialbewusstsein unterliegt, sonst würden wir wohl nicht mehr existiere. Aber eine sozialwissenschaftliche Diskussion sprengt jetzt hier den Rahmen!

                  Jemand der sich den Tod wünschst, hat den natürlichen (Über-)Lebenswillen verloren und dies gehört in professionelle Betreuung. Denn die großen Verlierer sind am Ende die Angehörigen, Kinder und Freunde!

                  • >> Dh. Eltern können/dürfen nicht nur an sich selbst denken, worauf du hier anspielst mit "Selbstbestimmung" und Entscheidungsfreiheit"<<
                    na, dann ist der Vater doch genau so Leibeigener der Kinder. Was ist mit ihm?

                    >>In deiner Argumentation wäre eine Mutter, die auf ihre "Selbstbestimmung" plädiert, so wie du sie beschreibst, mehr auf ihr als auf ihr Kinderwohl bezogen. <<

                    Es weiss hier keiner, wie weit die Krankheit fort geschritten ist.
                    Es weiss hier keiner, wie die Therapiemöglichkeiten und deren Nebenwirkungen aus sehen.
                    Es weiss hier keiner, in wie weit die Mutter schon jetzt Sorge dafür trägt, was mit ihren Kindern dann geschieht.
                    Es weiss hier keiner, ob sie die ihr verbleibende Zeit deshalb ohne Behandlung verbringen will, weil es ihr nur so möglich ist, für die Kinder dazu sein und die Dinge zu regeln.

                    Aber viele scheinen hier zu wissen, dass das Verhalten dieser Frau falsch ist
                    #gruebel

                Bitte sei doch so gut und Belege deine Aussagen, die du in Abschnitt 1 tätigst mit Quellen. Ansonsten hör auf, hier solch einen Stuss zu verbreiten!
                Beschränke dich darauf, hier bei urbia deinen Anti-Beschäftigungsverbot-Feldzug zu gehen und verschone uns mit weiteren Halb- und Unwahrheiten!

              (18) 02.04.18 - 08:56

              "Aber am Ende sterben doch wahrscheinlich beide."

              Las mich dir ein Geheimnis verraten: Am Ende sterben am Ende sterben wir alle! Einige an Krebs, andere an Bluthochdruck, anderen beim Autounfall, Herzinfarkt, Diabetischen und ja einige auch an den Nebenwirkungen von Chemotherapie.


              "Beim Brustkrebs sei die "5-Jahres-Überlebensrate" 88%. Will heißen, dass 88% der Brustkrebskranken mit Chemotherapie erst irgendwann nach 5 Jahren versterben und nicht innerhalb von 5 Jahren. "
              1.Ist für manche das schon ein Unterschied, ob ichz. Z.B mit 47 oder 57, 67, 77 oder 87 sterbe.

              2. Ist auch beim Brustkrebs die 5 bzw. 10 Jahres Überlebensrate sehr unterschiedlich je nach Stadium und Tumortyp. Bei mir hieß es z.B. 10 Jahre mit 50% Wahrscheinlichkeit. Aber man darf auch da nicht vergessen, dass dies Zählen sind die eben unter anderem auch auf Fällen beruhen, bei denen die Behandlung vor 10 Jahren begonnen hat. Zwischenzeitlich gab es da auch wieder Veränderungen bei der Behandlung. Ob es langfristig Fortschritte sind wird sich zeigen. Bei mir ist die Chemo jetzt 2 Jahre her und ich lebe und werde dieses Jahr mit meinen Sohn auf den Abiball gehen.

              Nichtsdestotrotz liegt die Entscheidung ob und wie man man sich behandeln lässt einzig und alleine beim Patienten. Es gibt sicherlich Patienten, die erst einmal so unter Schock stehen, das sie zu einer klaren Entscheidung nicht in der Lage sind. Verantwortungsvolle Ärzte und Psychoonkologen werden sie dann dabei dann begleiten.

              Und ja ich gebe dir recht, dass nicht alle Onkologen und andere Ärzte immer verantwortungsvoll sind und manchmal auch über therapiert wird. Das bei einigen fallen weniger manchmal mehr wäre. Oft auch auf expliziten Wunsch des Patienten, der alles probieren will, manchmal sicher auch weil der Arzt gut daranverdient!.

              Vg

              Dein Text erscheint mir ein Rundumschlag gegen Chemotherapien.

              Ich finde, Chemotherapien darf man durchaus kritisch beurteilen, aber so einfach und plakativ ist die Thematik nun mal nicht.
              Viele Patienten und ihr Umfeld sind zu wenig informiert.
              Chemotherapie ist ein Überbegriff über eine unglaubliche Palette an Behandlungen. Wörtlich genommen ist sogar eine Paracetamol gegen Kopfschmerzen eine Chemotherapie.
              Was ich zugebe: Aus meiner Sicht als Schweizerin empfinde ich die Medizin in Deutschland paradox, oft menschenverachtend und wenig vertrauenswürdig, der Patient schlecht aufgeklärt von Ärzten. Insofern stimme ich dir zu, dass unglaubliche Dinge zu beobachten sind, auch im Bereich Krebstherapie. Weder könnte ich im deutschen "Gesundheitssystem" arbeiten, noch mich diesem restlos anvertrauen.

              (20) 02.04.18 - 16:45

              Was ist mit dir eigentlich nicht richtig????? Ich kenn viele Frauen ( mich eingeschlossen) die bk Dank der Chemo überlebt haben und ja auch schon teilweise Alt geworden sind ohne jemals rückfällig geworden zu sein.
              Ich hoffe das Frauen die gerade in der Behandlung sind deinen scheiss nicht Lesen!!!!!! 80 % überleben heut zu Tage bk, man hört nur leider viel zu häufig von denen die sterben, nicht aber von denen die Überleben.

              Es gibt aber auch viele Brustbrebspatientinnen, die auch 12 Jahre nach erfolgreicher Behandlung noch leben. So viel zur 5-Jahres-Überlebensrate - wenn ich mir meine Mutter so ansehe, wird sie wahrscheinlich letzten Endes an irgendwas anderem sterben, aber ziemlich sicher nicht am Brustkrebs, der sehr gut behandelbar war.

              Komplett den Kopf in den Sand stecken und jede Behandlung abblocken, weil man aufgrund von Depressionen einen Todeswunsch verspürt ist auf jeden Fall heftig, insbesondere für eine Alleinerziehende, deren Kinder dann wahrscheinlich auch nicht von Vater oder Großeltern aufgefangen werden können.

    (22) 31.03.18 - 20:37

    Tendenziell führt unbehandelter Brustkrebs zum Tod. Wie und wie schnell hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere von der Tumorart.
    Deshalb ist wirklich alles nur Spekulation. Möglicherweise entscheidet sie sich ja um eine zu fortgeschrittene Form.
    Ich hatte übrigens mal eine Bekannte mit Münchhausen Syndrom, die behauptete, sie hätte Brustkrebs....was sich als Erfindung herausstellte.

(23) 01.04.18 - 14:50

Es kommt drauf an, wie weit der Brustkrebs fortgeschritten ist, ob er vielleicht schon Metastasen gebildet hat. Manchmal wäre eine Therapie auch nur lebensverlängernd.
Ich finde es grundsätzlich mutig, wenn man sich gegen eine lebensverlängernde Chemotherapie entscheidet. Sie würde ja dann immerhin mit Schmerzmedikamente versorgt werden. Trotz oder gerade bei solch einer Diagnose, würde ich psychoonkologische Hilfe in Anspruch nehmen. Hast du sie schon gefragt, was dann mit ihren Kindern passieren soll?
Hat sie einen Plan oder ist es ihr egal?
Falls es ihr egal ist, liegt es an den Depressionen, dass sie diese Entscheidung getroffen hat.

Ich kenne 2 Frauen in ähnlichem Alter, die den alternativen Weg gegangen sind bei Brustkrebs (Kräuter, Säfte, Schwitzkuren uvm.), beide sind rasch verstorben. Ich finde diesen Weg, sofern es der einzige ist, unverantwortlich, wenn man noch umündige Kinder hat. Deine Bekannte sollte sich rasch Gedanken machen, was aus den Kindern wird. Vielleicht schaffst du es auch, sie zu begleiten und sie zu unterstützen? Ich hoffe, ihr kann jemand die Augen öffnen. Mit Behandlung stehen ihre Chancen viel besser, aber evtl. ist das auch nicht das, was sie möchte, auch aufgrund der Depression?! Alles Gute.

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