Zeugenaussage 500km weit fahren

    • (1) 03.11.11 - 11:39

      Hallo

      Mir ist keine bessere Überschrift eingefallen und auch kein passendes Unterforum,hoffe daher das es hier passt.

      Anfang Mai wurde die Mietwohnung neben unserer abgebrannt.
      Da mein Freund der einzigste und somit Hauptzeuge ist,MUSS er natürlich zur Aussage.
      Wir sind in der Zwischenzeit knapp 500km weit weg gezogen und nun hat er vom Gericht ein Schriftstück bekommen womit er sich bei der Bahn das Ticket abholen kann.
      Mittwoch 05.27h fährt der Zug los,muss also Zuhause um 4.45h los gehen.
      Er kommt da ca 30min vor seiner Aussage (14.00h) an und +/- 1 Std später fährt er wieder zurück sodass er Nachts um 00.30h ca Zuhause ist.
      Die Fahrten so sind festgelegt worden !

      Nun frage ich mich (für den Mittwoch bekommt er ja logischerweise frei) aber was ist mit dem Donnerstag,kann er da auch irgendwas machen?
      Wenn er um 00.30h Zuhause ist,kommt er wohl so gegen 1.00h ins Bett und um 4.00h klingelt wieder der Wecker #gaehn
      Er macht erst seit dem 26.10 eine geförterte Ausbildung,von daher fällt Urlaubstag nehmen weg.

      Weiss jemand ob das "zumutbar" ist?

      Lg

      • Das sind aber extrem lange Fahrtzeiten, die wurden vermutlich aus Kostengründen gewählt. Schon ziemlich nervig, aber machen kann er da - glaub ich - nichts.

        Allerdings sitzt er im Zug. Dort kann er sich ausruhen, lesen und: schlafen! Und das sollte er auch tun, dann ist er am nächsten Tag nicht so gerädert.
        Und dann nach Feierabend (der wird ja nicht so spät sein, wenn er schon so früh anfängt) legt er sich eben nochmal hin. Ich gehe mal davon aus, dass er noch nicht besonders alt ist (wegen der Ausbildung) - lass Dir versichern: in jungen Jahren steckt man sowas noch recht locker weg. ;-)

        • huhu

          #danke für deine Antwort.
          Ja habe mir mal andere Verbindungen angesehen und es wird tatsächlich eine gewesen sein wegen den Kosten was ich auch verstehen kann.
          Aber er muss auch jeweils 4mal umsteigen,also nicht unbedingt die günstigsten Verbindungen zum Schlafen #schwitz

          Is zwar nicht der älteste,aber auch nicht mehr der Jüngste mit seinen 26 Jahren.
          Aber wenn er das nun so machen muss,er wird es überleben.
          Habe in der Zwischenzeit aber mit dem Richter telefoniert.
          Falls mein Freund das möchte (das wollt ich ihn aber nun vorher fragen) ruft der Richter morgen bei seinem Arbeitgeber an und schildert das Problem und versucht da was zu machen.

          Im übrigen wird er nach der Arbeit frühstens um 18.00h wieder zuhause sein.
          Es ist normale Arbeitszeit,aber ebend auch hier wieder lange Fahrtzeiten.

          lg

          • (4) 03.11.11 - 16:24

            Mit 26 haben wir die Nacht durchgemacht, kurz geduscht und sind sofort zur Arbeitsstelle. Natürlich nicht täglich, aber hin und wieder schon.
            Er wird es überleben.

    (10) 03.11.11 - 22:52

    Total verweichlicht, die heutige Jugend.

    Wenns um ne Party o.ä. gehen würde, fragt Ihr doch auch nicht.

    • (11) 04.11.11 - 14:19

      Tja tut mir leid wenn du so ein verzogenes Weltbild von der heutigen Jugend hast.
      Wir jedoch gehen auch wenn wir erst 26 sind nicht ständig auf Party,machen die Nacht aus Langeweile durch oder sonstwas.
      Wir sind mit 19 Eltern geworden und ab da war das für uns vorbei (Und zwar freiwillig)

      Und eine Party (wenn sie denn mal bis morgens gehen würde) willst du doch nicht wirklich damit vergleichen?
      Setz du dich morgen um 5.30h in einen Zug fahre 8 std damit (Und schlafen is nicht wegen 4 mal umsteigen) dann ras vom Bahnhof aus zum Gericht sag auch,trink schnell ein Kaffee irgendwo und steig wieder in den Zug,fahr wieder 8 std (wieder kein Schlaf da wieder umsteigen)komm um 1.00h Nachts nach Hause leg dich hin und penn 3 std und geh dann los zur Arbeit..Und sag mir nochmal das is genauso wie eine Party.

      Ich habe die Fahrt schonmal gemacht Freitags hin und Samstags Zurück und sogar das war echt Nervenraubend.

      Lg

(12) 03.11.11 - 23:32

Hallo,

... wenn er eine geförderte Ausbildung macht, wird er dort auch einen Ansprechpartner haben, der ihm hierbei weiterhelfen kann.
Lieber da nachfragen, denn es gibt z.B. die Möglichkeit, Stunden nachzuholen.

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden....

Grüße
kraxy

"zumutbar????" Da gibt es noch ganz andere Dinge, die für mich unter "zumutbar" laufen!!!

LG

(14) 04.11.11 - 12:09

Ich halte das für unzumutbar und würde beim Gericht anrufen.

Entweder andere (schnellere) Verbindungen oder eine Übernachtung.

Und ja, er hätte Anspruch auf Freistellung, da die Zeugenaussage Pflicht ist.

Gruß

Manavgat

  • (15) 04.11.11 - 14:22

    huhu

    #danke dir.
    freistellung hat er ja bekommen für den Mittwoch.

    Mit Gericht habe ich schon gesprochen.
    Eigentlich ist es denen völlig egal,sie brauchen ihn ja nur Mittwoch und für den Tag haben sie ihn ebend seine Verbidnung mitgeteilt,was mit Donnerstag ist,ist denen egal.

    Aber ich schrieb ja schon der Richter würde beim Arbeitgeber von meinem Freund anrufen und da versuchen was zu klären.
    Aber erstmal versucht mein Freund das heute selber,mal sehen was dabei raus kommt

    lg

Hallo!
Wegen seiner möglicherweise entscheidenden Aussage verpflichtet ihn

das Gesetz zum Kommen. Er muss also auch dann hingehen, wenn

er meint, eigentlich nichts Wesentliches aussagen zu können. Und

auch dann, wenn er schon woanders zur selben Sache ausgesagt

hat.
Nur wenn dringende Gründe vorliegen, ist er entschuldigt.

Ein dringender Grund - die Juristen nennen dies dann eine "genügende

Entschuldigung" - besteht vor allem bei einer Erkrankung. Kein dringender

Grund liegt normalerweise vor, wenn er gleichzeitig berufliche oder

private Verpflichtungen hat.

LG
Katinka

  • hallo

    Du hast mein Anfangspost aber schon gelesen?
    Wenn nicht,dann tu es doch mal bevor du was schreibst und wenn ja,sorry total am Thema vorbei.#rofl

    Das er zur Aussage muss war klar und nicht die Frage,selbstverständlich geht er dahin.
    Es ging mir nur darum ob es da irgendwas gibt das man was tun kann,das er am nächsten Tag auch nicht zur Arbeit muss,wegen den langen Fahrten/wenig Schlaf.

    Aber ich hab schon gemerkt,die meisten die hier zurück geschrieben haben,kennen es nicht anders und scheinen daran gewöhnt zu sein,solange auf den Beinen zu sein und dann noch arbeiten zu gehen.

    • Sorry, dann habe ich dein Anfangsposting wohl falsch interpretiert, aber das kann man auch freundlicher schreiben.

      Frag doch mal im Babyforum wieviele berufstätige Mütter/Väter regelmäßig nicht mehr als 3-4 Std. Nachtschlaf bekommen und dann arbeiten müssen. Bei deinem Freund geht es um 1 (!) Tag, das wird doch wohl zu bewerkstelligen sein #augen.

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