IKEA ..... selbst abkassieren wie findet ihr das?

    • (1) 12.02.10 - 08:52

      Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder im IKEA. Bei den Kassen endlich angekommen waren wir erst mal was überfragt wo die "Kassen" sind. Dann stand pltözlich eine IKEA Mitarbeiterin neben uns und meinte "Da ist ein Computer frei" und deutete auf - na ja- nennen wir es mal "Kasse". Also wir angefangen mit scannen und EC Zahlung. Als wir fertig waren habe ich mich erst mal richtig umgeschaut und gesehen das so gut wie alle Kassen so waren. Neben uns stand dann auch ein ganz altes Ehepaar (um die 70 rum) die total überfordert mit der Situation waren. (ok da kamm dann eine IKEA MItarbeiterin und half denen)

      Aber ich muss ehlich sagen, mir gefällt das gar nicht. Wieder mal Arbeitsplötze weg .....

      Wie findet ihr das denn?

      • Hallo,

        es gibt ja auch noch die normalen Kassen, man muss ab jetzt einfach gucken, dass man in der gewünschten Reihe ansteht. Ich persönlich find das mit dem Scannen ganz gut, weil meist die Leute da stehen, die weniger Artikel haben und das geht recht schnell. Wenn man es einmal gemacht hat, ist es ganz einfach.

        Ich stimme Dir allerdings zu, das spart wahrscheinlich wieder Arbeitsplätze ein. Aber wenn Du "philosophisch" an die Sache ran gehst, darf man eigentlich eh nicht bei IKEA einkaufen. Hast Du Dir mal die Geschichte des Gründers angesehen? Und irgendwie müssen die Preise ja auch so billig werden, sorry, wenn ich da so desillusioniert schreibe.

        Das ist wie bei Schlecker, H&M, etc., jeder kauft gern günstig schöne Sachen, aber die Ethik hat da ein dickes ???

        LG
        Claudia

        • >>Ich stimme Dir allerdings zu, das spart wahrscheinlich wieder Arbeitsplätze ein. Aber wenn Du "philosophisch" an die Sache ran gehst, darf man eigentlich eh nicht bei IKEA einkaufen. Hast Du Dir mal die Geschichte des Gründers angesehen? Und irgendwie müssen die Preise ja auch so billig werden, sorry, wenn ich da so desillusioniert schreibe.<<

          Wie meinst Du das?

          LG

          Biene

          • Weil billige Produktion (und nur so lassen sich diese Preise halten) nur unter Bedingungen zu schaffen sind, die bedeuten: Produktion im Ausland von Billiglohnarbeitern und Bedingungen, wie sie hier nicht haltbar wären... usw.
            Und Ingvar Kamprad (der Gründer von IKEA) war bekennender Nazi. Nicht gerade jemand, dem man gerne Millionen Umsatz schenken möchte!

            LG
            Claudia

            • >>Weil billige Produktion (und nur so lassen sich diese Preise halten) nur unter Bedingungen zu schaffen sind, die bedeuten: Produktion im Ausland von Billiglohnarbeitern und Bedingungen, wie sie hier nicht haltbar wären... usw. <<

              Dazu kannst Dir mal das durchlesen:

              "Die fünf größten Lieferantenländer sind China, Polen, Italien, Schweden und Deutschland. 69 Prozent der Waren stammen von Lieferanten aus Europa, 28 Prozent aus Asien und 3 Prozent aus Nordamerika (alle Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2006)."

              69%(!!!) aus Europa, nur 28% aus sogenannten Billiglohnlaendern.

              >>Und Ingvar Kamprad (der Gründer von IKEA) war bekennender Nazi. Nicht gerade jemand, dem man gerne Millionen Umsatz schenken möchte! <<

              "Die größte Krise in der letzten Zeit hatte Ikea 1994 zu verkraften. Schwedische Zeitungen brachten Ingvar Kamprad mit nationalsozialistischen Gruppierungen in Verbindung. Die Medien deckten auf, dass er die rechte Organisation eines Freundes und bekannten Nationalsozialisten bis 1945 finanziell unterstützt hatte. Schnell wurde zum Boykott aufgerufen. Kamprads Großmutter war Sudetendeutsche und hatte wohl seine politische Meinungsbildung beeinflusst. Kamprad entschuldigte sich in einem offenen Brief bei seinen Mitarbeitern und den Kunden und bezeichnet die Zahlungen heute als „größte Dummheit meines Lebens“."

              Ein bekennender Nazi ist fuer mich etwas anderes. Was DAS mit der GESCHICHTE von Ikea zu tun hat, ist mir nicht klar. DIe Geschichte von Ikea finde ich persoenlich naemlich sehr beeindruckend und schoen.

              Achso, Quelle: Wikipedia.


              • Hallo,

                naja, ich hab da mal eine Dokumentation gesehen, die ich schon seriös fand und er wäre ja nicht sehr clever gewesen, sich JETZT noch hinzustellen und zu sagen, ich find das klasse. Ob er nun wirklich einen Sinneswandel hatte, seh ich da nicht.

                Ich habe aber dennoch nur von seiner Geschichte, nicht von der Firmengeschichte gesprochen. Dass das ein beeindruckendes und funktionierendes System ist, stelle ich nicht in Frage.
                Ich war jetzt nicht persönlich da, um mich umzusehen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch in Ländern wie China andere Arbeitsbedingungen herrschen wie bei uns. Mir ist klar, dass nicht nur IKEA so produziert... aber ich finde trotzdem, dass man sich bewußt machen muss, wo die schönen günstigen Sachen herkommen. Wie gesagt, ich mag Ikea, H&M usw. Aber ethisch gesehen gibt es sicher beeindruckendere Konzepte. Meine persönliche Meinung!

                • Gib mir mal bitte Bescheid was das fuer eine Dokumentation war, wo er sich JETZT hinstellt und sagt, dass er das alles toll findet. DAS glaube ich nicht.

                  Ikea koennte weitaus billiger produzieren als sie es jetzt tun. Ich habe 1,5 Jahr bei Ikea gearbeitet und glaube mir, Ikea tut mehr fuer seine Mitarbeiter in den Billiglohnlaendern als H&M.

                  LG

                  Biene

      Hallo,
      für mich selber finde ich es super praktisch!
      Für Arbeitsplätze finde ich es natürlich nicht gut.
      Aber ich nutze dieses System bei Ikea.
      Ich selber arbeite in einer Bank. Da vernichten Online-Banking und Co auch mehr als genug Arbeitsplätze. Da interessiert sich leider auch niemand dafür, daß unsere Jobs nicht mehr sicher sind. Ich bin da bei anderen schlicht und ergreifend auch dickfällig geworden.
      LG
      donaldine1
      PS: Außerdem schaffen solche Systeme wiederum andere Arbeitsplätze z.B. in der Industrie und EDV. Meist fallen bei sochen Sachen nämlich in erster Linie nur die wenig qualifizierten Positionen weg. Und da liegt es auch an jedem Arbeitnehmer selber, sich mal weiter zu bilden.

      (9) 12.02.10 - 09:10

      ich find s gut, wenn wir mal bei ikea sind kaufen wir nur 2, 3 teile.
      man musste immer lang an den kassen warten, jetzt gehts ruck zuck :-D


      lg eve

      Ich finde das gut und praktisch.
      Mir ist allerdings aufgefallen, dass man dort prima klauen könnte, wenn man wollte. So genau achtet keiner darauf, dass man alles einscannt. Bin mal gespannt, wann Ikea das merkt.
      Und wer mit dem Scannen nicht klarkommt, der kann ja zur normalen Kasse gehen.

      • (11) 12.02.10 - 10:29

        Probier da mal zu klauen! ;-) Nur weil an der Kasse keiner aufpasst, heisst das nicht, das generell keiner aufpasst.

        LG

        Biene

        (16) 12.02.10 - 11:34

        Das war mein erster Gedanke, als ich das gelesen habe.
        Wie will ein Markt verhindern, dass Waren einfach nicht eingescannt werden ?
        Werden alle Einkäufe anschließend beim herausgehen nochmal überprüft ? Oder nur stichprobenartig ?
        Was, wenn der Kunde unabsichtlich eine Ware vergisst einzuscannen ? Man kann ihm doch keinen Vorwurf machen, er ist eben kein Profi, macht das vielleicht zu ersten mal...#kratz
        Das kann doch nicht gleich zur Diebstahlanzeige führen, oder etwa doch ?
        Wenn ja, würde ich das Risiko nicht eingehen und lieber zur normalen Kasse gehen.
        Wenn nein, glaube ich, dass viele in Versuchung geführt werden würden. Wenn man erwischt wird, zahlt man eben die Ware, ansonsten nicht...#kratz

        Wie soll das funktionieren ?

        • (17) 12.02.10 - 11:47

          Hier gibt es in allen grossen Supermaerkten Selbstbedienungskassen. Das funktioniert prima.
          Ich mein, wo ist der Unterschied ob ich es aufs Band lege oder ob ich es einscanne?
          Aus dem Einkauswagen raus, einscannen, in die Tasche.
          Was ist daran so schwierig? #kratz

          • (18) 12.02.10 - 12:22

            Vielleicht stelle ich mich ja besonders doof an oder der Real hat blöde Selbstbedienungskassen.

            Mag auch daran liegen, dass ich nur alle 3 Monate mal bei Real einkaufe.

            Ich mag diese Kassen einfach nicht, das mag ok sein wenn man nur eine Handvoll Artikel hat, aber wenn ich einen recht vollen Wagen hab dann brauche ich ewig bis alles eingescannt ist. Flaschen z. B. kann man ja nicht einfach so in die Taschen "werfen" sondern muss sie sorgfältig hinstellen, dann mault diese Kasse aber schon wieder mit mir, dass ich gefälligst den nächsten Artikel einscannen soll. Ganz übel ist es, wenn du feststellst, dass die Tüte zu schwer wird (das sind ja die ganz billigen Tüten), wenn du einen Artikel wieder rausnimmst, dann meckert die Kasse auch.

            Und so ganz grundsätzlich bin ich schon der Meinung, dass ich als Kunde auch nicht alles machen muss. Wir betanken unsere Autos selbst, machen Onlinebanking, bauen unsere Möbel auf usw. all diese Tätigkeiten vernichten zum einen Arbeitsplätze und stehlen uns unsere Freizeit.

            • (19) 12.02.10 - 12:28

              Das sind doch 2 voellig verschiedene Themen. Wie ich schon sagte, ich finde Selbstbedienungkassen scheisse.
              Aber "Aus Versehen" was klauen ist wirklich ein schlechtes Argument.

              • (20) 12.02.10 - 12:41

                Ich hätte vielleicht auch mal das Posting von Bezzi genauer lesen sollen #klatsch

                Ich habe gedacht, deine Antwort sei ein generelles Pro für diese Kassen ... wer lesen kann ist klar im Vorteil ;-)

        (21) 12.02.10 - 12:54

        Warst du schon mal an einer Scannerkasse ?

        Ich kenne jetzt nur die Kassen bei Real, und dort funktioniert das so:

        Es gibt 4 Scanner und 1 Aufsicht. Der Wagen muss genau auf das eingezeichnete Feld gestellt werden. Darüber befindet sich ein Spiegel.

        Jeder Artikel wird aus dem Wagen genommen, eingescannt und nebenan in die Tüte gepackt. Diese Einpackstion ist mit einer Waage versehen und registriert ganz genau, wenn ein Artikel wieder entfernt wird oder hineingelegt wird ohne zu scannen. Ausserdem sieht die Aufsicht ganz genau ob ein Wagen leer ist oder nicht und die Ware darf erst nach dem Bezahlen von der Einpackstation entfernt werden.
        Das Argument "vergessen" kann man also bei einer Packung Kaugummi vielleicht gerade so noch gelten lassen ;-)

Das mit den Arbeitsplätzen habe ich zu einer der Kassendamen vor ein paar Monaten auch gesagt.
Sie meinte dann nein, es wären keine Arbeitsplätze weg, sie hätten nur umstrukturiert. Und so könne man die langen Schlangen vermeiden.
Ob es stimmt weiß ich nicht.

(23) 12.02.10 - 09:30

Hallo!

Ich kann mir wirklich vorstellen, dass die Arbeitsplätze nicht weg sind. Bei Ikea waren nie alle Kassen voll belegt (vielleicht am Samstag).
Jetzt ist immer ein/e MitarbeiterIn bei den Selbstscannkassen vor Ort und hilft bei Bedarf. Diese Mitarbeiterin betreut 4 solcher Kassen.
Die richtigen Kassen gibt es ja auch noch weiterhin, denn die Selbstscannkassen sind für diejenigen, die wenige und kleine Dinge kaufen.

Gruß nakiki

Hallo,

soweit mir bekannt ist, wurden keine Arbeitsplätze gestrichen.

Dann: maximal 15 Teile für die Selbstscan-Kassen, äähm da bin ich grundsätzlich drüber, wenn ich denn mal bei Ikea bin.

Schade ist, dass die normalen Kassen dadurch wahrhaft wenig entlastet sind (jedenfalls am Samstag), die Schlangen der normalen Kassen extremst langsam vorwärts kamen. Denn, so stellten wir nun fest, viele stellen sich erst falsch bei den SB-Kassen an, schmuggeln sich dann wieder in die normale Schlange... somit 25 Teile, 2 Std Kasse anstehen, grrr war doof.

Bei dem Argument Arbeitsplätze: Bei den Banken flogen durch das bequeme Onlinebanking massenhaft Stellen weg, bei Lebensmittelketten sind die SB-Kassen auch schon länger vorhanden, bei anderen Einzelhandelsunternehmen wurden Abteilungskassen weggestrichen und nur noch eine Kasse pro Etage, wenn überhaupt.. Schau doch mal Karstadt, C&A, H&M etc... da moppert niemand, warum??

In fast allen Geschäften, egal welche Kette ist in den seltensten Fällen JEDE Kasse besetzt. Selbst ohne SB-Kassen war es bei Ikea doch immer der Fall, dass man stunden anstand.. die sollten lediglich die Anstellreihen besser markieren, da viele falsch anstanden, durch die Länge der Schlangen.. in der Markthalle fehlten die Hinweise, bis dahin reichten aber alle Schlangen..

Also Fazit: SB-Kassen sind schon gut, die Ware ist meist so gut gesichert, dass es wenige sehen/merken.. und ja "BigBrother" schaut via gut versteckter Kameras sogar den SB-Kunden vielerorts IN die Geldbörse... noch Fragen??

Allgemein ist es eher bedauernswert, dass der Einzelhandel von gut ausgebildeten Fachleuten die Finger lässt und auf die wenig qualifizierten und oft unmotivierten Mitarbeiter zurückgreift, da die weniger kosten... Aber da sind wieder wir Kunden schuld, die alles billig billig und noch mal billiger haben wollen...

Mein Ausbildungsbetrieb ging in die Knie, nach 100 Jahren.. denn der war eher an Fachwissen interessiert als an Schnelligkeit.. doch konnte er dank der Geizmentalität diesen Standard nicht finanzieren... SCHADE..
Neben Arbeitsplätzen war da eine Familienphilosophie mal eben dank "Geiz ist geil" erledigt.. es war dort nicht sauteuer, man wurde dort extrem gut beraten..

Achja, weisst Du, wieviel Arbeitsplätze allein durchs Internet vernichtet wurden?? die kann man gar nicht zählen! und dagegen sind selbst die paar Arbeitsplätze, die für Admin und Co entstanden, ein Witz.

LG
Mone

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