Rehakur wegen Reizdarm?

    • (1) 08.08.19 - 22:17

      Hallo

      Ich war im september 2018 zur mutterkindkur. Kurz vor Kurantritt wurden bei mir Multiintoleranzen festgestellt. Bevor ich die Kur antrat habe ich mich nur noch von pute und kartoffeln ernährt, weil ich auf ALLES reagiert habe. Die Kurklinik war nicht bereit uns aufzunehmen, wenn ich nur Pute und Kartoffel esse. Die Kur sollte also 2 Wochen vor Antritt abgeblasen werden - als schon alles geklärt war.
      Ich hab gebettelt und dann eben gesagt, dass ich versuchen will normal zu essen.
      Der Küchenchef war ein absoluter Esel, der mir vorschreiben wollte, was ich zu vertragen habe und erzählte mir immer wieder wie toll er als diätkoch ausgebildet ist. Auf die oekothrophologin in der Klinik wollte er nicht hören. Obwohl er mir zusicherte, auf laktose, fruktose und gluten zu achten und er, mir immer wieder erklärte, dass ihm noch nie ein Fehler unterlaufen sei, machte er grobe Fehler. So enthielt mein glutenfreies Brot Inulin, die Magerine enthielt Sorbit, er verkaufte mir Dinkel als Glutenfrei, 2Tage gabs Kohlsuppe und keine Alternative für mich, sodass ich schlicht leer ausging, am vorletzten Tag bekam ich normale Nudeln und hatte dann auf der Heimfahrt mit Durchfall und Krämpfen zu tun. Super bei 9h Zugfahrt.
      Die Kur an sich war super. Ich habe viel gelernt und auch die oekothrophologin hat mir sehr geholfen. Aber sie riet mir dazu, eine Reha bezüglich Ernährung zu machen.

      Jetzt ist meine Frage: gibt es eine Reha für Leute mit Reizdarm und Multiintoleranzen und bezahlt die Rentenversicherung das auch?

      Ich habe mir alles bezüglich meiner Ernährung selbst beigebracht, weil ich bei meiner Gastroenterologin nur noch auf Schulterzucken stoße. O-Ton: wenn sie es nicht vetragen, dann lassen sie es weg.
      Es interessiert überhaupt niemanden, wie belastend die aktuelle Situation ist. Jedes Essen außerhalb sorgt für Angst und Schweißausbrüche, jeder Ausflug über 4h muss peinlich genau geplant werden, da ich ja nichts unterwegs essen kann, mit der Familie gibt es oft Streit, weil ich nur die Lebensmittel esse, die ich kenne, weil es immer noch - auch nach so langer Zeit - immer wieder Unverträglichkeitsreaktionen gibt, mit denen ich nicht rechne.

      Mein Essen ist eintönig, Fehler bezahle ich mit heftigen Reaktionen.

      Ich würde zum einen mal gern fachlich begleitet werden, damit ich weiß, auf was ich beim Essen achten muss. Es ist ja immer noch ein probieren und experimentieren. Klar weiß ich, wo laktose drin ist, Fruktose kann ich gut mit Sahne oder Sahnejogurt neutralisieren. Auf Sorbit achte ich und ich meide Gluten - wobei Spuren ja möglich sind, weil ich keine Zölliakie habe. Schweinefleisch lasse ich auch weg und esse nicht so viel Huhn.
      Und trotzdem kommt es hier und da zu Reaktionen. Sehr heftig war letztens heißgeräucherte Regenbogenforelle. Keine Ahnung wieso. Kaltgeräucherte Lachsforelle war absolut OK. Deswegen suche ich mir eben Produkte raus, die ich kenne und beharre darauf.

      Tja und ich würde mich freuen, wenn ich unter Anleitung kochen könnte, oder wüsste, worauf ich noch achten könnte.
      Und dann wüsste ich auch gern, was ich im akutfall tun kann.
      Tee kenne ich. Ja. Flohsamen kenne ich. Buscopan probiere ich aktuell aus, da ich auf Drängen und Drücken meines Partners weizenfreie Dinkel-Haferbrötchen gegessen habe (als experiment, ob sich die unverträglichkeit inzwischen verwachsen hat) und sitze hier mit Durchfall und Bauchkrämpfen.

      Inoval rds habe ich auch schon genommen und es hat super geholfen. Aber ich will auch gern wissen, ob diese Unverträglichkeiten irgendwann weggehen und wo sie verdammt noch mal herkommen.

      Hmmm.. hat jemand von euch Erfahrung mit so ner Rehakur bei Reizdarm? Ich bin bisher nur vom Kurarzt ernst genommen worden. Er kannte auch das Problem Leaky Gut und riet mir zu einem Ernährungsmediziner. Ich habe die Ärzte im 100km Umkreis von meinem Zu Hause aus abtelefoniert. Keiner wollte mir helfen.

      • (2) 09.08.19 - 01:29

        Ich kann dir nicht helfen, da ich auch noch keine Erfahrung damit habe, aber ich fühle mit dir und danke dir für deinen Beitrag! Ich habe zwar nicht (bzw. nicht diagnostiziert) Multiintolleranzen, sondern "nur" Laktose- und Fruktoseintolleranz, aber ich denke, ich kann ganz gut nachempfinden, wie es dir geht. Es gibt immer mal Phasen, da vertrage ich vieles ganz gut. Aber dann auch wieder welche, da vertrage ich fast nichts. Außerdem bin ich Vegetarierin. Manchmal gibt's bei mir tagelang fast nichts außer Brot. Gerade habe ich seit längerem kein oder fast kein Gemüse gegessen. Das Problem ist, wenn ich erstmal so lange keins gegessen habe, fällt es mir umso schwerer, mich da wieder heranzutrauen. Auf der anderen Seite wäre ich natürlich auch gern ein gutes Vorbild für gesunde Ernährung für meine Kinder. Erstaunlicherweise habe ich häufig den Eindruck, dass ich Süßigkeiten bzw. auch süßes Gebäck besser vertrage, als eben Gemüse oder Obst. Ich traue mich einfach nicht, etwas wieder zu probieren, wenn ich kurz danach los muss. Ob zur Arbeit, oder Kinder abholen und anschließend den Rest des Tages allein bespaßen, oder was auch immer. Wenn ich etwas esse, von dem ich nicht weiß, wie gut ich es vertrage, will ich lange genug danach noch zu Hause sein. Meine Ernährung ist derzeit katastrophal und ich muss dringend etwas daran ändern, aber mir fehlt einfach die Zeit und vor allem die Kraft dazu.
        Zu meinen häufigen Bauchschmerzen meinte mein ehemaliger Hausarzt: "Dazu sind Sie zu jung. Gesundheitscheck machen wir ab 35." Daraufhin hatte ich den HA gewechselt. Inzwischen bin ich über 35, aber auch nicht schlauer, was die Ursachen für meine Beschwerden sind. Weder eine Magen- und Darmspiegelung 2017 noch eine weitere Magenspiegelung Anfang 2019 haben weitergeholfen.
        Mal habe ich tendenziell Verstopfungen, mal Durchfälle, mal wechselt das recht kurzfristig. Und immer wieder Bauchschmerzen und dazu noch Emetophobie, also die (teils schon panische) Angst vor Erbrechen. Meine Familie kann nur noch wenig Verständnis dafür aufbringen. Sagen mir nur immer wieder, dass ich was essen müsse.
        Mir graut jeden Tag davor, zur Arbeit zu fahren (ich bin Lehrerin), aus Angst, meine Verdauung hält den Tag nicht durch und es geht mir plötzlich vor den Schülern so schrecklich. Die kann ich ja auch nicht so plötzlich allein lassen.
        Ebenso graut mir, wie du ja auch schreibst, vor größeren Ausflügen, ob privat oder mit Schülern. Und ganz schlimm: die Vorstellung auf Klassenreise zu müssen 😱

        • (3) 09.08.19 - 11:24

          Ab 3 Intoleranzen läufst du automatisch unter Multiintolerant. Wenn du Fruktoseintolerant bist, hast du automatisch ne Sorbitintoleranz und dann eben die Laktoseintoleranz.
          Dass du Vegetarier bist, macht alles noch schlimmer. Denn eigentlich müsstest du eine Zeit lang auf alle FODMAPs und Gluten verzichten, damit dein Darm zur Ruhe kommt. Dann geht aber eben nur Fleisch als Eiweißlieferant.
          Naja... da kennst du ja den Kampf gegen Ärzte.
          Das Zauberwort heißt Leaky Gut Syndrome. Wenn sich ein Arzt damit befasst und dich ernst nimmt, kann er dir helfen.
          Momentan schau ich noch danach, noch mal zu Allergologen zu gehen und mich auf Nahrungsmittelallergien testen zu lassen. Ne Weizenallergie könnte die Ursache sein.

      Kennst du vielleicht die Ernährungslehre von Anthony William?
      Sein erstes Buch heißt "Mediale Medizin".
      Auf you Tube gibt es eine Radiosendung von ihm, zu vielen Gesundheitsthemen, die ind Deutsche übersetzt wird.
      Vielleicht sprichst es dich an.

      Grüße

      • Danke für den Tipp.
        Aber dann doktore ich ja wieder selbst an mir rum. Das kanns doch nicht sein....

        • Als "doktorn" würde ich es nicht bezeichnen, es ist eine gesunde Ernährungsform, mit heilsamen Lebrnsmitteln.
          Ich weiß, dass es frustrierend ist, aber gerade bei chronische Krankheiten, wo man die Ursachen auch nicht kennt, wird von Seiten der Schulmedizin am allermeisten rumgedoktert. Man verschreibt dies und das in jener oder anderer Dosis. Besser fühlt man sich trotz Medikation auch nicht unbedingt.
          Man kommt nicht umhin, die Verantwortung für deine Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Ich staune z.B immer sehr, dass in der Schulmedizin die Ernährung schlicht keine Rolle spielt. Bei A. William ist es Dreh- und Angelpunkt. Das hat mich sofort angesprochen, weil es mich bemächtigt.
          Aber dich muss es ansprechen, denn ohne deinen vollen Einsatz und deinen Willen, geht es natürlich nicht, die Ernährung (mehr oder weniger radikal) umzustellen.

          Grüße

          • Ich habe das jetzt kurz überflogen. Bzw. Habe ich aufgehört zu lesen, als als Basis Rohkost, Obst und Smoothies beschrieben wurden.
            Das ist mit ner FODMAP-armen Diät, so, wie ich sie einhalten MUSS, nicht vereinbar.
            Und ich MUSS mich tatsächlich FODMAP-arm ernähren, da hauptsächlich diese Kohlehydrate dafür sorgen, dass ich aufgase und mein Verdacht ist, dass dieses Aufgasen auf Grund meiner besonderen Anatomie zu nachhaltigen Schäden führt. Schließlich kann der Genuss von zu viel Fruktose dazu führen, dass ich 2 Tage lang unter Durchfall leide.

    Bist Du sicher, dass nichts Anderes dahinter steckt?

    Kam diese Intoleranz von jetzt auf gleich, sprich konntest Du früher alles essen?

    • (10) 09.08.19 - 15:57

      Da sich kein Arzt mit yem Problem näher beschäftigt, weiß ich nicht, was dem zu Grunde liegt.
      Laktoseintolerant bin ich seit 12 Jahren, habe es aber immer ignoriert.
      Vor 5 Jahren begann es nach einer sehr starken Antibiotikatherapie, dass ich ständig Bauchweh hatte.
      Vor 1 Jahr wars dann von einem Tag auf den anderen so, dass ich nichts mehr vertrug.

      Warum? 🤷‍♀️
      Interessiert keinen.
      Ich soll halt weglassen, was ich nicht vertrag.

      • Sind denn nähere Untersuchungen gemacht worden?

        Darmspiegelung, Ultraschall, MRT?

        • Jaja. Hab ich alles durch.
          Die Röntgenärztin hat meinen riesigen Magen bewundert und meinen gigantischen Dickdarm. Außerdem hab ich auch noch ne Lageanomalie von Dünn- und Dickdarm. Nennt sich Malrotation. Fand sie sehr spannend. Ich auch. Aber mehr gabs dazu nicht zu sagen.

          • Dann können die Schmerzen auch einfach anatomisch bedingt sein.

            Bei mir ist das so. Egal was ich esse, Schmerzen sind immer nach dem Essen da. Nut die Intensität variert, ich versuche möglichst leichtverdauliches zu essen.
            Ich war sogar mal eine Woche in Hamburg (Tertiärzentrum für Darmkrankheiten) die konnten mir auch nicht helfen.
            Ist halt so.

(14) 09.08.19 - 23:20

Also erst mal, eine "Rehakur" gibt es nicht. Kur ist Vorsorge und wird von den Krankenkassen gezahlt. Rehabilitation ist Wiederherstellung bei bereits bestehender chronischer Erkrankung. Ohne klare Diagnose von einem Facharzt und Reha Empfehlung von demselben wirst du wohl keine Reha von der Rentenversicherung bekommen. Aber du könntest einen stationären Aufenthalt in Neuenkirchen im Bayrischen Wald versuchen, die testen dort sehr genau und tüfteln dann mit dir den besten Weg aus.

Moin

Ich vertrage auch nicht mehr alle Lebensmittel, was aber hilft sind Probiotika.
Ich nehme täglich Gastromod, und Durchfälle sind spürbar zurück gegangen.
Bist du auf Histamin getestet worden?
Ich habe eine Zeit komplett auf Laktose und Fruktose verzichtet, dann nach und nach diese Dinge wieder in den Speiseplan integriert. Einige Dinge kann ich wieder essen, bei anderen ging das nicht. Es kommt auch immer auf die Kombination an.
Was ein Versuch wert wäre, der Gang zum Heilpraktiker oder traditionelle chinesische Medizin.
Gute Besserung

(18) 10.08.19 - 10:58

Statt Rehakur würde ich eher eine Klinik suchen, die sich auf Untersuchung spezialisiert.

War es früher auch schon so oder kam es mit der Zeit? Verschlimmerung, noch mehr Intoleranzen?

Eine Reha handelt eigentlich nur nach bestehenden Diagnosen. Da wird behandelt, was da ist. Dahintersteckende Ursachen werden eher übersehen. Außer man hat einen Tip Top Arzt, der einen weiterschickt.

Bei mir war Ernährung in der Reha nur nebenbei. Sollte mitbehandelt werden. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass die groß angepriesene Abteilung mangels Personals und mangels Budget zugemacht hatte. Eigentlich war die Klinik auf Ernährung spezialisiert als zweiter Schwerpunkt.



Bei wenigen Intolaranzen die sehr heftig sind, kann ich mir eine Reha, Kur oder Ernährungsberatung mit Begleitung gut vortellen. Lernen damit zu leben.

Bei so vielen Intoleranzen würde ich auch mal nach der Ursache forschen und/oder eine Ernährungsspezialklinik hinzuziehen, die z.B.
- an anderen Stellen mit Ultraschall sucht
- Gewebeproben untersucht, auf die die Gastroenterologin nicht kommt

sind alle Darmbakterien so wie sie sein sollen? Kein Parasit dabei? Welche Enzyme fehlen? usw.

Eine Reha kann dann Sinn machen, wenn man auch versteht, was sich dahinter tut.

Z.B. um dann gezielt mit Behandlungsmethoden zu agieren.

Bei so vielen Intoleranzen werden die besten Rezepte nichts bringen, wenn du am Ende des Kochens dann doch nur wieder das gleiche essen kannst.

Bei wenigen Intoleranzen kann es sehr viel bringen, weil ich so wusste, welche Lebensmittel ich mal ausprobieren kann und in welcher Kombi.



Bei mir hat es übrigens JAHRE gedauert, bis die Fructoseintoleranz festgestellt wurde
- Reizdarm, Stress, Zyklus wurde mir über Jahre gesagt.

Bis ich auf eine Untersuchung bestanden hatte!!!
Gastroenterologe öffnete mir mit der Diagnose den Weg zur Ernährungsberatung. Selbst konnte er aber nichts zur Behandlung sagen (nicht sein Fachgebiet).


Eine Bekannte ist mit Bauchschmerzen zur Heilpraktikerin, die sich Zeit nahm, Symptome zusammenfasste und sie dann gezielt zu Ärzten schickte. Volltreffer. Die Ärzte wollten sie schon wieder abwimmeln mit Reizdarm, Intoleranzen unbehandelbar usw. haben dann aber doch getestet.
Mit dem Ergebnis ist sie wieder zur Heilpraktikerin, die dann an die Fachleuchte verwiesen hat, die das behandeln können.
Auch diese wollten wieder abwimmeln mit Reizdarm ist nicht behandelbar. Haben dann aber die Ergebnisse ernst genommen, während der behandlung gemerkt, dass da noch was anderes sein muss.
Als weiter zum nächsten Arzt. Der wiederum wollte auch erst wieder nicht. Reizdarm ist billiger, nahm seine Kollegen ernst und .... mit der Diagnose kann sie weiter behandelt werden, vor allem endlich RICHTIG

sie muss zwar auf einiges achten, kann aber vieles wieder essen, was vorher nicht ging.

Es waren eben mehrere Faktoren und durch die Zeit des "Reizdarms" hatte der Darm eben Folgeschäden genommen, weil sie nicht ernst genommen worden war. Diese Folgeschäden mussten AUCH behandelt werden. Jetzt ist "nur noch" die Ursache übrig. Mit der kann sie ganz gut leben, wenn sie ein bisschen! was beachtet.

Liebe Plitzplautz,

Du Arme, aber "verwachsen" können solche Intoleranzen m. E. nicht in weniger als einem Jahr und ich würde mich niemals überreden lassen, Essen auszuprobieren.

Ich glaube, wir beide hatten auch schon mal geschrieben. Ich hatte dir glaube ich, damals auch gesagt, dass du eine andere Einstellung hast als ich. Ich betrachte mein Leben nicht als eingeschränkt, ich bin dankbar, dass es mir unter der Diät gut geht, deswegen halte ich mich daran. Lecker essen kann ich zu Hause, wenn ich selber koche. Essen gehe ich, um die Gesellschaft von Freunden zu haben. Und ich plane das Außer-Haus-Sein natürlich auch. Ich nehme Essen mit: belegte Brote, Kekse, Kuchen, Schweißausbrüche hatte ich deswegen noch nie und Hunger bekomme ich sehr regelmäßig. Ich würde empfehlen, äußerst konsequent zu sein. Ich zum Beispiel (Zöliakie), esse im Restaurant fast immer die Folienkartoffel mit Quark. Damit fahre ich immer gut. Klar, ich würde auch gerne mal was anderes essen, aber das lass ich besser. Bei Einladungen frage ich vorher ab, was es zu Essen gibt bzw. ich nehme Brot mit, damit ich nicht hungern muss.

Trotz Zöliakie vertrage ich übrigens auch keinen Hafer, obwohl der als gf gilt. Bin wohl kreuzallergisch. Mein heutiger Mann empfahl mir bei unserem Kennenlernen ganz cool und unwissend, doch einfach eine Cetirizin einzuwerfen. Hab ich getan, hat geholfen. Vielleicht probierst du das mal, statt den Darm zu behandeln?

In Reha habe ich mich einmal getraut, aber nicht wegen der Zöliakie. Mich hat man nur einmal versucht zu vergiften mit Dinkel (die andere verträgt das doch auch sagte der Koch), sonst war es zwar nicht besonders toll mit dem Essen, aber man hat mich sorgfältig ernährt. Im Krankenhaus funktioniert es auch immer gut, wenig abwechslungsreich, oft sehr eintönig, aber ich bin ja nicht zum Schlemmen da, sondern um gesund zu werden. Für die ersten Tage im KH nehme ich Reiswaffeln mit, damit es da keine Unglücke gibt, weil kein Brot für mich da ist.

Was versprichst du dir von einer Reha wegen deiner Ernährung? Du weist doch, was du aktuell verträgst, also werde kreativ und koch und back dir leckere Sachen. Du wirst kaum in Reha fahren wollen, um dort einen Kochkurs zu besuchen. Wandel bekannte Rezepte ab, so dass du sie verträgst, ich mach das auch. Bis auf Nudeln koche ich auch nicht separat für meinen Mann oder Besuch. Bei mir wird gegessen, was ich essen kann.

Ich wünsche dir, dass du für dich eine Lösung findest, das Thema Ernährung entspannter zu sehen, und hör nur auf dich, die anderen wissen weder, was gut für dich ist noch wie sich deine Beschwerden anfühlen.

Alles Gute von t

(20) 11.08.19 - 23:39

Hallo,
hat mal jemand getestet, ob Du zu viele Hefepilze im Darm hast?
Die mögen Zucker, Weizen und Schweinefleisch. Obst mögen sie auch. Das enthält ja viel Zucker.
Dass man mit denen Milchprodukte schlecht verträgt, ist nicht selten.
Und die machen ordentlich Terror im Magen-Darm-Bereich.
Viele Ärzte halten Hefepilze leider für harmlos.

Bei mir wusste auch kein Arzt, was los ist. Ich bin dann zu einer Heilpraktikerin gegangen, obwohl ich davon vorher nichts hielt. Die hat einen Test auf Hefepilze und ein paar andere Sachen machen lassen, mir entsprechend Medikamente verordnet und seitdem geht es bergauf.

Die Heilpraktiker geben auch passende Medikamente für gute Bakterien, damit die Darmflora sich erholen kann.

LG

Heike

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