Wann geht's mir endlich mal wieder richtig gut?

    • (1) 30.01.19 - 09:33

      Vor zweieinhalb Wochen hatten wir hier alle Magen-Darm. Kaum ging's uns wieder besser, gingen die Erkältungen los. Letzte Woche klagte die Große über Ohrenschmerzen, dann bekam der Kleine noch Fieber und Montag diagnostizierte mein Hausarzt mir eine Bronchitis. Gestern meldeten dann die Tagesmütter der Großen, dass es wohl RSV sei, was wir gersde alle haben.
      Langsam wird es besser, aber ist noch nicht weg. Dafür habe ich seit gestern wieder Bauchschmerzen und heute wieder leichten Durchfall. Habe auch seit Jahren häufig Bauchschmerzen, mal Durchfall, mal Verstopfung. Bisher hat noch keine Magenspiegelung und keine Darmspiegelung zu Ergebnissen geführt. Keine Therapie (Pantoprazol, Kijimea, Iberogast) zu Besserung geführt. Bei Magenspiegelungen wurde nur je ne leichte Rötung festgestellt. Ich solle Pantoprazol nehmen für ca. 2 Wochen. Besser geworden ist es davon aber nicht.
      Ob ich jetzt wieder "nur" die üblichen Bauchschmerzen habe, oder doch wieder Magen-Darm? Keine Ahnung. Auf jeden Fall habe ich bei all den Beschwerden, die ich immer wieder habe auch noch eine Emetophobie immer stärker entwickelt. Hab das Montag auch bei meinem Hausarzt angesprochen. Fand er gut, dass ich es anspreche und etwas dagegen tun will. Konnte mir aber nicht viel Mut bzgl. eines Termins machen. Ich soll 10 Leute anrufen, auf 10 ABs sprechen, 2 würden wohl zurück rufen und einer hätte einen Termin in 6-8 Monaten.
      Ich mag kaum noch aus dem Haus gehen und kriege fast Panik, wenn ich daran denke, dass wir nur ein Bad haben, wenn doch wieder Magen-Darm ausbricht. Hoffentlich ist es diesmal nicht so schlimm und beruhigt sich gleich wieder. Meine Nerven liegen blank.
      Sorry, für's jammern und danke für's lesen...

      • (2) 30.01.19 - 11:20

        Wie wirst du denn gegen die Bronchitis behandelt? Viele Medikamente gegen solche Erkrankungen verursachen Bauchschmerzen und Durchfall als Nebenwirkung...

        Hast du deinen Arzt ansonsten mal auf ein Reizdarmsyndrom angesprochen? Wenn ich lese, die Nerven liegen blank, es wurde bisher aber nie was im Magen Darm Trakt gefunden, würde ich evtl mal darauf untersuchen lassen...

        LG

        • (3) 30.01.19 - 11:28

          Gegen die Bronchitis bekomme ich (noch) kein Antibiotikum, nur Budesonid und Ibuprofen.
          Als Reizdarmsyndrom hat es mein Arzt noch nicht bezeichnet, mir aber Kijimea zum ausprobieren gegeben, was ja dagegen helfen soll, aber bisher nicht getan hat.

          • (4) 30.01.19 - 13:36

            Naja, nur weil du auf ein Medikament nicht reagierst, heißt es ja noch lange nicht, dass die Diagnose ausgeschlossen ist... Da würde ich einfach nochmal nachforschen...

            • (5) 30.01.19 - 13:39

              Danke für deine Antwort. Ja, klingt schon sehr nach Reizdarmsyndrom, was ich habe. Aber was ich bisher dazu gelesen habe, kann man da wohl auch nicht viel machen...
              Ich werde es aber auf jeden Fall noch mal mit meinem Arzt besprechen.

              • (6) 30.01.19 - 13:51

                Beim Reizdarm kann man viel über die Ernährung machen, einfach mal eine Ernährungsberatung einfordern, sobald die Diagnose gesichert ist... Und ansonsten halt Stress vermeiden, klingt natürlich immer lustig, kann aber quasi keiner...

                Ich habe selber ein leichtes Reizdarmsyndrom, merke es aber wirklich nur in megastressigen Situationen wie Konfliktgespräche zb...

                • (7) 30.01.19 - 21:50

                  Vielen Dank für deine Antworten. Ernährungsberatung hatte ich sogar tatsächlich auch schon mal überlegt. Darin bestärkst du mich nun.
                  2014, also vor meiner ersten Schwangerschaft, wurde mir auch eine Laktose- und Fruktoseintolleranz diagnostiziert. Danach richte ich mich seit dem aber so gut es geht, wobei das mit der Fruktose nicht so einfach ist. Manche Sachen vertrage ich mal besser, mal schlechter. In und nach der 1. Schwangerschaft habe ich ne ganze Weile fadt alles vertragen. Dann wurde es wieder schlechter und die zweite Schwangerschaft hat mich auch nicht vor Beschwerden bewahrt.
                  Ist halt alles nicht so einfach. Und Stress vermeiden? Das ist echt lustig 😅
                  Na ja, vielleicht hilft ja doch auch mal eine Ernährungsberatung oder so...
                  Danke!

                  • (8) 31.01.19 - 21:30

                    Hallo!

                    Ab 3 Intoleranzen nennt man das Multiintoleranzen. Ne fructoseintoleranz geht fast immer mit ner sorbitintoleranz einher.

                    Multiintoleranzen sind nicht die krankheit an sich. Sie sind ein symptom.
                    Du brauchst also keine ernährungsberatung für fruktose- und laktoseintoleranz, du benötigst eine ernährungsberatung für ne FODMAP-Diät.
                    Ich esse seit Mai 2018 FODMAP-arm. Ich Meide strikt Laktose und Gluten u d esse mäßig fruktose. Zuckeraustauschstoffe meide ich auch.
                    Bei glutenfreien produkten hast du oft eine große FODMAP-Belastung. Das war der schwerste Teil. Inzwischen stellt Schär aber Produkte her, die sie mit monash-low-FODMAP kennzeichnen. Die vertrage ich uneingeschränkt.
                    Also, wenn du einen Termin zur Ernährungsberatung machst, dann frag gleich, ob sie FODMAPs kennen.
                    Vielleicht kennen sie auch das leaky-gut (durchlässiger darm)-syndrom.

                    Seit ich kein Gluten mehr esse, bin ich deutlich gesünder und meine Allergien sind deutlich zurück gegangen. Es ist schade, kein gluten essen zu können, aber das kann ich akzeptieren, weil es mir so viel besser geht.

                    • (9) 31.01.19 - 22:16

                      Danke für deine Erfahrungen! Ja, eine gute Ernährungsberatung wäre wohl der beste nächste Schritt. Spätestens wenn die Erkältung/ Bronchitis/ RSV auskuriert ist, klemm ich mich mal dahinter.

      (10) 30.01.19 - 21:56

      Mir haben gegen immer wieder kehrende Beschwerden Heilerdekapseln geholfen....diese habe ich einen Monat lang regelmäßig genommen und danach nur noch bei Bedarf

    (12) 31.01.19 - 15:41

    Wie ernährst du dich nach Magen-Darm?

    Nach Infekten brauche ich einige Tage länger, bis ich wieder "normal" essen kann. Schonkost und co ist wichtig.

    Das Problem ist, dass ich Fructose-Intoleranz habe. D.h. einfach Zwieback essen und Tee trinken, geht bei mir nach hinten los (im wahrsten Sinne des Wortes #hicks)

    D.h. ich muss in der Zeit verstärkt darauf achten, WAS ich esse und WAS ich trinke.

    Meine Ausgleichsnahrung (Fett), damit ich vieles besser vertrage, geht dann nicht.
    Bin ich körperlich/gesundheitlich angeschlagen, reagiere ich noch stärker auf die Unvertrglichkeit als sonst.

    Wenn dann in Medikamenten noch Zuckerausstauschstoffe, Fructose oder Sorbit sind, dann sitze ich erst mal.... das ist aber kein Magen-Darm! sondern nur die Unverträglichkeit.

    Esse ich zu schnell wieder normal-Nahrung (was ich eben sonst so gut vertrage), schlägt mir das auf den Magen. Fettiges vertrage ich dann durch den Infekt so gar nicht.


    Bei Tees und Elektrolytsachen muss ich auch extrem aufpassen. Sorbit, bestimmte Kräuter, Zuckerausstausstoffe etc.
    Rote Tees liebe ich, diese reizen aber die Blase. Die kann ich also nur trinken,w enn ich sonst viel esse.

    Bleibt also Fencheltee, Wasser, Nudeln (nicht alle), Zwieback in kleinen Mengen.


    Und wenn ich nicht ausreichend esse,
    bin ich anfälliger für Infekte anderer Art.
    Zumal mein Darm wegen der Fructoseintoleranz einige wichtige Stoffe nur sehr schwer, langsam oder nur in bestimmten Kombinationen aufnimmt. Zink und Folsäure z.B.

    Ergänzen ist schwierig, weil in vielen Präparaten wiederum Sorbit und Fruchtzucker enthalten ist.


    Ernährungsberatung hat sehr geholfen.
    In Krankheitszeiten muss ich darauf achten, dass ich von dem was ich vertrage, genug esse, damit der Körper nicht zu sehr abbaut. Spinat, Nudeln, Tee, Wasser. Wenn es mir sehr viel besser geht auch wieder Tomatensoße #schein

    • (13) 31.01.19 - 18:53

      Danke für deine ausführliche Antwort! Da steckt ja echt viel Information drin. Da werde ich bestimmt noch mal in Ruhe nachlesen.
      Nach Magen-Darm ernähre ich mich hauptsächlich von trocken Brötchen, Kartoffeln, Karotten. Alles in kleinen Mengen. Gerne Karotten-Kartoffel-Suppe. Das schien mir auch relativ gut zu bekommen.
      Werde das aber auch mal genauer beobachten.

(14) 01.02.19 - 16:07

Hallo ebelin,
warum Dein Arzt bei einer Bronchitis sofort solch schwere Geschütze wie Budesonid (Cortison) und Ibuprofen verordnet hat, ist mir schleierhaft. Durch die ganzen Medikamente wirst Du auf Dauer nicht gesünder werden. Das gilt auch für den Säureblocker. Vermutlich hast Du auch schon häufiger Antibiotika bekommen, die Deine Darmflora langfristig geschädigt haben. Die Darmflora ist jedoch immens wichtig für ein gutes Immunsystem, was Du momentan offenbar gerade nicht hast. Daher sollte man nach jeder Antibiotika-Einnahme die Darmflora mit entsprechenden Präparaten aus der Apotheke wieder aufbauen (sog. Synbiotika).
Grundsätzlich ist eine ballast- und vitalstoffreiche Ernährung wie z. B. die traditionelle Mittelmeerkost wichtig, wobei die Lebensmittel möglichst aus kontrolliert-biologischem Anbau kommen sollten. Denn Pestizide wirken sich ebenfalls nachteilig auf die Darmflora aus. Auf umstrittene Zusatzstoffe wie z. B. Emulgatoren, Konservierungs-, Farb-, Zuckeraustauschstoffe, Süßstoffe, Nitritpökelsalz, Geschmacksverstärker etc. solltest Du möglichst verzichten. Ebenfalls wichtig ist tägliche Bewegung in der Natur, ein gutes Stressmanagement und ausreichend Schlaf.
Zur Stärkung des Immunsystem und bei diversen Infekten hat sich zudem das Spurenelement Zink (z. B. Unizink, rezeptfrei aus der Apotheke) bewährt. Eine ca. 3-monatige Kur (täglich 1 Tablette) halte ich für empfehlenswert.

Ich wünsche Dir gute Besserung und ein schönes Wochenende!

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