Eltern, die ihre Kinder im Auto nicht anschnallen

    • (1) 17.06.09 - 12:46

      Hallo ihr Lieben.

      Ich habe das Thema heute schon an anderer Stelle auf den Tisch gebracht und möchte es gern nochmal thematisieren.

      Vor einigen Tagen war ich viel unterwegs auf deutschen Autobahnen... und ich bin geschockt! :-[ Wir kamen dabei an vielen "Familienautos" vorbei und ich sah nicht selten NICHT(!) angeschnallte Kinder!! Beim ersten Auto dachte ich noch es handelt sich um eine verantwortungslose aber nicht häufig anzutreffende Art Erziehungsberechtigte... ein erschreckender Einzelfall... eine unmögliche Ausnahme! Doch dann begann ich gezielt danach zu schauen und bemerkte schon bald, wievielen Eltern das Leben ihrer Kinder anscheinend egal ist.

      Was ist das? Dummheit? Fahrlässigkeit? Eine Vorstufe zur Körperverletzung? Doch was machen...#gruebel Ansprechen ist während der Fahrt ja nicht möglich...

      Es macht mich fassungslos. In einem Fall saß das Kleinkind(!) sogar unangeschnallt und ohne Kindersitz auf dem Beifahrersitz.


      Das geht irgendwie nicht in meinen Kopf! #aerger


      VG Sylvi

      • (2) 17.06.09 - 12:55

        solchen leuten würde ich den führerschein abnehmen.

        und zwar für immer-

        Hallo,

        ja leider gibts es sowas immer wieder, auch hübsch finde ich die Fälle in denen sich 4 ( in Worten VIER) Kinder auf der Rückbank eines normalen PKW tummeln.

        Aber was man in Einzelfällen nicht vergessen darf ist, das es viele Kleinkinder irgendwann raus haben sich abzuschnallen. Es dauert manchmal einen Moment bis man das als Eltern merkt und dann dauerts noch einen Moment bis man am nächsten Rastplatz ist, wenn man z.B. als Fahrer allein mit dem Kind ist und keinen Beifahrer hat der es wieder anschnallen kann.
        Mein Sohn hat das Gsd nie gemacht, aber bei einer Freundin hab ich das mal miterleben müssen.

        liebe Grüße

        Andrea

        (4) 17.06.09 - 12:57

        Hallo Sylvi,

        das denke ich auch soooo oft wenn ich so etwas sehe. Ich stehe dann auch nur fassungslos da und frage mich was in deren Köpfen vor geht. Leider handelt es sich in dem Fall oft um ausländische Bürger, die es wohl nicht anders kennen. Nur da ist dann, im Falle eines schlimmen Unfalls, das Geheule am Größten. Sorry das ich so denke, ist aber meine Meinung.

        Ich kenne so eine Familie. Fahren über 400km Autobahn in einem Mercedes mit 4 Erwachsenen, einem Kleinkind und einem Baby. Und nun schön überlegen wie das funktioniert!

        Lieben Gruß
        Sandra

        • (5) 17.06.09 - 13:03

          also ich sehe mindetens genau so viel NICHT ausländische bürger...mein bsp mit dem besoffenen war n deutscher!!!
          lg

          • (6) 17.06.09 - 13:08

            Liegt vielleicht daran das ich in einer Großstadt lebe und der Anteil hier größer ist. Aber klar, es gibt natürlich auch Deutsche die so drauf sind. Mein Mann, übrigens Ausländer;-), sagt immer wenn ich mich darüber aufrege, dass seine Eltern das in den 70ern auch so gemacht haben. Hmmm, wir hatten schon Kindersitze.

            • (7) 17.06.09 - 13:12

              also ich komme aus rüsselsheim und manche nennen es klein istanbul.....

              naja aufjedenfall regt sich mein freund da auch auf und er ist ebenfalls ausländer....da ist es egal ob es duetsche sind oder nicht die sowas machen...er würde am liebsten JEDEN dann die meinung geigen...

              • (8) 17.06.09 - 13:18

                klar, war jetzt auch nicht böse von mir gemeint. aber das sind dann oft die, die mit der gesamten familie auflaufen wenn dann was passiert. und sie könnten es vielleicht verhindern wenn die kids gescheit angeschnallt werden.

            (10) 17.06.09 - 14:29

            Hallo,

            gab es da schon Kindersitze? Wir waren weder angeschnallt, noch haben wir auf einem Kindersitz gesessen. Und bei langen Urlaubsfahrten wurde auf der Rücksitzbank ein "Bett" gebaut und wir haben gelegen und geschlafen...waren halt andere Zeiten.

            Aber keine Sorge, meine mittlerweile 11-jährige Tochter sitzt immer noch brav in ihrem Recaro-Sitz. ;-)

            LG

            • Hallo,

              ja, ich bin Baujahr 76 und meine Mutter hat mir damals als sie mich aus dem Kindersitz hob den Arm ausgekugelt. Sie hatte wohl nur die Jacke zu packen bekommen und dann ist es passiert. Naja, so`n Kind aus`m VW Käfer hinten rauspulen ist auch nicht so einfach. :-p

              Ich kann mich an den meiner Cousine erinnern. Schwarzer, leichter Styroporsitz mit orangefarbenem Kissen vorne dran. Das war ein Teil sag ich dir. Aber gut, es hat geholfen. ;-)

              LG
              Sandra

    (13) 17.06.09 - 12:58

    dadurch das ich jeden tag nach ffm fahren muss und gut auf der autobahn unterwegs bin sehe ich auch immer wieder sowas.....die leute wissen es wohl nicht zu schätzen gesunde kinder zu haben.....#schmoll

    genau so wie ich hier mit meinem freund ma auf den roller unterwegs war.da fährt n kleines altes auto vor uns und schwankt ganz schön.dann auf einmal nahm er n verkehrs insel mit!!!!!vordere reifen am arsch aber allen insassen ok...wer steigt aus dem wagen aus????

    ein volltrunkener mann mit sein beiden töchtern!!!!die ältere höchstens 8 und die kleine 4.....tja sie waren zwar angeschnallt aber ohne sizte o.ä...
    ich habe die polizei gerufen weil der typ dann zu seinenbekannten laufen wollte.ich hätte ihm am liebsten sonst was angetan.polizei kam,suchten ihn und fanden ihn...tja weg war er...die armen mädels.....

    (14) 17.06.09 - 13:00

    Hallo,

    also einerseits kann cih dich sehr gut verstehen. Siocher ist es verantwortungslos, wenn die Kinder nicht angeschnallt im Auto sitzen.

    Jedoch solltest du nicht alle Eltern verurteilen.
    Meine Tochter schnallt sich selbst ab, und das schon eine ganze Weile (wir haben den Römer King TS ). Sie turnt dann auch gerne im Auto rum etc. Nur leider kann man nicht überall anhalten. Ich sehe immer zu, das ich an der nächsten Möglichkeit anhalte und mein Kind wieder anschnalle.

    Wir haben auch schon alles Mögliche ausprobiert, erklären ihr immer, das sie das nicht darf, gefährlich ist und es Ärger bei der Polizei etc. gibt.
    Ein wenig ist es auch schon besser geworden, aber falls doch noch jemand einen super Tipp hat, bin ich dafür sehr dankbar.


    Also ich will damit nur sagen, das nicht immer die Eltern Schuld sind, und ihr Kind nicht anschnallen, sondern das Kind sich auch selbst wieder abschnallen kann.


    Ich freue mich echt mit jedem, dessen Kind das nicht macht.


    Lg
    Verena

    • (15) 17.06.09 - 13:06

      Hallo Verena!

      Ich gebe dir recht, was das Abschnallen bei Kleinkindern betrifft... die - meist roten - Knöpfchen sind für Kinderaugen und -hände recht interessant.

      Doch in meinen Fällen waren auch die Eltern nicht(!) angeschnallt, was meiner Meinung nach über deren Denkweise zum Thema Sicherheit im Auto genug aussagt.

      In einigen Fällen sind die Kinder auch so heftig auf ihren Sitzen umhergesprungen... tlw. auch Grundschulkinder und älter. Und die könn(t)en sich sogar selbst (wieder) anschnallen...


      LG

      (16) 17.06.09 - 13:11

      Hi,
      der Tipp meiner Mutter (mein Bruder und ich haben genau ein mal probiert, uns loszuschnallen): anhalten, und direkt das umkehren und nach Hause fahren (inkl. Stubenarrest, also nicht mit schönem Alternativprogramm) ankündigen. Oder ab sofort brav angeschnallt bleiben. Da wir gerade auf dem Weg in den Zoo waren hätte das wunderbar geklappt. Denn wir wussten schon, dass unsere Mutter ernst gemacht hat (ist natürlich Voraussetzung für diesen Weg, wenn es immer nur leere Versprechungen sind merken Kinder das sehr schnell).

      Mein Tipp (Max hat genau ein mal am Gurtschloss rumgespielt): ein riesengroßes Donnerwetter, wie er es noch nicht erlebt hatte. Seit dem ist ihm klar, dass
      - er am Gurt nichts zu suchen hat während der Fahrt (das erklärt er mir sogar beim Anschnallen, ungefragt)
      - es Dinge gibt, wo ich nicht mit mir reden lasse, wo ich nicht diskutiere und wo schlicht und einfach gilt, was ich sage. Und basta ;-).

      Ist zwar normalerweise nicht mein Stil, aber wenn man das selten anwendet und die Kinder merken, dass man es auch ernst meint denke ich schon, dass das funktioniert.

      Erklären ist ja schön und gut. Aber wenn ich einem 2-3-jährigen erkäre, dass "das Ärger mit der Polizei gibt" - dann lacht er und freut sich darauf, den netten Polizisten kennenzulernen. Denn Angst vor der Polizei hat er nicht, und das ist auch gut so. Ist also nicht wirklich eine Drohung, die ein Kleinkind versteht.

      Und auch die Folgen, die noch weit schlimmer als ein Strafzettel sind verstehen Kinder nicht. Auch das ist gut so, denn sonst bekommen sie evtl. Angst vor dem Autofahren.

      Ich finde einfach, dass es ab und zu auch mal eine Regel gibt, die ich nicht erklären muss. Sondern die einfach gilt - ohne wenn und aber. Und wenn es nicht klappt, gibt es keine Fahrten ins Schwimmbad, in den Tierpark, zu tollen Abenteuerspielplätzen, zur Oma.... mehr. Spätestens das würde bei meinem großen helfen, denn er weiß sehr gut, dass es nicht nur eine leere Drohung ist.

      Wenn ich meinem Kind das nicht beibringen könnte würde ich aufs Autofahren verzichten, bis er alt genug für Erklärungen ist. Denn abgeschnallt muss es nicht mal zu einem Unfall kommen, um das Kind durchs Auto fliegen zu lassen. Eine starke Bremsung reicht da vollkommen aus.

      Wäre also mein letzter Tipp - wenn ihr es nicht hinbekommt, dann muss das Auto stehen bleiben. Vielleicht lernt deine Tochter es ja dadurch.

      Viele Grüße
      Miau2

      • (17) 17.06.09 - 13:15

        also in tierparks etc. fahren wir ohnehin kaum, von daher wäre das für Franzi kein grund. Bzw generell ziehen bei irh solche Drohungen leider nicht.

        Auto stehen lassen geht nicht, ich bin berufstätig, muss meine Tochter morgens in die Kita fahren udn mittags abholen.

        ich kann schlecht morgens sagen, so wir fahren wieder nach hause, und meinem Arbeitgeber sage das ich zu Hause bleiben muss, weil mein Kind sich im Auto abschnallt. Da bin cih meinen Job schneller los, als ich ihn hatte.


        Trotzdem danke für deine Antworten

        • (18) 17.06.09 - 13:43

          hat sie jemanden - neben euch als eltern - den sie besonders lieb hat? wir haben das so mit meiner cousine gemacht. sie war ganz verrückt nach mir und dann habe ich mich ganz ernst hingesetzt und ihr erklärt, wie tief traurig ich bin seitdem mir mama davon erzählt hat... also nicht böse oder so, sondern halt traurig. sie war dann ganz betroffen und hat mir hoch und heilig versprochen, dass sie das nie wieder machen wird und hat ihr versprechen gehalten und sogar jedem beim einsteigen erklärt, er müsse sich anschnallen!

          gruss lily

        (20) 17.06.09 - 19:44

        Und die Option "Donnerwetter"? Geht ja nicht darum, dem Kind Gewalt anzutun, aber irgendwie muss sie halt lernen, dass es einige wenige Regeln gibt, die eingehalten werden müssen.

        Versteh mich nicht falsch, ich halte meine Kinder für sehr intelligent. Aber ich denke trotzdem, dass einige Dinge einfach nicht wirklich verständlich sind auf die Tour "ich erkläre es ihm/ihr". Weil eben die Folgen für die Kleinen noch überhaupt nicht absehbar sind. Und die Folgen halt auch überhaupt nichts sind, wo ich sage: dann muss halt mal was passieren.

        Wenn ich meinem großen sage "spiel nicht unter dem Tisch, du haust dir den Kopf an", und er macht es trotzdem - dann lernt er es halt durch die Folgen in Form von einem blauen Fleck. Kein Problem. Aber bei einigen Dingen geht das halt nicht - und dazu gehört das Anschnallen nun mal.

        Manche Dinge sind m.M. nach einfach nicht erklärbar in dem Alter, und wenn ein Kind die Folgen nicht absehen kann (bzw. nicht begreifen kann, was passieren kann), dann versteht es damit erst recht nicht den Sinn des ganzen.

        Wenn mein Sohn dagegen versteht, dass es noch nie dagewesenen Ärger gibt (und das hat er mit dem Donnerwetter verstanden), wenn er den Gurt öffnet - dann ist das eine verständliche Folge. Er weiß ja nicht, dass das bei weitem nicht das schlimmste ist, was passieren kann.

        Klappt das denn nur beim Autofahren nicht oder ist das bei anderen Regeln auch ein Problem? Wie werden die erklärt bzw. verstanden?

        Viele Grüße
        Miau2

(21) 17.06.09 - 13:10

Weil das Thema bereits aufkam: Es waren ausschließlich Autos mit deutschem oder westeuropäischem Kennzeichen und bei den Insassen ist mir das Prädikat "Ausländer" (so wie es bereits angedeutet wurde) definitiv nicht aufgefallen.

Das Argument "Vielleicht kennen sie es nicht anders" kann ich also absolut nicht gelten lassen!!

  • (22) 17.06.09 - 15:01

    damit meinte ich auch die, die hier leben und nicht zu besuch sind. und das "sie kennen es nicht anders" war ein bissle ironisch gemeint. sie WOLLEN es auch oft nicht kennen bzw. einsehen das es für das wohl des kindes besser ist.

(23) 17.06.09 - 13:11

Ich kenne das und sehe es auch sehr oft. Einfach unverantwortlich :-[

Eine Freundin von mir schnallt ihre Kinder immer falsch an, d.h. beim Dreipunktgurt wird der Schulterteil hinter dem Rücken rumgemacht und die Kinder sind praktisch nur mit dem Bauchgurt befestigt.

Und ihr Mann schnallt die Kinder gar nicht an. Übrigens auch oft auf dem Beifahrersitz.

Wenn ich sie darauf anspreche meint sie dass es eine Ausnahme war, aber Fakt ist, dass sie immer so vorgeht.

Ich finde auch das ist schon eine Vorstufe zur Körperverletzung.

LG Tina

(24) 17.06.09 - 13:13

Falls Du doch mal neben solchen Leuten zum stehen kommst, man sieht es ja auch oft im Stadtverkehr, frag mal ob sie schon mal gesehen haben wie ein Kind durch die Windschutzscheibe fliegt!

Wenn ich vom RTW aus frage scheinen sie wenigstens einen Moment geschockt und man könnte meinen sie würden sogar mal drüber nachdenken!

lg glu

(25) 17.06.09 - 13:13

Hi,
soweit ich weiß ist es sogar (fahrlässige?) Körperverletzung, wenn das Kind dadurch zu Schaden kommt. Bloß, dem Kind nützt das auch nichts.

Meiner Meinung nach wird die falsche Sicherung von Kindern im Auto viel zu milde bestraft. Wer rast (also richtig zu schnell fährt) bekommt ein Fahrverbot, weil er andere gefährdet. Warum bekommen Eltern, die ihre Kinder in Lebensgefahr bringen nicht auch direkt mal ein Fahrverbot? Kombiniert mit einer Geldstrafe, die richtig weh tut und mehr kostet, als ein brauchbarer Kindersitz.

Ich finde es total unverantwortlich und würde es nie machen.

Viele Grüße
Miau2

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