Kratzer in Autotür - Welche Versicherung??

    • (1) 08.08.11 - 14:18

      Hallo Liebe Urbianer,

      in der gestrigen Nacht hat ein Freund meines Sohnes bei uns geschlafen. Als ich die beiden heute Morgen in die Kita brachte, ist uns ein kleiner Unfall passiert.
      Der Freund meines Sohnes stieß mit Schwung die Autotür auf und haute sie mit voller Wucht gegen den Wagen einer Erzieherin. Nun hat die Tür einen Lackschaden, für den ich natürlich aufkommen werde.
      Nun meine Frage:
      Kann ich das über meine Haftpflichtversicherung geltend machen, da ich ja in diesem Fall die Aufsichtspflicht verletzt habe und der Kleine ja noch nicht deliktfähig ist? Oder müsste ich die Eltern des Kindes ansprechen, da in unserer Versicherung formal ja nur unsere Kinder eingeschlossen sind?

      Viele Grüße,
      Katrin

      • Hallo,

        tja da es der Sohn deiner Freundin war würd ich sagen muss die Haftpflichtversicherung deiner Freundin zahlen. Schlieslich ist es ja nicht dein Kind.

        Frag aber ruhig mal deinen Versicherungsvertreter ob das so stimmt.

        Weder noch.
        Das ist ein Fall für due KFZ-Haftpflichtversicherung, die dann allerdings den Schadensfreiheitsrabatt kürzen wird. Die Frage ist, ob sich das bei so einem kleinen Schaden lohnt.
        Die Eltern des Kindes würde ich aber in jedem Fall ansprechen. Vielleicht haben sie eine Versicherung, die Schäden deliktunfähiger Kinder einschließt.

        Das muß die Kfz Haftpflicht zahlen, dann wirst Du hochgestuft, wenn Du dabei warst hast Du die Aufsichtspflicht nicht verletzt.

        Normalerweise kann das Kind oder Du nicht haftbar gemacht werden, weil er eben deliktunfähig ist, also steht es in Deinem ermessen ob Du der Erzieherin was erstattest.

        • Nur weil man "dabei ist" heißt das nicht automatisch, dass man die Aufsichtspflicht nicht verletzt.

          Woher weißt Du also, dass sie die Aufsichtspflicht nicht verletzt hat?

          Hat sie die Kinder darauf hingewiesen die Tür nicht zu öffnen da ein Pkw daneben steht? Musste sie das bei Kindern über die sie die Aufsicht führt nicht tun?

            • Ich glaube Du solltest "beaufsichtigen" definieren.

              Meinst Du damit, dass die Anwesenheit immer ausreichend ist um seiner Aufsichtspflicht zu genügen?

              Eine Abwendungspflicht für drohende Gefahren wird nicht verlangt?

              Zur Klarstellung: ich behaupte nicht, dass eine Aufsichtspflichtverletzung vorliegt. Nur der Schluß von der Anwesenheit automatisch und generell auf eine Aufsichtspflichtverletzung zu schließen ist nicht schlüssig.

        Dein erster Satz widerspricht sich völlig mit Deinem zweiten.

        Es steht NICHT im Ermessen der TE, ob sie zahlt oder nicht. Die Geschädigte hat einen Anspruch auf Regulierung ggü der KFZ-Haftpflicht.

        • (10) 08.08.11 - 17:52

          Wenn sie es abrechnet, dann über die Kfz Haftpflicht, aber ob sie es macht liegt in ihrem ermessen, das Kind kann nicht haftbar gemacht werden und sie haftet nur bei Aufsichtspflichtverletzung.

          Wir hatten genau den gleichen Fall und mein Versicherungsvertreter hat uns auch vor die Wahl gestellt.

          • Nochmal:

            Sie hat genau 2 Möglichkeiten: Entweder sie zahlt es selber oder sie rechnet es über die KFZ Versicherung ab. Die Geschädigte hat auf jeden Fall Anspruch auf Entschädigung. Die Geschädigte kann sich auch direkt an die KFZ Haftpflicht wenden.

            "das Kind kann nicht haftbar gemacht werden und sie haftet nur bei Aufsichtspflichtverletzung. "

            Das stimmt, ist in diesem Fall abr nicht relevant, da der Schaden beim Gebrauch des KFZ entstanden ist (Stichwort Betriebsgefahr).

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