Rh-neg. Anti-D schon früh in nächster SS nach ELSS (1.SS), MA (2.SS)

    • (1) 16.01.14 - 16:21

      Hallo!

      ich war bereits zwei mal schwanger, die erste war eine Eileiterschwangerschaft, die zweite ein Missed Abort mit anschließender Ausschabung.
      Ich habe nach jeder Schwangerschaft die Anti-D bekommen.

      Ich hatte in der zweiten Schwangerschaft Schmierblutungen, und fragte noch den Frauenarzt, ob das wegenmeiner Blutgruppe nicht gefährlich sein könnte, worauf dieser mit einem knappen Nein geantwortet hat.

      Eine nächste Schwangerschaft wäre ja schon meine dritte, und ich bleibe ja weiterhin Rh-Negativ.
      Kann es sinnvoll sein, in der nächsten Schwangerschaft bereits zu Beginn eine Anti-D zu geben?

      Die Blutgruppe des Vaters kennen wir nicht (ich muss dazu sagen, dass meine Eltern beide Rh-Positiv sind)

      Vielen Dank

      • p.s.: Zu Beginn der zweiten Schwangerschaft ( ca 3 Monate nach der ELSS) wurde der Titer von den Antikörpern entnommen, und es waren Antikörper nachweisbar.. Den genauen Titer hab ich nicht in Erinnerung.

        Kann man das überhaupt nachweisen, ob die Antikörper von der Spritze kamen oder von mir schon gebildet worden sind? Zwischen Spritze und Bluttest lagen ca 13-14 Wochen.

        • Liebe Nilprinzessin,
          es macht keinen Sinn, bereits unmittelbar zu Schwangerschaftsbeginn ohne weiteren Anlass (Blutung etc) eine Anti-D-Prophylaxe zu geben.
          Die Antikörper nach einer Anti-D-Prophylaxe sind zum Teil sehr lange (manchmal > 16 Wochen) nachweisbar, das hängt auch von der Empfindlichkeit der Nachweismethode ab. Allerdings sind die Titer gering(Titer=Maß für die Antikörperkonzentration, er ist der Reziprokwert der Probenverdünnung, die noch eine positive Reaktion anzeigt: z. B. Verdünnung 1:12, Titer=12) . Dieser nimmt mit der Zeit immer mehr ab und liegt unter erfahrungsgemäß nach Rh-Prophylaxe nicht über 16. Echte, durch aktive Immunisierung gebildete Antikörper sind meist höher konzentriert und steigen im Schwangerschaftsverlauf an.
          Aus dem, was Sie berichtet haben, kann ich schließen, dass Sie sich hinsichtlich einer Anti-D Bildung nicht sorgen müssen, da Sie immer einen ausreichenden Schutz durch die Anti-D-Spritze erhalten haben. Alles Gute für die Zukunft,
          Dr. Monika Weippert-Kretschmer

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