Kevinismus oder Emilismus, was ist für Euch schlimmer? Seite: 4

      (80) 21.02.12 - 08:57

      Kommt drauf an welcher älterer Name das ist.

      Lieber einen Paul oder Max oder eine Mathilda oder Charlotte als einen Kevin oder eine Chantal, Jaqueline oder Määändy #schein

      Hubertus und Otto finde ich persönlich schon zu "alt".

      LG

      Carl, Otto, Paul etc.pp. finde ich super !

      Justin Jason Joel, Angelina Chantal Samantha etc.pp. finde ich eine Zumutung für die Kinder !

      Auch nicht so toll, finde ich persönlich, wenn jedes zweite Mädchen als Zweitnamen Sofie oder Marie trägt. Ebenso bei Jungen Finn Luca, Ben Luca etc.pp. , eben das, was irgendwie jeder schon hat.

      Im Endeffekt muß es jeder selbst wissen, jedoch muß man auch immer mit Kritik rechnen, egal, welcher Name gewählt wird.

      Lg
      paulstanley

    • (82) 21.02.12 - 09:18

      ich find weder das Eine noch das andere schlimm!

      Es ist doch total schnuppe wie ein Kind heisst, solang es kein total kurioser Name ist.

      Und das Kevin ein negativer Name ist liegt nicht am Namen sondern an uns Menschen - denn wir verbinden den Namen Kevin mit asi, Gewalt etc

      (83) 21.02.12 - 09:29

      Ich habe auch meine Vorurteil: z.B. denke ich, dass der Koerper und das Gesicht eines Menschen bereits viel ueber ihn selber aussagt. Dass aber ein Name Gegenstand einer erwachsenen Diskussion sein kann, finde ich extrem kleinkariert! Und in der Regel sitzen diese im Glashaus....

    (89) 21.02.12 - 09:30

    hallo,

    ist mir total egal.

    soll ein mensch heißen, wie er mag.

    klar schmunzele ich auch mal. aber eben nur für mich. und dann ist auch gut.
    ich bin mir sicher in 30 jahren ist es unseren kindern egal, ob englische vornamen zu deutschen nachnamen passen oder andersherum. die welt rückt näher zusammen und das drückt sich eben auch in den namen aus.

    ich kenne mutter, deren söhne heißen justin udn jaimie. und die ist sehr traurig über die art udn weise, wie diese namen verrissen werden udn ärgert sich, die kinder so genannt zu haben. obwohl sie beide namen immer noch sehr schön findet.
    DAS finde ich traurig und bedenklich! dass eine mutter traurig ist über die namenswahl, weil andere eltern sich anmaßen hier durchweg negativ zu urteilen.

    lg

    (90) 21.02.12 - 09:43

    Hi!

    Ich finde beides zum Schmunzeln. Die mir bekannten Familien, deren Kinder Kevin, Marvin, Frida, Otto etc. heißen, haben nämlich eines gemeinsam: die Absicht, ihrem Kind einen Anstrich zu geben, der ihren Sehnsüchten, Hoffnungen und Erwartungen gerecht wird. Zum Schmunzeln ist das, weil man diese bei den genannten Namenskategorien so schön ablesen kann.

    LG!

    • (91) 21.02.12 - 09:59

      Kannst du vielleicht mehrere Namensbeispiele nennen, die keinerlei derartigen Rückschlüsse zulassen?

      Natürlich hast du recht, aber mir fallen keine Namen ein, bei denen solche Unterstellungen unmöglich sind.
      Und mindestens unbewusst haben wir doch hoffentlich alle Hoffnungen, was die Zukunft unserer Kinder angeht. Und mindestens unbewusst dürfte sich das auch in die Namensgebung zeigen.
      Zum Schmunzeln kann ich das nicht finden, denn ich kann und will mich selber doch gar nicht davon frei machen.

      • (92) 21.02.12 - 10:41

        Hallo!

        Du hast recht, ganz frei machen können wir uns alle nicht davon.

        Aber das Auffällige an diesen Namenskategorien ist doch die Diskrepanz zw. Wunsch und Wirklichkeit, die mal mehr, mal weniger stark wahrgenommen wird. Das soll nicht die Eltern abwerten, denn einem Ideal oder vielmehr Stereotyp, der hinter den Namen steht kann niemand voll und ganz gerecht werden. Je deutlicher die Vorstellung ist, die wir mit einem Namen verbinden, umso mehr kann diese von der Realität abweichen.

        Eine englischer/französischer Name, der suggeriert, dass das Kind genauso gut in den USA oder sonstwo leben könnte, stellt eine Verbindung her zu einer Welt, die den Eltern meist verwehrt bleibt.

        Andere wieder suchen sich skandinavische Kinderbuch-Namen aus, weil sie dabei an die heile Astrid-Lindgren-Welt denken. Andere wollen herauskehren, dass sie zum Bildungsbürgertum gehören, der Name ist sozusagen ein Code, der sagt: meine Eltern sind oder wären gerne Akademiker und wünschen sich das auch für mich.

        Wie gesagt, je weiter der familiäre Hintergrund von diesen Vorstellungen abweicht umso auffälliger.

        Namen, die weniger deutlich in ihrer Aussage sind, sind für mich z. B.: Jana, Tim, Robin, Tobias, Sara.
        Aber frei ist man nie von dem, was man sich für sein Kind wünscht, du hast absolut recht.

        Puh, ich könnte ewig darüber schwadronieren ;-)
        LG!

        • (93) 21.02.12 - 11:45

          Es kann eine Diskrepanz geben, diese jedoch pauschal zu unterstellen halte ich für unglücklich.

          Ich habe einen skandinavischen Namen und meine Kindheit war durchaus "bullerbüartig." Vielleicht ja auch gerade weil meine Eltern dieses Ideal gesucht haben?

          "Eine englischer/französischer Name, der suggeriert, dass das Kind genauso gut in den USA oder sonstwo leben könnte, stellt eine Verbindung her zu einer Welt, die den Eltern meist verwehrt bleibt."

          Ersten kenne ich auch Beispiele, wo eine ensprechende Namensgebung eben gerade aus einer direkten Verbundenheit (Auslandssemester beispielsweise) vorgenommen wurde und zudem finde ich es durchaus schön, wenn ich meine Träume auf diesen Weg an mein Kind weitergeben kann, in der Hoffnung, dass es das erleben darf und kann, was mir selber verwehrt war.

          Die von dir gewählten "neutralen" Beispiele sind trefende Beispiele dafür, dass eben auch das Empfinden von bestimmten Namen subjektiv ist.
          Der Name Tim wäre noch zu meiner Kinderheit wohl eher als anglizitischer Kevinismusname durchgegangen - bekannt aus Funk und Fernsehen und tatsächlich lassen sich die Tims, die ich aus meiner Kindheit kenne, auch entsprechend einordnen.
          Robin empfinde ich auch nicht als neutral, sondern als "Batman-und-Robin"- bzw. "Robin-Hood-" Folgeerscheinung und passt absolut in die Reihe Justin, Kevin, Dustin, Marvin usw. hinein.

          Französisch ausgesprochen habe ich ihn hier in Deutschland noch nicht erlebt. Mein Gastbruder in Frankreich hieß jedoch so, weshalb es für mich ein positiver Name ist.
          Sara und Tobias sind für überzeugte Atheisten sicherlich keine neutralen Namen.

          Unser Sohn heißt Johannes. Ist wohl auch schon ein Emilismusname. Und tatsächlich sind wir Akademiker und ich hätte vermutlich auch nichts dagegen, dass auch mein Sohn eines Tages einmal stuidiert und später einen sicheren und gut bezahlten Beruf nachgehen kann, der ihm Spaß macht. Aber solche Überlegungen haben auf einer bewussten Ebene keiner Rolle bei der Namenswahl gespielt.

          Ich denke, jeder hat sehr individuelle und subjekitve Assoziationen bei den unterschiedlichsten Namen. Daher ist auch das Urteil über solche Namen schwierig und klug ist der, der sich eher auf den Menschen als auf den Namen verlässt und nicht die Namenswahl anderen herablassend belächelt.

          • (94) 21.02.12 - 13:15

            Ich stimme dir zu, dass wir mit den Namen unserer Kinder Hoffnungen äußern, ich eingeschlossen.

            Dennoch gibt es ja einen nachweisbaren Effekt, sonst gäbe es die Kevinismus-Diskussion nicht (es gibt wohl auch Studien dazu, die ich aber nicht kenne).

            Und natürlich sind die Assoziationen subjektiv, weil mentale Konzepte nunmal nie losgelöst vom Menschen sein können. Aber es gibt offenbar Überschneidungen, sonst gäbe es nicht die Häufung in der Namensgebung einerseits und in der Beurteilung dieser andererseits, jeweils in bestimmten sozialen Gruppen/Schichten.

            Ich wage es zu bezweifeln, dass ein nennenswerter Anteil der Marvin- und Justin-Eltern einen Auslandsaufenthalt als Grund für die Namenswahl angeben würde. Vielleicht eher eine Affinität zu bestimmten Nationalitäten.

            Und ich stimme dir auch zu, dass meine für mich relativ neutralen Beispiele für andere gar nicht neutral sein können. Dennoch glaube ich, dass die Namen ein weniger deutliches Bild vom Kind, dessen Eltern und deren Lebenstil hervorrufen (ob gerechtfertigt oder nicht).

            Herablassend ist es eigentlich nicht gemeint, wenn ich über Marvin oder Frieder, Cheyenne oder Mathilda schmunzeln muss. Nur wenn Erwartung und Ist-Zustand einen Bruch darstellen, dann hat das eine gewisse Komik (mir fällt gerade kein besseres Wort ein).

            Bei dieser Diskussion geht es mir auch gar nicht um fest betonierte Urteile über die Kinder, sondern um erste Eindrücke und Assoziationen bzw. die Gründe für dieses Kevin-Emil-Phänomen.
            Selbstverständlich zählt der Mensch und nicht sein Name.

            LG!

            • (95) 21.02.12 - 14:07

              Es gibt diese Häufungen und es gibt Untersuchungen zum Kevinismus. Aber es gibt eben auch Ausnahmen.

              In meinem Beruf, ich bin Lehrerin an einem Gymnasium, wäre es verheerend, ich würde gewisse Name in die bekannten Kategorien einordnen. Das ist mein persönliches Fazit aus der sog. Kevinismusstudie.

              Tatsächlich erlebe ich im Alltag nämlich immer wieder, dass das Klischee sich eben gerade nicht erfüllt. Da kommt Karls Mutter mit "Arschgeweih" (ja, auch auf dem Elternabend konnte man das erkennen...) und bunter flippiger Frisur, Karls Vater ist ein Proll und Macker wie er im Buche steht und Justin ist nicht nur ein kluger und freundlicher Schüler, seine Mutter ist sogar Ärztin.
              Ich mag privat sehr gerne Witze, die irgendwie auf Klischees gründen, ok. Und viele Namenskombinationen finde ich auch lustig.
              Aber obgleich es ja irgendwie auch mein Job ist, Jugendliche zu beurteilen, kann ich mir nicht vorstellen anhand eines Namens zu urteilen, welche Erwartungen Eltern in das Kind gesteckt haben und noch weniger, ob sich hier vielleicht gewisse Diskrepanzen auftun.

              Außerdem denke ich nicht, dass Kevins Eltern wollten, dass ihr Sohn mal in den USA studiert, sondern dass ihr Sohn cool wirkt. Und ich kann doch auch nicht unterscheiden, ob Friedrichs Eltern den Namen aufgrund bekannter Personen der Geschichte oder wegen eines verstorbenen Großvaters oder aus ganz anderen Gründen gewählt haben.

        (96) 21.02.12 - 15:44

        "Eine englischer/französischer Name, der suggeriert, dass das Kind genauso gut in den USA oder sonstwo leben könnte, stellt eine Verbindung her zu einer Welt, die den Eltern meist verwehrt bleibt."

        Mein Sohn hat einen englischen Namen...und das einfach nur deshalb, weil er seinem Vater und mir damals gut gefiel.

Mein Sohn heißt Jeremy!
Meine Tochter heißt Lotta!

Ich unterstreiche damit sicherlich beide Klischees! ^^

Und weißte was? Mir ist das so wurscht!!!!!!!

Mein Sohn ist Klassenbester !!!

Das Gerede, dass Kinder die mit ihrem Vornamen den "Kevinismus" unterstreichen in der Gesellschaft benachteiligt sein sollen kann ich schonmal nicht unterschreiben!

(98) 21.02.12 - 10:00

Namen sind schon immer einer Mode unterworfen worden, das fällt uns nur nicht mehr auf, wenn man sie lang genug kennt. Die Sophies und Maries von heute, waren die früheren Sandras, Tanjas und Tinas. Vielleicht war Melanie früher genauso ungewöhnlich wie heute Samira. Aber die Generation die damit aufwächst wird dies nicht so empfinden und später vielleicht alte Namen toll finden, die es bin dahin nicht mehr gibt, vielleicht Erika, Iris Astrid Michael oder Martin. Ich habe mal gelesen, dass Namen wieder modern werden, die man dann nicht mehr hört und dewegen selten sind. So wie heute Matilda, Charlotte, Greta und Emil, die um die Jahrhundertwende aktuell waren.

Karl, Otto oder Korbinian ist im Grunde wie Kevinismus nur andersherum. Die Eltern wollen auch auf Teufel komm raus einen ungewöhnlichen Namen, nur suchen sie den in der Großelterngeneration und nicht in Sitcoms:-)

Ach Namenssuche ist wirklich nicht leicht:Schöne Namen empfinde ich mittlerweile als banal und nichtssagend, eben weil man sie so oft hört. Ich habe früher Sophia und Emilia, Lara und Lena toll gefunden, außerdem Luca. Aber heute würde ich diese Namen niemals mehr verwenden, weil sie so inflationär vergeben werden.

Englische Namen aber auch nicht: Letzlich hörte ich den Namen Destiny #zitter

  • (99) 21.02.12 - 10:10

    Recht hast Du.

    Meine Oma hieß Hermine. 1911 geboren und bis vor ein paar Jahren war dieser Name nunmal völlig altbacken. Kein Mensch hätte seine Tochter so genannt.

    Seit Harry Potter hat das geändert und der Name ist wieder häufiger zu hören.

Ich finde die typischen Ossi-Namen am schlimmsten. Da weißman wo´s herkommt und wo´s hinführt.

Top Diskussionen anzeigen