Ist das eine Reizblase?

Hallo Zusammen,
Ich wende mich etwas verzweifelt an euch, da ich seit etwa 2,5 Monaten Probleme mit meiner Blase habe.
Zu mir und der „Vorgeschichte“:
Ich bin 32 Jahre alt, sportlich, normales Gewicht, habe nie geraucht und trinke kaum Kaffee.
Vor etwa 3 Monaten habe ich schmerzen im Bereich der Gebärmutter, ähnlich von menstruationsschmerzen und ein Gefühl von „ich glaube ich bekomme eine blasenentzündung“ bekommen.
Eine Abklärung bei meiner Gynäkologin ergab, dass die Beschwerden möglicherweise von der Kupferspirale gekommen seien, woraufhin diese entfernt wurde. Zeitgleich wurde ein harnröhrenabstrich gemacht.
Da jedoch ein brennen im Unterleib blieb und nach dem wasserlassen ein Ziehen im Unterbauch ging ich erneut zum Gynäkologen, woraufhin bei mir eine pilzinfektion festgestellt wurde.
Da die Spirale entfernt wurde, fing ich auch wieder an die Pille zu nehmen (Qlaira).
Nach der Behandlung des Pilzes stellte sich eine Besserung des Brennens ein. Daraufhin wollte ich meinem Vaginaltrakt etwas gutes tun und habe ein Mittel von flora gyn verwendet, worauf ich wohl allergisch reagiert habe, denn dies rief eine extreme Rötung im intimbereich und ein starkes Brennen im vaginalbereich hervor. Dazu trat auch (meiner Erinnerung nach) ein vermehrter Harndrang auf.
Bei dem harnröhrenabstrich konnten ureaplasmen festgestellt werden, die mit 20 Tagen Antibiotika behandelt wurden. Ein erneuter Abstrich ergab, dass keinerlei Erreger mehr in der harnröhre waren.
Dennoch wurden meine Beschwerden immer schlimmer. Neben einem argen Brennen im vaginalbereich, dieser permanente Harndrang, der aber nie so war, dass ich dachte, ich würde mir in die Hose machen. Er ist immer aufschiebbar. Dazu kommt, dass mir teilweise die Blase weh tut. So ein brennendes Gefühl.
Da in dem Beipackzettel meiner Pille stand, dass sie Beschwerden im Harntrakt auslösen kann, habe ich diese vor ca. einem Monat wieder abgesetzt.
Inzwischen ist das brennen im vaginalbereich abgeklungen. Und ich würde auch sagen, dass der Harndrang etwas besser geworden ist.
Rein von der „Faktenlage“ habe ich auch ganz normale Miktionen. Ca 4-6 am Tag zu je 300-500ml (denn ich habe zwar irgendwie dauernd unterschwellig das Gefühl ich müsste mal, aber wenn ich nicht gehe, ist auch ok). Ich trinke etwa 2,5-3,5 Liter am tag (eigentlich nur stilles Wasser)
Vor 7 Tagen, als ich mal arbeitsbedingt 12 Stunden nicht auf Toilette gehen konnte, waren es sogar 750ml.
Der Urologe weiß nicht woran es liegt und kann keine Diagnose stellen.
Ich habe mich jetzt gefragt, ob das nicht vielleicht eine beginnende Reizblase sein kann, denn über den Verlauf der Erkrankung liest man recht wenig, lediglich über die Symptome, die ja von einem plötzlich auftretendem, kaum auszuhaltendem Harndrang gekennzeichnet sein sollen.
Wobei meine Beschwerden tendenziell besser werden, auch wenn es dann mal wieder Tage gibt, wo sie gefühlt schlechter sind.
Eine abklärung beim Gyn ergab keine Hinweise auf Pilze oder Bakterien. Die Flora sei insgesamt gut.

Auch urologisch wurde soweit alles abgeklärt. Ob sich die harnblase komplett entleert, 3 urinkulturen wurden angelegt (alle negativ), 2 harnröhrenabstriche und nächste Woche steht noch ein mrt der Blase an.

Vielleicht hat der ein oder andere ja ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir helfen oder mir etwas zu seiner Reizblase sagen.

Bearbeitet von Lima63
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Warum, wieso und weshalb eine Reizblase entsteht - ja das weiß keiner so wirklich..
Generell würde ich hier aber sagen - ein bisschen viel auf einmal 😅

Ganz grob würde ich mal was für die Darmflora und Vaginalflora machen. Ev. Klappen einfache Döderlein?
Für die Blase kann man mal Mannose versuchen, damit habe ich echt gute Erfahrungen gemacht.

Behandlung der Reizblase ist ebenfalls so eine Sache. Getränke meiden die die Blase reizen, Entspannung für Körper und Beckenboden, Darm und Vaginalflora in Ordnung halten, sanftes Bebo Training..

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Vielen Dank für deine Antwort. Ja, dass es (zu) viel war, denke ich mir auch.
Ich nehme seit etwa 2 Monaten von omnibiotic flora plus für die vaginalflora ein und ein Mittel zum Aufbau des Darms. Dadurch konnte ich eine leichte Verbesserung feststellen.

Ich habe in 2 Wochen einen Termin bei einer Heilpraktikerin und hoffe, dass die vielleicht noch eine Idee hat.

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Osteopathie könnte man auch versuchen

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