Erfahrungen mit Eisenpräparaten

    • (1) 05.02.19 - 08:37

      Hallo,

      meine 2 jährige Tochter (12,4 kg, 88cm groß) hat eine Reihe von Blutuntersuchungen hinter sich.

      Im Oktober hieß es noch Eisenmangel ausgeschlossen, nachdem wir jetzt aber beim Blutspezialisten waren, konnte der doch einen starken Eisenmangel feststellen. Ferritin bei 2,2 ug/l!

      Der Kinderarzt hat ihr jetzt Ferrum Hausmann Tropfen 2×8 Stück pro Tag verschrieben.

      Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Präparat? Hat es bei euch trotz des 3wertigen Eisens als Wirkstoff angeschlagen oder seid ihr auf 2wertiges Eisen wie bei Ferru sanotol gewechselt? Für uns ist es sehr wichtig, dass der Wert wieder ansteigt, da sie durch den niedrigen Eisenwert eine Anämie hat mit einem Hämoglobin von zuletzt 5,8 mmol/l. Sonst steht ihr nämlich Magen und Darmspiegelung bevor.

      Wir geben es ihr jetzt in Orangensaft zum Essen dazu früh und abends.

      Danke für Eure Erfahrungen!

      • (2) 05.02.19 - 13:00

        Hallo mayberry,
        einfach ein Eisenpräparat zu verschreiben, halte ich für wenig sinnvoll. Der Arzt muß herausfinden, wodurch der Eisenmangel hervorgerufen wird. Und gibt es sonst noch Blutwerte, die nicht im Referenzbereich liegen?
        Hat sie bislang Symptome wie z. B. Müdigkeit?

        Ich wünsche Deiner Tochter gute Besserung!

        • (3) 06.02.19 - 12:48

          Also ich hole mal ein bisschen aus. Im Oktober kurz nach ihrem Geburtstag war sie krank. Fieber, Unwohlsein. Dann kam Blut im Stuhl hinzu. Daraufhin hat der Kinderarzt Blut abgenommen und festgestellt, dass ihr HB nur noch bei 3,2 liegt und der Hämatokrit 1,8. Die Leukozyten waren zu wenig und die roten Blutkörperchen auch. Wir mussten sofort ins Krankenhaus. Die haben alle möglichen Bluttests gemacht auf Ebstein Barr Virus, Parvovirus, CMV... waren aber negativ. Durch das Blut im Stuhl hat sie gleich am nächsten Tag eine kleine Darmspiegelung bekommen. Da sie vorher nicht "entleert" wurde konnte man nur das erste Stück anschauen. Dort sah man Reste einer Blutung aber keine aktive Blutung. Vorher hat sie eine Bluttransfusion bekommen wegen der schlechten Blutwerte. Alles nicht leicht bei einer 2-jährigen. Es war echt hart. Sie haben dann hin und her überlegt, ob sie noch eine große Darmspiegelung machen mit vorher Magensonde und Darmentleerung und allem. Aber da das schon für Erwachsene eine Strapaze ist, haben sie mit dem Blutspezialisten aus der Nachbarstadt gesprochen und sich darauf geeinigt, dass sie erstmal das Blut weiter beobachten. Wir mussten 6 Wochen lang jede Woche zur Kapillaren Blutentnahme und dann noch weitere 6 Wochen lang alle 2 Wochen. Die haben immer großes Blutbild und die Retikulozyten bestimmt. Das waren schlimme waren Psychisch für mich, weil man immer gehofft hat die Werte erholen sich wieder. Und tatsächlich haben sich alle Werte wieder erholt bis auf den HB. Der ist jetzt trotz ganz vieler roter Blutkörperchen nur bei 5,8. (ab 6,3 beginnt der Normwert)
          Zu niedrig sind jetzt noch der MCV (65), MCH (1,18) und MCHC zu niedrig und RDW zu hoch.

          Beim Blutspezi letzte Woche wurde dann noch auf Autoimmunhämolyse getestet. ist auch negativ.

          Deshalb jetzt erstmal Eisen und wenn das nicht hilft dann Magen und Darmspiegelung zur Ursachenklärung. Nur ich bin froh, dass wir es erstmal so versuchen und ihr dann erst solche Eingriffe antun. Meine Hausärztin hat sich auch sehr für uns interessiert und einen FOB Test gemacht. Also Stuhlentnahme mit Röhrchen und eingeschickt. Da war kein okkultes Blut mehr zu finden. Von daher bin ich zuversichtlich das sie nicht blutet.

          Der Blutspezi meinte bei Ärzten ist einmal gleich keinmal und das jeder Monat der ohne was vergeht gut ist.

          Symptome sind schwer zu sagen. Sie macht ganz normal bei der Tagesmutter ihre 2 Stunden Mittagsschlaf. Ist vorher 6 Stunden wach und am Nachmittag nochmal 4,5 Stunden. Ich glaube sie hat sich schon an den niedrigen HB gewöhnt...

          und wegen der Ursache... nun ja sie isst kaum Fleisch. Gehacktes geht ab und zu oder Wiener aber alles andere spuckt sie aus. Leberwurstbrot geht auch. Ich habe halt auch sehr sehr lange gestillt. Sie wollte nie Brei (war nicht in sie rein zu bekommen) und somit habe ich 10 Monate voll gestillt. Dann ging es langsam mit Brot los. Aber auch jetzt will sie immer noch einmal Abends oder Nachts ihre Muttermilch. Es besteht also schon die Chance, dass es an der Ernährung liegt.

          • (4) 06.02.19 - 13:02

            vergessen zu schreiben:
            im Krankenhaus kam dann der typische 3 Tage Fieber Ausschlag. Also wusste man woher das Fieber und Unwohlsein kommt. War natürlich eine Kombi die man berücksichtigen muss... alles auf einmal. man weiß nicht was alles zusammengewirkt hat.

            Leider haben wir auch keine Vergleichswerte fürs Blut aus ihren ersten 2 Lebensjahren.

      Also so ein niedriger Wert muss dringen behandelt werden, was ihr ja zum Glück auch bereits tut. Ich denke ihr macht jetzt schon alles richtig und ihr müsst abwarten.
      Wenn bei der nächsten Kontrolle der Wert weiterhin niedrig Ist, wird man Richtung Infusionen schauen. Aber mit den Tropfen wird es sicher gut werden.
      Isst sie denn grundsätzlich wenig Fleisch und Vollkorngetreide?
      Nimmt sie irgendwelche Medikamente?

      • Infusionen habe ich mich im Internet ein bisschen belesen. Das machen die wohl in so jungen Jahren nicht wirklich... ich werde aber zwischenzeitlich mal eine kapillare Blutentnahme zur Kontrolle vom HB verlangen, um zu sehen, ob wir das Präparat wechseln müssen. Nach 6-7 Wochen müsste sich dann ja schon was getan haben.

        und wegen der Ursache... nun ja sie isst kaum Fleisch. Gehacktes geht ab und zu oder Wiener aber alles andere spuckt sie aus. Leberwurstbrot geht auch. Ich habe halt auch sehr sehr lange gestillt. Sie wollte nie Brei (war nicht in sie rein zu bekommen) und somit habe ich 10 Monate voll gestillt. Dann ging es langsam mit Brot los. Aber auch jetzt will sie immer noch einmal Abends oder Nachts ihre Muttermilch. Es besteht also schon die Chance, dass es an der Ernährung liegt. Durch die Blutwerte habe ich mich mit Ernährung beschäftigt. Gerade bekommt sie Dinkel Vollkornbrot Zuhause. Am liebsten isst sie aber Nudeln. Am liebsten jeden Tag. und das hat ja nun wirklich nicht viel Eisen denke ich.

        Medikamente nimmt sie sonst nicht. Sie ist auch kaum krank. Da liegen die anderen Kinder bei der Tagesmutter ne Woche flach und sie hat nur 3x genießt...

    (7) 06.02.19 - 05:28

    Hallo,

    ich habe die Pillen nie vertragen und mein Arzt meinte auch, das sie sich in Pillenform nur ganz schlecht aufnehmen lassen.

    Ausserdem ist schon wichtig zu schauen welcher Eisenwert zu niedrig ist und warum.

    Ich hatte immer einen super HB Wert, aber kaum Ferretin.

    Das krieg ich jetzt per Infusion und find es wirklich super.

    Wie das bei Kinder gemacht wird, weiß ich nicht.
    Aber nur den Wert zu puschen, ohne heraus zu finden warum das so ist, wäre mir zu wenig.

    • (8) 06.02.19 - 12:57

      Danke für deine Erfahrungen!

      Die Tropfen nimmt sie sehr gut. Hat bisher auch keine Probleme.

      Bei ihr ist halt das Problem das alles zusammen kam im Oktober. 3 Tage Fieber, Blut im Stuhl... Davon musste sich der Körper erstmal erholen. ich habe gesehen was ein Tag Magen Darm Infekt mit stündlich erbrechen 3 Wochen lang im Blut verändert hat. Das war echt nicht schön. Wir haben leider keine Vergleichswerte weil vorher nie Blut abgenommen wurde.

      Sie ist natürlich auch in der Zeit 2 cm gewachsen. Das spielt denke ich auch mit rein.

      Ich hoffe halt Wert puschen reicht und das es sich von alleine erledigt... oben habe ich geschrieben, dass ich denke es liegt mit an der Ernährung.

      Danke dir für deine Erfahrungen!

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